Huawei Mate 20 lite: Mittelklasse-Smartphone mit KI-Kamera

Nachdem Huawei das Mate 20 lite auf seiner Website versehentlich schon kurz gezeigt hatte, können sich Besucher der IFA18 in Berlin am Stand des chinesischen Herstellers nun selbst von den Fähigkeiten des Smartphones überzeugen. Zu den Besonderheiten des Mate 20 lite gehören – wie Gerüchte bereits vermuten ließen – zwei hochauflösende Dual-Kameras, ein Kirin 710 Octa-Core-Prozessor und ein FullView-Display bei einem Gewicht von nur 172 Gramm.

Während Experten das Flaggschiff Mate 20 mit Kirin 980-Pozessor bereits als ernstzunehmende Konkurrenz für iPhoneX und Galaxy Note 9 handeln, zeigt sich das lite Modell mit einem Kirin 710 Octa-Core-Prozessor etwas bescheidener. Aber keineswegs leistungsschwach: Vier der acht Prozessor-Kerne sind mit 2,2 Gigahertz getaktet; die anderen vier mit 1,7 Gigahertz. Als Speicher stehen vier Gigabyte RAM und 64 Gigabyte Festspeicher zur Verfügung. Mit einer externen microSDTM-Karte lässt sich die Speicherkapazität des Mate 20 lite zudem auf bis zu 256 Gigabyte erweitern.



Während das Mate 10 lite noch mit Android 7 und EMUI 5.1 kam, ist das Mate 20 lite nun mit Android 8.1 und Huaweis aktueller Interfaceversion EMUI 8.2 ausgestattet. Die neue Software soll eine um bis zu 60 Prozent gesteigerte Grafikleistung gegenüber der Vorgängerversion bieten. Davon könnten sich Nutzer des Mate 20 lite direkt am Bildschirm im 19,5:9-FullView-Format überzeugen. Das 6,3 Zoll große LCD-Display bietet entsprechend des Formates eine Ratio von 2340 mal 1080 Pixeln mit einer Auflösung von 409 Pixel/Inch.

Mate 20 lite: Dual-Kameras mit künstlicher Intelligenz

Zu den Highlights des Mate 20 lite zählen außerdem die beiden hochauflösenden Dual-Kameras auf Vorder- und Rückseite. Die Hauptkamera auf der Rückseite verfügt über ein Modul mit 20 Megapixeln, die ein Modul mit zwei Megapixeln unterstützt. Die Blende reicht hier bis zu F1.8. Die Frontkamera bietet einen Sensor mit 24 Megapixeln, ebenfalls ein zusätzliches Modul mit zwei Megapixeln und eine Blende von F2.0. Mit künstlicher Intelligenz versucht Huawei außerdem auch im Mate 20 lite dem Nutzer beim Fotografieren behilflich zu sein.

Zur Hardware gehören neben den Dual-Kameras aber auch eine ganze Reihe weiterer Sensoren. Etwa ein Fingerabdruck-Sensor und ein Sensor, der das Umgebungslicht misst. Damit passt sich nicht nur die Bildschirmhelligkeit automatisch an, sondern auch der Kamerasensor. Ein Bluetooth-Sensor sowie Sensoren für Näherung und Beschleunigung, ein Gyroskop, ein Kompass, und ein Magnetfeld-Sensor sind ebenfalls vorhanden.

Die Sprechzeit für den eingebauten Akku mit 3750 Mil­li­am­pere/Stunde gibt Huawei mit 23 Stunden an. Im Standby soll der Lithium-Polymer-Akku fast drei Wochen halten. An schnelles Laden hat Huawei mit dem 9V2A Quick Charger aber auch gedacht. Das Huawei Mate 20 lite soll ab Herbst im Fachhandel in den Farben schwarz, blau und gold erhältlich sein.


Images by Huawei


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Lena Simonis

Lena Simonis

ist Fachjournalistin für Interactive Design, Technologie, eCommerce, digitale Wirtschaft und Bildung. Lebt seit 2003 in Hamburg und arbeitete dort unter anderem als Redakteurin für einen Kulturverein, verschiedene Fachverlage, Agenturen und Start-Ups.

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