Wieso wir jetzt wieder gemeinsam Minecraft spielen sollten!

Der Spielemarkt boomt – kein Wunder, wo wir die letzten Monate doch alle angehalten sind, so viel wie möglich zu Hause zu bleiben. Nun ist vor wenigen Tagen mit Minecraft: Dungeons ein neues Spiel aus dem Minecraft-Universum erschienen, das nicht nur positive Meinungen hervorruft, aber im Allgemeinen überzeugen kann. Mich hat es vor allem dazu veranlasst, mir meine Kumpels zu schnappen und gemeinsam das Originale Minecraft zu spielen! Denn: auf der Suche nach guten Multiplayer-Spielen für die Zeit zu Hause musste ich feststellen: Minecraft ist einfach unschlagbar für frivole und vor allem sozial distanzierte Abende.

Was ist Minecraft?

Minecraft ist mittlerweile stolze elf Jahre alt und hat 2014 sogar den Besitzer gewechselt. Markus Persson, der zuletzt wegen sehr fragwürdiger Tweets bei vielen in Ungnade gefallen ist, verkaufte seine Firma Mojang und damit die Rechte an Minecraft nämlich vor sechs Jahren an Microsoft.

Aufgrund des Alters bin ich fast geneigt davon auszugehen, dass es keinen Menschen mehr auf diesem Planeten gibt, der Minecraft nicht kennt. Aber der Vollständigkeit halber: Minecraft ist ein Spiel, in dem wir in einer völlig offenen Welt Rohstoffe sammeln, Werkzeuge herstellen, noch mehr Rohstoffe sammeln und so ziemlich alles bauen können, das unsere Kreativität zustande bringt. Dabei versuchen wir zu überleben und uns nicht von Zombies, Spinnen, Skeletten, explodierenden Creepern oder gruseligen Endermännern umnieten zu lassen. Erwähnenswert: Die komplette und schier endlose Welt besteht aus Klötzen und simplen Texturen. Wer jetzt denkt „Hä?“, der sollte sich dieses Video einmal anschauen, das vielleicht einen umfassenderen Eindruck vermittelt.

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Oder ihr spielt einfach direkt gemeinsam Minecraft. Hier bekommt ihr die Windows 10-Version auf MMOGA!

Was kann Minecraft, was andere Survival-Spiele nicht können?

Minecraft feierte seit seiner Veröffentlichung großartige Erfolge. YouTuber wie Gronkh bauten sogar ihre Karriere als Let’s Player auf dem Spiel auf. Mit der Übernahme durch Microsoft hat man dem Spiel sogar eine zweite Version verpasst, anders als die ursprüngliche Java-Version auf PC, Konsolen und Mobilgeräten läuft und sogar Crossplay ermöglicht. Auch nach 11 Jahren ist das Spiel einfach nicht tot zu kriegen.

Natürlich haben immer wieder Entwickler versucht auf den Zug von Survival und Crafting (Dem Herstellen von Werkzeugen als Spielmechanik) aufzuspringen. Dabei sind tolle Spiele entstanden, keine Frage. Aber der Hype von Minecraft bleibt einfach ungebrochen. Einzig Hytale scheint ein würdiger Nachfolger von Minecraft zu werden. Egal ob Rust, The Forest oder Ark – Keines dieser Spiele schafft das, was Minecraft schafft. Aber was genau schafft Minecraft, was diese Spiele nicht schaffen und was es zu dem perfekten Spiel für gemeinsame Zocker-Abende während Corona macht?

Minecraft ist simpel!

Zuerst einmal ist Minecraft super simpel. Das Survival-Spiel ist alleine in Sachen Ästhetik mit seiner Voxel-Grafik super simpel gehalten. Spiele wie Ark oder The Forest allerdings setzen auf realistischere Modelle und Texturen. Der simple Look von Minecraft ermöglicht, zumindest für mich, etwas, dass diese Spiele nicht können. Er regt meine Kreativität an. Und damit meine ich gar nicht Kreativität beim Bauen. In Minecraft kann ich alles, was ich möchte auf die Welt projizieren. Zudem wird hier auch keine Geschichte vorgegeben. Wir als Spieler und das was wir denken machen die Geschichte des Spiels aus. Selbst auf grafischer Ebene gibt uns Minecraft nichts vor, sodass wir als Spieler unsere eigene Geschichte erschaffen können. Das beste Beispiel: Aus einer Mod ist mittlerweile eine Art Harry Potter-Rollenspiel entstanden, das sich großer Beliebtheit erfreut! Auch die Spielmechaniken ermöglichen einen einfachen Einstieg, was das gemeinsame Minecraft Spielen sehr zugänglich macht. Eigentlich versteht hier jeder schnell, was zu tun ist. Das ist super, um mit vielen Freunden gemeinsam Minecraft zu spielen, auch wenn die nicht immer die erfahrensten Gamer sind.

Eine Burg im Spiel Minecraft
Minecraft war damals auch ohne Crowdfunding Plattformen ein richtiger Crowdfunding Hit. Image by Mojang / Microsoft via igdb.

Gemeinsam Minecraft spielen ist einfach!

Spätestens mit der durch Microsoft entwickelten Bedrock-Version ist das gemeinsame Minecraft spielen kinderleicht geworden. Dabei wird zudem Crossplay unterstützt. Soll heißen: Ich kann mit meiner Nintendo Switch spielen, während meine Freunde auf Playstation, Xbox (Provisionslink) und PC spielen. Zudem bietet Minecraft mittlerweile sogenannte Realms an. Das sind Server auf denen ihr mit euren Freunden spielen könnt, die ihr komplett fertig eingerichtet bekommt. Zwar zahlt man hierfür 7,99 Euro im Monat, aber zu viert oder fünft ist das ein sehr geringer Betrag.

Einen Server zum gemeinsamen Minecraft spielen zu benutzen, macht auch wirklich Sinn. Tretet ihr einfach dem Spiel eines Freundes oder einer Freundin bei, könnt ihr in der Welt nur spielen, wenn die Person ebenfalls spielt. Das mag bei zwei Personen kein Problem sein. Mit fünf oder sechs Personen immer einen Termin zu finden, an dem alle Zeit haben, ist aber schon schwieriger.

Für Nerds empfehle ich übrigens auf die Java-Version zu setzen. Hier könnt ihr bei externen Hostern eigene Server mieten und die dann modden und allerlei Zeug anzustellen. Hier könnt ihr die Java-Version von Minecraft auf MMOGA günstiger bekommen (Provisionslink)! Wer einfach gemeinsam Minecraft spielen möchte, profitiert mit der Bedrock-Version allerdings von den vielen Komfort-Features. Außerdem ist diese etwas ruckelfreier und schneller.

In Minecraft könnt ihr alles machen!

Wie schon gesagt: Minecrafts Einfachheit macht das Survival-Sandbox-Game so wahnsinnig offen. Ihr könnt gemeinsam in einer Welt alles machen. Ich kenne Leute, die eine Art RPG auf einem Server gespielt haben. Die haben sich Grundstücke abgesteckt, jede Woche einen neuen Bestimmer gewählt, sich irgendwann über Dinge gestritten und dann in Minecraft Kriege geführt. Ihr könnt aber auch einfach friedlich gemeinsam spielen oder riesige Burgen bauen.

Wieder andere versuchen in Minecraft alles Mögliche zu automatisieren. Mithilfe von der Ressource Redstone könnt ihr Schaltungen bauen. Ein automatisch sortiertes Lager, komplexe Transportsysteme und vieles mehr sind möglich. Gerade mit Freunden macht das gemeinsame Minecraft Spielen einfach Spaß und ihr könnt euch ganz tolle Projekte vornehmen.

Wieso sollten wir denn nun wieder gemeinsam Minecraft spielen?

Richtig! Zu Beginn dieses Artikels haben wir ja eine Frage aufgemacht, die ich nun beantworten möchte. Minecraft ist ein Spiel, das für mich in dieser Zeit nahezu perfekt kommt. Ohne Druck oder Stress können wir hier gemeinsam spielen. Mit unseren Freunden erleben wir Dinge in Minecraft, können an Projekten arbeiten und einfach Spaß haben. Anders als diverse Battle Royale Shooter ist hier immer Zeit zu quatschen und über Gott und die Welt zu reden.

Außerdem seid ihr hier nicht an Geräte gebunden. Jeder kann mitspielen, egal auf welcher Plattform. Auch ältere PCs oder Notebook können Minecarft super händeln. Also: Jeder kann mitmachen, Zeit mit Freunden und Familie verbringen und hat die Möglichkeit so ziemlich alles zu tun, was er möchte. Die Frage ist wohl eher: Wieso sollten wir NICHT gemeinsam Minecraft spielen?

Falls euch Minecraft selbst nicht überzeugen konnte, ist Minecraft: Dungeons vielleicht einen Blick Wert. Das Spiel könnte man als eine Art Einsteiger-Diablo im Minecraft-Universum bezeichnen. Hier kämpft ihr euch aus einer Vogelperspektive in verschiedenen Dungeons durch Monster-Horden und verbessert euren Charakter. Das Ganze natürlich auch im Multiplayer! Hier findet ihr einen Key für Windows 10 (Provisionslink) oder für die Xbox One (Provisionslink) auf MMOGA.

 

Moritz Stoll

kann ALLES, aber nichts so richtig. Hat außerdem Medieninformatik studiert, ist als Redakteur fester Bestandteil der Netzpiloten-Redaktion, macht den Netzpiloten-Podcast Tech und Trara und arbeitet nebenbei als freiberuflicher Programmierer. Die Digitale Welt ist für ihn ein Ort voller Möglichkeiten und spannender Technologien, um damit Neues zu erschaffen, ganz viel auszuprobieren und sich in den vielen Ideen manchmal auch etwas zu verheddern.


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