All posts under smarter Lautsprecher

Archos Mate ab Oktober verfügbar: intelligente Sprachassistenten in zwei Größen

Archos Mates

Archos bringt ab Oktober zwei neue KI-fähige Sprachassistenten auf den Markt. Die Archos Mates kombinieren dabei Sprachassistent und Bild und sollen außerdem in zwei unterschiedlichen Zollgrößen verfügbar sein. Beide Modelle lassen sich dann vom Nutzer über Amazons Sprachdienst Alexa per Frage aktivieren und bieten dann Unterstützung bei täglichen Aufgaben. Ob Terminkalender, Wetterprognosen oder Kochrezepte – beiden Geräte vom Typ Archos Mate liefern beispielsweise auf Nachfrage alle erdenklichen Nachrichten und Informationen.

Archos Mate: HD-Displays und Hi-Fi Klang

Die neuen Archos Mates managen ebenfalls Video-Anrufe oder das smarte Zuhause, denn sie lassen sich einfach nutzen, um 
Beleuchtung und Überwachungskameras zu steuern oder Heizung und Klimaanlage zu regeln. Außerdem kann der smarte Assistent Musik Fotos oder Videos verwalten und abspielen, denn beide Geräte sind entsprechend mit HD-Displays und einem omnidirektionalen Sound-System für präzise Hi-Fi-Klangqualität ausgestattet. Das Pariser Design-Team von Archos hat die Archos Mates in einer ovalen und einer viereckigen Form konzipiert.

Im Inneren arbeitet bei beiden Mates ein Quad-Core Prozessor. Ferner verfügen die Archos-Assistenten über Bluetooth und Wifi-Konnektivität sowie ein fünf Megapixel auflösende Kamera. Zwei Mikrofonen für die Kommunikation mit Alexa sind ebenso obligatorisch. Die 5-Zoll-Version bietet einen 1.500 mAh großen Akku, während die 7-Zoll-Variante über 3.000 mAh Akkuleistung verfügt. Archos bringt seine neuen Mates im Oktober 2018 ab 129 Euro in den Handel. Sie liegen damit unterhalb der Preise für den Amazon Echo und den Google Home, sind aber teurer als Echo Dot und Google Home Mini. Tatsächlich konkurrieren die beiden Archos-Geräte auch eher mit Amazon Echo Show und Amazon Echo Spot.

Amazon-Echo-Lautsprecher bei Amazon (Provisions-Link)


Images by Archos

Weiterlesen »

Sonos Beam: Soundbar schaltet mit Alexa den Fernseher an

Sonos Beam schwarz

Geht es nach Sonos, hat ein Fernbedienungschaos auf dem Wohnzimmertisch nichts mehr zu suchen. Nicht einmal eine Universalfernbedienung sollen TV-Zuschauer mehr brauchen. Denn der Lautsprecherhersteller hat einen neuen Soundbar angekündigt, der den Sprachdienst Amazon Alexa unterstützt. Statt einen Fernbedienungsbarren in die Hand zu nehmen, können Nutzer ihre Heimkinolandschaft also mit dem Zuruf „Alexa, schalte den Fernseher ein“ aktivieren. Neben dem 450 Euro teuren Soundbar kündigte Sonos zudem Software-Updates an, die ausgewählte erhältliche Lautsprecher um AirPlay 2 und Sprachbefehle von Apples Dienst Siri ergänzen. Ebenso wie Sonos Beam werden die neuen Funktionen Mitte Juli ausgeliefert.

Sonos Beam versteht Alexa-Befehle

Sonos ist nicht der erste, aber der populärste Hersteller eines Klangriegels, der sich mit Alexa steuern lässt. Der neue Soundbar namens Sonos Beam kommt wie andere Sonos-Lautsprecher ohne Fernbedienung aus und wird rein per App oder eben jetzt auch per Sprachbefehl gesteuert. Damit Alexa den TV ansteuern kann, muss er CEC-Funktionen unterstützen. Eine weitere Voraussetzung ist, dass ein HDMI-ARC-Slot am TV frei ist und der Sonos-Klangriegel damit verbunden wird. Dass Sonos HDMI verbaut, ist ein Novum, aber unumgänglich für diese Funktion. Mit einem optischen Kabel lässt sie sich nicht realisieren.

HDMI-ARC und CEC sind bei Flachbildfernsehern seit Jahren gängig, sodass es keine Kompatibilitätsprobleme geben sollte. Wie einfach oder komplex die Sprachbedienung jedoch ausfällt, wenn weitere Zuspieler, wie etwa ein Receiver für IPTV oder eine Spielekonsole eingebunden sind, muss die Praxis zeigen. Wer Sonos Beam weiterhin per Fernbedienung steuern will, kann das dennoch tun. Steuerfunktionen auf eine Universalfernbedienung, wie zum Beispiel von Logitech, zu legen, ist kein Problem.

Sonos Beam weiß Alexa Fernseher
Keine Fernbedienung nötig: Per Sprachbefehl mit Amazons Alexa schalten Nutzer den Fernseher und den Klangriegel Sonos Beam gleichzeitig an. Image by Sonos

Neben der Gerätesteuerung können Nutzer von Sonos Beam den Sprachdienst Alexa natürlich auch in anderen Fragen konsultieren. Wenn es nur um den Wissensschatz von Alexa an sich geht, können Nutzer alternativ jedoch auch einfach zum kleineren Lautsprecher Sonos One greifen.

Ausbaufähig zum Surround-System

Abgesehen von den smarten Funktionen soll Sonos Beam auch über einen hochwertigen Klang verfügen. Für ein besseres Hörverstehen von Dialogen hellt das Lautsprechersystem die Stimmen auf. Für eine ansprechende musikalische Klangwiedergabe sind diverse Woofer und Hochtöner verbaut. Wegen der gleichzeitig kompakten Bauweise wird Sonos Beam aber nicht so laut und breit aufspielen können wie das Sounddeck Playbase und der andere Soundbar im Sortiment, der Playbar. Im Vergleich dazu hat Sonos Beam eine geringere Anzahl an einzelnen Lautsprechern und soll für maximal mittelgroße Räume geeignet sein. Allerdings ist der neue Klangriegel auch 300 Euro günstiger als die beiden anderen TV-Systeme von Sonos.

Weil Sonos Beam aber, wie alle anderen Speaker des Herstellers, Teil eines Systems ist, können Nutzer den Klangriegel mit zwei Sonos One zu einem Surround-System erweitern und auf diese Weise für eine breitere Klangbühne sorgen. Ein separater Subwoofer lässt sich ebenfalls kabellos verbinden.

AirPlay 2 und Siri erleichtern Bedienung von Sonos One, Play 5 und Playbase

Neben neuer Hardware hat Sonos auch Software-Updates angekündigt, die Sonos-Nutzern mehr Steuermöglichkeiten eröffnen. Mit AirPlay 2 müssen Nutzer von Sonos-Lautsprechern nicht mehr frickelige Bastellösungen oder Adapter nutzen. Selbst der Umweg über die Sonos-App ist nicht mehr nötig. Wie bei einem Bluetooth-Lautsprecher können Nutzer in die Apple-Music-App auf dem iPhone oder iPad gehen und einfach einen kompatiblen Sonos-Lautsprecher aktivieren. Wie andere Sonos-Speaker auch, unterstützt Sonos Beam aber nicht nur Apple Music, sondern insgesamt rund 80 Musikdienste. AirPlay 2 wird auf Sonos Beam, Sonos One, der zweiten Generation von Sonos Play 5 und der Playbase laufen. Künftige Produkte werden AirPlay 2 ebenfalls unterstützen.

Darüber hinaus kann Sonos noch mehr Gebrauch von Siri machen. So können Nutzer während des Betriebs per Siri-Befehl einen Lautsprecher zu den bereits spielenden Lautsprechern hinzufügen. Dieses Feature soll im Juli per Update verfügbar sein.

Sonos AirPlay 2 iPhone Apple Music
Wenn im Juli ein Update mit AirPlay 2 erscheint, können Nutzer Apple Music direkt über einen Sonos-Lautsprecher abspielen, ohne zuvor in die Sonos-App gehen zu müssen. Image by Sonos

Weiter warten auf Google Assistant

Was digitale Assistenten angeht, zeigt sich Sonos außerordentlich sprachbegabt. Neben Alexa will der Anbieter auch Google Assistant integrieren. Eine entsprechende Ankündigung gab es bereits vor einem Dreiviertel Jahr, die den Start auf Anfang 2018 datierte. Bei der Vorstellung von Sonos Beam und den Software-Updates gab sich Sonos diesbezüglich allerdings einsilbig und sprach lediglich weiterhin von einer baldigen Verfügbarkeit.

Der neue Sonos-Klangriegel bei Amazon (Provisions-Link)


Images by Sonos

Weiterlesen »

FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

Follow me
  • ANDROID t3n: Android P: Erste Developer-Preview ist da – mit „Notch“-Unterstützung und mehr: Noch dieses Jahr wird Google die nächste große Android-Version veröffentlichen. Nun wurde die Developer-Preview “Android P”, wie für den März üblich, veröffentlicht. Zu den größten Änderungen der Vorabversion, die in der Vorschau zu erkennen sind, gehören die Umgestaltung der Statusleiste zur Unterstützung der Notch, sowie eine erneute Überarbeitung des Benachrichtigungsbereiches. Außerdem gehören eine bessere Innenraum-Navigation und neue Kamera-Features zu den Neuerungen bei Android P. Mit der Vollversion wird allerdings vermutlich nicht vor August zu rechnen sein. Stattdessen kündigte Google noch fünf weitere Developer-Previews an.

  • AMAZON netzwelt: Amazons Alexa lacht euch aus: So klingt das unheimliche Gelächter: Alexa hat scheinbar einiges zu lachen – ihre Nutzer eher weniger. Seit ein paar Tagen fängt der smarte Lautsprecher nämlich an unheimlich zu lachen. Es erinnert eher an einen Horrorfilm, als an eine fröhliche Lache. Wie aus dem Nichts antwortet Alexa mit ihrem Gelächter, auch wenn sie gar nicht direkt angesprochen wurde. Während so manche Nutzer darüber ebenfalls lachen, gibt es andere, die das wiederum gar nicht so witzig finden. So wie es aussieht, weiß Amazon über den gruseligen Aussetzer Bescheid und arbeitet gerade an der Fehlerbehebung. Woher der Fehler rührt, weiß man bisher allerdings noch nicht.

  • NINTENDO gamestar: Konsolenmarkt – Nintendo wird 2018 Microsoft schlagen, sagen Analysten: Der japanische IT-Konzern Nintendo wird seinen Erfolgskurs laut Experten auch in den nächsten Jahren fortführen. Vermutlich wird dabei sogar Microsoft im Konsolenwettkampf überholt werden. Zahlen von IHS belegen dabei, dass Nintendo einen Wachstum von acht auf circa elf Millarden US-Dollar bezüglich getätigter Ausgaben für ihre Produkte erreichen wird, wobei Microsoft von zehn auf neun Milliarden zu sinken droht. Grund dafür ist nicht zuletzt die bereits 17 Millionen Mal verkaufte Nintendo Switch als Flaggschiff. Deutlich an der Spitze thront allerdings weiterhin Sony mit seiner Playstation 4. Dennoch stehen den Japanern nach dem Flop mit der Wii U wohl wieder erfolgreiche Zeiten bevor.

  • WHATSAPP Chip: WhatsApp erweitert die Löschfunktion: Eine Neuerung wird viele Nutzer freuen: Seit September können WhatsApp-Nutzer sich nun schon über die Löschfunktion im Chat freuen. Hierbei können Nachrichten gelöscht werden, die fälschlicherweise verschickt wurden. Der Sender hat dafür neun Minuten Zeit. Andere wiederum bekommen dann zu sehen, dass eine Nachricht des Senders entfernt wurde. Mit der Neuerung können Nachrichten nun innerhalb von 68 Minuten gelöscht werden – auch wenn die Nachricht schon gelesen wurde. Damit in Zukunft nicht nur die Nutzer der Beta-Version diese Funktion nutzen können, soll es vielleicht sogar schon im Mai mit dem neuen Update möglich sein.

  • DAIMLER gruenderszene: Daimler testet Kryptowährung für ökologisches Fahren: Nach BMW und Volkswagen zieht nun wohl auch Daimler in Sachen Kryptowährung für umweltbewusstes Fahren nach. Bereits auf der MWC Barcelona im Februar stellte Daimler die neuen Mobicoins vor, welche der Fahrer unter den 500 Testern mit den meisten gegen Großevents wie das MercedesCup-Finale eintauschen kann. Die Blockchain-Technologie, großes Thema in der Autoindustrie, speichert dabei Daten wie Beschleunigung, Bremsen und Geschwindigkeit. Zwar sind Blockchain und Kyptowährung noch Zukunftsmusik, aber man darf gespannt sein, wann und wie effektiv die Technologie die Automobilindustrie erobern wird.

Weiterlesen »

Google Home im Test: Intelligente Interaktion auf Zuruf

googlehome

Wohl keine andere technologische Entwicklung polarisiert derzeit so stark wie die smarten digitalen Assistenten. Sie wissen dank Suchmaschinen- und Kalenderanbindung über alles und jeden Bescheid. Sie spielen die Lieblingsmusik und können das smarte Zuhause steuern. Sprachassistenten leben nicht nur in eurem Smartphone, sondern auch immer öfter in intelligenten Lautsprechern. Mit Google Home – zum Hands-On – hat einer der größten Akteure im Tech-Markt vor knapp drei Monaten sein erstes Produkt auf dem deutschen Markt eingeführt. Seitdem nutze ich das System in den eigenen vier Wänden intensiv und möchte euch über meine Erfahrungen berichten.

Schnelle Einrichtung per Smartphone

Die Einrichtung des schicken Zylinders geschieht nach dem Plug-and-Play-Prinzip. Das heißt, ihr könnt das Gadget einfach mit einer in der Nähe befindlichen Steckdose verbinden. Danach ladet ihr die „Google Home“-App herunter und nehmt den Lautsprecher darüber in Betrieb. Wichtig ist hierbei, dass ausreichend WLAN-Signal vorhanden ist. Innerhalb von wenigen Minuten ist das Gerät online und einsatzbereit. Es folgt das Kennenlernen der Stimme durch mehrmaliges Einsprechen des „Ok Google“-Befehls. Dann ist der smarte Assistent auch schon betriebsbereit.

Durch das Sprechen der Keywords „Ok Google“ oder „Hey Google“ aktiviert sich das Gadget und wartet auf weiterführende Eingaben – oder besser: Einsprachen. Eine nützliche Phrase zum Start in den Tag ist etwa die Frage „Was steht heute an?“. Dann gibt Google Home das aktuelle Wetter, die Wettervorhersage, Termine im Google Kalender, Informationen zur Verkehrslage und Nachrichten in einem Stück aus. Das funktioniert zuverlässig und semantisch in einem sehr guten Deutsch.

Zwischen Produktivität und Unterhaltung

Generell lässt sich mit dem Google Assistent der Alltag spürbar erleichtern. Fragen wie „Benötige ich heute einen Regenschirm?“ oder „Wie weit ist es bis Ort X?“ und Ansagen wie „Setze Mehl auf die Einkaufsliste!“ oder „Timer auf fünf Minuten“ finden schnell einen festen Platz in meinem heimischen Tagesablauf. Selbst in großen Räumen hört das sensible Mikrofon die Sprachbefehle recht zuverlässig. Menschen mit starkem regionalem Akzent dürften anfangs allerdings so ihre Probleme haben.

Google Home Test
Die drei verbauten Lautsprecher bieten eine überraschend gute Klangqualität. Image by Jonas Haller

Auch als Lautsprecher-Ersatz leistet Google Home einen guten Job. Dank TuneIn-Integration startet etwa bei „Spiele MDR Sputnik“ das zugehörige Radio-Programm als Internet-Stream. Wer Google Play Music, Spotify oder Deezer nutzt, kann sich direkt Interpreten, Alben oder Playlists auf Zuruf abspielen lassen. Das funktionierte im Fall von Spotify allerdings nicht immer fehlerfrei: Interpreten und Alben werden falsch verstanden oder nicht gefunden. Einfacher ist es da, direkt per Smartphone oder Tablet die Tracks über die Connect-Funktion abzuspielen.

Natürlich kann man sich auch von Google Home unterhalten lassen. So erzählt der Assistent auf Zuruf einen Witz oder einen interessanten Fakt. Selbst Empfehlungen für Filme gibt der smarte Zylinder. Dafür greift Google auf eine große Datenbank im Hintergrund zu. Auf Fragen wie „Was denke ich gerade?“ oder „Liebst du mich?“ weiß Google Home kreativ und clever zu antworten. Entscheidungsfaule Gemüter können dem Assistenten per Münzwurf die Wahl überlassen. Freestyle-Rapper freuen sich auf eine kleine aber feine Beatbox-Funktion.

Volles Potential erst mit Smart-Home-Peripherie

Google Home Test
Google Home kann per rückseitigem Mute-Button stummgeschalten werden. Image by Jonas Haller

So richtig sinnvoll ist der Einsatz von Google Home allerdings erst mit der richtigen Geräte-Peripherie. Das sind in erster Linie die Chromecast-Produkte, die zusätzliche Lautsprecher und TV-Geräte mit Namen in das Google-Netzwerk einbinden. Per Sprache startet so auf dem Fernseh-Gerät das präferierte YouTube-Video oder Beiträge aus Mediatheken etwa der ARD oder des ZDF. Auch die Lieblingsserie auf Netflix landet per Audio-Eingabe auf dem Smart TV. Amazon Prime wird hingegen noch nicht unterstützt.

Die nächste Ausbaustufe ist das Integrieren von smarten Thermostaten, Schließsystemen oder auch Lampen. Letztere konnte ich in Form des Philips-Hue-Systems unkompliziert einbinden. Dann erschließen sich noch ganz andere Möglichkeiten. Der Befehl „Licht an!“ lässt etwa die smarten Glühlampen im Nu erstrahlen. Auch die Farben der LED-basierten Leuchtmittel verändern sich auf Zuruf. Durch die Verknüpfung mit dem jeweiligen Zimmer ist die Aktivierung auch per Sprache ortsbasiert möglich. Leider funktionierte die Eingabe nicht immer. Das ist besonders ärgerlich, wenn man nachts im Dunklen tappt. 

Fazit: Google Home als Smart-Home-Zentrale nur mit Peripherie sinnvoll

Google Assistant Google Home
Google Assistant Google Home. Image by Jonas Haller

Google hat mit seinem Sprachassistenten Home eine spannende, leistungsfähige Alternative zum Platzhirsch Amazon Echo auf den Markt gebracht. Für mich persönlich war es die erste längere Alltagsbegegnung mit einem solchen Gadget. Umso größer war meine Überraschung, wie schnell ich mich an die neuen Funktionen und den Komfort gewöhnt habe. Selbst Radio und Lautsprecher vermag Google Home zu ersetzen. Zwar bietet Google Home bereits für sich genommen eine Menge an Mehrwert, der das tägliche Leben erleichtert. Allerdings entfaltet der Assistent erst mit der richtigen Peripherie seine volle Funktionsfähigkeit. Und das zieht eine radikale Technisierung der eigenen vier Wände nach sich. Das geht natürlich zum einen ins Geld, ist zum anderen auch in Sachen Datenschutz nicht ganz unbedenklich. Denn der kleine unscheinbare Google-Zylinder fungiert dann als Schaltzentrale für die Elektronik der eigenen Wohnung.

Aktivitäten bleiben im Google-Konto gespeichert. Auch per App lässt sich Google Home komfortabel steuern. Trotz allem sehe ich die Sprachassistenten als Zukunft der Heimsteuerung. Mit Google Home Mini und Home Max hat der Konzern bereits weitere Schwestermodelle vorgestellt, die das Sortiment sinnvoll erweitern. Freunde kompakter Geräte greifen zur kleinen Ausführung, Audio-Fans holen sich mit der großen Variante besseren Sound in die heimischen vier Wände.

Neue Familien-Funktionen wie Family Link und Broadcast, bei der gesprochene Nachrichten direkt an Zweitgeräte gesendet werden, werten Google Home weiter auf. Mit 150 Euro im Google-Store kostet der Sprachassistent ebenso viel wie das Pendant von Amazon, weiß aber durch eine geschickte Einbindung der eigenen Dienste zu überzeugen. Für Android-Nutzer stellt er deshalb die erste Wahl dar. Besitzer des Amazon Echo müssen sich allerdings nicht ärgern – in Sachen Funktionsumfang befinden sich Google Assistant und Amazon Alexa auf einem ähnlich hohen Niveau. Wer lieber einen smarten Lautsprecher von einer der traditionellen Audio-Marken bevorzugt, findet zudem immer mehr Modelle mit integriertem Sprachassistenten von Google oder Amazon.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Androidpiloten.


Images & Screenshots by Jonas Haller


Weiterlesen »

Amazon Echo im Test: Der vernetzte Lautsprecher für Einsteiger erklärt

1 Amazon-Echo-Black-Lifestyle

Amazon Echo ist ein smarter Lautsprecher und das Zuhause von Alexa, der virtuellen Amazon-Assistentin. Ähnlich wie die angekündigten Geräte Google Home und Apple HomePod ist es ihre Berufung, euch einfache Aufgaben abzunehmen, indem ihr sie einfach per Sprachbefehl diktiert. Angefangen bei Internet-Recherchen über die Steuerung eures Smart Home, bis hin zur Buchung von Reisen und Bestellungen bei Amazon. Alexa soll all das und noch mehr für euch erledigen können. Ich habe Alexa und ihre Behausung in den letzten Wochen auf Herz und Nieren geprüft, und bin dabei zu einem durchwachsenen Ergebnis gekommen.

Wie Alexa euch im Alltag helfen kann

Alexa hat bei uns vor einigen Wochen Einzug erhalten. Nachdem die ganze Familie sie ausgiebig getestet, gefordert und beleidigt hat, und dabei kläglich an der harten Schale des „Entschuldigung, das weiß ich leider nicht“ gescheitert ist, steht sie nun im Flur im ersten Stock. Mittlerweile hat sich Alexa fest in unseren Alltag integriert und einige Aufgaben an sich gerissen, die sie einfach am besten kann.

Dabei könnt ihr Alexa einfach über Sprachbefehle steuern. Wichtig ist, dass ihr jedes Kommando mit „Alexa, …“ beginnt. Die einzige Ausnahme ist, wenn sie eine Rückfrage stellt und die Mikrofone im Zuhörmodus selbstständig wieder aktiviert. Man kann das Keyword auch ändern, wenn einem der Name „Alexa“ nicht gefällt. Wenn ihr wissen wollt, was Alexa kann, sagt ihr „Alexa, stell dich vor“.

Die Wettervorhersage? Kein Problem, Alexa weiß, wie das Wetter an ihrem Standort oder an einem beliebigen Ort weltweit ist. Wenn man möchte, kann man Alexa Artikel in den Amazon-Warenkorb legen lassen. Brav liest sie dann die komplette Artikelbezeichnung vor, was schon einmal eine halbe Minute dauern kann. Gut, dass man sie jederzeit mit dem Kommando „Alexa, stopp!“ unterbrechen kann.

Bei meiner Familie besonders beliebt ist auch die Radio-Funktion. Über die Verknüpfung mit TuneIn kann man die meisten Radiosender in der Umgebung hören, sowie unzählige thematisch sortierte Playlists abspielen lassen.

Praktisch finde ich auch, dass man per Sprachbefehl die Musikwiedergabe steuern kann. Besonders gelungen finde ich dabei, dass das intuitiv funktioniert, genau so, wie man es erwartet. „Alexa weiter“ für den nächsten Track, „Alexa lauter/ leiser“, um die Lautstärke anzupassen und „Alexa zurück“, um von vorn zu beginnen.

Ohne Amazon Prime sind viele Funktionen von Alexa allerdings nicht nutzbar, was im im Alltag hinderlich ist. Daher habe ich mir für meinen Praxistest einen kostenlosen 30-tägigen Test-Account zugelegt.

Alexa hat die Skills: Neue Funktionen einfach dazulernen

Einige Dinge kann Alexa schon von Haus aus. Viele andere Dinge muss sie erst noch lernen. Amazon bietet dem Nutzer damit die Möglichkeit, seinen Sprachassistenten zu personalisieren. Dies erledigt ihr mit einem sogenannten Skill. Einer dieser Skills ist beispielsweise die App der Deutschen Bahn. Alexa kann mehr oder weniger gut Bahnverbindungen heraussuchen. Das funktioniert – wenn überhaupt – aber nur mit dem Keyword „Deutsche Bahn“ und nicht mit DB, Bundesbahn, Bahn oder DB Navigator. Praktisch ist allerdings, dass man nicht einmal die entsprechende App auf dem Gerät installiert haben muss. Es genügt, wenn der Skill aktiviert ist.

2 Amazon-Echo-living-room-768x432
Image by Amazon

Eine weitere nützliche Funktion von Alexa ist die tägliche Zusammenfassung. Dabei kann man sich ganz individuell die Nachrichten des Tages vorlesen lassen. Quellen dafür sind standardmäßig die „Tagesschau in 100 Sekunden“ und die Nachrichten der BILD-Zeitung. Erweitern lässt sich der Überblick beispielsweise mit Deutschlandfunk-Nachrichten und dem Wetterbericht.

Einen Skill könnt ihr mit der Alexa-App für Android und iOS einrichten. Diese Seite bietet eine Übersicht der unzähligen Skills aus verschiedensten Kategorien, von Nachrichten über Sport bis hin zu Lifestyle.

Wichtig ist, dass ihr immer die jeweiligen Schlüsselbegriffe nennt, die für die Sprachsteuerung eines Skills vorgesehen sind. Dahingehend ist Alexa weniger flexibel als Siri, die auch natürliche Sprache versteht. Da es so wichtig ist, die richtigen Keywords zu benutzen, um den vollen Funktionsumfang nutzen zu können, sind sie in der Alexa App im Bereich Skills nachzulesen.

Die App: bitte nachbessern!

Die Alexa-App ist auch in anderer Hinsicht für die Nutzung von Amazon Echo wichtig. Etwa, wenn ihr im Musik-Katalog stöbern wollt. Die Applikation ist zwar soweit logisch aufgebaut und überrascht mich immer noch mit ihrem Funktionsumfang. Allerdings wünsche ich mir für die Zukunft einige Verbesserungen in der Performance.

Wählt man im Bereich „Musik und Bücher“ beispielsweise „Prime Music“ und dann „Alle Künstler (A-Z)“ aus, dauert es erst einige Sekunden, bis die Auflistung geladen ist. Eine Suche nach einem speziellen Künstler gibt es ebenso wenig wie die Möglichkeit, zu einem bestimmten Buchstaben zu springen. Wählt man dann einen Künstler aus, wird die zufällige Wiedergabe von Songs dieses Künstlers gestartet. Meist sind es nur wenige Lieder, die für Amazon-Prime-Mitglieder verfügbar sind. Wer sich dann allerdings überlegt, dass er statt X Ambassadors doch lieber Musik von ZAYN hören möchte, fängt wieder ganz von vorne im Hauptmenü an und ist minutenlang mit Scrollen beschäftigt.

Es gibt zwei Varianten des Amazon Echo

Der vernetzte Lautsprecher Amazon Echo kommt in schwarz und oder weiß. Das Gerät hat eine zylindrische Form. Lautsprecher und Mikrofone befinden sich in der unteren Hälfte, wo die Oberfläche durchlöchert ist. Der oberste Teil lässt sich drehen, hier kann manuell die Lautstärke eingestellt werden. Auf der Oberseite befindet sich eine Taste zum manuellen Aktivieren des Zuhörens, sowie eine Taste zum Stummschalten, so dass das Mikrofon deaktiviert wird. Ein LED-Band bildet den oberen Rand. Sagt man das Aktivierungswort, leuchtet dieser blau und an der Stelle, aus der die Stimme kommt, grün. Wenn der Sprachbefehl verarbeitet wird, wandert der Lichtimpuls im Kreis. Ist das Mikrofon aus, leuchtet das Band rot. Amazon Echo kostet zurzeit beim Hersteller 179,99 Euro.

Eine deutlich kleinere Version trägt den Namen Amazon Echo Dot. Sie besteht sozusagen nur aus dem obersten Teil, hat ebenfalls das LED-Band und verfügt über die Taste zur manuellen Aktivierung der Spracherkennung und die Stummschaltetaste. Darüber hinaus gibt es noch zwei Tasten zur Lautstärkenregulierung. Auch der Amazon Echo Dot ist in schwarz oder weiß verfügbar. Im Moment liegt der Preis für den Amazon Echo Dot beim Hersteller bei deutlich günstigeren 59,99 Euro.

3 Amazon-Echo-Dot-Bookshelf-768x512
Amazon Echo Dot. Image by Amazon

Amazon Echo und der Datenschutz

Es ist nicht so ganz einfach, sich vorzustellen, dass Alexa im einem Moment noch ein Gehör haben soll, wie ein Sieb – alles, bis auf das Aktivierungswort würde sie vergessen – und im nächsten Moment genau zuhören soll. In den häufig gestellten Fragen zu Alexa heißt es dazu:

„Amazon Echo und Echo Dot verwenden eine geräteinterne Stichworterkennung, um das Aktivierungswort zu erkennen. Wenn diese Geräte das Aktivierungswort erkennen, leiten sie Audiodaten in die Cloud, einschließlich eines Sekundenbruchteils vor Äußerung des Aktivierungswortes.“

„In die Cloud“ – das bedeutet, die Daten werden an einen Server irgendwo auf der Welt weitergeleitet. Im Zweifelsfall kann dieser Server auch in einem Land stehen, dass einen niedrigeren Datenschutzstandard hat als Deutschland. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen sieht durch Amazons Lautsprecher den Datenschutz gefährdet. Sie weist darauf hin, dass Hacker Amazon Echo als Wanze missbrauchen könnten. Auch die Bundesbeauftragte für den Datenschutz, Andrea Voßhoff, warnt vor den Gefahren durch Alexa, wie sie im Interview mit der WirtschaftsWoche erklärte.

Leider gehen die Probleme in puncto Datenschutz bei Alexa noch einen Schritt weiter. Wie Amazon in seiner Datenschutzerklärung darlegt, werden darüber hinaus noch sogenannte „automatische Informationen“ weitergeleitet. Diese umfassen so ziemlich alles, was ein Internetriese wie Amazon an Daten über seine Kunden erfassen kann, von der IP-Adresse über Cookies bis hin zu Scroll-Verhalten, hier detailliert nachzulesen.

Test-Fazit Amazon Echo

Wer Alexa im Gewand von Amazon Echo zuhause hat, kann sich einige lästige Handgriffe ersparen. Besonders in stressigen Situationen oder wenn man gerade keine Hand frei hat, ist es praktisch, per Sprachbefehl kleine Aufgaben zu erledigen. Mich hat allerdings gestört, dass Alexa noch sehr unflexibel ist und nur dann vernünftig funktioniert, wenn man Keywords oder Skills druckreif ausspricht. Außerdem fehlen mir die Smart-Home-Geräte, die ich mit Alexa hätte verbinden können. Ich stelle mir vor, dass man sich dadurch noch viele weitere Handgriffe ersparen kann. Wer die entsprechenden Geräte sowie Alexa im Haus hat, ist aber definitiv auf den Haushalt der Zukunft vorbereitet.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Androidpiloten


Images by Amazon


Weiterlesen »