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Lesen zum neuen Jahr: Was uns ‚Herr der Fliegen‘ über 2016 erzählt

Lord of the Flies (adapted) (Image by Alaina Buzas [CC BY 20] via flickr)

Es ist die Geschichte einer Gesellschaft, in der sich die Demokratie in einer Art Stammesdenken und Tyrannei auflöst. Die Geschichte einer Zivilisation, die von den Redlichen nach Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit aufgebaut wurde, die sich dann aber gegeneinander aufhetzten und die Schwachen und Ausgestoßenen zu Sündenböcken erklärten. Letztlich ist es eine Erinnerung an die menschliche Barbarei, die unter der zerbrechlichen Fassade des Anstands lauert.

Klingt das bekannt? Allerdings: Es handelt sich um den Plot von ‚Herr der Fliegen‘, einem Roman über ein paar Jungs aus England, die einen Flugzeugabsturz überleben und auf einer Insel im Südpazifik gestrandet sind. Nach einer kurzen Zeit der Harmonie bewirkt ein Machtkampf zwischen den beiden Anführern Ralph und Jack die Spaltung der Gruppe. Jack gewinnt, indem er verspricht, einen gemeinsamen Feind zu jagen und zu töten – er meint das seltsame Phantom, das im Dschungel lebt und nur als ‚das Monster‘ bekannt ist. Es ist ein erfolgreicher Kampf, der die Angst benutzt, um die Gruppe zu spalten.

Der ‚Herr der Fliegen‘ wurde zuerst im Jahr 1954 veröffentlicht, hauptsächlich als Reaktion auf den Aufstieg des Nationalsozialismus und die Schrecken des Zweiten Weltkriegs. Und doch hat das Buch in vielerlei Hinsicht eine direkte Gültigkeit für die Welt von 2016, da Sparmaßnahmen, die Flüchtlingskrise, der Brexit und der Aufstieg Donald Trumps den nationalistischen Eifer ermutigt und die gesellschaftliche Zersplitterung geschürt haben.

Die rassistisch motivierte Sprache der Stammes-„Wildheit“ im Roman lässt zeitgenössische Leser zu Recht innehalten. Hier zeigt sich die Unfähigkeit des Autors William Golding, über eine grundsätzlich eurozentrische und kolonialistische Weltanschauung hinauszudenken. Letztendlich jedoch ist die Botschaft des Buches, dass eine „Wildheit“ quasi allgemeingültig ist. Sie ist weder rassisch noch anhand von Landesgrenzen definiert. Es ist eine Botschaft, die uns darüber nachdenken lässt, dass der Rechtsextremismus erneut in die Mainstream-Politik in ganz Europa und den USA eingekehrt ist.

Im Fahrwasser einer populistischen Sprache unter Betonung nationaler Zugehörigkeit gelingt es den Rechtsextremen, Rassismus zu legitimieren. Amerikas sogenannte alt-right-Bewegung, der Front National in Frankreich, UKIP und die fremdenfeindlichen ‚Leavers‘ in Großbritannien – sie alle nutzen die Unzufriedenheit, die mit der Globalisierung einherging, um im Innern Feindschaften zu schüren. Die Lösung komplexer wirtschaftlicher und politischer Wirklichkeiten ist für diese Gruppen so einfach wie die Jagd auf ‚das Monster‘. Der Anführer Jack gibt sein Erbe weiter an Figuren wie Trump, Marine Le Pen und Nigel Farage.

Die Stimme der Vernunft

Als Gegenstück zu Jacks Agitation und Angstmacherei stellt uns ‚Herr der Fliegen‘ die beiden Freunde Piggy und Simon vor. Piggy glaubt an den wissenschaftlichen Fortschritt, ist sich aber auch bewusst, dass eine Weiterentwicklung der Menschheit aufgehalten wird, wenn „wir Angst vor Menschen bekommen“. Piggy wird geschwächt, wenn die Jungen seine Brille stehlen – sein Symbol von Vision und Klarheit – und sie benutzen, um ein Feuer zu entzünden. Das Feuer gerät außer Kontrolle, was zur Zerstörung eines Teils ihres neuen Zuhauses führt. Statt den ersten Akt einer vereinten Zivilisation zu repräsentieren, signalisiert die Entstehung des Feuers die Uneinigkeit, die die Gruppe spaltet und schließlich unter Jacks Verantwortungs als Stammesoberhaupt zum Tode von Piggy führt.

Wie Piggy den Fortschritt repräsentiert, so steht Simon für die Vernunft. Er weiß, dass ‚das Monster‘ nicht real ist und durch die Angst der Jungen erschaffen wird. „Wann immer Simon an ‚das Monster‘ dachte“, so heißt es, „stand vor seinem inneren Auge das Bild eines Menschen, der heroisch und krank zugleich war.“ Trotz dieser Einsicht wird Simon als schwach angesehen und gemieden.

Nach einer Expedition, die er allein angetreten hatte, entdeckt er, dass ‚das Monster‘ lediglich ein toter Fallschirmjäger ist – ein Opfer des Krieges, der in der Ferne tobt. Sein Fallschirm hat ihn auf die Insel getragen. Simon kehrt zum Lager zurück, um die Nachricht zu überbringen, aber die Phantasie der Jungen erweckt in ihnen einen blinden Blutrausch. Sie sehen keinen Menschen mehr, sondern nur eine Bedrohung für ihre Gesellschaft. Simons Schreie werden durch das „Reißen der Zähne und Krallen“ übertönt.

Während seiner Vortragsreise an amerikanischen Universitäten im Jahr 1962 erklärte Golding die Gründe, weshalb er den ‚Herr der Fliegen‘ geschrieben hatte:

Mein Buch will sagen: Sie denken, dass jetzt der [Zweite Weltkrieg] vorbei ist und etwas Böses zerstört worden ist, und dass Sie jetzt in Sicherheit sind, weil Sie von Natur aus gut und anständig sind. Doch ich weiß, warum diese Sache in Deutschland so mächtig wurde. Ich weiß, dass es in jedem Land passieren kann.

So weit, so finster. Und dennoch – während Golding die Neigung der Menschheit zu Vorurteilen darstellt, gibt es einen kleinen Hoffnungsschimmer. Nach seiner Flucht vor den von Jack bestellten Menschenjägern trifft Ralph auf einen Marineoffizier, dessen Schiff angelegt hat, nachdem die Mannschaft den Rauch gesehen hat, der von der verwüsteten Insel aufsteigt. Als Ralph „das Ende der Unschuld“ beweint, dreht sich der Offizier um, um das Kriegsschiff in der Ferne zu betrachten. Dieses finale Bild des Buches ist ein Moment der Selbstreflexion. Inmitten der Wildheit und der Katastrophe der rudimentären Zivilisation der Jungen wird die Erwachsenenwelt mit einer Vision ihrer eigenen Torheit konfrontiert.

Die Moral von ‚Herr der Fliegen‘ ist nicht nur, dass die Barbarei keine Grenzen kennt. Die Moral besteht auch darin, dass die Barbarei verhindert werden kann, und zwar durch das Engagement für eine gemeinsame Menschheit. „Wenn die Menschheit eine Zukunft von hundert Millionen Jahren auf diesem Planeten hat“, sagte Golding in seinem Vortrag von 1962, „ist es unvorstellbar, dass sie diese Äonen in einem Gepräge von nationaler Selbstzufriedenheit und chauvinistischer Idiotie verbringen sollte.“

Der Roman mag keine sonderlich herzerwärmende Geschichte sein, aber er präsentiert uns eine erbarmungslose Darstellung einer Gesellschaft, die von Angst getrieben wird. Im neuen Jahr soll dies dem Leser eine dringende Warnung und ein Aufruf zum Handeln sein.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „Lord of the Flies“ by Alaina Buzas (CC BY 2.0)


The Conversation

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Das Medienjahr 2016 und ein Ausblick auf 2017

Numbers (adapted) (Image by morebyless [CC BY 20] via flickr)

Das Jahr 2016 war ein denkwürdiges Jahr für alle, die im Medienbereich und dessen Umfeld tätig sind. Obwohl die Publikumszahlen noch nie so hoch waren wie jetzt, war doch die Belastung durch die Transformation hin zu digitalen Quellen für die Medien größer denn je. Darüber hinaus wurde zuerst im Vorfeld der Wahl und noch mehr in den Wochen nach dem 8. November endlos auf ‚die Medien‘ eingeprügelt. Wir sind noch immer damit beschäftigt, den Schaden zu beziffern, aber die zugrunde liegende Schwäche des Mediengeschäfts lädt zu noch existenzielleren Fragen ein.

Betrachten wir einmal das Jahr 2016, indem wir die Zahlen des Jahres untersuchen – und werfen wir dann einen Blick nach vorn.

  • 99 Prozent: So viel von Facebooks Inhalten ist nicht gefälscht, wenn wir Mark Zuckerbergs erste Ermittlungen zum Thema Fake News nach dem Wahlsieg Trumps Glauben schenken wollen: „Von allen Inhalten auf Facebook sind mehr als 99 Prozent dessen, was die Menschen sehen, authentisch, nur eine sehr kleine Menge sind Fake News und Falschmeldungen.“

    Erstens: Die Menschen teilen mehr als fünf Milliarden Inhalte pro Tag, also entspricht ein Prozent davon bereits schlappen 50 Millionen. Zweitens: welches Technikunternehmen würde ein 99-prozentiges Funktionieren feiern? Schon mal von einem Verleger gehört, der in so einem Fall stolz verkündet: „Wir haben es richtig hinbekommen“?

    Ausblick 2017: Fake News sind ein gesellschaftliches Problem, das über Facebook hinausgeht, auch wenn das Unternehmen sagt, dass es das Problem bewältigen wird. Es wäre großartig, eine sinnvolle Debatte über den inzwischen 19 Jahre alten Digital Millennium Copyright Act zu sehen, der sozialen Plattformen wie Facebook nahezu vollständigen Schutz für ihre inhaltlichen Aktivitäten gewährte, und es ihnen dadurch versehentlich ermöglichte, die Massenmedien unserer Zeit zu werden und Content-Ersteller zu Kleindarstellern zu degradieren. Wahrscheinlich ist eine solche Debatte in dieser politischen Atmosphäre nur schwer möglich.

  • FCC: Fraglich ist, wie die Federal Communications Commission (FCC) ab dem 20. Januar verbleibt, nachdem der noch von Obama ernannte Vorsitzende Tom Wheeler seinen Rücktritt ankündigte. Die Netzneutralität könnte ein erwartbares Opfer der Kursänderungen der Kommission werden, da die größten Player im Telekommunikationssektor wahrscheinlich noch mehr Macht in unserem Alltag der Informations und Unterhaltung erlangen.

    Comcast hat diesen Ball vor Jahren ins Rollen gebracht, und Verizon und AT&T folgen nun. Die Großen sind zum Siegen verdammt. Gleiche Chancen für unterschiedliche Medien (und andere Unternehmen)? Dieser Traum muss wohl aufgeschoben werden.

    Dann gibt es noch das heikle Thema der Kapitalverflechtung. Vor langer Zeit, in einer vordigitalen Welt, weit, weit in der Vergangenheit, entschied die FCC, dass einzelne Unternehmen nicht sowohl TV- als auch Printmedien-Anteile in einzelnen Metro-Märkten besitzen sollten. Durch Jahre des Wandels und die Bedrohungen für die Printmedien und zunehmend auch für das Geschäftsmodell Regionalfernsehen konnte das Verbot fortbestehen. Innerhalb von drei Tagen Ende letzten Monats forderten zwei Lobbygruppen der Industrie (im TV-Bereich handelte es sich hier um die ‚National Association of Broadcasters‘, bei den Zeitungen um die ‚News Media Alliance‘) die nächste administrative Neuausrichtung, um die strengen Verbote loszuwerden.

    Ausblick 2017: Man behalte diese Entwicklungen im Auge. Es können beliebig viele gute Argumente ins Feld geführt werden, weshalb die alten Vorschriften nicht den Realitäten der Medien und der Technik des 21. Jahrhunderts entsprechen – wenn sich jedoch die Gesetze zur Kapitalverflechtung lockern, stellt sich die Frage, welche Unternehmen zukünftig die lokalen Nachrichten dominieren werden. Rundfunkunternehmen mit unterschiedlichen Erfolgsbilanzen in der lokalen Berichterstattung könnten mithilfe ihrer im Vergleich zu Zeitungsunternehmen deutlich gesünderen Finanzen bald aufsteigen. Unternehmen wie NBC investieren jetzt mehr strategisch in ihre digitalen Produkte.

    Darüber hinaus: Wer weiß schon, wer in der politischen Landschaft alles aus den Löchern kriechen könnte? Im Jahr 2014 führten die Koch-Brüder ein Theaterstück für den Tribune (heute: Tronc) Metro-Tageszeitungen auf, darunter auch die Chicago Tribune und die Los Angeles Times. Eine weitere Person , die man im Auge behalten sollte, ist Rupert Murdoch.

    21st Century Fox besitzt 28 regionale Fernsehsender in 17 Absatzmärkten und erreicht 37 Prozent der Haushalte mit Fernseher in den USA. Diese Sender umfassen sieben der 10 größten Absatzmärkte: New York, Los Angeles, Chicago, Dallas, San Francisco, Washington, D.C. und Houston. Vor vier Jahren hat Murdoch sein Interesse am Kauf der Tribune-Zeitungen signalisiert.

    Ein großer Wermutstropfen bleibt jedoch: Die Gesetze zur Kapitalverflechtung würden vermutlich ihn dann zu Veräußerungen gezwungen haben; in LA zum Beispiel, wenn Murdoch die LA Times gekauft hätte, hätte er seine Fox 11 in Los Angeles verkaufen müssen. Wenn die Regeln für die Überkreuzbeteiligung aufgegeben werden, ist es wahrscheinlich, dass die lokalen Nachrichten zunehmend in die Hände einer immer kleineren Anzahl von Besitzern fallen werden und zwei von ihnen bald Rupert gehören.

  • 8,3 Billionen: Die geschätzte Anzahl der jährlich weltweit veröffentlichten Texte.

    Ausblick 2017: Werden Messaging-Plattformen weiterhin eine heiße neue Sache für Content-Produzenten sein? Eine Reihe von Verlagen schwärmt immer noch über ihre Snapchat-Erfahrungen, doch ihre Haltung könnte sich ändern, wenn Snap seine Partnerschaftsbedingungen ändert.

  • 37 Jahre: So lange hat Diane Rehm ihre Radiosendung zu öffentlichen Angelegenheiten aus Washington geleitet, bevor sie in diesem Jahr in den Ruhestand ging. Als eine der Pionierinnen der einstündigen öffentlichen Radio-Talkshow verlässt Rehm den Äther zu einem Zeitpunkt, in dem ein entscheidender Generationswechsel stattfindet.

    In diesem Jahr hat auch Garrison Keillor seinen Abschied verkündet, und „The Best of Car Talk“ erinnert uns an die Magliozzi-Brüder in ihren besten Zeiten. Die „nächste Talent-Generation“, wie Sendeleiter J.J. Yore es beschreibt, hat in den letzten Jahren schon die Plätze in einigen der größeren öffentlichen Radiosendern und bei NPR besetzt.

    Ausblick 2017: Podcasting krempelt jetzt die Szene um – mit unvorhersehbaren Folgen. Die Bewegung der jüngeren Talente in den aufkommenden Podcast-Umgebungen sind sowohl eine große Chance als auch eine Bedrohung für das öffentliche Radio, wie wir es kennen, und es ist ein Segen für neuere Marktteilnehmer wie Gimlet Media, Panoply, This American Life/Serial und Midroll Media.

  • 10,11 US-Dollar: Dies ist der Preis einer Gannett-Aktie nach dem Schließen der Märkte am 16. Dezember. Gannett kam lange kaum über die zweistellige Marke hinaus, nachdem sein Aktienkurs für den Großteil der Mitte des Jahres in den einstelligen Bereich gefallen war, und das nach einem 52-Wochen-Hoch Von 17,72 US-Dollar.

    Was brachte ein Unternehmen, das von den Investoren als Goldstandard der verbleibenden öffentlichen Zeitungsunternehmen angesehen wurde, an diesen Punkt? Der Streit zwischen Gannett und dem jähzornigen Tronc-Vorsitzenden Michael Ferro lieferte ein unvergessliches Lehrstück über die M&A-Aktivität einer Möchtegern-Zeitung, die Beobachter für einen Großteil des Jahres amüsierte und erstaunte.

    Obwohl es so etwas wie eine Nebenwirkung angesichts der Flut von größeren Problemen zu sein scheint, werden die Schicksale des größten Unternehmens und der viertgrößten US-Zeitung für die Leser in Dutzenden von Städten von Bedeutung sein.

    Ausblick 2017: Für diejenigen, die sich etwas der Schadenfreude ergehen: eure große Stunde kommt noch. CEO Bob Dickey musste größere Aktionäre bemühen, um das Vertrauen in seine langfristige Strategie der Konsolidierung zurückzugewinnen. Die ersten beiden Monate im Jahr 2017 werden uns zeigen, ob Dickey genug Unterstützung hat, um seine Bestrebungen bezüglich Tronc zu erneuern.

    In diesem Jahr verpasste die Zeitungsgesellschaft ihre Frist, um ihre eigene kauffreudige Riege von Direktoren zu nominieren. Im Jahr 2017 könnte das nachgeholt werden, mit einer wahrscheinlichen Frist bis Ende Februar, bis zu der ein neues Angebot zu unterbreiten ist. Seht den Aktienkurs von Gannett als Anzeichen einer Erholung; behalten Sie außerdem Troncs Kurs im Auge, der durch die laufenden großen Aktienkäufe seiner beiden Direktoren Ferro und den stellvertretenden Vorsitzenden Patrick Soon-Shiong gestärkt wurde. Ersterer muss ein wenig gewinnen und Letzterer muss ein wenig verlieren, um die Chancen auf einen neuen Deal weiter zu erhöhen.

  • 21 Prozent: Das Wall Street Journal verlor im dritten Quartal 2016 mehr als ein Fünftel seiner Werbeeinnahmen. Es war damit nicht allein. Die New York Times erlebte einen Verlust von 18 Prozent, während McClatchy 17 Prozent Verlust verkündete, Gannett 15 Prozent und Tronc 11 Prozent meldete.

    Ausblick 2017: Die Verleger sagen halb im Scherz, dass die diesjährigen Verluste für das nächste Jahr nur helfen können. Aber es gibt schon Prognosen eines Rückgangs von weiteren 10 Prozent in den Einnahmen der Printmedien für das nächste Jahr.

    Mit digitaler Werbung lässt sich das nicht ausgleichen, vor allem für die Metros wird 2017 ein weiteres hartes Jahr. Derweil können wir das Gleiche sogar im Hause Murdoch sehen, das es vorzieht, sein Geld in Fernsehsendungen und Pay-TV zu investieren.

  • 27.300: Dies ist die geschätzte Zahl von Journalisten, die zur Zeit in den USA bei Tageszeitungen beschäftigt ist. (Es gibt keine offizielle Zählung mehr, und immer weniger Verleger kündigen ihre Kürzungen öffentlich an.) Fast 4000 Journalisten arbeiten für die vier nationalen Ausgaben, so dass nur etwa 23000 den Rest der USA abdecken. Das ist kein sonderlich ausgewogenes Verhältnis, die lokale Presse ist um die Hälfte geschrumpft.

    Ausblick 2017: Wie soll diese Informationslücke gefüllt werden? Wir schauen auf die stärkeren unabhängigen Metropolen von Boston über Minneapolis und Dallas bis nach Seattle. Wir werden auf die erste (MinnPost, Voice of San Diego, The Lens) und zweite Generation (Billy Penn, Charlotte Agenda, Denverite) der Startups in den Städten schauen, um zu sehen, wie weit sie ihre Berichterstattung ausweiten können.

    Wir werden sehen, was die drei größten Unternehmen – also Gannett, Digital First Media und Gatehouse Media, die zusammen etwa ein Viertel aller US-Tageszeitungen besitzen – strategisch und finanziell planen. Wenn die Knight Foundation LION (Local Independent Online Publishers) fördert und seine neue 1,5 Millionen-Dollar Knight News Match kündigt, werden wir dann tatsächlich Modelle sehen, die diese düstere Entwicklung im Journalismus noch einmal umdrehen können?

  • 10 Millionen: Eine große Zahl, nicht wahr? Das ist das Ziel der New York Times, was digitale Abonnenten angeht. CEO Mark Thompson hat bereits bis 2020 alles festgelegt. Er fordert eine Verdoppelung der Lesereinnahmen und wir müssen uns fragen: Sind 10 Millionen ein ernstzunehmendes Ziel – oder die traumwandlerische Erwartung für eine zukünftige, fast ausschließlich digitale Times?

    Die Times hat angeblich derzeit 1,4 Millionen digitale News-Abonnenten und weitere etwa 230.000 Kunden für das Kreuzworträtsel. 10 Millionen wären also etwa das Sechsfache dessen. Wenn wir die vorhandenen 1,1 Millionen Sonntags-Abonnenten zählen wollen, die die Times an die Digitalisierung übergeben will, braucht die Times immer noch das Vierfache.

    Ausblick 2017: Weitere Testpakete für Add-On-Abonnements sind eine Möglichkeit. Dies könnten Add-Ons zu aktuellen Koch- oder Watching-Apps sein, neue Gesundheits-Apps und andere Bereiche, in denen es nicht ums Lesen geht, sondern darum, etwas zu tun. Die Times wird auch um Abonnements außerhalb der USA werben. 180.000 internationalen Abonnements sind bereits vorhanden und es gibt viel Raum für mehr.

    Man erinnere sich an den „Krieg“ zwischen der Times und dem Wall Street Journal, der kurz nach Rupert Murdochs Kauf von Dow Jones vor neun Jahren entbrannte. Während wir uns noch auf das Journal für den besten täglichen Business-Journalismus verlassen können, scheint 2017 das erste Nachkriegsjahr zu sein: Das Journal, dessen Personalabbau in die Dutzenden geht, reduziert seine Rubrik „Greater New York“ auf zwei Seiten täglich und positioniert sich wieder zunehmend in Richtung Business News. Das Ziel des Unternehmens ist es, drei Millionen digitale Abonnenten zu gewinnen, eine Zahl, die im Vergleich zu Thompsons Ehrgeiz peinlich erscheint.

  • 37 Prozent:durch Werbung erwirtschaftet wird. Im Jahr 2005 betrig er noch 68 Prozent. Die Times hat sich, genau wie die Financial Times und das Wall Street Journal, überschnitten [„The Newsonomics of Crossover„], während das Mutterjournal Dow Jones berichtet, etwa ein Drittel der Einnahmen aus Werbung zu beziehen.

    Werbung zu einer sekundären – wenn auch immer noch wichtigen – Ertragsquelle zu degradieren, ist das wichtigste strategische Ziel für die meisten Nachrichtenverlage. Der Leser-Umsatz, wenn durch ausreichende qualitativ hochwertige Inhalte und gute digitale Produkte gesichert, zeigt sich als weit stabiler als der Umsatz durch Werbung. Aber es ist ein Ziel, das nur die nationalen oder globalen Tageszeitungen erreicht haben.

    Ausblick 2017: Das Problem des Verhältnisses zwischen Leserumsatz und der Werbung gilt nicht nur für ältere Zeitungsmedien. Fast alle Unternehmen, die auf Werbeeinnahmen als der erheblichen Mehrheit ihres Einkommens abhängen, stehen vor schwierigen Fragen des weiteren Wachstums in den nächsten Jahren. Facebook und Google vereinnahmen praktisch 90 Prozent aller neuen digitalen Werbeeinnahmen weltweit, und mehr als 60 Prozent in den USA. Jeder, von BuzzFeed bis Bloomberg Media ist mit dieser Tatsache konfrontiert.

  • 66 Prozent: Der Prozentsatz der digitalen Nachrichtenlektüre, die am Wochenende auf dem Handy stattfindet. An Wochentagen verbringen die Nutzer ungefähr die gleiche Zeitspanne am Handy und auf dem Desktop, weil sie sich bei der Arbeit befinden.

    Die Wirtschaftsnachrichten könnten die letzte Bastion des nicht-mobilen Lesens sein, aber auch das ändert sich. Bloomberg Media, die letzte Woche eine neue App starteten, sagten mir, dass ihre ausschließlich mobilen Nutzer insgesamt um 92 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zugenommen haben.

    Bloomberg hat auch eine große Verschiebung zum mobilen Nachrichtenlesen an den Wochenenden bemerkt. The Street, unter dem neuen CEO David Callaway, plant neue mobile Erweiterungen für Anfang 2017, und vermutet, dass mobiles Nachrichtenlesen im nächsten Jahr mehr als zwei Drittel des Traffics ausmachen wird; es übertraf den Desktop zum ersten Mal in diesem Jahr.

  • 0: Die Anzahl der Artikel, die die Financial Times jetzt direkt in Facebooks einst gerühmten Instant Articles platziert. Warum das? Es ist nicht eine Frage des hohen Prinzips – es ist eine Frage der Daten, und eine, die die New York Times, die jetzt nur noch einige wenige Artikel pro Tag zur Veröffentlichung per Instant Articles auswählt, genauso sieht

    „Wir sind sehr daran interessiert, zu erforschen, wie Plattformen unserem Journalismus helfen können, ein neues Publikum zu erreichen. Doch wir müssen eine materielle Rendite für unsere Bemühungen bekommen – die wir in Form von inkrementeller Reichweite, Werbung und Abonnementwert beurteilen, und, was am wichtigsten ist, eine direkte Beziehung zum Publikum“, so Jon Slade, der Verlaufsleiter der Financial Times.

    „Unser Ziel ist es, eine Gleichstellung mit unserer Plattform über diese vier Dimensionen zu erreichen, oder eine signifikante Zunahme der einen, um die Reduktion in einer anderen auszugleichen. Im Fall von Apple News und Instant Articles waren die Ergebnisse sehr eingeschränkt, sodass wir unsere Bemühungen neu ausgerichtet haben.“

    Die Washington Post bleibt bei den Instant Articles verbindlich dabei. Wir sehen hier unterschiedliche Strategien für unterschiedliche Unternehmen. Die Times und die Financial Times, bei denen fast 60 Prozent ihrer Einnahmen von den Lesern kommen, haben ihre Bezahlnachrichten so weit ausgetüftelt, dass sie für die zahlenden Kunden eine sinnvolle Auswahl liefern.

    Die Washingto Post ist bei den digitalen Abonnements mehr als nur ein paar Jahre hinterher. Darüber hinaus bleibt die Philosophie der Washington Post mit ihrer preiswerten, volumenstarken Verbreitung nach wie vor die der Allgegenwärtigkeit.

    Ausblick 2017: Wieviele Verleger werden die selben Kalkulationen ansetzen (und vor allem: wie viele haben überhaupt die Kapazität, sich wirklich Stück für Stück auf Basis der ermittelten Daten zu verändern?) und werden sich im nächsten Jahr ebenfalls von den Plattformen zurückziehen?

    Dieser Artikel erschien zuerst auf „Niemanlab” unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


    Image (adapted) „Numbers“ by morebyless (CC BY 2.0)


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Netzpolitischer Jahresrückblick: Licht und Schatten

Privacy (adapted) (Image by g4ll4is [CC BY-SA 2.0] via flickr)

Netzpolitisch war das Jahr 2016 ein Jahr mit Höhen und Tiefen. Zwar wurden wieder einmal mehrere neue Überwachungsgesetze verabschiedet. Auch zahlreiche gefährliche neue Forderungen tauchten auf. Neben einigen Rückschlägen und der weiterhin allgegenwärtigen Politik mit der Angst gab es aber auch einige durchaus erfreuliche Entwicklungen zu verzeichnen. In mehreren Bereichen konnten Aktivisten Siege einfahren oder zumindest Schlimmeres verhindern. Daran lässt sich anknüpfen.

Die Politik mit der Terror-Angst hält an

Schon seit Jahren ist es häufig die Bedrohung durch Terroristen, die zur Begründung von Überwachungsmaßnahmen und anderen Einschränkungen individueller Freiheiten, auch, aber nicht nur im Bereich der Telekommunikation, herangezogen wird. Dabei werden Überwachungsmaßnahmen häufig unter dem Eindruck eines gerade geschehenen oder knapp verhinderten Anschlags beschlossen oder ausgeweitet. Zurückgenommen werden sie dann nur in den seltensten Fällen und höchstens auf Anweisung der Gerichte. Dieser permanente Ausnahmezustand mit seinen destruktiven Auswirkungen, diese Politik mit der Angst waren auch 2016 weiter zu beobachten, sei es in Frankreich oder auch in Deutschland.

Es bleibt zu hoffen, dass nicht im Umfeld des Anschlags auf den Berliner Weihnachtsmarkt diejenigen in unserer Politik, die immer drastischere Sicherheitsmaßnahmen auch auf Kosten der Freiheit fordern, weiter an Boden gewinnen. Bislang war die politische Diskussion – von den unvermeidlichen Hardlinern abgesehen – eher bemerkenswert zurückhaltend. Dafür sollten wir dankbar und darauf dürfen wir stolz sein.

Der Terrorismus ist zweifellos eine reale Bedrohung. Er ist aber für uns in Europa keineswegs so gefährlich, wie viele Menschen das aus einer emotionalen Reaktion heraus annehmen. So traurig und schockierend es für Angehörige und Freunde natürlich ist, einen geliebten Menschen bei einem Anschlag zu verlieren – statistisch gesehen ist es nach wie vor ungleich wahrscheinlicher, an Krebs, einem Herzinfarkt, einem Verkehrsunfall oder sogar an einer ganz gewöhnlichen Grippe zu sterben als bei einem Terroranschlag. Allein der Terrorismus aber macht einigen Menschen so heftige, irrationale Angst, dass sie bereit sind, auf Freiheiten, die zu den größten Errungenschaften unserer modernen Gesellschaft zählen, freiwillig zu verzichten. Das aber ist eine falsche, gefährliche Reaktion. Terrorismus ist nur effektiv, wenn wir aus Angst unser Verhalten ändern. Tun wir das also nicht. Hoffen wir, dass die Reaktionen auf Berlin ein (im wahrsten Sinne des Wortes) ermutigendes Signal für die Zukunft sind und nicht bloß die Ruhe vor dem Sturm.

IT-Sicherheit: Wachsamkeit weiterhin erforderlich

Weiterhin ein Thema bleibt natürlich auch die Online-Kriminalität. Nach wie vor achten viele Nutzer, egal ob Privatmenschen oder große Unternehmen, nicht genug auf die Umsetzung von sinnvollen Sicherheitsstandards bei der Nutzung von Computern, Mobilgeräten, dem Internet und den immer zahlreicher werdenden Smart-Devices.

So zeichneten sich auch 2016 einige neue Malware-Trends ab. In der ersten Jahreshälfte war es vor allem der Boom der tot geglaubten Ransomware, der unter Fachleuten für Aufsehen sorgte. Diese Schadsoftware verschlüsselte die Benutzerdaten und forderte für die Herausgabe des Passworts, das die Daten wieder entschlüsseln konnte, erhebliche Geldbeträge.

In den letzten Monaten dann lieferte vor allem das Botnet „Mirai“ spektakuläre Schlagzeilen. Es besteht aus gekaperten Smart-Devices, vor allem Überwachungskameras und digitalen Videorecordern. Experten sind der Ansicht, dass bei diesen Geräten schon lange zu wenig auf Sicherheit geachtet wird. Häufig werden sie mit unsicheren Werkseinstellungen ausgeliefert. Nutzer kümmern sich zu wenig um die Installation von Updates oder eine sichere Konfiguration. So wurde „Mirai“ zu einer schlagkräftigen Bedrohung.

Nach mehreren Attacken auf den US-amerikanischen Journalisten und IT-Sicherheitsforscher Brian Krebs machte Mirai im Herbst durch einen Aufsehen erregenden Angriff auf den US-DNS-Provider DynDNS, in dessen Folge zahlreiche bekannte Websites zeitweise unerreichbar waren, Schlagzeilen. Später wurde mit Hilfe des Botnets eine Reihe von Telekom-Routern attackiert. Diese waren zwar nicht das eigentliche Ziel des Angriffs, wurden aber durch die Wucht der Attacke zum Absturz gebracht. Allein Fehler der Kriminellen verhinderten schlimmere Schäden.

Die Angriffe zeigen, dass es im Bereich der IT-Sicherheit weiterhin viel zu tun gibt. Hysterie ist fehl am Platze, aber in sinnvolle Forschungsarbeit und insbesondere in die Sensibilisierung und Schulung der Nutzer muss unbedingt weiterhin investiert werden.

Verschlüsselung ist auf dem Vormarsch

Ein weiteres großes netzpolitisches und technisches Thema war die Verschlüsselung oder auch Kryptographie. Hier gab es 2016 vor allem positive Entwicklungen zu vermelden. Zwar versuchten einige politische Hardliner nach wie vor, Verschlüsselung zu kriminalisieren oder als Werkzeug von Kriminellen, insbesondere Terroristen, zu diffamieren.

Diesen durchschaubaren Angriffen zum Trotz war 2016 jedoch ein hervorragendes Jahr für Verschlüsselung als wirksamstes Mittel zur digitalen Selbstverteidigung, zum Schutz der eigenen Kommunikation vor Angreifern und Überwachern jeder Art. In den letzten zwölf Monaten führten fast alle Anbieter populärer Instant Messenger, angefangen bei WhatsApp, eine standardmäßige Verschlüsselung ein (der Facebook Messenger ist ein etwas bedauerlicher Sonderfall, der eine Verschlüsselung zwar beherrscht, aber nur nach einem etwas komplizierten Eingreifen der Nutzer zur Verfügung stellt).

Spätestens jetzt ist Kryptographie kein Werkzeug für eine Handvoll von Profis und technisch versierten Nerds mehr, sondern etwas, das alle Menschen nutzen können, vielfach sogar, ohne sich dieser Tatsache bewusst zu sein. Und das ist uneingeschränkt zu begrüßen. Nur mit Hilfe von Verschlüsselung ist in diesen Zeiten eine private Kommunikation über digitale Wege zuverlässig möglich. Eine solche private Kommunikation aber sollte jedem offen stehen, egal, ob es sich bei dieser Person um jemanden mit technischem Wissen handelt oder nicht. Deswegen bieten die Entwicklungen in diesem Bereich Grund zu Freude und Zuversicht. Hoffentlich werden andere Dienste-Anbieter, beispielsweise E-Mail-Provider, im nächsten Jahr nachziehen.

Schwere Zeiten für Whistleblower

Nach wie vor problematisch ist die Situation für diejenigen, die ihre persönliche Freiheit und Sicherheit riskiert haben, um ihre Mitmenschen über Missstände zu informieren. Insbesondere für die US-Whistleblowerin Chelsea Manning, die 2010 zahlreiche Geheimdokumente an WikiLeaks weitergab, war es ein hartes Jahr. Schikanen im Gefängnis und die Weigerung, ihrer Transsexualität Rechnung zu tragen, trieben Manning schließlich in einen Suizid-Versuch. Später trat sie in einen Hungerstreik, um eine Verbesserung ihrer Haftbedingungen durchzusetzen. Damit hatte sie zumindest teilweise Erfolg, doch braucht sie weiterhin unbedingt unsere Solidarität und Unterstützung. Die US-Regierung versucht, an Manning ein Exempel zu statuieren, um andere Whistleblower abzuschrecken. Das dürfen wir, um Mannings wie um unserer Gesellschaft willen, nicht zulassen.

Etwas besser – da er immerhin in Freiheit, wenn auch im russischen Exil, lebt – geht es dem ehemaligen NSA-Mitarbeiter Edward Snowden. Der Whistleblower beteiligt sich engagiert an der öffentlichen Debatte über Netzpolitik, IT-Sicherheit und Transparenz. Allerdings bleibt auch seine Situation ungewiss.

Mut für die Zukunft

Netzpolitisch war 2016 ein Jahr mit Höhen und Tiefen. Auch wenn wir einige Rückschläge einstecken mussten, gab es doch auch einige ermutigende Erfolge. Gerade der Siegeszug flächendeckender Verschlüsselung, seit Jahren überfällig und nun auf dem besten Wege, Wirklichkeit zu werden, bietet Grund zum Optimismus. Somit können wir als Netzaktivisten durchaus mit Optimismus und Tatendrang ins nächste Jahr gehen – es gibt bestimmt noch viele Kämpfe auszufechten, aber zumindest einige davon können wir gewinnen.


Image (adapted) „Privacy“ by g4ll4is (CC BY-SA 2.0)


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Check-up Ireland: ein Blick zurück auf Dublin Tech und Wunschliste für 2017

Kalender, zuende, zu Ende, Ende, abgerissen, Jahresrückblick

Seit 1997 lebe ich nun schon in der irischen Hauptstadt Dublin. Mein erster Job bei AOL hatte auch ein wenig mit Tech zu tun – wenn man die berüchtigten Freistunden-CDs als “Tech” ansieht oder das Verbinden an die technische Hotline durchgehen lässt. Im Verlauf der kommenden 12 Monate werde ich nun die “Tech-Insel” aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten.

Ein letzter Blick zurück auf die Dublin Tech im Jahr 2016 und eine Wunschliste für 2017

2016 war zweifelsohne ein lautes Jahr. Es war auch ein Jahr der Abstimmungen mit Ergebnissen, die kaum jemand vorhergesagt, geschweige denn erhofft hatte. Brexit und Trump haben aber für die irische Wirtschaft besondere Konsequenzen, die ich mit Sicherheit im Jahr 2017 noch besonders beleuchten werde. Dennoch zeigte sich Martin Shanahan, der Chef der Wirtschaftsförderung IDA, deren Auftrag es ist, multinationalen Firmen die Ansiedlung in Irland schmackhaft zu machen, auch zuletzt sehr locker beim Rückblick auf 2016 und beim Ausblick auf 2017: „Es war ein gewohnt ruhiges und für uns durchaus normales Jahr.“

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Diese Karte der IDA zeigt, wie viele Tech-Firmen zum Jahresende in Dublin angesiedelt sind. Quelle: Google Maps

Doch selbst mit Trump im Weißen Haus und mit schwarzen Brexit-Wolken am Horizont rechnet Irland 2017 mit einem Wirtschaftswachstum von 3,5 Prozent. Besonders die Hauptstadt Dublin mit ihrem Tech- und Startup-Sektor kann selbstbewusst zurück und nach vorne blicken. 2016 war ein durchweg gutes und in manchen Bereichen sogar hervorragendes Jahr für Dublin. Dazu ein paar Zahlen:

775 Startups mitsamt ihrer Firmenzentrale; 230 globale, multinationale Tech-Firmen, von denen 23 Prozent von Dublin aus produzieren; 50 Startup-Hubs; drei Universitäten mit rund 3.000 Absolventen im Bereich Computer-Science.

Auch im Bereich Funding sind die Zahlen beeindruckend. Bereits Ende September hatten Tech-Firmen in Irland 734 Millionen Euro von Investoren erhalten – im Vergleich zu 522 Millionen Euro im ganzen Jahr 2015.

Auch die Engel, die jeder Gründer so sehr braucht, waren 2016 fleißiger als 2015. Laut John Phelan vom Halo Business Angel Network werden die Engel – von denen 15 Prozent mehr unterwegs sind – am Ende des Jahres 13 Millionen Euro investiert haben (10,8 Millionen Euro im Jahr 2015). Das Ziel sei es, bis 2020 die Schwelle von 20 Millionen Euro pro Jahr zu erreichen.

Rekordzahlen an Investment werden in Dublin in einem Tech- und Startup-Ökosystem erreicht, das laut Johnny Walker von Health Founders immer mehr an Struktur gewinnt und in dem kleine Startups mit großen Fischen der Techwelt kollaborieren. Aus einem kleinen Google Doc der Dubliner Startup-Kommission erwuchs die TechIreland-Plattform, bedeutende Firmen wie ESB, Dublin Airport, New Ireland Assurance oder veranstalteten Hackathons für Startups, etabliertere Firmen wie Ding, Openet oder Cartrawler gaben mittels Investment und/ oder Mentoring zurück an die Community; Übernahmen wie die von Fleetmatics durch Verizon (2,1 Milliarden Euro) und Movidius durch Intel (322 Millionen Euro) sorgten für große Schlagzeilen in allen Zeitungen.

Ein Trend im Ökosystem ist der, dass internationale Gründer, die einst von bedeutenden multinationalen Firmen für den Standort Dublin rekrutiert worden waren, nunmehr ihr eigenes Glück versuchen. Firmen wie Cesanta, Profitero oder Iguazu sind gute Beispiele dafür.

Zwei der Sektoren, die 2016 von besonderer Bedeutung waren, sind TravelTech und FinTech. Dabei fanden auch Veranstaltungen wie PhoCusWright und IATA & CAPA, die für den Sektor TravelTech wichtig sind, in Dublin statt, während Ryanair Labs mittlerweile 150 Leute in unmittelbarer Nähe des Dubliner Flughafens beschäftigt. Dublin war schon immer als Zentrum für FinTech bekannt. Der Sektor ist aber zweifelsohne auch einer der wenigen, die im Brexit große Chancen sehen. Wenn man der IDA und den Immobilienmaklern Glauben schenkt, mehren sich die Anfragen großer Banken aus London nach Büroraum in Dublin.

Die Multinationals haben 2016 zum Glück nicht nur in Sachen Steuervermeidung Schlagzeilen gemacht:

  • Equifax gab die Eröffnung eines neuen R&D-Zentrums bekannt
  • Facebook hat 200 neue Stellen geschaffen
  • PayPal hat 100 neue Stellen geschaffen
  • HubSpot gab die Schaffung von 320 neuen Stellen bekannt
  • Slack gab die Schaffung von 80 neuen Stellen bekannt
  • Amazon gab die Schaffung von 500 neuen Stellen bekannt
  • LinkedIn gab die Schaffung von 200 neuen Stellen bekannt
  • Deloitte entschied sich für Dublin als Standort für ein neues Blockchain Lab
  • PTC gründete ein IoT R&D-Zentrum
  • Kaspersky Lab eröffnete ein R&D-Zentrum
  • Fitbit eröffnete ein neues Gebäud

Was die Politik anbetrifft, so war 2016 ein eher ruhiges Jahr für den Tech-Sektor. Die Minderheitsregierung, die eh kaum große Initiativen starten kann, weil sie das Okay der größten Oppositionspartei benötigt, hat zum Beispiel im letzten Haushalt kaum Maßnahmen untergebracht, die irischen Tech-Firmen den Sprung in internationale Märkte merklich erleichtern würden. Demzufolge steht die Politik auch ganz oben auf der …

… Wunschliste für 2017

  • Politik: Aktienoptionen müssen sich lohnen, Gleichstellung für Gründer bei der Einkommenssteuer, Änderungen im Steuersystem, die es attraktiver machen, Firmen wachsen zu lassen, statt sie früh zu verkaufen
  • Fokussierung auf wichtige Cluster: Standorte wie Cork, wo multinationale Pharma-Giganten wie Pfizer eng mit Universitäten und Startups zusammenarbeiten, zeigen, wie wichtig Cluster sind
  • Verbesserung bei internationalen Rankings für Dublin: von Universitäten bis hin zu digitaler Infrastruktur.
  • Stärkere Mobilität von talentierten Arbeitskräften: weg von Multinationals hin zu Startups

Ich werde in meiner Kolumne im November 2017 noch einmal auf die Wunschliste schauen, um Bilanz zu ziehen, aber auch generell das dann fast abgelaufene Jahr durch die Tech-Brille betrachten.


Image „Blockplan“ by BRRT (CC0 Public Domain)


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Destination Check: VDZ Publishers‘ Summit

Vom 7. bis 8. November 2016 fand der diesjährige Publishers‘ Summit in Berlin statt. Hier trafen sich die Vertreter der großen Verlagshäuser, um sich über die Entwicklungen in der Medienwelt auszutauschen – von wirtschaftlichen Themen wie die Zukunft des Print- und Onlinegeschäfts bis hin zu journalistischen Grundfragen wie dem Pressekodex wurden die Themen der Zeit besprochen.

Neben den großen Köpfen der deutschen Verlagswelt waren auch Chefredakteure wie Giovanni di Lorenzo, Jörg Quoos und Tanit Koch zu einer Expertenrunde geladen. Bei den politischen Keynotes äußerten sich unter anderem Wolfgang Schäuble und besonders Martin Schulz , der Präsident des Europäischen Rats und Can Dündar mit sehr berührenden Worten zur Lage der Medienwelt. Ich habe mich für die Netzpiloten umgehört, wie die Besucher und die Teilnehmer die Konferenz einordnen.


Moderation: Andrea Thilo, Journalistin, Filmproduzentin, Moderatorin


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Image by Körber Stiftung

Andrea Thilo ist Filmproduzentin, Journalistin und Moderatorin und hat für verschiedene Rundfunk- und Fernsehformate wie DAS!, Tagesschau, Tagesthemen und Liebe Sünde gearbeitet. Auf der Publishers‘ Summit führte sie wie in den letzten Jahren durch das Programm.

 

Wie ist Ihr Gesamteindruck?

Ich habe das schon mehrere Jahre gemacht und mich wieder sehr wohl gefühlt. Ich habe das Gefühl, dass es hier wirklich ein Interesse an Diskurs gibt, auch ein Interesse an Selbstbefragung und auch daran, Antworten zu finden auf die Frage, welche Rolle und Verantwortung Medien in einer wirklich herausfordernden Zeit haben. Egal, ob wir nach Amerika, nach Deutschland oder weiter Richtung Osteuropa gucken. Ich habe das Gefühl, ich habe es mit leidenschaftlichen Leadern in dieser Branche zu tun, die das sehr Ernst nehmen.

Das sind aber keine schnellen Antworten, die man darauf findet. Insofern kann man die Welt in 26 Stunden beim Publishers‘ Summit nicht komplett verändern, aber man kann ganz wichtige Denkanstöße geben, und ich glaube, das ist hier passiert. Die Tatsache, dass das Thema Pressefreiheit wieder so hoch auf der Agenda war, oder die Frage nach der Reaktion auf die Digitalisierung, Adblocking, Steuerfragen, dass das weiterhin so hoch gespielt wird, ist ein gutes Zeichen von genau dieser Verantwortungsübernahme. Ich bin gespannt, worüber wir 2017 diskutieren.

Die Diskussionen werden angestoßen und gehen auch in die Redaktionen zurück. Was hier Verleger besprechen, wird auch seine Rückschlüsse haben auf das, was wir erleben werden. Also zum Beispiel die Frage, wie wir als Medien kritisch miteinander umgehen sollen, oder die Frage nach dem journalistischen Ehrenkodex. Wir müssen uns noch stärker mit einer gefühlten Realität dort draußen auseinandersetzen, die vielleicht nicht die ist, die in München und Hamburg herrscht. Ich glaube, das nehmen die Leute mit zurück und bringen das auch in Diskussion mit ihren Redaktionen, und das ist wichtig.

Ganz wichtig fand ich auch den letzte Appell von Manfred Braun, dieses „Gemeinsam sind wir stark“. Wir sind zwar ganz klare Konkurrenten, aber wir müssen in dieser Welt der Googles, in einer Welt, in der diese Player womöglich auch noch Autos bauen, in der sich so viel verschiebt, noch stärker zusammenhalten und nach Verbündeten suchen und Wege gemeinsam beschreiten, wo wir es können, ohne uns gegenseitig zu beschädigen.

 

Haben die Speaker und Teilnehmer Ihre Erwartungen erfüllt?

Hier sind ganz viele Fachsprecher gewesen, ich kann daher nicht in Gänze beurteilen, ob in der Tiefe bestimmte Fragen, die diese Branche gerade betreffen, in extenso hier beantwortet worden sind. Vielleicht nicht. Vielleicht bleiben Fragen, aber dafür gibt es dann auch nochmal einzelne, fachspezifische Tagungen. Ich glaube, es sind wichtige Impulse gesetzt worden.

Ich kann nicht sagen, was unbeantwortet blieb, ich kann nur sagen, dass diese Frage der Aufgabe der Journalisten, dass wir eine stabile Demokratie haben wollen, die eine freie Presse unbedingt braucht, dass das so ein Appell gewesen ist, auch für meine eigene Selbstvergewisserung als Journalistin, die ich auch als Moderatorin arbeite, um herauszufinden, wo wir vielleicht diese Flamme noch stärker zum Leuchten bringen können, damit gehe ich bereicherter aus diesen zwei Tagen hervor.

 

Was war Ihr persönliches Highlight?

Die Dankesrede von Can Dündar, der sein Leben und das Leben seiner Familie einer Wahrheit in den Dienst stellt, nach der er sucht, das hat mich einfach unglaublich bewegt. Auch die Rede von Martin Schulz, der als Europäer des Jahres ausgezeichnet worden ist, fand ich toll. Ich hatte immer das Gefühl, er weint gleich, weil es ein so großes Projekt ist, für das er ausgezeichnet wurde, und wir haben es ja heute Morgen beim Talk von Herfried Münkler gehört: Die Rückbindung an 70 Jahre Frieden ist so schwer zu vermitteln, aber es geht um nichts weniger als das.

Ich muss also fragen, wie wir in Bildung, in Schule, in unseren Medien noch stärker appellieren können, dass das keine Selbstverständlichkeit ist. Die Frage ist auch, wie wir bessere Bilder vermitteln können, was Journalismus alles ermöglicht. Da müssen wir ran. Da sind auch Plattformen wie eben auch die Netzpiloten total wichtig, um das zu vermitteln. Vielleicht können wir uns da auch gegenseitig helfen, jenseits des Mülls, der auch im Netz verbreitet wird, eine analysierende Stimme zu haben, eine einordnende Stimme, und was es braucht, um zu einer Haltung zu kommen – und wie man das aufbereiten und weitergeben kann.

 

Würden Sie nächstes Jahr wieder mitmachen?

Also, an mir soll es nicht liegen!

 

Wie würden Sie die Zukunft der Zeitung oder des Printbusiness allgemein in den kommenden fünf bis 10 Jahren etwa einschätzen?

Einer der Speaker hat gesagt, wenn alles immer schneller wird, brauchen wir die Auszeit vielleicht umso mehr. Wir sehen gerade, dass Wellness-Magazine wie Pilze aus dem Boden schießen. Vielleicht wird das Magazin und das Zeitschriftenlesen noch mehr Gewicht bekommen, wenn es nämlich ganz spezielle und individuelle Interessen bedient. Ob das dann gedruckt wird oder nicht, ist völlig egal, wichtig ist, dass Menschen bereit sind, dafür zu zahlen, dass sie sich diese kostbare Auszeit in einem 24-Stunden-Informationsgetöse nehmen können. Daran glaube ich fest.


Besucher: Anna Suckow und Moritz Künkel, Volontäre beim Burda-Verlag


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Image by Anne Jerratsch

Anna und Moritz werden derzeit als Print-Volontäre beim Burda-Verlag ausgebildet. In ihrem Volontariat bekamen sie die Chance, die Konferenz zu besuchen. Sie nutzten diese Chance, um die wichtigen Köpfe der Branche live zu sehen und Kontakte zu knüpfen und sich ein Bild davon zu machen, wie die Chefetage die jetzige wirtschaftliche und politische Situation bewertet.

 

Wie ist euer Gesamteindruck?

Moritz: Für mich war es die erste Veranstaltung so einer Art. Ich fand es super interessant, mal verschiedene Einblicke aus allen bereichen der Medienwelt zu bekommen. Vor allem die Studie des Allensbach-Instituts, wie die Menschen die Medien und die Zeitschriften, also uns, bewerten, besonders in Hinblick auf das Stichwort „Lügenpresse“, fand ich spannend, und auch, um mal einen Einblick zu bekommen, wie unsere Arbeit in Deutschland ankommt.

Anna: Für mich war die große Journalistenrunde am interessantesten. Es ist auch als Volontär spannend, mal so einen Einblick zu bekommen, aber natürlich richtet sich das an eine ganz andere Ebene. Für unsere Praxis konnte ich da noch nicht so viel rausziehen.

 

Haben die Speaker und die Teilnehmer eure Erwartungen erfüllt?

Anna: Von den Ansätzen fand ich die Gesprächsrunde am Besten, also die Frage danach, wie man zur Basis zurückkommen kann. Ich glaube, wenn man in seinem Newsroom sitzt mit seinen Chefredakteuren, kann man leicht den Zusammenhang verlieren, daher fand ich es gut, dass das dann doch in den Köpfen etwas mehr ankommt. Ansonsten fand ich es nicht so sehr innovativ. Ich habe eher gedacht, das wir mehr Sachen hören, die uns überrascht hätten, aber ich habe kaum Sachen gehört, die mir völlig neu gewesen wären.

Moritz: Wir haben uns gestern schon darüber unterhalten. Wir kriegen durch unsere Ausbildung natürlich viel davon mit, weil wir immer mal wieder in allen möglichen Bereichen Input bekommen, darum waren uns viele Ansätze schon bekannt. Ich fand es aber auch ganz gut, mal ein paar Leute aus dem Vorstand zu sehen und miteinander in Kontakt zu kommen.

 

Was war euer persönliches Highlight?

Anna: Für mich war es die Preisverleihung, und mal zu sehen, wer alles da ist und was da passiert. Besonders die Rede von Can Dündar, dem Chefredakteur der Cumhuriyet, hat mich wahnsinnig berührt. Der Moment, als die Standing Ovations kamen und er dastand und sprachlos war, das war Wahnsinn. Wichtig war auch, dass er dazu aufgerufen hat, dass wir nicht mehr besorgt sein brauchen, sondern endlich etwas tun müssen, das fand ich sehr aufrüttelnd. Das werde ich nicht vergessen.

Moritz: Ja, das geht mir auch so. ich fand auch Martin Schulz sehr gut und auch, wie er auf Herrn Dündar eingegangen ist. Dafür, dass er eigentlich ein Politiker ist, von denen man eher erwartet, dass sie ein bisschen herumschwafeln, hat er gesagt, was er selbst von dem Konflikt hält. Das fand ich überraschend und richtig gut.

 

Würdet ihr nächstes Jahr wiederkommen?

Anna: Wenn es klappt, sehr gerne. Es werden aus jedem Jahrgang nur einmal Volontäre eingeladen, also wird das so nicht mehr klappen, aber unseren Nachfolgern kann ich nur dazu raten, sich das anzuschauen und die Möglichkeit wahrzunehmen.

Moritz: Ich würde auch definitiv nochmal kommen.

 

Wie würdet ihr die Zukunft der Zeitung oder des Printbusiness allgemein in den kommenden fünf bis 10 Jahren etwa einschätzen?

Anna: Ich glaube und hoffe, dass beides nebeneinander bestehen bleiben wird. Es hat sich ja schon eingeschleift, dass die Leute News online konsumieren, also hoffe ich, dass Print ergänzend dazu wirkt. Wenn ich mir wirklich die Zeit nehmen will für eine Longread und mich wirklich informieren will, dafür gibt es auf jeden Falle eine Zukunft, für die nächsten fünf Jahre auf jeden Fall.

Moritz: Wir als Print-Volontäre sind damit ja täglich konfrontiert. Es wird sich sicherlich viel verändern, aber es ist auch eine Generationenfrage. Einer der Speaker hat auch die Exklusivität angesprochen, das muss das Medium natürlich liefern, aber wir hoffen natürlich, dass es Print auch mit der entsprechenden Qualität weiter geben wird. Let’s go Print!


Besucher: Darbaz Darwesh, Stipendiat Deutschlandstiftung


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Image by Anne Jerratsch

Darbaz ist Stipendiat der Deutschlandstiftung und lebt derzeit in Stuttgart und promoviert in Luft- und Raumfahrtwissenschaften. Das Stipendium gab ihm die Möglichkeit, wichtige Persönlichkeiten aus dem Medienbusiness und Politiker wie Günther Oettinger zu treffen.

 

Wie ist dein Gesamteindruck?

Ich fand es sehr interessant, die Vorträge und die Sprecher waren sehr spannend. Wir haben viele neue Eindrücke, wie die Lage im europäischen Finanzsektor und in den Medien allgemein ist. Ich fand alles sehr interessant.

Haben die Speaker und die Teilnehmer eure Erwartungen erfüllt?

Ich war noch nie auf so einer Medienkonferenz, daher wusste ich nicht, was mich erwartet. Ich fand es aber toll. Wenn ich nochmal herkomme, würde ich mich vorher aber lieber ein bisschen mehr in die aktuellen Debatten einlesen. Ich wurde aber auf jeden Fall inspiriert, das jetzt im Nachhinein zu tun.

 

Was war dein persönliches Highlight?

Ich fand den Vortrag von Herrn Burda gut, auch die Rede von Herrn Schäuble hat mir gut gefallen. Und die Party auf der Publisher’s Night gestern fand ich toll.

 

Würdet ihr nächstes Jahr wiederkommen?

Wenn es sich nochmal ergibt, gerne.

 

Wie würdest du die Zukunft der Zeitung oder des Printbusiness allgemein in den kommenden fünf bis 10 Jahren etwa einschätzen?

Ich denke, dass durch die Industrie 4.0 noch viel mehr online passieren wird, darum denke ich, dass es wichtig ist, darüber zu sprechen. Wir sind die Generation, in der sich alles zum Digitalen hin verändert. Es wird ein sehr großer Schritt von Print ins Internet, und genau das wird auch passieren. Ich glaube aber, es wird nicht so schwierig werden, wir haben ja schon viele Methoden. Wir sind da auf einem guten Weg.

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Netzpiloten sind Partner der Jugendmedientage 2016 + Rabattaktion

Vom 27. – 30. Oktober ist es wieder so weit: Die Jugendmedientage in Dresden bieten euch auch dieses Jahr ein spannendes Programm: Intensiv-Workshops für handwerkliches Know-How und praktische Medienkompetenzen, freie Formate, Medientouren durch renommierte Redaktionen, Rundfunkanstalten und Agenturen sowie das Rahmenprogramm mit Mediennacht und Abschlussparty.

Außerdem könnt ihr euch mit über 400 jungen Medienmachenden zwischen 16 und 27 Jahren austauschen, euren Horizont erweitern und euch inspirieren lassen.

Unter der Anleitung von Branchenexperten könnt ihr eure Medienkompetenzen ausbauen,  innovative Ideen entwickeln, gemeinsam brainstormen und Kontakte knüpfen ? zu Profis wie zu Gleichgesinnten. Die Jugendmedientage wollen gezielt junges Engagement aus einer anderen Perspektive fördern.

Dieses Jahr dreht sich bei den Jugendmedientagen alles um die Frage: Medien- oder Märchenland? Was Medien, Journalismus, Politik und Gesellschaft bewegt. Diskutiert mit über die Verantwortung von Medien und darüber, wie wichtig Vielfältigkeit, Objektivität und eine umfangreiche Recherche sind. Außerdem werden die zentralen Fragen, welchen Einfluss Medien auf unsere Meinungsbildung haben und welchen Werten Medien verpflichtet sind, beleuchtet.

 

+++ Rabattaktion +++

Unsere Leser bekommen 5€ Preiserlass auf ein Ticket für die Jugendmedientage 2016 in Dresden. Dafür müsst ihr einfach nur „Mitglieder normal oder Komfort“ bei der Anmeldung auswählen und in das Bemerkungsfeld eintragen, dass ihr von den Netzpiloten kommt oder durch uns auf die Veranstaltung aufmerksam geworden seid. 

 

 

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Business-Wetten für die digitale Wirtschaft

Busy traffic (adapted) (Image by dingcarrie [CC BY 2.0] via flickr)

Wird 2016 genau so sein? Alle Zeichen stehen auf ja. Wir sind vielleicht besorgt, dass eine potentielle, neue Blase zerplatzt oder dass sich der Aktienmarkt verlangsamt, aber dies hält neue Ideen, Businessmodelle oder Möglichkeiten nicht auf. Hier sind meine neun Prognosen, was sich im Bereich Business, Technik oder Soziale Netzwerke in 2016 verändern wird.

Immer wieder das Gleiche zu tun bringt einen niemals weiter

Im Jahr 2016 werden wir sehen, wie sich immer mehr Organisationen auf das Regulieren von Einkommen einstellen und nach neuen Märkten und Möglichkeiten suchen werden. Das wird gegensätzliches Denken erfordern – das Suchen nach radikalen und anderen Wegen ein Business am Laufen zu halten wie zum Beispiel: Die Kunden bezahlen, anstatt Geld von ihnen zu verlangen. Umweltanalyse-Teams werden in vielen Organisationen mit dem Ziel gegründet, dass man aktuelle Trends erkennt und versteht, und dabei auch den potenziellen Einfluss sieht, den diese auf das eigene Unternehmen haben können.

Ziel für 2016: Ein Team für die Umweltanalyse aufstellen.

Der Zug der Auftragswirtschaft wird nicht langsamer

Neu aufkommende Unternehmen werden 2016 nur stärker werden. Die Auftragswirtschaft wird anhalten und sich auf mehr ausweiten als Miete oder Karrieren. Wir werden mindestens einen neuen Spieler auf dem internationalen Markt sehen, dem Peers Inc.-Modell folgend – versorgen bedeutet für den Einzelnen, die Produkte und Dienste einfacher zur Verfügung zu stellen. Und der nächste große Akteur wird wahrscheinlich aus Asien kommen, ein Markt, der bisher größtenteils unberührt blieb.

Ziel 2016: Eine Plattform für die Auftrags-Wirtschaft werden.

Erfreue deine Kunden damit, ihre Bedürfnisse rechtzeitig zu erkennen und zu erfüllen

Wir werden einen Anstieg der vorausschauenden Organisationen sehen, also jene, die Produkte und Dienste in dem Moment, in dem man sie braucht, anbieten oder sogar schon bevor der Kunde überhaupt merkt, dass er sie braucht.

Wir werden die ersten kommerziellen Beispiele für die vorausschauende Lieferung erkennen (“dein Produkt liegt bereits vor deiner Tür, möchtest du es kaufen, oder sollen wir es zurücknehmen?”) Und nach dem erfolgreichen Absolvieren der einfachen Schritte und Kunden sich daran gewöhnen konnten, werden andere – oft überraschende – Akteure folgen; wir werden unter anderem die ersten vorausschauenden Regierungen sehen. Alles aufgrund des Fortschritts der digitalen Identität.

Ziel 2016: Definiere dein Produkt und die Dienste neu und werde eine vorausschauende Organisation.

Willkommen zu deinem digitalen, persönlichen Assistenten – einer der wirklich hilft und nicht nur so tut

Die digitale Identität wird nicht nur ein neues organisatorisches Verhalten ermöglichen, aber auch die Evolution anderer Technologien vereinfachen. Digitale, persönliche Assistenten werden sich weiter entwickeln. Sie werden nicht nur in der Lage sein, uns zu sagen wo der Film läuft, den wir am Wochenende sehen wollen oder uns an einen Arzttermin erinnern, sie werden auch in der Lage sein, unsere Rechnungen zu zahlen, den Stromanbieter zu wechseln oder uns in unserem Leben wirklich unterstützen, wie es ein echter Assistent tun würde (eine Art digitaler Vertreter des Menschen).

Ziel für 2016: Mehr Dinge erledigen können, indem man den digitalen Assistenten delegiert.

Wenn sich die Welt um dich schneller dreht als du, ist das Ende nah

Amtsinhaber von anlageintensiven Firmen werden von technologischen Fortschritten herausgefordert, und das mehr als in den Jahren zuvor. Der Janicki-Omniprozessor wird es kompletten Gemeinden ermöglichen, sich von Abwasser und Wassernetzen zu entfernen.

Hochleistungsbatterien in Garagen und selbstfahrende Autos werden es Individuen ermöglichen, mit Elektrizität außerhalb des Netzes zu handeln. Telefonanbieter werden mehr und mehr Druck von den Meta-Dienstleistern spüren. Die Bewegung derjenigen, die kein lineares Fernsehen mehr schauen, wird das Kabelfernsehen beeinflussen, auch in anderen Branchen.

Ziel für 2016: Wenn du ein Amtsinhaber in deiner Branche bist, fokussiere dich auf die Umweltanalysse, um Überraschungen zu vermeiden.

Digitales Kapital ist die Möglichkeit für das soziale Gut

Existierende Technologien werden reifen und in kritischen Situationen genutzt werden. Regierungsagenturen, Ersthelfer und das Katastrophenmanagement werden Periscope und Erwähnungen bei Facebook sowie Livestreaming nutzen, um Informationen zu sammeln. Wir werden die Kontrolle über unser digitales Ich behalten und zur gleichen Zeit fähig sein, unser “digitales Kapital” zu teilen, wenn es hilfreich ist. Die digitale Denkweise wird auch auf Organisationen angewendet werden, um nach Optionen zu suchen, um inaktive Anlagen zu digitalisieren, indem man neue Technologien benutzt.

Ziel für 2016: Habe einen genauen Blick auf deine Anlagen. Können sie neue Werte in die digitale Wirtschaft bringen?

Hardware wird die neue App

Mehr und mehr Leute werden es einfach finden, der “Maker-Kultur” beizutreten. Plattformen wie Arduino oder Raspberry Pi werden es mehr Leuten ermöglichen, schnell Hardwarelösungen als Prototypen zu erstellen. Wir werden Beispiele für Apps im Internet der Dinge sehen, die endlich verlockend und nützlich sind. Umgebungen wie Apples HomeKit, werden nur zu dem Impuls beitragen. Andererseits werden Plattformen wie Kickstarter den Weg zu effizienten “Prototyp-zu-Produkt”-Prozessen eröffnen.

Ziel für 2016: Tritt einem Maker-Space bei und unterstütze dieses.

Baue eine Gemeinschaft und ein Produkt (oder Dienst) wird sich entwickeln

Wir werden mehr Unternehmen sehen, die auf eine unorthodoxe Art starten werden, indem sie zuerst eine Gemeinschaft aufbauen und erst danach erkennen, welches Produkt oder welchen Dienst sie bereitstellen müssen. Digitale Gemeinschaften werden der neue unfaire Vorteil in jeder Industrie sein.

Ziel für 2016: Identifiziere und investiere in deine Gemeinschaften.

Digitale Intelligenz ist Trend

Die Gesellschaft wird weiterhin lernen, wie man mit den digitalen Wirtschaftstrends umgehen muss. Wir werden von der digitalen Bildung über digitales Benehmen zu digitaler Eleganz gehen. Und wir werden ein wachsendes Interesse im Bereich Sicherheit im Netz erleben, auch wenn die Regierungen versuchen werden, die Bevölkerung von der Nutzung von Verschlüsselungstools abzuhalten.

Ziel für 2016: Investiere in digitale Bildung und Entwicklung.


Image (adapted) “Busy traffic” by dingcarrie (CC BY 2.0)


 

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nextMedia.Hamburg: Was bringt das Jahr 2016?

Year 2016 (Image by Pete Linforth [CC0 Public Domain], via Pixabay)

Drei Hamburger Medienschaffende haben nextMedia.Hamburg verraten, was sie vom Jahr 2016 im Journalismus und Marketing erwarten. Es geht wieder los und mit dem neuen Jahr und der neuen Arbeitswoche wird auch wieder fleißig an der Zukungt mitgewerkelt – auch in Hamburg. nextMedia.Hamburg hat verschiedene Profis gefragt, was das kommende Jahr in ihrem Bereich wohl bringen wird. Geantwortet haben die Journalistin Carolin Neumann, die die Digital Media Women mitgegründet hat, der Onlinemarketing-Experte Philipp Westermeyer und Eva-Maria Bauch von G+J.


Carolin Neumann, Gründerin von Jouvenir und Vorsitzende der Digital Media Women


 

CarolinNeumann_quadrat1“Das Jahr 2016 wird vor allem in Hinblick auf das Bezahlen von Journalismus wieder spannend: Nach dem Deutschlandstart von Blendle und dem Markteintritt des Hamburger Startups Pocketstory in diesem Jahr werden wir im kommenden sehen, ob sich diese Form des Micropayments auch jenseits der Medienfilterblase durchsetzen kann. Ich wünsche mir außerdem, wie jedes Jahr, dass noch mehr Journalisten ihre eigenen Ideen verwirklichen und Unternehmen gründen. Die Medienbranche kann von Experimenten und Vielfalt nur profitieren!”

Kurzfassung: “Ich wünsche mir, wie jedes Jahr, dass noch mehr Journalisten ihre eigenen Ideen verwirklichen und Unternehmen gründen.”


Philipp Westermeyer, Mitgründer der metrigo GmbH


Westermeyer_quadrat“Ich glaube, dass in den kommenden Monaten verstärkt neue Werbelösungen erfunden werden insbesondere im Rahmen von nativen Integrationen auf bestehenden Plattformen und dem Entstehen neuer Plattformen, die gerade dabei sind ihre Media-Produkte überhaupt erst zu definieren. Selbst Instagram steht mit dem Werbeprodukt ganz am Anfang, Pinterest hat noch sehr wenig entwickelt, Zalando bietet neue Werbelösungen an, aber auch Axel Springer muss z. B. für Business Insider zeigen, wie dort Werbung sinnvoll funktionieren kann und Produkte schaffen. Dieser Trend neue und plattform-spezifische Werbelösungen zu schaffen wird immer stärker werden.”

Kurzfassung: “Der Trend, neue und plattform-spezifische Werbelösungen zu schaffen, wird immer stärker werden.”


Eva-Maria Bauch, Geschäftsführerin G+J Digital Products


Bauch-Eva-Maria_quadrat“Nicht überraschend wird Mobile als Kanal in 2016 massiv an Bedeutung gewinnen. Dieser Entwicklung muss gleichermaßen bei der Produktentwicklung als auch bei der Vermarktung mobiler Reichweiten Rechnung getragen werden. Mein Wunsch ist, dass wir – im engen Dialog mit unseren Nutzern – einen Weg finden Werbeinhalte nahtlos und intelligent in unsere Produkte einzubinden. Nur so können wir erreichen, dass Onlinewerbung nicht weiter als störend sondern als relevant und hilfreich empfunden wird.”

Kurzfassung: “Mein Wunsch ist, dass wir – im engen Dialog mit unseren Nutzern – einen Weg finden Werbeinhalte nahtlos und intelligent in unsere Produkte einzubinden.”


Teaser & Image “2016” by Pete Linforth (CC0 Public Domain)

Image “Carolin Neumann” by Rieka Anscheit

Image “Eva-Maria Bauch” by Lena Wagner


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5 Lesetipps für den 4. Januar

In unseren heutigen Lesetipps geht es um Virtual Reality 2016, Hoverboards, Vorsätze von Mark Zuckerberg, Preiserhöhung beim iPhone und Kraftwerke in Deutschland. Ergänzungen erwünscht.

  • VIRTUAL REALITY Wie Virtual Reality unser Leben verändern könnte: Digitalbrillen sind Vermittler in eine andere Welt, können uns an Orte bringen, die wir in der Realität vielleicht nie sehen werden. Virtual Reality heißt das Stichwort für das Jahr 2016. Bereits im alten Jahr haben sie viele Hersteller mit der Produktion der Brillen beschäftigt, die Technik steht aber dennoch in den Startlöchern. Mit VR könnte nicht nur die Spielbranche komplett aufgemischt werden, sondern auch alltägliche Dinge im Job könnten anders abgehalten werden als zuvor. Ein Meeting nicht wie zuvor im Büro sondern im virtuellen Raum, das wäre mal was anderes und würde einiges einfacher machen. Wir werden sehen, was 2016 bringt.

  • HOVERBOARDS California cracks down on hoverboards with new safety restrictions: Von den beliebten und kultigen Hoverboards hat man 2015 ja leider viel Negatives gehört. Zahlreiche Brandunfälle durch unzureichende Akkus verursachten einen bitteren Beigeschmack. In Kalifornien wurden nun neue Sicherheitsregeln aufgeführt. Bei Verletzung der Regeln wird eine Geldstrafe von $250 fällig. Das Gesetz trat zum Jahresbeginn in Kraft und beinhaltet Regeln wie das Tragen eines Helms oder die Mindestaltersgrenze von 16 Jahren für die Benutzung der Hoverboards.

  • MARK ZUCKERBERG Butler statt Bücher: Das ist Mark Zuckerbergs Neujahrsvorsatz für 2016: Mark Zuckerberg stellt wie auch im letzten Jahr seine Pläne für 2016 öffentlich auf Facebook vor. In diesem Jahr hat er sich zum Ziel gesetzt, einen Artificial-Intelligence-Butler für den Eigengebrauch zu bauen. Als Vorbild nennt er Jarvis von Iron Man. Mit simpler Technologie und dem Studieren von bisherigen Errungenschaften auf diesem Gebiet will Zuckerberg seinen Butler beispielsweise für die Wärme- und Lichtregelung des Hauses und die automatische Erkennung von Freunden einsetzen.

  • IPHONE iPhone und iPad: Apple hebt Preise an – wegen Gema-Gebühren: Ab dem neuen Jahr gibt es eine Erhöhung der Preise von iPads und iPhones in Deutschland. Grund dafür ist eine Vereinbarung mit der ZPÜ (Zentralstelle für private Überspielrechte) über eine Urheberrechtsabgabe. Auf andere Geräte wie Computer, Drucker und USB-Sticks gab es diesen Aufschlag bereits, der beispielsweise für den Download von Liedern usw. aufgrund der Gema-Gebühren gilt. Der Anstieg ist mit rund fünf Euro zwar nicht so gravierend, aber bei Apple zahlt die Pauschale fast ausschließlich der Kunde.Wie das bei anderen Smartphone-Herstellern geregelt wird, steht noch nicht fest.

  • QUECKSILBERAUSSTOß Bedenklicher Quecksilber-Ausstoß deutscher Kraftwerke: Grenzwertiger Ausstoß von Quecksilber bei deutschen Kohlekraftwerken. Hätten wir hier in Deutschland die Richtlinien für den Quecksilber-Ausstoß wie es in den USA der Fall ist, müssten alle 50 Kohlekraftwerke abgeschaltet werden. Eine Studie des Ökopol lies das verlauten. Oliver Krischner, Vizefraktionschef bei den Grünen, fordert für Deutschland ebenfalls strengere Grenzwerte. Für den BDI sind aber die Emissionswerten der USA nicht auf die in Deutschland übertragbar.

CHIEF-EDITOR’S NOTE: Wenn Ihnen unsere Arbeit etwas wert ist, zeigen Sie es uns bitte auf Flattr oder indem Sie unsere Reichweite auf Twitter, Facebook, Google+, Soundcloud, Slideshare, YouTube und/oder Instagram erhöhen. Vielen Dank. – Tobias Schwarz

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