Studie: Web 2.0 schafft neue Möglichkeiten im Bereich Marketing

Die Direct Marketing Association hat untersucht, welche Elemente aus dem Bereich Web 2.0 verstärkt bei Direktmarketing und Brand Marketing eingesetzt werden. Das Ergebnis der Studie „New Media Emergence in DM & Brand“ hält außerdem fest, dass Web 2.0 der Ort ist, an dem sich verschiedene Marketingstrategien optimal bündeln lassen. Besonders die Einbeziehung der Kunden und die Kundenbindung an bestimmte Produkte stehen dabei für rund 85% der befragten Vermarkter im Vordergrund.
Am meisten genutzte Elemente im Bereich neuer Medien sind demnach Weblogs (25,6%), Online Videos, user-generated content und soziale Netzwerke, dicht gefolgt von Podcasts. Bisher am wenigsten verwenden die Befragten dagegen Wikis und virtuelle Welten (je 1,9%).

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Im Bereich Brand Marketing wird Web 2.0 besonders genutzt, um eine Marke bekannt zu machen und ihre Popularität zu steigern. Direktvermarkter versuchen durch Web 2.0-Tools ihre Verkaufszahlen zu steigern. Die Kosten für die Vertreiber selbst halten sich dabei im Rahmen: 70% der Befragten, die sich selbst als Experten im Bereich Web 2.0-Nutzung bezeichneten, investierten dafür nur ein Viertel ihres Budgets, insgesamt geben 82% ein Viertel oder weniger ihres Marketing-Budgets für Vermarktung durch Web 2.0 aus.

Die Studie unter der Leitung von Eugenia Steingold war im Januar 2008 unter 160 Befragten erhoben worden und richtete sich an Vertreiber, die Web 2.0-Elemente bereits nutzen.

Dass Marketing inzwischen verstärkt im Web 2.0 aktiv betrieben wird, zeigt ganz aktuell unter anderem die neue Opel-Kampagne, bei der für das neue Modell ein Insignia-Weblog eingerichtet wurde. Dort kann man sich beispielsweise eine Testfahrt des Modells durch Schweden als Video ansehen, allerdings so verwackelt, dass man nicht wirklich viel erkennt, außer vielleicht das Ohr des Fahrers gegen Ende des Videos. Alleine der Einsatz von Web 2.0-Tools muss also noch nichts über die Professionalität desselben aussagen, das sollte vielleicht nicht vergessen werden.

Rike Albrecht

studiert Politikwissenschaft, Medienwissenschaft und Germanistik an der Universität Trier. Seit Beginn ihres Studiums beschäftigt sie sich auch mit Web2.0 und Onlinemedien.


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