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Google Assistant für Android Auto – der Assistent für unterwegs

Google Assistant für Android Auto

Mit Google Maps, bzw. dem Google Assistant sind schon viele Menschen gut durch den Verkehr und an ihr gewünschtes Ziel gekommen. Eine einfache App, die einem die Route anzeigt, die Fahrzeit und möglichen Stau und die dadurch resultierende Wartezeit. Ein Nachteil ist natürlich, dass man das Navi von Hand bedienen muss. Ein Mix aus einem digitalen Assistenten und Maps, würde das Ganze noch einmal abrunden. Zu Beginn des Jahres konnten sich dann Nutzer von Google Assistant in den USA über eine Neuerung freuen. Denn der Google Assistant ist jetzt für Android Auto verfügbar. So bleiben seitdem die Hände am Lenkrad und die Augen auf die Straße gerichtet. Nun ist Google Assistant für Android Auto auch in Deutschland erhältlich und steht Nutzern nach und nach zur Verfügung.

Was erwartet uns bei Google Assistant für Android Auto?

Anstatt der Hände, können Nutzer ihre Stimme im Auto einsetzen und somit das Unfallrisiko um einiges verringern. Wer Spotify oder Google Music Play während der Fahrt bedienen möchte, der braucht das nicht mehr direkt auf dem Gerät mit den Fingern einzustellen. Auch Nachrichten via WhatsApp können während der Fahrt bequem abgehört und verschickt werden.

Wichtig ist für die Nutzung, dass euer Fahrzeug mit Android Auto kompatibel ist. So ist gewährleistet, dass ihr den Google Assistant für Android Auto bei verbundenem Smartphone auf dem Display in eurem Auto nutzen könnt.

Für wen eine Verbindung über ein Autodisplay nicht möglich ist, der kann den Google Assistant für Android Auto natürlich auch direkt auf dem Smartphone benutzen. Hierfür könnt ihr euch im Google Play Store die App runterladen.

Wie funktioniert Google Assistant für Android Auto?

Der Google Assistant hat mich neugierig gemacht (zugegeben ich hatte ihn noch nie benutzt) und da ich viel im Auto sitze und Autobahn fahre, weiß ich, wie praktisch es ist, wenn Nachrichten einfach so per Sprachbefehl verschickt oder abgehört werden können. Auch das Steuern der Musik ist ziemlich sinnvoll. Also habe ich mir den Google Assistant für Android Auto heruntergeladen und direkt ausprobiert.

Google Assistant Android für Auto Screenshot by Jennifer Eilitz
Startbildschirm des Google Assistant für Android Auto mit vereinfachtem Bedienfeld – Navi, Telefon und Musik. Screenshot by Jennifer Eilitz

Das Grundprinzip der Bedienung ist ziemlich einfach. Die App zeigt einen vereinfachten Bildschirm an, damit man mit nur einem Fingertipp einen Befehl ausführen kann. Mit dem einfachen Satz „Ok Google“ macht man das Gerät auf sich aufmerksam. Wenn die einzelnen „Sprech-Punkte“ auf dem Bildschirm erscheinen, dann kann man Google sein Anliegen mitteilen.

Leider hat das Ansprechen von Google während der Fahrt bei mir überhaupt nicht funktionieren wollen. Nach mehreren Malen „Ok Google“ habe ich es dann mit einer erhöhten Lautstärke probiert, doch hat mein Gerät noch immer nicht reagiert, sodass ich im Auto saß und quasi mein Smartphone angeschrien habe. Das konnte ganz schön nervig sein und zudem muss es wirklich komisch für andere ausgesehen haben. Um aber Google Assistant für Android Auto zum Leben zu erwecken, reicht allerdings auch ein Tipper auf das Mikrofon am oberen Bildschirm und schon kann man sich mit dem Google Assistant unterhalten.

Sobald ich es zu Hause im Stillen erneut probiert habe, den Assistant anzusprechen, hat es wiederum sehr gut funktioniert.

Das Empfangen von WhatsApp-Nachrichten finde ich gut gelungen, denn hier weist mich der Assistant auf eine neue Nachricht hin und ich kann ihm sagen, dass er sie mir vorlesen soll. Google Assistant liest mir dann meine Nachricht vor und sagt mir, von wem diese stammt. Anschließend werde ich gefragt, ob ich antworten möchte oder, ob das alles ist. Möchte ich antworten, dann sage ich meinen Text auf und Google wiederholt ihn noch einmal zur Sicherheit. Abschließend kann ich sagen „Senden“ oder „Ändern“, dann sage ich die Nachricht gegebenenfalls noch einmal auf.

Einfach ist auch das Tätigen von Telefonanrufen. „Ok Google, ruf … an“ und schon wird der Anruf hergestellt. Während meines Tests, hat das ebenfalls wunderbar geklappt.

Auch das Öffnen meiner Spotify-App hat bestens funktioniert, doch hier kam bei mir schnell die Enttäuschung. Zwar wird die App geöffnet, aber alle Sprachbefehle, die ich hier gebe wie beispielsweise „Öffne meine Playlist …“ kann der Google Assistant nicht ausführen oder ignoriert meinen Befehl einfach. Sofern ich sage „Ok Google, spiele meine Musik ab“, dann spielt Google auch Musik ab, nur leider nicht meine gewünschte Playlist. Die muss ich im besten Fall vor der Fahrt schon auswählen. Wenn Google allerdings meine Musik beenden soll, dann tut sich gar nichts.

Ein persönlicher Assistant mit Stärken und Schwächen

Ich persönlich bin von dieser Technologie und die Möglichkeiten, die man anhand eines Sprachbefehls hat, sehr begeistert. Was allerdings einen bitteren Beigeschmack mit sich bringt, sind die gefühlt tausend Einwilligungen in das Mitlesen von Nachrichten, die Einblicke in mein Telefonbuch, und was man nicht alles der App erlaubt. So spannend ich das Ganze auch finde, so „überwacht“ fühle ich mich leider auch. Hier muss man wirklich abwägen, ob es einem egal ist, dass Google beinahe „alles“ mitbekommt, mithören und mitlesen darf, oder ob man doch mehr Wert auf seine Privatsphäre legt.

Google erleichtert einen die Bedienung während des Autofahrens um einiges. Eben mal schnell einen Telefonanruf tätigen, wenn man kein super technisch ausgestattetes Auto besitzt, kann einem da wirklich weiterhelfen. Auch das Versenden von Nachrichten ist eine bequeme und praktische Angelegenheit. Für alle diejenigen, die auch unterwegs einige Nachrichten, Telefonanrufe, oder Termineintragungen im Kalender tätigen müssen, lohnt sich ein Blick in die neue App jedoch allemal.

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Google Home im Test: Intelligente Interaktion auf Zuruf

googlehome

Wohl keine andere technologische Entwicklung polarisiert derzeit so stark wie die smarten digitalen Assistenten. Sie wissen dank Suchmaschinen- und Kalenderanbindung über alles und jeden Bescheid. Sie spielen die Lieblingsmusik und können das smarte Zuhause steuern. Sprachassistenten leben nicht nur in eurem Smartphone, sondern auch immer öfter in intelligenten Lautsprechern. Mit Google Home – zum Hands-On – hat einer der größten Akteure im Tech-Markt vor knapp drei Monaten sein erstes Produkt auf dem deutschen Markt eingeführt. Seitdem nutze ich das System in den eigenen vier Wänden intensiv und möchte euch über meine Erfahrungen berichten.

Schnelle Einrichtung per Smartphone

Die Einrichtung des schicken Zylinders geschieht nach dem Plug-and-Play-Prinzip. Das heißt, ihr könnt das Gadget einfach mit einer in der Nähe befindlichen Steckdose verbinden. Danach ladet ihr die „Google Home“-App herunter und nehmt den Lautsprecher darüber in Betrieb. Wichtig ist hierbei, dass ausreichend WLAN-Signal vorhanden ist. Innerhalb von wenigen Minuten ist das Gerät online und einsatzbereit. Es folgt das Kennenlernen der Stimme durch mehrmaliges Einsprechen des „Ok Google“-Befehls. Dann ist der smarte Assistent auch schon betriebsbereit.

Durch das Sprechen der Keywords „Ok Google“ oder „Hey Google“ aktiviert sich das Gadget und wartet auf weiterführende Eingaben – oder besser: Einsprachen. Eine nützliche Phrase zum Start in den Tag ist etwa die Frage „Was steht heute an?“. Dann gibt Google Home das aktuelle Wetter, die Wettervorhersage, Termine im Google Kalender, Informationen zur Verkehrslage und Nachrichten in einem Stück aus. Das funktioniert zuverlässig und semantisch in einem sehr guten Deutsch.

Zwischen Produktivität und Unterhaltung

Generell lässt sich mit dem Google Assistent der Alltag spürbar erleichtern. Fragen wie „Benötige ich heute einen Regenschirm?“ oder „Wie weit ist es bis Ort X?“ und Ansagen wie „Setze Mehl auf die Einkaufsliste!“ oder „Timer auf fünf Minuten“ finden schnell einen festen Platz in meinem heimischen Tagesablauf. Selbst in großen Räumen hört das sensible Mikrofon die Sprachbefehle recht zuverlässig. Menschen mit starkem regionalem Akzent dürften anfangs allerdings so ihre Probleme haben.

Google Home Test
Die drei verbauten Lautsprecher bieten eine überraschend gute Klangqualität. Image by Jonas Haller

Auch als Lautsprecher-Ersatz leistet Google Home einen guten Job. Dank TuneIn-Integration startet etwa bei „Spiele MDR Sputnik“ das zugehörige Radio-Programm als Internet-Stream. Wer Google Play Music, Spotify oder Deezer nutzt, kann sich direkt Interpreten, Alben oder Playlists auf Zuruf abspielen lassen. Das funktionierte im Fall von Spotify allerdings nicht immer fehlerfrei: Interpreten und Alben werden falsch verstanden oder nicht gefunden. Einfacher ist es da, direkt per Smartphone oder Tablet die Tracks über die Connect-Funktion abzuspielen.

Natürlich kann man sich auch von Google Home unterhalten lassen. So erzählt der Assistent auf Zuruf einen Witz oder einen interessanten Fakt. Selbst Empfehlungen für Filme gibt der smarte Zylinder. Dafür greift Google auf eine große Datenbank im Hintergrund zu. Auf Fragen wie „Was denke ich gerade?“ oder „Liebst du mich?“ weiß Google Home kreativ und clever zu antworten. Entscheidungsfaule Gemüter können dem Assistenten per Münzwurf die Wahl überlassen. Freestyle-Rapper freuen sich auf eine kleine aber feine Beatbox-Funktion.

Volles Potential erst mit Smart-Home-Peripherie

Google Home Test
Google Home kann per rückseitigem Mute-Button stummgeschalten werden. Image by Jonas Haller

So richtig sinnvoll ist der Einsatz von Google Home allerdings erst mit der richtigen Geräte-Peripherie. Das sind in erster Linie die Chromecast-Produkte, die zusätzliche Lautsprecher und TV-Geräte mit Namen in das Google-Netzwerk einbinden. Per Sprache startet so auf dem Fernseh-Gerät das präferierte YouTube-Video oder Beiträge aus Mediatheken etwa der ARD oder des ZDF. Auch die Lieblingsserie auf Netflix landet per Audio-Eingabe auf dem Smart TV. Amazon Prime wird hingegen noch nicht unterstützt.

Die nächste Ausbaustufe ist das Integrieren von smarten Thermostaten, Schließsystemen oder auch Lampen. Letztere konnte ich in Form des Philips-Hue-Systems unkompliziert einbinden. Dann erschließen sich noch ganz andere Möglichkeiten. Der Befehl „Licht an!“ lässt etwa die smarten Glühlampen im Nu erstrahlen. Auch die Farben der LED-basierten Leuchtmittel verändern sich auf Zuruf. Durch die Verknüpfung mit dem jeweiligen Zimmer ist die Aktivierung auch per Sprache ortsbasiert möglich. Leider funktionierte die Eingabe nicht immer. Das ist besonders ärgerlich, wenn man nachts im Dunklen tappt. 

Fazit: Google Home als Smart-Home-Zentrale nur mit Peripherie sinnvoll

Google Assistant Google Home
Google Assistant Google Home. Image by Jonas Haller

Google hat mit seinem Sprachassistenten Home eine spannende, leistungsfähige Alternative zum Platzhirsch Amazon Echo auf den Markt gebracht. Für mich persönlich war es die erste längere Alltagsbegegnung mit einem solchen Gadget. Umso größer war meine Überraschung, wie schnell ich mich an die neuen Funktionen und den Komfort gewöhnt habe. Selbst Radio und Lautsprecher vermag Google Home zu ersetzen. Zwar bietet Google Home bereits für sich genommen eine Menge an Mehrwert, der das tägliche Leben erleichtert. Allerdings entfaltet der Assistent erst mit der richtigen Peripherie seine volle Funktionsfähigkeit. Und das zieht eine radikale Technisierung der eigenen vier Wände nach sich. Das geht natürlich zum einen ins Geld, ist zum anderen auch in Sachen Datenschutz nicht ganz unbedenklich. Denn der kleine unscheinbare Google-Zylinder fungiert dann als Schaltzentrale für die Elektronik der eigenen Wohnung.

Aktivitäten bleiben im Google-Konto gespeichert. Auch per App lässt sich Google Home komfortabel steuern. Trotz allem sehe ich die Sprachassistenten als Zukunft der Heimsteuerung. Mit Google Home Mini und Home Max hat der Konzern bereits weitere Schwestermodelle vorgestellt, die das Sortiment sinnvoll erweitern. Freunde kompakter Geräte greifen zur kleinen Ausführung, Audio-Fans holen sich mit der großen Variante besseren Sound in die heimischen vier Wände.

Neue Familien-Funktionen wie Family Link und Broadcast, bei der gesprochene Nachrichten direkt an Zweitgeräte gesendet werden, werten Google Home weiter auf. Mit 150 Euro im Google-Store kostet der Sprachassistent ebenso viel wie das Pendant von Amazon, weiß aber durch eine geschickte Einbindung der eigenen Dienste zu überzeugen. Für Android-Nutzer stellt er deshalb die erste Wahl dar. Besitzer des Amazon Echo müssen sich allerdings nicht ärgern – in Sachen Funktionsumfang befinden sich Google Assistant und Amazon Alexa auf einem ähnlich hohen Niveau. Wer lieber einen smarten Lautsprecher von einer der traditionellen Audio-Marken bevorzugt, findet zudem immer mehr Modelle mit integriertem Sprachassistenten von Google oder Amazon.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Androidpiloten.


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Smarte Lautsprecher: Google Assistant oder Amazon Alexa, das ist die Frage

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Die IFA 2017 wird bei mir vor allem als Messe der digitalen Assistenten Google Assistant und Amazon Alexa im Gedächtnis bleiben. Zusammen mit namhaften Herstellern wie Panasonic, Sony, Onkyo, JBL, Harman Kardon und Newcomern wie Creative versuchen sich Google oder Amazon jeweils Marktanteile zu sichern. Für die Audiophilen unter euch ist das wachsende Angebot für smarte Lautsprecher praktisch. Schließlich ist die Musikwiedergabe nicht die Stärke der hauseigenen Lautsprecher von Google und Amazon.

Google Home oder Amazon Echo könnten in dieser Hinsicht besser klingen. Insofern ist es von Vorteil, wenn audioerfahrene Hersteller ihr Know-how einbringen. Für welche Plattform ihr euch dabei entscheidet, ist eine individuelle Frage. Ich habe mich auf die Pirsch begeben und stelle euch die interessantesten Geräte für beide Plattformen vor.

Google Assistant bei Sony, Panasonic und JBL an Bord

Obwohl die deutsche Sprachausgabe des Google Assistant der von Amazons Alexa um einiges hinterher hinkt, nutzt ein Großteil der Hersteller die Plattform. Zu den bekanntesten Unternehmen zählen etwa Sony oder Panasonic. Erstere zeigten auf der Funkmesse in Berlin ihre Vorstellung eines intelligenten Lautsprechers. Er besitzt den sperrigen Namen LF-S50G und integriert nicht nur zwei Lautsprecher mit Hoch- und Tieftöner. Unter der Textilhülle findet sich zudem ein Display, das etwa die aktuelle Uhrzeit anzeigt. Für den Einsatz in der Küche ist das Gerät nach IPx3 spritzwassergeschützt. Auch eine Gestensteuerung ist an Bord. Mit 229 Euro ist das smarte Helferlein geschlagene 80 Euro teurer als das Original von Google. Marktstart soll im Dezember sein.

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Der Panasonic wirk schlicht, aber auch klobig. Image by Jonas Haller

Panasonic setzt bei seinem Modell auf eine Multiroom-Lösung. Der smarte Lautsprecher mit der Modellbezeichnung SC-GA10 lässt sich daher mit bis zu fünf anderen Exemplaren für Surround-Sound verknüpfen. Wer ein Chromecast-fähigen Speaker einer anderen Marke besitzt, soll diesen in das Netzwerk problemlos integrieren können. Per Aux-Anschluss ist das kabelgebundene Verbinden mit Sound-Quellen möglich. Bluetooth integriert Panasonic ebenfalls. Der Sound war im ersten Test deutlich besser als bei Google Home. Allerdings müsst ihr für das Gadget von Panasonic knapp 500 Euro berappen. Ab Januar 2018 kommt der smarte Lautsprecher in den Handel.

Hersteller JBL stattet gleich drei neue Lautsprecher mit Google Assistant aus. Dabei handelt es sich um die Modelle Link 10, Link 20 und Link 300. Bei den ersten beiden Modellen handelt es um portable Lautsprecher mit Akku und IPX7-Wetterschutz. Der Link 300 ist für den stationären Betrieb vorgesehen. Alle drei Modelle sind per WLAN Multiroom-fähig und unterstützen Bluetooth. Sie sollen im Herbst 2017 für 169 Euro (Link 10), 199 Euro (Link 20) und 299 Euro (Link 300) erscheinen.

Harman Kardon Allure und Creative Nova mit Alexa-Unterstützung

Wer lieber auf Amazons clevere Software Alexa zurückgreift, der ist beim Lautsprecher Allure von Harman Kardon an der richtigen Adresse. Der futuristische Speaker mit Beleuchtung besitzt einen nach unten gerichteten Subwoofer. Der sorgt für deutliche Vibrationen auf dem Untergrund. Leider fehlen Anschlussmöglichkeiten für das Audiosystem. Mit einem Preis von rund 280 Euro ist der Harman Kardon Allure kein Schnäppchen. Der Verkaufsstart ist für kommenden Winter anberaumt.

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Wer auf amazon Alexa steht, greift beim Harman Kardon Allure zu. Image by Mika Baumeister

Für die Integration von Amazon Alexa hat sich auch die Marke Creative entschieden. Sie ist eher für Produkte aus dem Gaming-Bereich bekannt, will sich aber auch bei Musik-Lautsprechern einen Namen machen. Amazons Sprachsteuerung soll im Multiroom-Modell Nova zum Einsatz kommen, das in Berlin nur als Prototyp der Presse vorgeführt wurde.

Die Kommunikation mit Alexa wurde wegen des internationalen Publikums auf Englisch geführt und klappte gut. Auch die Musikwiedergabe überzeugte mit breiter Klangbühne und klar verständlichen Mitten und Höhen. Neben seinen klanglichen Eigenschaften fällt der smarte Lautsprecher Nova jedoch insbesondere wegen seiner 28 integrierten RGB-Leuchtdioden auf. Dank sehr vieler Farbkombinationen eignet sich das Modell somit auch als Stimmungslampe. Auch das buntgemusterte Dekor des Vorführmodell sticht aus der Masse heraus. Der Lautsprecher soll im ersten Halbjahr 2018 zu einem noch unbekannten Preis erscheinen.

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Creative präsentierte während einer Vorführung auf der IFA 2017 die Zusammenarbeit des Multiroom-Lautsprechers Nova mit Amazon Alexa. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Bei Onkyo hat der Käufer die Qual der Wahl

Der japanische Hersteller Onkyo hat auf der IFA in Berlin direkt zwei Geräte im Gepäck. Während der Smart Speaker G3 mit Google Assistant ausgestattet ist, kommt der Smart Speaker P3 mit Amazon Alexa daher. Obwohl beide smarten Lautsprecher das gleiche Innenleben besitzen sollen, ist das Google-Modell viereckig und das Amazon-Gerät oval. Per Aux-Anschluss können die Speaker in das bestehende Musiksystem integriert werden. Der Marktstart der Hardware ist für den November geplant. Preislich bewegen sich die Modelle zwischen 230 und 250 Euro.

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Der Speaker von Onkyo kommt wahlweise mit Google Assistant oder Amazon Alexa daher. Image by Jonas Haller

Smarte Lautsprecher: Die Hersteller sind uneins

Der Kampf zwischen Google Assistant und Amazon Alexa wird sich in Zukunft nicht auf die Eigenproduktionen beschränken, sondern auf den Markt für smarte Lautsprecher ausweiten. Auf der Funkmesse IFA in Berlin haben eine Reihe von großen und kleinen Unternehmen in diesem Sinne einen Vorgeschmack gegeben. Das Geschäft ist dabei eine Win-Win-Situation: Google und Amazon profitieren von der Verbreitung, Speaker-Hersteller von der cleveren Cloud-Anbindung. Letztlich liegt es aber an uns Käufern, welche Marktanteile die Systeme einfahren werden. Die Auswahl an klangstarken Lautsprechern ist bald schon auf beiden Seiten groß genug. Daher dürften nicht die Klangeigenschaften, sondern die Qualität des Assistenten die entscheidende Rolle spielen. (bkl)

Dieser Artikel erschien zuerst auf Androidpiloten.


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Google Home vs. Amazon Echo: Der Kampf der digitalen Assistenten

Teaser-Digitalassistenten-1-400x400 (adapted) (Image by Amazon and Google)

6 Uhr morgens, der Wecker klingelt. Du antwortest „Okay Google, Snooze auf fünf Minuten.“ Kurz nach dem Aufwachen sagst Du „Alexa, koche eine Tasse Kaffee“ oder steigst mit den Worten „Ok Google, Duschen mit 24°C warmen Wasser“ in die Dusche. Was wie eine schräge Zukunftsvision klingt, könnte schon bald Realität werden. Grund dafür ist die schnelle Entwicklung von digitalen Assistenten, die nicht nur Informationen aus dem Internet besorgen, sondern auch die Sprachsteuerung des Smart Home ermöglichen. Mit Google Home und Amazon Echo haben bereits zwei Produkte die Serienreife erlangt. Doch was können die beiden Produkte und wie sieht es in Sachen Datenschutz aus? Wir haben die beiden Assistenten miteinander verglichen.

Amazon Echo: So wie man in den Raum hineinruft, so schallt es heraus

Amazon-Echo-Black (adapted) (Image by Amazon)Der einzige aktuell in Deutschland verfügbare Digital-Assistent kommt vom Shoppingriesen Amazon und heißt Echo (kleine Version: Echo Dot). Auf diesen Namen hört die kesse Assistentin allerdings nicht, ihr Schlüsselwort ist „Alexa“. Neben der englischen ist die künstliche Intelligenz auch der deutschen Sprache mächtig. Die Ausgaben sollen dabei mit einer deutlichen Aussprache glänzen. Verbesserungsbedürftig ist die Grammatik und Kontextfähigkeit.

Für die Software-Intelligenz sorgen zahlreiche Sprach-Apps, Skills genannt, die auf dem Gerät installiert werden können. Zum Marktstart sind unter anderem Applikationen der Deutschen Bahn, Mytaxi, Chefkoch.de, Das Örtliche, Tagesschau, TuneIn Radio oder BMW verfügbar. Damit lassen sich über das Internet Informationen zu aktuellen Nachrichten, populäre Rezepte oder der nächsten Bahnverbindung abrufen. Zudem lassen sich Timer einstellen, Notizen und Einkaufslisten erstellen oder auch Einheiten umrechnen. Besonders Wissbegierige dürften sich über die Wikipedia-Anbindung freuen.

Doch das ist noch längst nicht alles. Skills von beispielsweise Wemo, Tado, Nest oder Philips Hue ermöglichen die Steuerung des eigenen Smart Home. So bieten gesprochene Befehle wie „Alexa, schalte das Licht an“, „Alexa, schalte den Fernseher aus“, „Alexa, stelle meinen Ventilator an“ oder „Alexa, stelle die Schlafzimmertemperatur auf 19 Grad Celsius“ eine ganz neue Interaktionsmöglichkeit mit der heimischen Technik. Für bestes Verständnis sorgen sieben Mikrofone, die sich unter dem minimalistischen, aber etwas schnöden Alugehäuse befinden. Für die Audiowiedergabe stehen ein 50 mm Hochtöner sowie ein 63 mm Tieftöner zur Verfügung. Kleinere Räume lassen sich damit wohl gut beschallen, allerdings kann der Speaker verständlicherweise keine Stereoanlage ersetzen.

Auf der Oberseite des Zylinders findet sich ein Setup- sowie Mute-Button. Ersterer ermöglicht das Verbinden mit dem eigenen Heimnetzwerk. Das ist allerdings nur über ein Smartphone und ein eigenes WLAN Direct mittels Alexa App möglich. Dort kann dann auf Einstellungen wie WLAN oder Bluetooth zugegriffen werden. Für unterwegs eignet sich das Gadget also weniger – auch weil ein offenes oder per Passwort geschütztes WLAN benötigt wird. Kabellos-Netzwerke, die eine vorgeschaltete Anmeldemaske besitzen, wie sie in vielen Hotels zu finden sind, werden nicht unterstützt. Da es an einem integrierten Akku fehlt, sollte eine Steckdose immer in der Nähe sein. Der Mute-Knopf ermöglicht das Stummschalten des Assistenten. Dann reagiert Echo auch nicht mehr auf das Keyword „Alexa“. Per Drehring auf der Oberseite kann die Wiedergabelautstärke variiert werden. Aktuell ist der Digitalassistent von Amazon nur per Einladung verfügbar. Gehört man zu den Auserwählten, werden 180 Euro für das große Gerät, 60 Euro für das kleine fällig.

Google Home: Das funktionsreiche Ökosystem für Zuhause

Google-Home-Colors-AP2 (adapted) (Image by Google)Der Internet-Riese Google versucht mit Home den Markt der Digitalen Assistenten zu bereichern. Leider ist das Gadget derzeit nur in den USA verfügbar. Dementsprechend existiert auch nur eine englische Spracheingabe sowie -ausgabe. Die weiß allerdings durch Qualität zu überzeugen. Wie auch beim Smartphone-Dienst Google Now reagiert das System auf die beiden Worte „Ok Google“. Auf entsprechende Anfragen antwortet der Assistent mit der aktuellen Agenda, schätzt unter anderem die Verkehrslage ein und gibt Tipps zum Verlassen des Hauses. Auch Kontextabfragen sind möglich. Der Nutzer profitiert zudem von einer lernfähigen Software, die intelligenter wird je mehr man mit dem Assistenten interagiert.

Ein großer Pluspunkt des Systems ist das Google-Ökosystem im Hintergrund. Verschiedene Services wie Play Music oder den Streamingstick Chromecast nutzen viele von uns heute selbstverständlich. Wie auch bei Amazon Echo werden zudem externe Dienste wie Spotify oder TuneIn Radio unterstützt. Selbstverständlich ist auch die Steuerung des Smart Home möglich. Dafür ist Google eine Kooperation mit Herstellern wie Nest, Philips Hue, Samsung SmartThing oder IFTTT (If This Then That) eingegangen. So lässt sich unter anderem ein Uber-Taxi bestellen, die Heizung regulieren oder im Lieblingsrestaurant ein Tisch reservieren.

Fernab der intelligenten Software hat sich Google in Sachen Design etwas mehr Mühe gegeben als Konkurrent Amazon. Die Box ist kompakter und bietet ein gefälligeres, vor allem aber anpassbares Design. Die Hülle des Unterteils, die aus hochwertigem Stoff besteht, lässt sich nach eigenem Belieben wechseln und so mit den Farben der Innenausstattung kombinieren. Nicht anpassbar ist das weiße Oberteil, das ein Touchfeld mit vier bunten LED-Lichtern beherbergt, die die aktuelle Funktion wie ‚Zuhören‘ oder ‚Webabfrage‘ verdeutlichen sollen.

Wie auch bei Amazon Echo ist ein Mute-Button vorhanden, der die Mikrofone und Lautsprecher stumm schaltet. Die Lautstärke kann per Touchgeste variiert werden. Unter dem schicken Kleid befinden sich zwei Lautsprecher sowie zwei Mikrofone. Die übrige Hardware ist aus dem Streaming-Stick Chromecast aus dem Jahr 2015 bekannt: So werkelt der Cortex A7 Dual-Core-Soc sowie 256 MB unter dem Gehäuse. Zudem gehört WLAN zur Ausstattung, eine Bluetooth-Schnittstelle fehlt leider. Google Home ist seit November 2016 in den USA für 129 US-Dollar verfügbar. Zu einem Deutschlandstart und einem Preis gibt es noch keine Informationen.

Digitalassitenten mit bedenklichem Datenschutz

Bleibt noch des Deutschen wichtigste Frage: Wie steht es um den Datenschutz der beiden Gadgets? Wie die Kollegen von Computer Bild herausgefunden haben, gibt sich Alexa in Amazon Echo deutlich genügsamer, wenn es um die aufgenommen Daten geht. Sprachdaten werden erst dann an die Server gesendet, wenn „Alexa“ oder eines der anderen konfigurierbaren Schlüsselworte gesagt wird. Ansonsten geschieht lediglich ein bis zu drei Sekunden laufendes, internes Aufzeichnen von Umgebungsgeräuschen. Die Aufzeichnung geschieht also lediglich temporär. Wohl auch deshalb war ein Deutschlandstart relativ zeitnah möglich.

Anders sieht es beim Konkurrenten von Google aus. Auch dessen Assistenten Home hat Computer Bild unter die Lupe genommen – mit dem Ergebnis, dass der digitale Assistent permanent auf das Schlagwort „Ok Google“ wartet. Er gleicht die Informationen dabei permanent mit den Google-Servern ab. Inwieweit die Audiodaten online archiviert werden, ist unklar. Dieser Vorgang soll den Prozess zwar beschleunigen, ist allerdings datenschutzrechtlich mehr als bedenklich – auch wenn man wie beim Amazon-Pendant die Mikrofone stumm schalten kann. Die Bundesbeauftragte für Datenschutz Andrea Voßhoss warnte in der Wirtschaftswoche gar vor dem Einsatz der Digitalassistenten.

Fazit: Beta-Software für Technik-Fans

Die Vision vom intelligenten Assistenten ist alles andere als Zukunftsmusik. Mit Amazon und Google haben zwei Riesen der Elektronikbranche mit großer Reichweite erste Modelle auf den Markt gebracht. Doch wie bei so vielen Neuentwicklungen besitzen die Gadgets aktuell einen etwas besseren Beta-Status: Intelligente Konversationen und selbstständiges Agieren sucht man bei beiden Modellen (noch) vergebens.

Auf dem Papier bietet Amazon Echo im direkten Vergleich den größeren Funktionsumfang und eine bessere Praxistauglichkeit – auch aufgrund der deutschen Sprachunterstützung. Amazon genießt hier den Vorsprung durch eine längere Entwicklungszeit. Google ist wie bei anderen Produkten Nachzügler, dürfte allerdings auch aufgrund des existierenden Ökosystem schnell aufholen. Eines haben beide Digitalassistenten allerdings gemeinsam: Wer sich Amazon Echo und Google Home in das Wohnzimmer stellt, sollte sich der fraglichen Datenschutzlage bewusst sein. Im schlimmsten Fall könnten die Geräte von Außen gekapert werden. Datendiebe könnten so auf Mikrofone und Smart Home-Komponenten zugreifen. Jeder sollte deshalb selbst abwägen, inwieweit der Nutzen den Risiken in Form von Überwachung gegenübersteht.

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Images by Amazon and Google, adapted by Jonas Haller


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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • GOOGLE t3n: Die Zukunft der Suche: Das kann der Google Assistant : Mit seinem Assistant hat Google die Absicht, ein individualisiertes Google-Erlebnis für jeden Nutzer anzubieten. Zwar bieten die Google-Suche und Google Now Ansätze in diese Richtung, mithilfe der integrierten künstlichen Intelligenz kann der Google Assistant aber als eine Art „Google Now auf Speed” verstanden werden – mit der Zeit lernt der Assistent euch besser kennen und passt sich an eure Interessen an. Darüber hinaus ist der Assistant darauf optimiert, Befehle und Anfragen per Sprache zu erhalten.

  • FACEBOOK datenschutzbeauftragter-info: Ist Workplace by Facebook im Unternehmen datenschutzkonform?: Der Start von Workplace by Facebook wurde nun offiziell verkündet. Bei Workplace handelt es sich um ein soziales Netzwerk, das innerhalb eines Unternehmens oder Konzerns zur internen Kommunikation genutzt wird. Ähnliche Produkte gibt es bereits in Form von Yammer oder Slack. Anders als Facebook räumt sich Workplace keinerlei Nutzungsrechte bezüglich irgendwelcher Informationen ein. Man sollte jedoch datenschutzrechtliche Anforderungen beachten, da hier zwangsläufig eine Datenübermittlung in die USA stattfindet.

  • AMAZON heise: Amazon startet Streamingdienst Music Unlimited : Online-Versender Amazon hat wie erwartet einen vollwertigen Musik-Streamingdienst gestartet. Ab sofort ist Amazon Music Unlimited in den USA erhältlich, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Bis Jahresende soll der Dienst dann auch nach Deutschland, Österreich und Großbritannien kommen. Einen konkreten Termin und Preise nennt das Unternehmen noch nicht.

  • NETGEAR golem: Sicherheitskamera mit Mikro ganz ohne Kabel : Netgear hat mit der Arlo Pro eine verbesserte Version seiner kabellosen Sicherheitskamera vorgestellt, die mit einem Mikrofon und einem Lautsprecher ausgerüstet worden ist. Die Kamera kann bei erkannten Bewegungen oder Lärm eine Sirene auslösen. Außerdem verfügt sie über einen aufladbaren und austauschbaen Akku.

  • KI politik-digital: Autonome Autos auf deutschen Straßen? : In Deutschland gab es Ende September den ersten Unfall mit einem autonom fahrenden Auto auf einer Autobahn. Damit rückt die Diskussion über die ethischen Prinzipien des Straßenverkehrs mit selbstfahrenden Fahrzeugen wieder in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Denn bisher ist nicht nur ungeklärt, wie der autonome Verkehr rollen soll, sondern ob überhaupt und wer diese Entscheidung schlussendlich trifft.

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