Crowdfunder Startnext macht riesen Hilfsaktion!

Die Coronakrise wirkt sich stark auf unser Leben und die wirtschaftliche Lage aus. Besonders betroffen sind die Kreativ- und Kulturwirtschaft sowie die Gastronomie. Hier müssen Betriebe für die Dauer der Krise dicht machen, Freelancer verlieren Jobs und Veranstaltungen können nicht stattfinden. Zwar hat der Staat umfassende Hilfen auf den Weg gebracht, doch die setzen nicht immer sofort ein und greifen auch nicht in jedem Fall. Für viele bedroht die derzeitige Situation die Existenz. Die Crowdfunding-Plattform Startnext hat nun eine Hilfsaktion gestartet, in der sie ihre Mittel nutzt, um der Kreativ- und Kulturwirtschaft so gut es geht durch die Krise zu helfen.

Crowdfunding für jedermann!

Crowdfunding bedeutet, Projekte durch die Crowd, also durch Privatpersonen, finanzieren zu lassen. Startnext mischt hier schon seit 2010 erfolgreich mit und achtet immer stark darauf, dass die zum Crowdfunding gebotenen Projekte eine hohe Qualität aufweisen. Da die Maßnahmen zur Sicherung der Qualität eines Projekts aber für eine schnelle Hilfe eher hinderlich sind, hat die Plattform zugunsten der Startnext Hilfsaktion auf viele dieser Maßnahmen verzichtet. Das macht Crowdfunding für mehr Menschen zugänglich. Wodurch es sich zur Hilfe für Betriebe und Künstler in diesen Zeiten nutzen lässt.  

Was genau wird getan?

Im Wesentlichen hat Startnext für die Hilfsaktion viele der Hürden, die die Plattform ansonsten zugunsten der Qualität aufstellt, runtergefahren. Wer also ein Hilfsprojekt anlegen möchte, muss anders als bei herkömmlichen Crowdfunding-Projekten kein Pitchvideo hochladen, in dem er das Projekt erklärt. Außerdem müssen für Projekte auf Startnext normalerweise „Dankeschöns“ angeboten werden. Diese haben den Sinn, den Unterstützern eines Projektes für ihre Hilfe auch etwas zu bieten. Da das für ein Hilfsprojekt eher kontraproduktiv wäre, wird auf diese Anforderung für die Coronakrise verzichtet.

Eine weitere Änderung an ihrem Prinzip, die im Rahmen der Startnext Hilfsaktion für die Projekte der vorgenommen wurde, besteht darin das „Alles-oder-Nichts-Prinzip“ abzuschaffen. So ist es in regulären Projekten so, dass das Geld erst dann ausgezahlt wird, wenn die Finanzierung auch wirklich abgeschlossen ist. So soll sich die Hilfe für Kreative oder Unternehmen und GründerInnen aus der Kreativ- und Kulturbranche möglichst einfach gestalten. Indem Startnext zusätzlich die Transaktionsgebühren erlässt, die normalerweise anfallen, ergänzt die Plattform die finanzielle Unterstützung um 4% der Finanzierung. Die Hoffnung für die Zukunft besteht darin, den dafür vorgesehenen Fond zukünftig durch Partner zu ergänzen, die die Finanzierungen der Crowd aufstocken!

Ein tolles Corona Project

Wir finden die Hilfskation von Startnext sehr lobenswert. Sie ist außerdem ein schönes Beispiel dafür, wie wir alle mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln in der Coronakrise helfen können. Natürlich können Unternehmen, die derzeit finanziell nicht all zu stark von der Krise betroffen sind, auch einfach Geld an spenden. Die Startnext Hilfsaktion ist in unseren Augen aber etwas Besonderes. Startnext tut hier das, was die Plattform ohnehin kann: Eine Plattform für die erfolgreiche Finanzierung von Projekten bieten. Das hilft nicht nur einem Unternehmen, sondern vielen. Jeder kann ein Hilfsprojekt für seine Lieblingskneipe, die eigene Kunst oder das örtliche Theater anlegen. Diese Infrastruktur bietet Crowdfunding und verändert es so, dass es echte Hilfe leisten kann. Eine smarte Maßnahme, die Startnext dank Erlass der Transkationsgebühr zudem auch finanziell unterstützt.

CORONA PROJECTS ist eine Netzpiloten-Serie zu herausragenden Projekten, die uns derzeit positiv auffallen. Sie dokumentieren die Kreativität und Kraft der digtalen Macher. Schickt uns gerne Tipps, wenn ihr uns auf tolle Projekte aufmerksam machen wollt: ankunft@netzpiloten.de 


Image by Startnext

Moritz Stoll

kann ALLES... solange er googlen kann. Hat außerdem Medieninformatik studiert, ist als Redakteur fester Bestandteil der Netzpiloten-Redaktion, macht den Netzpiloten-Podcast Tech und Trara und arbeitet nebenbei als freiberuflicher Programmierer. Die Digitale Welt ist für ihn ein Ort voller Möglichkeiten und spannender Technologien, um damit Neues zu erschaffen, ganz viel auszuprobieren und sich in den vielen Ideen manchmal auch etwas zu verheddern.


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