All posts under deutsche-welle

5 Lesetipps für den 19. Dezember

In unseren Lesetipps geht es heute um das Leistungsschutzrecht, die Deutsche Welle, Social Media in der Politik, Flickr und ein Essay über Journalismus. Ergänzungen erwünscht.

  • LEISTUNGSSCHUTZRECHT Julia Reda’s Blog: Oettinger kündigt EU-Leistungsschutzrecht für Verlage an: Das Leistungsschutzrecht für Presseverlage ist eine politische Idee, die bisher in jedem Land gescheitert ist. Trotzdem scheint es so, dass Günther Oettinger überlegt, dieses Instrument der Medienbranche gegen Google (auch wenn es noch andere Akteure trifft) auf europäischer Ebene einzuführen. Das schreibt zumindest die Europaabgeordnete Julia Reda in ihrem Blog. Gegenüber Golem widerspricht Oettingers Sprecherin Marlene Holzner, weshalb wir nur hoffen können, dass sich beide Akteure vielleicht dich einig sind: Das Leistungsschutzrecht für Presseverlage ist nicht deshalb gescheitert, weil es auf der falschen Ebene eingeführt wurden, sondern weil es das falsche Instrument ist.

  • DEUTSCHE WELLE Deutschlandradio Kultur: Debatte um Reform der Deutschen Welle: Anfang Dezember befragten wir den grünen Netzpolitiker Dieter Janecek zur Tagesordnung des Bundestagsausschuss „Digitale Agenda“. Beiläufig erfuhren wir, dass zur Zeit auch um die Zukunft der Deutsche Welle gesprochen wurde, was sich inzwischen zu einer breiten Debatte entwickelt hat. Peter Limbourg, Intendant der Deutsche Welle, will das englischsprachige Programm ausbauen und im Gegenzug deutsch-, spanisch- und arabischsprachige Programme kürzen. Zumindest, falls der Bundestag den Etat nicht erhöht. Liane von Billerbeck von Deutschlandradio Kultur hat sich darüber mit Tabea Rößner, medienpolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag, unterhalten. Ein hörenswertes Interview, dass die Debatte gut zusammenfasst.

  • SOCIAL MEDIA Europäisches Journalismus-Observatorium: Social Media in der Politik: Zwar hat Social Media durchaus schon Einzug in die Kommunikation von Politikern und politischen Parteien gehalten, doch noch tuen sich die Akteure schwer damit, denn bisher werden die sozialen Kanäle nur für die gezielte Verbreitung einseitiger Information genutzt. Wirkliche Interaktion mit den Bürgern findet nicht statt, wie Ulrike Klinger und Jakob Svensson auf der Website des European Journalism Observatory schreiben. SIe kommen zum Fazit, dass sich zwar politische Kommunikation durch soziale Netzwerke verändert hat, diese dadurch aber nicht besser oder demokratischer geworden wären als traditionelle Massenmedien.

  • FLICKR CNET: Flickr ends sale of prints uploaded under Creative Commons: Yahoo ist unmöglich. Oder viel mehr unglaublich. Die Geschichte um die rechtskonforme Nutzung der unter Creative Commons lizenzierten Flickr-Bilder der eigenen Mitglieder, ohne sie dabei finanziell zu betiligen, ist dabei nur einer von vielen Aufregern der letzten Jahre, aber der meiner Meinung nach das grobe Unverständnis deutlich machendste. Die auf Freiheit setzenden und Teilhabe ermöglichenden Flickr-Nutzer nicht an den Gewinnen des Wall Art-Services zu beteiligen, war ein Fehler, der jetzt dadurch noch schlimmer gemacht wird, dass sie komplett aus dem Dienst rausgenommen werden. Hier hätte Yahoo mal zeigen können, was man anderso schon weiß: man kann auch Geld mit freien Inhalten verdienen. Das wäre ein wirklicher Dienst an den eigenen Mitgliedern gewesen.

  • JOURNALISMUS TagesWoche: Ein Essay zur Glaubwürdigkeit des Journalismus: In einem Essay setzen sich die beiden Schweizer Journalisten Matthias Oppliger und Thom Nagy mit dem in der Gesellschaft vorherrschenden Misstrauen gegenüber ihrem Berufsstand auseinander. Sie konstantieren, dass auch sie Journalisten ein Teil des Problems sind, denn sie sind auch Teil des Medien konsumierenden Publikums. Am Ende des Artikels, der Teril einer Artikelserie über Misstrauen gegen die Medien ist, führen sie Punkte auf, die Medienschaffende und auch Lesende tun könnten, um die SItuation zusammen zu verbessern.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

Weiterlesen »

5 Lesetipps für den 22. August

In unseren Lesetipps geht es heute um die Digitale Agenda, die Deutsche Welle kündigt einer Bloggerin, BuzzFeed, Bürgerpflicht gegen Trolle und die Top 25 mobiler Apps. Ergänzungen erwünscht.

  • DIGITALE AGENDA EAID: Was bringt die Digitale Agenda für den Datenschutz und die Informationsfreiheit?: Über das Digitalprogramm der Bundesregierung namens „Digitale Agenda“ gibt es leider kaum was Gutes zu sagen, denn im Jahr 2014 hätte die Politik weiter sein sollen und sich Ziele setzen, die nicht schon das Erreichte anderer Länder unterbieten und sogar teilweise einen Rückschritt zum Koalitionsvertrag darstellen. Der ehemalige Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar hat sich mit dem Bereich Datenschutz und Informationsfreiheit beschäftigt und trotz des durchwachsenen Ergebnisses positive Anknüpfungspunkte entdeckt.

  • DEUTSCHE WELLE NYTimes.com: German Broadcaster Fires Chinese Blogger: In China entwickelt sich für die Deutsche Welle eine kleine Staatsaffäre, die es in sich hat. Hauptakteure sind die Bloggerin Su Yutong, der mir aus langen Nächten des Politikstudiums bekannte Autor Frank Sieren und das Tiananmen-Massaker von 1989. Ytong wurde wegen kritischer Tweets gekündigt, in dem sie sich darüber beschwerte, dass weniger kritischen Artikeln, vornehmlich von Frank Sieren, mehr Platz eingeräumt wurde und dieser auch noch die Geschehnisse des Sommers 1989 relativierte. Eine heikle Entscheidung der Deutsche Welle, denn auch wenn Yutongs Art und Weise der Kritik gegenüber einem Kollegen unangebracht war, scheint ihre Kritik nicht unberechtigt zu sein.

  • BUZZFEED Badoink: Things Are Looking Good for BuzzFeed: Neuigkeiten stehen in Ivor Irwins Artikel über BuzzFeed nicht drin, aber er führt einem mit wenigen Worten nochmals vor Augen, wie extrem anders BuzzFeed funktioniert, wieso sie damit Erfolg haben und warum Algorithmen in Zukunft der wichtigste Aspekt für Medienunternehmen sein werden. Das die das einem nicht glauben, ist klar. Aber hier stand es dann, lange bevor es passierte. Zeitungen haben nur noch als Nischenprodukt eine Zukunft.

  • TROLLE Zeit Online: Lasst die Trolle verhungern: Einen x-ten „Füttere die Trolle nicht!“-Artikel würde ich hier kaum empfehlen, auch wenn er von Zeit Online-Chefredakteur Jochen Wegner kommt, aber es sind seine hier tiefer gehenden Gedanken, die den Artikel lesenswert machen. Er sorgt sich zwar darum, dass die nicht existierende Utopie „einer digitalen Agora, in der Gleiche mit Gleichen frei kommunizieren, ungefiltert und unverfälscht“ in Gefahr ist, trifft aber einen Punkt, wenn er als neue Bürgerpflicht ansieht, auch bei der Kommunikation im Internet eine Form von Courage zu zeigen, denn Gesetze wie ein „Vermummungsverbot im Internet“ würde mehr Freiheiten kosten als uns lieb wäre. Es liegt wohl an uns allen Trollen entgegen zu treten, wenn wir sie sehen, auch wenn das im Widerspruch zur Überschrift steht.

  • MOBILE FIRST Quartz: These are the 25 most popular mobile apps in America: Dan Frommer listet auf Quartz die 25 meistgenutzten Mobile-Apps in den USA auf und zu meiner Überraschung ist der von Facebook gekaufte Messenger WhatsApp nicht dabei, aber der Kik Messenger auf Platz 25. Ansonsten bleibst festzuhalten, dass Facebook die Liste mit Abstand anführt, Google aber die meisten Apps auf der Liste platzieren konnte und Yahoo sich ganz ordentlich anstellt. Microsoft sollte mal (wieder) alles grundlegend überdenken.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

Weiterlesen »

5 Lesetipps für den 16. September

In unseren Lesetipps geht es um das neue taz-Verlagshaus, Netflix schmult bei der Filesharing-Konkurrenz, Deutsche Welle kooperiert mit FilmOn, Verschlüsselung und Twitter verdoppelt seinen Umsatz. Ergänzungen erwünscht.

  • TWITTER Kroker’s Look @ IT: Twitter verdoppelt seinen Umsatz auf 500 Millionen Dollar: Offiziell hat der Mikrobloggingdienst bei der Ankündigung des Börsengangs noch keine Zahlen vorgelegt. Erste Studien schätzen nun den Umfang des IPO. Demnach schätzt PrivCo, dass der Mikrobloggingdienst seinen Umsatz in diesem Jahr auf gut 500 Millionen Dollar gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppeln kann.
  • VERSCHLÜSSELUNG Hyperland: Welche Verschlüsselung ist noch sicher?: Die Enthüllungen Edward Snowdens zeigen: Der Nachrichtendienst NSA und seine Partner haben keine Mühen gescheut, die Verschlüsselung von Informationen zu sabotieren. Nun stellt sich die Frage: Welche Verschlüsselungstechniken sind nicht betroffen?
  • DEUTSCHE WELLE Rapid TV News: Deutsche Welle joins FilmOn.com: Der Live-TV-Streamingdienst FilmOn wird in Zukunft das Programm der Deutsche Welle senden. Die Deutsche Welle wird sein Programm in vier Sprachen über die Web- und Mobilplattform verbreiten. Genau wie das spanische TVE und das australische ABC.
  • NETFLIX Cnet News: Netflix follows the pirates to decide which shows to pick up: Der Streamingdienst Netflix schaut bei unautorisierten Filesharing-Plattformen, was die Menschen eigentlich sehen wollen und richtet dann sein Programm danach aus. Scheinbar ist der Dienst nicht selber in der Lage zu wissen, was seine Zuschauer sehen wollen. Ähnlich wie klassische Fernsehsender.
  • TAZ taz.de: Die taz plant sich eine neue Heimat zu bauen: In letzter taz meldet die taz in eigener Sache meist nur Meldungen, dass es der Genossenschaft finanziell nicht so gut geht. Jetzt plant die taz den Neubau des Verlagshauses, nur wenige Meter vom alten Standort und doppelt so groß.. Die GenossInnen reagieren überwiegend positiv auf das Millionenprojekt.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

Weiterlesen »

BOBs Liveblog: Die Best of the Blogs Preisverleihung

Heute Abend vergibt die Deutsche Welle die BOB-Awards und du kannst live dabei sein: Entweder direkt vor Ort, oder hier per Liveblog. Auf der Website der BOBs gibt es parallel auch gleich noch einen Livevideostream. Um 20 Uhr geht’s los.

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von www.coveritlive.com zu laden.

Inhalt laden

Weiterlesen »

Die besten Weblogs

Jedes Jahr seit 2004 ruft die Deutsche Welle zur Wahl der besten Weblogs in der Welt auf. Im Vordergrund dieser Wahl stehen dabei vor allem Weblogs, die sich durch gute Themen und Schreibe auszeichnen.

Jetzt hat die Deutsche Welle die Gewinner 2006 bekannt gegeben: In insgesamt 15 Kategorien gibt es von der Jury und vom Publikum ausgezeichnete Blogger. Bestes von der Jury gewähltes Weblog ist das Gruppenprojekt Sunlight Foundation aus den USA. Die Pressemitteilung der Deutschen Welle gibt es bei medienrauschen.

Die Jury-Gewinner und die Nutzer-Gewinner gibt es auch auf den Seiten der BOBs selbst, während man sich bei medienrauschen fragt, wie „sauber“ die Nutzerabstimmung für den Preis eigentlich war … In der Blogbar hatte sich DonAlphonso bereits Anfang November mit dem Thema beschäfftigt.
Ein paar Bilder von der offiziellen Verleihung am Sonntag Abend kann man beim Blogboten sehen.

[tags]bobs,deutsche welle,journalismus,weblogs[/tags]

Weiterlesen »