Welches Tablet anschaffen? – Eine kleine Kaufberatung

Inzwischen sind Tablets richtige Allrounder. Egal ob zum Surfen, Serien schauen oder zum Lesen: Tablets können so einiges. So manches Tablet wird in puncto Ausstattung sogar zum Laptop-Ersatz. Im Vergleich kann das ganz schön teuer werden. Dabei gibt es für jedes Budget das passende Tablet. Wir haben uns fünf Tablets angeschaut und stellen sie euch vor. 

Die genannten Preise sind dabei lediglich die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) des Herstellers. Die tatsächlichen Angebote variieren, sind meist aber einiges unter dem UVP-Preis.

Lenovo Tab P11

Mit dem Tab P11 hat Lenovo ein preiswertes Tablet mit solider Ausstattung veröffentlicht. Es kommt mit einem Qualcomm Snapdragon 662 Prozessor daher, der mit 2.0 Ghz getaktet ist. Auf dem Tablet läuft Android 10. Im Tablet ist ein Akku mit 7500 mAh verbaut, der eine Laufzeit von etwa neun Stunden schafft – das ist ordentlich! Ist der Akku dann mal leer, lässt er sich via USB-C-Kabel schnell aufladen. Nach einer Stunde ist dieser dann zur Hälfte geladen. Der Arbeitsspeicher liegt bei 4 GB. Kameras hat das Tablet auch: zwar ist die Frontkamera mit 8 Megapixeln und die Rückkamera 13 MP ausgestattet, überzeugen können sie aber eher nicht. Dafür ist das Tablet in Sachen Entertainment stark. Musik und ähnliche Inhalte lassen sich durch die vier Lautsprecher gut abspielen. Darüber hinaus ist das Lenovo Tab P11 mit Bluetooth 5.1 versehen. Einen 3,5 Millimeter-Klinkenanschluss hat das Tablet dafür nicht. Der Hersteller stattet das Tablet mit wahlweise 64 oder 128 GB Festplatte aus. Der Speicher lässt sich bei Bedarf problemlos per micro-SD erweitern. Wer also ein Tablet zum Surfen sucht oder damit arbeiten möchte, gerne Musik hört und Serien oder ähnliches schaut, kommt hier voll auf seine Kosten.

Preis: ab 249,- Euro (UVP).

Das Lenovo Tab P11 auf einen Blick:

  • lange Akkulaufzeit
  • gutes Preis-Leistungsverhältnis 
  • gute Nutzungsdauer 

 

  • 11-Zoll Display, allerdings unscharf 
  • mäßige Kamera

Das Lenovo Tab P11 erhaltet ihr unter anderem auf Amazon (Provisionslink)

Wer sich preislich günstiger umschauen möchte, der findet im Lenovo Tab M10 (Provisionslink) eine mögliche Alternative. 

Huawei MatePad Pro  

Das Huawei MatePad Pro ist mit einem 10.8 Zoll LCD-Display ausgestattet, das dank schmaler Ränder, satten Farben und einer hohen Auflösung überzeugt. Ausgestattet ist das Tablet mit einem Eight-Core Kirin 990-Prozessor, der eine starke Performance garantiert. Das MatePad Pro bietet im Vergleich eine rundum ordentliche Ausstattung. Der 256 GB Speicher lässt sich dank Speicherkarten-Slot um bis zu weitere 256 GB erweitern. Die Kamera mit 13 Megapixeln sorgt für detailreiche Bilder und Videos, die in 4K aufgenommen werden können. Ähnlich wie beim Galaxy Tab S7 von Samsung ist beim MatePad Pro eine Synchronisierungsfunktion sowie eine Anruf- und Nachrichtenverwaltung des Smartphones mit an Bord. Ein großes Manko sind die fehlenden Google-Dienste auf dem Huawei MatePad Pro. Diese können allenfalls über den Browser angesteuert werden. Im Prinzip bietet das Huawei MatePad Pro fast alles, was ein Tablet braucht. Zubehör und solide Ausstattung in Sachen Hardware überzeugen. Aber nur fast: Die fehlenden Google-Apps schränken das Gerät leider ein. 

Preis: ab 549,- Euro (UVP).

Das Huawei MatePad Pro auf einen Blick: 

  • M-Pencil und Tastatur enthalten 
  • starke Laufzeit, gute Performance

 

  • kein Google an Bord, Huawei App Store spärlich 
  • kein OLED Display 

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Samsung Galaxy Tab S7

Das Samsung Galaxy Tab S7 misst 11  Zoll. Im Sperrbutton des Galaxy Tab S7 ist ein Fingerabdrucksensor integriert. Der interne Speicher liegt hier bei 128 GB, wobei das Betriebssystem sowie vorinstallierte Anwendungen etwa 25 GB belegen. Samsung bietet aber dank SD-Karten-Slot die Möglichkeit, den Speicher um bis zu 1 TB zu erweitern. Außerdem ist das Tablet mit einem USB-C 3.2 Gen 1 Anschluss ausgestattet, worüber sich diverses Zubehör wie externe Monitore anschließen lassen. Mit einem Arbeitsspeicher von 6GB wird das Tablet multitaskingfähig und leistet starke Performance. Vergleichen lässt sich diese sogar mit Apples iPads. Ein Highlight ist der S Pen, ein aktiver Stift, mit dem man handschriftlich Schreiben oder Zeichnen kann. Dafür muss der Stift nicht einmal aufgeladen sein. Einzig für die Gesten wird der interne Akku des S Pens benötigt, der kabellos über die Rückseite des Tablets aufgeladen wird. Eine starke Leistung und die solide Ausstattung machen das Samsung Galaxy Tab S7 mehr als konkurrenzfähig. Wer Android Fan ist, aber an Leistung gegenüber einem iPad nicht zurückstecken möchte, ist hier gut bedient.

Preis: ab 649,- Euro (UVP). 

Das Samsung Galaxy Tab S7 auf einen Blick: 

  • gute Kameras, ordentliche Akkulaufzeit 
  • sattes Display
  • hohes Arbeitstempo, mit iPads vergleichbar 

 

  • im Vergleich zu Apples iPadOS weniger an Tablet angepasste Apps 
  • AMOLED und 5G nur bei Plus Variante 

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Surface 7 Pro

Das Surface Pro 7 kommt mit einem 12,3 Zoll Display daher, das Inhalte hell und solide darstellt. Die schnelle Perfomance verdankt das Tablet seinem Intel Core i7-Prozessor der 10. Generation. Insbesondere Office- und Multimedia-Anwendungen lassen sich hiermit gut ausführen. Wahlweise ist das Tablet auch mit einem i3- und i7-Prozessor verfügbar. Auf dem Gerät selbst läuft Windows 10 Home. Den Arbeitsspeicher gibt es entweder mit 4, 8 oder 16 GB. Die günstigste Variante des Surface 7 Pro ist mit 128 GB ausgestattet. Auch das Surface Pro 7 ist mit einer USB-C-Schnittstelle versehen. Über den Surface-Connect-Anschluss wird das Tablet geladen und externe Geräte können angeschlossen werden. Fotos lassen sich dank 8 Megapixel Haupt- und 5 MP Innenkamera – sogar mit Irisscanner – knipsen. Manko: eine Mobilfunk Variante wird nicht angeboten und eine Tastatur-Einheit wird nicht mitgeliefert, das macht das Hybrid-Gerät vorerst nur zu einem Tablet. Dennoch hat das Surface 7 Pro mit entsprechendem Zubehör das Zeug, Laptops zu ersetzen. 

Preis: ab 899,- Euro (UVP).

Das Microsoft Surface 7 Pro auf einen Blick: 

  • gute Akkulaufzeit und schnelle Performance 
  • mit USB-C Anschluss durch Zubehör erweiterbar 

 

  • Type Cover nicht im Lieferumfang 
  • hoher Preis 

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iPad Air (2020)

Mit dem iPad Air 4 ist der Abstand zu den Pro-Modellen zwar noch spürbar aber deutlich kleiner geworden.

Erhältlich ist das iPad mit einem internen Speicher von entweder 64 oder 256 GB. Großes Manko im Vergleich zu Tablets anderer Hersteller: erweitern lässt sich der Speicher nicht. Das 10,9 Zoll Retina Display hat eine hohe Auflösung und besonders starke Farben. Durch den A14-Chip und iOS 14 ist das Apple-Tablet sehr leistungsstark. 3D-Gaming sowie umfangreiche Bild- und Videobearbeitungsprogramme laufen flüssig und funktionieren sehr gut. Aufgrund der hohen Systemleistung und der Unterstützung für Zubehör, hat das iPad Air das Zeug zum Laptop-Ersatz. Alles in allem, ist das iPad Air (2020) schon fast ein Pro und perfekt für alle geeignet, die viel aus ihrem Tablet herausholen wollen. 

Preis: ab 649,- Euro (UVP).

Das iPad Air (2020) auf einen Blick: 

  • gute Akkulaufzeiten und hohe Systemleistung 
  • sehr gute Verarbeitung, tolles Display 
  • durch USB-C Anschluss vielseitig einsetzbar 

 

  • keine 5G Option 
  • wenig Auswahl im internen Massenspeicher

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Apples iPad Markt gibt so einiges her. Wer nach einem iPad sucht, das perfekt passt, sollte auch in unsere iPad-Kaufberatung reinschauen. Hier haben wir iPad-Modelle verglichen und vorgestellt. 

Amazon Fire HD 10-Tablet

Amazons Fire-Tablets haben allesamt ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Für wenig Geld erhält man viel Technik. Das Tablet gibt es schon für rund 150 Euro. Ansehen kann man diesen Preis dem Fire HD bereits: das Gehäuse besteht aus Kunststoff. Im Falle des Fire HD 10 hat man die Wahl zwischen der günstigeren Version mit eingeblendeter Werbung und dem werbefreien Modell. Letzteres kostet einen Aufpreis von 15 Euro.

Das Display misst 10 Zoll und stellt Inhalte dank erweiterter Full-HD Auflösung ausreichend scharf dar. Die Kameras auf der Vorder- und Rückseite haben jeweils 2 Megapixel. Mit ihnen lassen sich streng genommen Bilder machen und Videos aufnehmen, glücklich wird man mit ihnen allerdings nicht. Für Videochats sind beide Kameras aber ausreichend. Dafür hat das Tablet erstmals eine USB-C Schnittstelle an Bord, wodurch es vielseitig einsetzbar wird. Großes Manko im Falle des Amazon Tablets: das Betriebssystem lässt nur wenige Freiheiten zu. Vorinstallierte Apps wird man kaum los und ein Google Play Store fehlt, der Fokus liegt zu stark auf Amazon Anwendungen. Wer allerdings Kindle-Fan ist, Alexa gerne nutzt und lediglich Surfen möchte, der kommt hiermit voll auf seine Kosten. 

Preis: ab 149,99 Euro (UVP). 

Das Amazon Fire HD-10 auf einen Blick

  • sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis 
  • gute Einbindung von Amazon Anwendungen wie Alexa, Prime Video und Kindle 

 

  • mäßige Performance
  • eingeschränkte Nutzung durch Amazon-OS

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image by @NDABCREATIVITY via adobe stock.

Aycan Kilic

ist digitale Visionärin und auch analog unterwegs. Sie mag so ziemlich alles, was mit Politik, Büchern und Kontroversem zu tun hat. Fotografiert alles, was ihr vor die Linse kommt. Entwickelt in Dunkelkammern dieser Welt selbst und ist 1a Profilbildzulieferin ihrer Freunde.


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