All posts under einkauf

5 Lesetipps für den 4. September

In unseren Lesetipps geht es heute um den Fahrdienst Uber, die Piratenpartei, die Weltmacht Google, hypothetische Fragen und Datenschutz beim Einkauf. Ergänzungen erwünscht.

  • UBER heise: Kommentar: Der Fortschritt braucht Uber nicht: Egal, wo Uber auftaucht, hagelt es Kritik von Seiten der Behörden. Trotz Verbot vom Frankfurter Landgericht wird der Mitfahr-Dienst Uber einfach weitermachen. Dort heißt es: Fortschritt lässt sich nicht aufhalten. Auch durch das Risiko, eine Strafe in Höhe von 250.00 Euro zu kassieren, lässt sich der Dienst nicht aufhalten. Es wird gekämpft und trotzig weiter gemacht. Ein Kommentar.

  • POLITIK politik-digital: Die Netzgemeinde singt nicht im Chor: In der Sachsen-Wahl letztes Wochenende erreichte die Piratenpartei nur schlappe 1,1 Prozent. Das sind nochmal 0,8 Prozent weniger als in der letzen Wahl. Da könnte die Frage entstehen: „Sind die Piraten nun endgültig tot oder zucken sie noch?“ Die einst so vielversprechende Freibeuterpartei lässt kaum noch etwas von sich hören. Eine „Netzgemeinde“ als eine homogene Gruppe gibt es nicht und taugt auch nicht zu einer Partei.

  • GOOGLE FAZ: Weltmacht Google ist Gefahr für die Gesellschaft: Google ist zu einer der stärksten Suchmaschinen und zum einflussreichsten Konzern der Welt geworden. Nicht nur im klassischen E-Commerce steht Google an oberster Stelle, auch im Bereich der Wirtschaft spielt der Gigant mit. Von Jahr zu Jahr nimmt die Dominanz zu. Warum leistet niemand diesem Monopolisten Widerstand? Google kann machen, was es will. Seine marktbeherrschende Stellung ist eine Gefahr für die Gesellschaft.

  • INTERNET sz-magazin: What if….Wissenschaftliche Antworten auf absurde hypothetische Fragen: Was wäre, wenn…alle Menschen gleichzeitig in die Luft sprängen? Wie viel Platz braucht das Internet? Welche Fragen dem ehemaligen NASA-Robotertechniker und Comicautor Randall Munroe gestellt werden, ist ihm egal. Diese können so abstrus wie nur möglich sein. Alle Fragen werden auf seiner Webseite immer sehr streng begutachtet und mit wissenschaftlichen Thesen und Andeutungen belegt. Zumindest fast immer.

  • DATEN irights.info: Allwissende Händler, genügsame Datenschützer: Rund um das Einkaufen ist ein datenintensives System entstan­den: Händler, Auskunfteien und andere Unternehmen sammeln zahlreiche Daten, um Kunden möglichst individuell anzusprechen, die Zahlungsfähigkeit zu bewerten und Kundenprofile zu erstellen. Für den Kunden aber bleibt undurchschaubar, wo und wie er ein­geordnet und bewertet wird. Datenschutz-Aufsichtsbehörden zeigen sich bei vielen Fragen nicht nur zahn-, sondern willenlos.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

Weiterlesen »

Getestet: Outfittery.com nimmt Männern das Shoppen ab

Die Style-Experten des Berliner Modeversand-Startup schicken Kunden passende Outfits zu. Unser Autor Jakob Steinschaden hat sich Kleidung bestellt, die jemand anders für ihn ausgesucht hat. „Curated Shopping“ nennt sich das Geschäftsmodell, dass sich zwar erst noch beweisen muss, aber durch ein neues und zeitgemäßes Einkaufserlebnis immer mehr Zulauf findet. Mit dem Berliner Startup Outfittery haben sich ehemalige Zalando-Mitarbeiter auf den Modeversand spezialisiert und waren deshalb die erste Wahl für einen Test unseres Autors.

Nenn` es Klischee, aber ist nun mal so: Nur der Gedanke an Einkaufszentren, Shopping-Straßen und Mode-Läden lässt es mir kalt über den Rücken laufen. Ich bin einer jener Männer, die Shoppen gehen nicht als tolle Freizeitbeschäftigung, sondern als lästige Pflicht sehen. Umso mehr, weil ich von Trends keine Ahnung habe – außer vielleicht, dass karierte Hemden nicht mehr ganz der letzte Schrei sind. Deswegen ist es umso interessanter, dass man diese Last jetzt ins Internet auslagern kann. Denn die ehemaligen Zalando-Mitarbeiterinnen Anna Alex und Julia Bösch haben eine spannende Marktlücke entdeckt, die sie mit Outfittery gegen Konkurrenten wie Modomoto verteidigen: so genanntes “curated shopping”. Anstatt eine Liste an Produkten ins Web zu stellen und sie von den Kunden bestellen zu lassen, übernehmen Style-Experten die Auswahl der Outfits und schicken eine hübsche Kiste nach Hause. Bezahlt wird nur das, was man behalten will.

Ich hab´ jetzt einen persönlichen Modeberater, der mir diese neuen Schuhe und die Jacke ausgesucht hat”, prahlte ich kürzlich gegenüber einer guten Freundin. Im nächsten Satz musste ich zwar relativieren, dass der “nur” Mitarbeiter von Outfittery ist, hatte aber trotzdem ihre volle Aufmerksamkeit. Denn das Konzept des Online-Shops ist spannend: Anstatt dem Kunden die Qual der Wahl zu geben und tausende Kleindungsstücke online zu stellen, übernehmen die Mitarbeiter die Auswahl. In meinem Fall Timo, der mir eine Box mit Schuhen, Herbstjacke, Hosen, Pullover, T-Shirts und Boxershots zusammenstellte – und meinen Geschmack hervorragend getroffen hat.

Dass Outfittery so gut erraten hat, welche Kleidung ich gerne trage, ist zu einem guten Teil mir selbst zu verdanken. Denn die Webseite fragt den Besteller einer Box sehr detailliert über bevorzugten Kleidungsstil, Lieblingsfarben und Größen aus, weist auf Basis dieser Daten einen Style-Experten zu, der dann am Telefon noch einmal abklärt, was man gerne haben möchte. Das geht so weit, dass man sich bereits beim Gespräch zwischen Rund- oder V-Kragen, Jeans oder Chinos und engen und weiten Unterhosen entscheidet. Auch mein – übrigens sehr netter – Berater Timo überließ am Telefon nichts dem Zufall.

Dementsprechend gut bestückt trudelte dann zwei Wochen nach Bestellung (der Versand nach Österreich dauert offenbar etwas länger) die Outfittery-Box ein. Im hübschen Design, ansprechend verpackt und gar mit einer handgeschriebenen Grußkarte von Timo versehen, war der erste Eindruck sehr gut. Das Anprobieren der aufeinander abgestimmten Kleidungsstücke machte zu Hause gleich richtig Spaß – Timo erlaubte sich keinen Fehler bei der Auswahl. Spannend an Outfittery ist, dass man einmal mit Marken (z.B. Ben Sherman, Selected, Zign) und Stilen (z.B. Chino-Hosen) in Berührung kommt, die man beim Shoppen gehen links liegen gelassen hätte.

Von den zwölf zugeschickten Kleidungsstücken habe ich gleich sieben behalten. Zu den Preisen: Schnäppchen sind es definitiv keine, aber angesichts der renommierten Marken (z.B. Boss, Diesel, Bench, Jack & Jones, Tom Tailor) gehen die Preise in Ordnung – in Wien würde ich die Stücke kaum billiger bekommen. Die Stücke, die ich nicht behalten wollte, gingen per Retour-Box zurück an Outfittery, wobei sich die Macher etwas Besonderes ausgedacht haben. Man kann die Box mit Altkleidung füllen, die an die Caritas gespendet werden – eine sinnvolle Füllung für ein ansonsten halbleeres Paket, und man erspart sich selbst wieder den Gang zur Altkleidersammlung.

Ob das Geschäftsmodell langfristig aufgeht, bleibt abzuwarten. Die Idee, große Überraschungspakete an Kunden zu schicken, ist riskant. Die Klamotten auf einander und den Geschmack des Kunden abzustimmen, ist dabei essenziell – im Schnitt werden 300 Euro pro Bestellung ausgegeben. Bei mir hat der Paket-Trick funktioniert: Im Einkaufszentrum hätte ich nie sieben Stück gekauft. Insgesamt kann ich für Outfittery eine Empfehlung aussprechen. Der Dienst funktioniert fast reibungslos, die zugeschickte Kleidung ist top und passte, und auch die Kommunikation mit Timo lief super. Nur beim Marketing könnte Outfittery ein wenig vom Gas geben: Die SMS, ob ich nicht gleich eine Box mit Herbstmode bestellen will, war dann doch ein wenig zu aufdringlich.


Teaser & Image by Outfittery

Weiterlesen »

Netzpiloten-Interview: Die Zukunft des Handels

Gesche Roy vom Deutschen Forschungszentrum für künstliche Intelligenz erklärte den Netzpiloten, wie Produkte und Informationen darüber im Supermarkt der Zukunft in den Regalen zu finden sein werden.

Weiterlesen »

Shopping: Google kauft Jotspot

Google hat wieder einmal ein wenig Geld aus der Kasse genommen und für einen nicht spezifizierten Preis den Wiki-Anbieter JotSpot übernommen. Der bisher kostenpflichtige Service wird seine Dienste nun kostenlos anbieten. Neue Nutzer allerdings müssen noch warten: JotSpot hat die Registrierung nämlich geschlossen.
Bereits mit Writely war Google so verfahren und hatte die Registrierung nach der Übernahme geschlossen; wohl um ein „Überrennen“ des Service von neugierigen Nutzern zu verhindern und um den Service besser in ein eigenes Angebot integrieren zu können.
Es ist davon auszugehen, dass JotSpot in das Google-System integriert wird, ähnlich wie Writely vor wenigen Wochen in dem neuen Service ‚ Docs & Spreadsheets‚ von Google aufgegangen ist.

Interessant in diesem Zusammenhang ist auch ein internes Papier Googles, welches Philipp Lenssen vor einigen Tagen in seinem Weblog vorgestellt hat. Es beschreibt die „Big Goals and Directions – 2006“ des Suchmaschinen-Primus.

[tags]google,wiki,einkauf[/tags]

Weiterlesen »