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Der Begriff Privacy

Im Jahr 1890 hatten der amerikanische Richter Louis Brandeis und der Anwalt Samuel Warren den Begriff privacy zum ersten Mal als Recht formuliert, den Schutz des privaten Bereichs als Teil der persönlichen Freiheit durchzusetzen. Es handelte sich dabei vor allem um ein Abwehrrecht gegen die anstürmenden Kräfte der Presse, des Staates und öffentlicher Behörden. Denn zu jenem Zeitpunkt begann ein organisatorischer und technischer Fortschritt bei Medien und behörden den Bereich der persönlichen Aktivitäten zu beobachten, die vorher schlicht nicht der öffentlichen Hand zugänglich waren und auch die Presse bis dato unangetastet gelassen hatte. Zwar war das eigene Land und die körperliche Unversehrtheit schon vorher geschützt, die beiden Juristen sahen jedoch in der zunehmend ökonomisch agierenden Presse sowie den Aufzeichnungsmöglichkeiten für Bild und Ton eine neue Form des externen Übergriffs auf die persönliche Schutzzone. Sie mahnten daher an in ihrem Grundsatzartikel The Right To Privacy an, das Recht an der eigenen Person müsse angesichts der modernen invasiven Praktiken durch Staat und Firmen gestärkt werden, damit die Grenzen zwischen privatem und öffentlichem Leben gewahrt blieben…

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INTERVIEW: Constanze Kurz zu Datenschutz

Auf der re:publica11 hat Constanze Kurz vom CCC den Netzpiloten und dem SAE-Team ein Interview zum Thema persönliche Daten, deren Schutz bzw. Transparenz der Speicherung gegeben.

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Vor einer Woche wurde offenbar, was viele bereits ahnten: geolocation und location based services verbindet die Sammelwut der Webdienste mit dem realen, physischen Leben der Nutzer. Ich habe mich bisher immer vor dem Begriff user gesträubt, weil ich aus der der Generation komme, die aufgewachsen ist mit Heroinabhägigen, die als user bezeichnet wurden. Ich empfand das Nutzen des Internet bisher nicht als Ausdruck einer Drogenkarriere. Ein lustiger Mitmensch hat mir einmal gesagt, dass diese Jungs und Mädels damals deswegen Heroin spritzen mussten, weil sie sonst die extrem engen Hosen nicht ohne heftige Schmerzen tragen konnten. Die aktuell erneut modernen engen Hosen schlagen offenbar wieder aufs Gemüt einiger Zeitgenossen.

Wenn man die rasende Geschwindigkeit betrachtet mit der Daten aller Art in den Orkus geschleudert werden, dann hat man den Eindruck, dass es entweder nie sensible Daten gegeben hat oder schlicht keine Zeit für solche Fisematenten ist, weil man gerade Geschichte macht. Ersteres beschreibt die Welt der zwanghaft Transparenten und letzteres die Welt der Apple-Nutzer.

Das Lachen bleibt einem im Hals stecken…

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