Das renommierte amerikanische Pew Internet and American Life Project hat in einer neuen Studie untersucht, wie amerikanische Nutzer reagieren, wenn ihre geliebten Technikspielzeuge versagen. Neben einigen allgemeinen Statistiken, die Auskunft über die Quote von technischen Fehlern und beliebteste Reaktionen geben, wurden auch die Gefühle der Nutzer bei der Lösung des Problems untersucht. Das wenig überraschende Ergebnis: Mit zunehmendem Alter scheint die Erfolgsquote im Umgang mit technischen Problemen stark abzunehmen. So gaben in der Gruppe der 18- bis 29-jährigen nur 33% an, im Laufe des Prozesses der Problemlösung verwirrt gewesen zu sein, 84% zeigten sich jedoch zufrieden. In den älteren Gruppen nehmen die Zahlen für Verwirrung konstant zu und die Zahlen für Zufriedenheit rapide ab, bis sie in der Gruppe ab 65 Jahren fast ausgeglichen sind (59% und 61%). Da ausschließlich moderne Kommunikationstechnologien wie Internet und Handy untersucht wurden, lassen die Zahlen zwei Schlüsse zu: Zum ersten unterstreichen sie die digitale Spaltung der Bevölkerung in Digital Natives und Digital Immigrants, zum zweiten legen sie die Interpretation nahe, dass die Benutzeroberflächen noch immer nicht einfach genug gestaltet sind. Hersteller sollten verstärkt darüber nachdenken, wie sie gerade für ihre älteren Kunden die Bedienung ihrer Produkte im Fehlerfall intuitiver gestalten können. [via readwriteweb] [MEHR]
Bei Andy Dickinson habe ich ein interessantes Video gefunden, das die Geschichte erzählt, wie und warum Video, Videophones und einfach zu bedienende Technologien das Leben der jungen Menschen - man würde wohl Digital Natives sagen - verändern. [MEHR]
Am Rande es Social Learning Summit vergangene Woche hatte ich Gelegenheit mit Marc Prensky, dem "Erfinder" des Konzepts der Digital Natives zu sprechen. Er findet: "The classroom is dead!" und skizziert im Gespräch, wie er sich das Bildungssystem der Zukunft vorstellt:
SLS08-Videointerview: Marc Prensky "Der Game Designer" from Steffen Büffel on Vimeo. Disclaimer: Der Social Learning Summit wurde von scoyo veranstaltet. Die Videoreihe zum SLS08 und dem EduCamp2008 habe ich im Auftrag von scoyo erstellt. Netzpiloten, die Mutter der Blogpiloten, war ebenfalls Sponsor des EduCamps. Die redaktionelle Freiheit lag bei mir. [MEHR]
dna01.jpg [Quelle: tfrancis on Flickr] Eine junge Generation von Internetnutzern steht gerade im Zentrum der Aufmerksamkeit von Forschern, Telekommunikationsunternehmen und Internetdiensten: die Digital Natives. Eine Nutzergruppe, die nicht mehr zwischen Online- und Offline-Identität unterscheidet, die sich Nachrichten über Facebook und StudiVZ zusendet statt E-Mails und für die YouTube zum täglichen Leben gehört wie für Ältere die allabendliche Tagesschau. Die Digital Natives sind mit den digitalen Medien aufgewachsen, bewegen sich seit ihren Kindertagen im World Wide Web. Dadurch verändern sie Einstellungen von Identität und Privatheit, ihr Lernverhalten und nicht zuletzt die Arbeitswelt – so zumindest einige Thesen. [MEHR]
Wieder ein lesenswerter Beitrag bei Wortgefecht: der Blog setzt sich in einem aktuellen Beitrag mit der digitalen Spaltung zwischen verschiedenen Generationen auseinander. Die These, die auf verschiedenen Quellen beruht: die Nutzerkompetenz im Internet unterscheide sich so sehr zwischen den vor 1970 und den nach 1980 Geborenen, dass von einer digitalen Spaltung in "Digital Immigrants" und "Digital Natives" gesprochen werden könne. Die jüngere Generation sei dabei schon von Kindestagen an mit Computerspielen und dem Netz vertraut, was zu großer Akzeptanz und Risikobereitschaft in Bezug auf die neuen Medien führe. Im Gegensatz dazu tue sich die ältere Generation schwerer und verstehe oft gar nicht, was das Internet eigentlich bedeutet. Have You Seen CNN Lately? Neben der Altersbarriere seien jedoch auch regionale Unterschiede, gerade in Bezug auf die Verfügbarkeit von Breitbandanschlüssen in ländlichen Regionen sowie Zugangsbarrieren wie etwa unterschiedliche Behinderungen wichtig. Der lesenswerte und vorbildlich belegte Beitrag zeigt noch einmal, wie wünschenswert ein möglichst uneingeschränkter Zugang ins Netz wäre. Doch hier sind nicht nur die Telekommunikationsanbieter gefordert, sondern auch die Betreiber von Webseiten selbst: denn sie müssen auf eine möglichst große Zugänglichkeit achten, was sowohl technische Bedinungen, Benutzerführung als auch inhaltliche Voraussetzungen einschließt. [MEHR]