All posts under Online-Handel

Netzpiloten @Internet World Expo

Die Internet World Expo gehört zu den renommiertesten und größten Veranstaltungen im E-Commerce Bereich. Am 12. und 13. März  findet die führende Messe bereits zum 22. Mal in München statt. Wir Netzpiloten sind wieder als Medienpartner mit dabei und neugierig darauf, welche Strategien, Neuheiten und Trends den Online-Handel beherrschen. Alle Retail-relevanten Themen werden aufgegriffen und in Seminaren, Workshops und von vielen interessanten Speakern vertieft, wie etwa von Max Amordeluso von Amazon. Wir freuen uns drauf!

Welche Speaker werden da sein?

Zu den vielen internationalen Gästen gehört unter anderem Stefano Balestra, Head at Collabary bei Zalando. Er widmet sich dem Thema Influencer und ihren Einfluss auf das Konsumverhalten („Holistischer Influencer Marketing“). Des Weiteren darf man sich auch auf Laura Noltemeyer freuen, der Founderin von Designdschungel, die über Marketingmodelle im Social Media Bereich berichten wird. Ein weiterer herausragender Redner ist Prof. Sami Haddadin von der Technischen Universität München, der über Zusammenhänge und die Notwendigkeit von Robotik und künstlicher Intelligenz im E-Commerce spricht.

Welche Themen und Formate erwarten dich?

  • E-Commerce, B2B
  • Multichannel
  • Online Marketing
  • Logistik
  • Software
  • E-Payment
  • Usability
  • Social Media

Und sonst noch?

Die zwei-tägige Großveranstaltung punktet auch mit zahlreichen Side-Events, wie die POS connect und die Amazon World Expo. Tickets für die Veranstaltung findet ihr hier. Wir sehen uns in München!

 

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Netzpiloten @Internet World Congress 2018

Dieser Kongress ist für alle, die Geld verdienen wollen in den digitalen Netzen! Wir Netzpiloten sind auch wieder mit dabei, wenn es am 9. und 10. Oktober in München beim Internet World Congress um die Trends, Strategien und Best Practices im digitalen Handel geht. Veranstaltet von der Neue Mediengesellschaft Ulm tagt die digitale Handelselite im Sheraton München Arabellapark.

Welche Speaker erwarten uns?

Wie immer teilen ausgesuchte Experten ihr Wissen mit allen Einsteigern und Profis unter den digitalen Machern im Publikum. Freut euch auf Marcus Casey (mit dem beeindruckenden Konzern-Titel: VP eCommerce & Customer Experience for Digital Services and Connected Car at BMW Group) oder den COO Europe von Groupon, Dominik Dreyer. Auch Managing Director Nina Pütz von eBay Germany ist eine spannende Referentin. Alle Vortragenden bieten sicherlich spannende Einblicke in Versand-Prozesse, Personalisierung und den Plattform-Handel. – Für alle Teilnehmer gilt es dann nur noch, sie rasch umzusetzen im eigenen Unternehmen ;)

Programm-Vielfalt garantiert!

Künstliche Intelligenz, Logistik, Mobile Shopping sind nur einige der Themen, mit denen sich der digitale Handel heutzutage auseinandersetzen muss. Neben neuen Lösungen für digitale Händler im Tagesgeschäft wie beispielsweise neue Shop-Software, Omnichannel-Strategien und erste KI-Anwendungen für den Online-Handel erwarten euch im vielseitigen Programm an den beiden Tagen noch folgende Schwerpunkte:

  • Bekanntheit, Nutzungsbereitschaft und Potenziale von Augmented Reality im Handel
  • Pro & Kontra Influencer Marketing (Diskussion)
  • Omnichannel-CRM: Wie erkennt man den Kunden in der Filiale? (Praxisbeispiel)
  • Customer Centricity als zentraler Erfolgsfaktor – alte und neue Wege zum Kunden

Und sonst noch?

 Wie auch im Vorjahr wird es on- und off-Stage garantiert wieder viele spannende Diskussionen geben und für angenehme Netzwerk-Events ist auf alle Fälle gesorgt! Tickets

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Instagram wagt sich in den Online-Handel – Angriff auf Amazon?

estherpoor - pixabay com

Der Online-Dienst Instagram wagt durch die Einführung einer neuen Shopping-Funktion den Sprung in den Einzelhandel. Das neue Tool wird nun schon länger angetestet und könnte offenbar eine regelrechte Revolution des Online-Handels herbeiführen. Noch als kleine und harmlose Plattformen angefangen, stellen Social-Media-Dienste wie Facebook, Twitter, Pinterest mittlerweile eine gewaltige Einmischung im Leben der Nutzer und deren privatem Verhalten dar. Dies tun die Plattformen längst nicht mehr nur persönlich und politisch, sondern auch schon kommerziell. Mit der neuen internen Shopping-Funktion, gelingt Instagram nun scheinbar sogar ein echter Quantensprung in Sachen E-Commerce.

Der Plattform-Gigant Instagram

Gegründet und entwickelt wurde Instagram von Kevin Systrom und Mike Krieger, welche die App im Jahr 2010 schließlich im Apple App-Store veröffentlichten. Als kostenloser Online-Dienst dient die App zum Teilen von Fotos und Videos. Nachdem die App erste größere Erfolge verbuchen und namenhafte Investoren an Land ziehen konnte, wurde sie 2012 auch für Android veröffentlicht und kurz darauf verkauft. Für eine Milliarde US-Dollar übernahm Facebook Instagram, was drei Mal so viel war wie die Rekordsumme die jemals für einen Foto-Dienst bezahlt wurde. Mit 800 Millionen Usern, 15 Millionen davon in Deutschland, ist Instagram weltweit eine der größten Plattformen für Social Media.

Wie Instagram den Online-Handel erobern will

Mit dem neuen Shopping-Feature will Instagram sich nun auch in Sachen E-Commerce versuchen und weiter ausbreiten. Durch die eigene, extreme Reichweite, möchte Instagram es seinen Usern in Zukunft erleichtern, in Bildern gesehene Artikel käuflich zu erwerben.

Instagrams Intention sieht so aus, dass Bilder künftig mit einem kleinen Einkaufstaschensymbol versehen sind. Auf den jeweiligen Bildern ist es möglich, bis zu fünf Produkte zu markieren. Durch das einfache Anklicken des Artikels, gelangt man mittels eines Shopping-Links direkt zur Website, auf welcher Infos sowie Preis zu finden sind und der Kauf direkt abzuwickeln ist. Dies macht die übliche und mühselige Suche nach den Waren im Internet überflüssig. Händler benötigen für die Nutzung des Features einen speziellen Geschäfts-Account bei Instagram, für welchen zudem ein bestehendes Facebook-Konto notwendig ist.

In den USA läuft die Funktion bereits seit 2016 in Kooperation mit über 30.000 Firmen. Auch in Europa soll das Shopping-Tool, schrittweise aber zügig, eingeführt werden. In Deutschland ist es seit Ende März 2018 verwendbar. Weltweit sind mittlerweile mehr als 50 Prozent der Markenauftritte bei Instagram oder Facebook mit einem sogenannten „Pay-Button“ ausgestattet.

Zukunftsaussichten gegenüber Amazon

Nicht zuletzt durch die Abermillionen an Usern und der daraus folgenden Reichweite, prognostizieren Marktexperten ein enormes Potenzial. Fachleute gehen sogar davon aus, dass der Plattform-Gigant gegenüber Amazon eine komplett neue Machtverteilung im Online-Handel herbeiführen kann. Die Social Media Dynamik ist inzwischen groß genug, um den bisherigen Führern des E-Commerce den Kampf anzusagen.

Dennoch hat zumindest Amazon nach wie vor einen großen Vorteil. Dieser Vorteil sind Konsum-Daten. Kein Unternehmen kennt Kosumgewohnheiten seiner Käufer besser als Amazon. Durch genaue Analysen von Klicks verfolgt der Bezos-Konzern seine Kunden quer durch das Internet. Dabei erzielt man deutlich bessere Erfolge als Social Media-Plattformen, zumal hier Klicks noch lange keine Kaufabsicht bedeuten, während dies bei Amazon in der Regel der Fall ist.

Dennoch bietet die Shopping-Funktion von Instagram ein gewaltiges Potenzial. Alleine die 500 weltgrößten Online-Händler setzten 2017 über 6,5 Milliarden US-Dollar durch Social-Media-Shopping um. Eine Stichprobe ergab zudem, dass vier von fünf Insta-Usern mindestens einem Unternehmen folgen. Für Instagram bedeutet dies eine gigantische Zielgruppe und ein riesiges Marktpotenzial – vielleicht sogar groß genug für den Angriff auf Amazon.


estherpoor / pixabay.com

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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • DATENSCHUTZ heise: Test zur Gesichtserkennung laut Datenschützerin am Bahnhof akzeptabel: Der von den Sicherheitsbehörden geplante Test biometrischer Gesichtserkennung am Berliner Bahnhof Südkreuz geht aus Sicht der Bundesbeauftragen für Datenschutz in Ordnung. Das Projekt sei „für sich genommen noch nicht als schwerwiegender Eingriff zu sehen“, erklärte Andrea Voßhoff auf Anfrage. Das ändere allerdings nichts an „grundsätzlichen Bedenken“ gegen diese Technologie. „Sollten derartige Systeme später einmal in den Echtbetrieb gehen, wäre dies ein erheblicher Grundrechtseingriff“, so Voßhoff.

  • TECHNOLOGIE golem: Dells OLED-Monitor UltraSharp UP3017Q kommt doch: Der US-amerikanische Hardware-Hersteller hat hingegen anders lautender Aussagen nun doch angekündigt, den OLED-Monitor UltraSharp UP3017Q auf den Markt zu bringen. Zwischenzeitlich hieß es, das Modell würde eingestellt aufgrund von Blickwinkelproblemen. Für den Bereich der USA können Kunden das Gerät ab sofort bestellen, es ist mit einer Lieferzeit von ein bis zwei Wochen zu rechnen. Bisher hat sich OLED-Technik im IT-Bereich nur bei Wearables, Smartphones und Zusatzdisplays wie beim Macbook Pro 2016 verbreitet. Bei größeren Bildschirmdiagonalen sind vor allem Fernseher-Hersteller Panel-Abnehmer.

  • E-COMMERCE t3n: Die Zukunft von Magento: Das kommt auf Shopbetreiber zu: Nach gut einem Jahr Eigenständigkeit als Magento Inc. und mit Permira hat sich Magento im letzten Jahr sehr weiterentwickelt – und steht durch den neuen Investor besser da denn je. Die E-Commerce-Plattform wickelt inzwischen insgesamt ein Bestellvolumen von weltweit mehr als 100 Milliarden Dollar ab, das von mehr als 260.000 Kunden (davon gut 3.500 Enterprise-Kunden) generiert wird.

  • KI Welt: So stellt sich künstliche Intelligenz Menschen vor: Der Fernsehmaler und Unternehmer Bob Ross, leicht zu erkennen an seiner auffälligen Frisur, hat in einem neuen Kunstwerk dargestellt, wie es für eine künstliche Intelligenz unter Einfluss von LSD erscheinen muss, einen Menschen wahrzunehmen. Die Software, die zu dieser Wahrnehmung führt, sind Deep-Dream-Algorithmen von Google sowie der WaveNet Machine Learning Algorithm. Das Video zeige, so der Künstler, „wie sich ein Computer die Stimme von Bob Ross vorstellt und wie ein Computer ,halluziniert‘, was er in den einzelnen Videobildern sieht“, erklärt Alexander Reben, Künstler und Programmierer aus dem Silicon Valley.

  • HACKING Süddeutsche Zeitung: Mysteriöse Gruppe offenbart mutmaßliche Hacking-Angriffe der NSA: Eine mysteriöse Hackergruppe hat mehrere Datensätze veröffentlicht, aus denen hervorgehen soll, dass der US-Geheimdienst NSA Teile des globalen Geldverkehrs ausspioniert hat. Ebenfalls enthalten sind Werkzeuge, mit denen die Elite-Hacker der NSA wohl Windows-Betriebssysteme übernehmen konnten. Die Hacker nennen sich Shadowbrokers – in Anlehnung an das Computerspiel Mass Effect – und sind seit August 2016 unter diesem Namen aktiv. Ob und von wem sie Befehle erhalten, ist unklar. Sicher ist nur: Jede Veröffentlichung hat das Potenzial, die US-Beziehungen sowohl zur internationalen Gemeinschaft als auch zu amerikanischen Technik-Konzernen massiv zu beschädigen.

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Destination Check: Online Handel 2017

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Die Netzpiloten sind Medienpartner beim Online Handel 2017. Ich bin Redakteur für das Magazin und durfte daher zwei Tage in Berlin die Veranstaltung besuchen. Während des Kongresses habe ich für euch auch schon bei Twitter berichtet.

Der erste Tag begann mit einem Vortrag von Sebastian Pollok. Sebastian Pollok war Investor bei BV Capital in San Francisco, bis er 2013 zusammen mit Lea-Sophie Cramer den Online-Sexshop Amorelie gegründet hat. Beim Online Handel 2017 (#onh17) hat er das Motto des Kongresses – Coming Of Age – aufgegriffen und über die nächsten Schritte im Online-Handel referiert.

Später am Vormittag gab es eine Podiumsdiskussion zwischen Dr. Florian Heinemann, CEO Projekt A Ventures und Dr. Fabian Stich, Geschäftsführer mydays. Die Fragestellung lautete: Wie können Corporates und Startups am besten voneinander profitieren – Von der Kooperation bis zur kompletten Übernahme.

Deep Dive Workshops

Anschließend begannen die Deep Dive Workshops. Es gab vier Stück zur Auswahl, von denen man sich zwei aussuchen konnte, um damit die vorgesehenen Zeitblöcke zu füllen. Ich habe mich zuerst für den Vortrag von Markus Hartlieb, Geschäftsführer Social Network Group, entschieden: Social Media Marketing – Relevanz und Trends. Der Vertrag war unglaublich gut gemacht, Markus Harlieb hat die Teilnehmer mit einbezogen und ist ein großes Risiko eingegangen, was ich ihm hoch anrechnen: er hat gesagt, dass es von ihm keine Power-Point-Präsentation geben wird, denn das wäre nicht live. Also hat er einfach seinen Bildschirminhalt auf den Beamer übertragen, sodass alle sehen konnten, was auf seiner Facebook-Seite passiert und welche E-Mails er während des Vortrags bekommt. Danke an dieser Stelle für deinen Mut! Ich hatte später noch die Gelegenheit, Markus einige Fragen zu stellen, das Interview findet ihr weiter unten unter dem Destination Check.

Der zweite Deep Dive Workshop, an dem ich teilgenommen habe, wurde von Arne Ludwig, Vorsitzender Erster Deutscher Fachverband für Virtual Reality e.V., eingeleitet. Trotz sichtlicher Bemühungen des Moderators, das Publikum zur Teilnahme und Meinungsäußerung zu animieren, ist ihm dies nicht gelungen. Ich schließe daraus, dass das Thema Virtuelle Realität bzw. Erweiterte Realität zumindest im Bereich der Wirtschaft noch nicht wirklich angekommen ist. Über 9 Bereiche, in den VR zukünftig aber helfen kann, habe ich für netzpiloten.de einen Artikel geschrieben.

Am Nachmittag haben Kornelia Telkes und Eszter Kerdö einen Vortrag über ihre Firma KALA Fashion gehalten. Die beiden sind vor vielen Jahren aus Ungarn nach Deutschland kommen und haben sich einen charmanten Akzent bewahrt. Sie haben von ihren Erfahrungen erzählt, wie schwierig es war, an die E-Mail-Adresse ihrer Kundinnen zu kommen – trotz guter, das heißt, nicht vorrangig werblicher Absichten. In ihrer Präsentation haben sie über Online Customer Experience geredet – Emotionalität und Kundebindung ohne Ladentheke.

Mit der Verleihung des Deutschen Online Handel Awards 2017 und der anschließenden Party ging der erste Kongresstag zu Ende. Gewonnen haben:

Image by ECC Köln
Grafik: ECC Köln

Online Handel Tag 2

Am zweiten Kongresstag hat Timo Kohlberg von Adobe einen Vortrag über die digitale Transformation des erfolgreichen Kosmetikherstellers L’Occitane gehalten. In seinen Augen liegt das Erfolgsrezept an dem Konzept Omni-Channel. Auch mit Timo Kohlberg habe ich hinterher kurz gesprochen.

Durch das Programm hat die Teilnehmer Stephanie Cox, Initiator chanchen:reich, geführt. Sie hatte die anspruchsvolle Aufgabe, sowohl als Moderatorin als auch zwischenzeitig als Workshop-Leiterin präsent zu sein. Dem Workshop habe ich später auch beigewohnt. Das Thema war: Recruiting und Personalmanagement – Mitarbeiter gewinnen und halten. Es kam zu einer angeregten Diskussion darüber, wie viel Anreiz man Mitarbeitern bieten muss, um ihre Potenziale voll auszuschöpfen. Die Metapher einer von oben herabhängenden Karotte, die der Mitarbeiter zu erreichen versucht, wurde dabei allerseits gern bemüht.

Den letzten Vortrag des Tages hat Jürgen Bock, Leiter Kulturentwicklung OTTO & Berater für Unternehmenskultur, gehalten. Bei seinem Vortrag hatte ich tatsächlich Gänsehaut, so schön und hoffnungsvoll waren seine Erzählungen darüber, was im Bereich Unternehmenskultur alles noch möglich ist und was schon heute passiert.

Stephanie Cox war es auch, die den Online Handel 2017 beendet hat, auch sie habe ich hinterher kurz zu einem Interview getroffen.


Teilnehmer: David Beck, GEA Publishing und Media Services


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David Beck, GEA Publishing und Media Services GmbH & Co. KG. Image by GEA Publishing und Media Services GmbH & Co. KG

Wie ist dein Gesamteindruck?

Mein Gesamteindruck ist positiv. Man hat (sehr) viele Informationen bekommen, das Programm war abwechslungsreich und gut organisiert. Leider waren es aber an Tag 1 fast zu viele Beiträge bzw. Speaker. Das Programm ging bis 18:00 Uhr und eine halbe Stunde später war dann schon die Preisverleihung und die ging auch nochmal mehrere Stunden. Manchmal ist weniger doch mehr ;)

Welche Erwartungen hattest du?

Ich habe mir erhofft, viele Trends und Innovationen des Online-Handels zu bekommen. Außerdem war ich auf die verschiedenen Beiträge gespannt. Generell war ich sehr gespannt auf dieses Event, da ich vorher noch auf keiner „Online Handel“-Konferenz war.

Würdest du die Veranstaltung weiterempfehlen?

Ich würde die Veranstaltung weiterempfehlen. Vor allem für alle, die mit den Bereichen E-Commerce/ Online-Marketing beruflich zu tun haben. Teilweise war es schon sehr speziell, sodass sicher nicht jedem Einzelhändler diese Veranstaltung etwas gebracht hätte. Für uns als Verlag war diese Veranstaltung informativ, um über neue Trends im Online-Handel informiert zu bleiben.

Hattest du einen Favoriten unter den anderen Vortragenden?

Einer der besten Referenten war sicherlich Jürgen Bock von Otto. Allerdings hätte dieser Vortrag sicherlich auch in einem anderen Rahmen gut gepasst. Inhaltlich fand ich auch den Vortrag von Bernhard Ollefs am Ende von Tag 1 spannend. Denn das waren wirkliche Praxis-Tipps aus dem SEA-Bereich.


Speaker: Markus Hartlieb, Geschäftsführer Social Network Group


Markus Hartlieb
Markus Hartlieb, Geschäftsführer Social Network Group. Image by Netzpiloten Magazin GmbH

Wie ist dein Gesamteindruck?

Die Leute sind ziemlich offen, interessiert. Ich bin schon auf vielen Veranstaltungen aufgetreten, wo wesentlich weniger Interaktion stattgefunden hat. Prinzipiell finde ich die Veranstaltung erst mal ganz gut. Die Fragen sind ganz gut [an]gekommen.

Du hast ein ausgezeichnete Rhetorik! Wenn ich da an die anderen Deep Dive Workshops denke…

Für mich ist ein bisschen Witz und eine lockere Atmosphäre schon ziemlich wichtig. Das Thema gibt das auch einfach her. Ich meine, Social Media ist emotional – sollte es zumindest sein – und das bierernst zu machen, das ist nicht mein Ding.

Welche Erwartungen hattest du vorher?

Wir arbeiten ja direkt auch für das Management Forum, die ja eine Social-Media-Agentur sind bzw. fast alles machen . Ich finde es super, dass die Veranstaltung jetzt in Berlin ist, das ist schon mal eine Aufwertung. Ich glaube, sie war vorher in Bonn, das ist nun nicht der Nabel der Welt. Ehrlich gesagt bin ich ohne große Erwartungen gekommen, dann kannst du nicht enttäuscht werden. Ich war offen, was das Thema angeht. Es ist alles sehr eng, sehr wuselig, und das ist aber gut, weil man in Kontakt kommt und weil du Reibungspunkte hast, [so]dass man einfach nah aneinander ist.


Speaker: Timo Kohlberg, Product Marketing Manager, Adobe


Image Timo Kohlberg by Adobe
Timo Kohlberg, Product Marketing Manager Adobe Campaign

Wie ist dein Gesamteindruck?

Von der Konferenz? Sehr gut. Ich fand die Mischung der Vortragsthemen sehr gut, das war sicherlich breit gefächert. Der Fokus ist natürlich Online. Aber das Interessante ist, wie die Themen Online und Offline gesehen werden: Es gab Verfechter für den stationären Handel, es gab Verfechter, die sagen: „Pure Play Online!“ ist das Erfolgsrezept. Mein Credo heute im Vortrag war eher: Beides ist möglich, ich kann es verbinden. Das hängt natürlich auch von den Unternehmen ab. Von daher: guter Eindruck, guter Austausch und auch eine sehr schöne Location und spannende Teilnehmer, mit denen man auch informell sprechen kann ;-)

Welche Erwartungen hattest du?

Mein Erwartung war es, Austausch zu suchen, Best Practices, vielleicht auch ein bisschen aus dem Denken und dem Fokus, den man selbst hat, rauszutreten. Auch mal zu sehen: wie machen’s andere Unternehmen, andere Anbieter? Was gibt es für Fokusthemen, was gibt es für Innovationen? Und vor allem auch die Herausforderung zu sehen. Also einfach auch als Take-Away, dass man Insights hat, die man auch wiederum in sein Business nehmen kann. Und das war auf jeden Fall geliefert.

Würdest du die Veranstaltung weiterempfehlen?

Ja, definitiv. Wenn man im Handel, im Commerce unterwegs ist, dann ist es auf jeden Fall sehr befruchtend, weil man hier zum einen Insights bekommt, aber ich glaube, gerade dieser Austausch mit Playern aus der ähnlichen Branche, der ist sehr wichtig und es ist auch ein super Netzwerk, das man hier natürlich knüpfen kann.

Hattest du einen Favoriten unter den anderen Vortragenden?

Ich fand heute den Alexander Graf sehr gut. Er hat sehr gute Insights aus seiner Karriere, die er geteilt hat, aber er hat auch einige Studien und Trends vorgestellt. Das war für mich eine sehr gute Mischung, daher war das meiner Meinung nach von den Vorträgen, die ich gesehen hab, der Beste.


Speaker: Stephanie Cox, Initiator Chancen:reich


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Stephanie Cox, Initiator chancen:reich. Image by David Lugmayr

Warst du gestern [an Tag 1] schon da?

Ich hab mir nur ganz kurz die Workshops angeschaut, weil ich wissen wollte, wie das hier funktioniert und ich hab beschlossen, dass ich es ganz anders mache (lacht). Das waren nur Vorträge! Mir war ganz wichtig, dass ich das Setting einfach gleich ganz anders mache.

Wie ist dein Gesamteindruck?

Dudurch, dass ich sehr viele Events moderiere und gerade Kongresse auch sehe, fand ich hier die Mischung schön. Sie haben sehr stark versucht, das Thema aufzubrechen. Ich finde es auch schön zu sehen, wie Unternehmen wie OTTO aufbrechen und wie Unternehmenskultur in einem Konzern gelebt werden kann.

Welche Erwartungen hattest du?

Ich bin mittlerweile sehr vorsichtig geworden, was Erwartungen angeht, weil die von von sehr viel abhängig ist. Deswegen versuche ich, sehr neutral auf Veranstaltungen zu kommen. Aber ich hatte schon hohe Erwartungen, was den Austausch angeht. Einige Vorträge fand ich wirklich cool, vor allem die Diskussionen, die danach entstanden sind.

Wurdest du denn positiv überrascht?

Es hat sich gesteigert! Während des letzten Talks [Jürgen Bock von OTTO] hatte ich sogar Gänsehaut. Wir können über Kennzahlen reden und über Methoden, wie wir User tracken können. Aber im Endeffekt sind wir alle Menschen und haben Emotionen. Und die darf man nie vergessen, das ist ganz wichtig.

Würdest du die Veranstaltung weiterempfehlen?

Es wär cool, wenn die Veranstaltung noch mehr aufgemischt wäre. Es waren HR-Leute da und Vertriebler. Aber ich würde mir schon noch mehr junge Leute im Publikum wünschen. Ich würde es weiter empfehlen, wenn man ein großes Interesse an Handel hat.

Hattest du einen Favoriten unter den anderen Vortragenden?

Jürgen Bock von OTTO war mein absoluter Favorite, weil ich glaube, dass er genau das verstanden hat. Es sind noch immer Menschen, die dahinter stehen. In dem Bereich, in dem ich arbeite, habe ich gelernt: „You can have the boss-best product in the world. If you don’t have the people to realise it – was machst du mit dem geilen Produkt?“

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  • TECH-FESTIVAL gruenderszene: Tech Open Air bekommt erste Finanzierung und expandiert: Das Berliner Tech Festival „Tech Open Air“ möchte expandieren und hat direkt Investoren für diesen Plan gefunden. SoundCloud, Zalando und Native Instruments sollen überzeugt worden sein. Die Veranstalter möchten das Festival über den Atlantik bringen. Ein Ziel ist die kalifornische Stadt Los Angeles. Das Festival startete 2012 zum ersten mal und wurde die erste Konferenz der Startupbranche. Finanziert wurde das Projekt jedes Jahr durch Crowdfunding. Technologie, Kunst, Musik und Wissenschaft sollten die Themenbereiche des Festivals sein. Neben Los Angeles gaben die Veranstalter bekannt, dass man jedes Jahr auch einen exotischen Ort ansteuern wolle.

  • GOOGLE thenextweb: Google-funded $300 million 60Tbps trans-pacific cable goes live tomorrow: Vor einem Jahr kündigte Google Projekt an, das Japan und die USA verbinden werde. 300 Millionen Dollar steckte Google in dieses Projekt. Es handelt sich um eine Verbindung aus Fiberglas-Kabeln, die eine Geschwindigkeit von 60 Tps bringen sollen. Neben Google haben fünf andere Unternehmen an dem Projekt mitgearbeitet. Die Kabelverbindung soll vor allem Großstädten helfen mit der enormen Datenmenge, die dort unterwegs ist fertig zu werden. Auf amerikanischer Seite sollen Los Angeles, Seattle, Portland und die San Francisco Bay Area von dem Projekt profitieren.

  • CHATBOT t3n: Falschparker, aufgepasst! Dieser Chatbot geht für euch gegen Strafzettel vor: Auch schon einmal einen Strafzettel wegen Falschparkens zu Unrecht bekommen? In London hat ein 19-jährige Joshua Browder jetzt einen sogenannten Chatbot programmiert, um Strafzettel anzufechten – mit Erfolg! Bereits 150.000 Nutzer sollen in London umgerechnet vier Millionen Euro an Strafgeldern gespart haben. Wie das funktioniert? Die Website DoNotPay bietet die Möglichkeit der Eingabe der (angeblichen) Falschpark-Situation und ermittelt mithilfe eines Algorithmus individuell, ob die Strafe berechtigt ist oder nicht.

  • PINTEREST heise: Pinterest verstärkt Fokus auf Online-Handel : Durch die Etablierung eines plattformübergreifenden Warenkorbs für den US-amerikanischen Markt will Pinterest sich im Online-Shopping noch weiter ausbauen und seine Präsenz verstärken. Bei der Suche nach Ideen und Artikel für die Einrichtung oder Mode können diese, auch wenn es sich um verschiedene Anbieter handelt, im Warenkorb abgelegt werden. Die bisherigen Kaufen-Buttons, die Händler den Artikeln hinzufügen können, werden somit erweitert und so soll ein besseres Kauferlebnis gewährleistet werden. In Deutschland steht der Dienst jedoch noch nicht zur Verfügung.

  • APPS mashable: The app that matches surplus food with the hungry: Viele Unternehmen werfen unfassbare Mengen an Lebensmittel weg, die am Ende des Tages nicht gegessen wurde. Anstatt das Essen containerweise vergammeln zu lassen, will eine App nun das übrig gebliebene Essen von Unternehmen über ein Nachfrageportal an Institutionen vermitteln, die Essen für Hungernde bereitstellen. Die App nennt sich „Copia“ und will ein Bewusstsein dafür schaffen, zu überlegen wie verschwenderisch wir mit Lebensmitteln umgehen, während andere hungern.

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5 Lesetipps für den 27. November

In unseren Lesetipps geht es heute um illegale Elektroartikel bei Online-Händlern, Bodycams bei der Polizei, Whatsapp, klassische Festnetztelefone und Löschanfragen bei Google. Ergänzungen erwünscht.

  • ONLINEHANDEL handelsblatt: Illegale Elektroartikel: Gefährlicher China-Schrott bei Amazon und Ebay: Oft wissen wir gar nicht, was wir kaufen – und Online-Händler wie Amazon oder Ebay, wissen teilweise auch nicht, was sie verkaufen. Denn durch ausführlicher Recherche und Testkäufen kam nun heraus, dass immer mehr illegale und teilweise auch lebensgefährliche Elektroartikel aus China über die Plattformen angeboten werden. Nachdem Amazon erfahren hat, welche Ware auf der Plattform verkauft wird, hat der Online-Händler die Käufer der schädlichen LED-Lampen per Mail benachrichtigt, diese nicht zu nutzen und zusätzlich die Produkte auf der Plattform für den Verkauf gesperrt.

  • BODYCAMS Datenschutzbeauftragter: Bayerische Polizei will Bodycams testen: Um sich in Zukunft vor Gewalttaten zu schützen, testet die Polizei in Bayern jetzt sogenannte Bodycams. Die kleinen Kameras sind an der Uniform befestigt und sollen so der leichteren Identifizierung von Straftätern dienen. Allerdings gibt es Bedenken hinsichtlich der Nutzung der Mini-Kameras. Datenschutzbeauftragte sind der Meinung, dass es schwerwiegendere Gründe bräuchte, um Bürger direkt ins Gesicht zu filmen. Außerdem stellt sich noch die Frage, ob Bodycams tatsächlich dazu beitragen, Angriffe auf Polizisten zu verringern.

  • WHATSAPP FOCUS Online: Neues Update: Jetzt für Android und iOS: Die neueste WhatsApp-Funktion ist ein echter Star – Video: Eine neue Whatsapp-Funktion ist jetzt für Android und iOS Nutzer verfügbar. Nachdem die blauen Lesehäkchen des Messengers nicht sehr gut bei den Nutzern ankamen, gibt es jetzt Sternchen, mit denen Nachrichten markiert und für später abgespeichert werden können. Das kann vor allem wichtig bei langen Chats sein, wenn bestimmte Nachrichten schnell wieder gefunden werden sollen.

  • FESTNETZ DIE WELT: Festnetzgeräte ersetzen Babyfon und Senioren-Smartphone: Sind klassische Festnetztelefone nicht schon längst ausgestorben? Das könnte man meinen, da fast jeder ein Smartphone hat. Allerdings haben die Zahlen des Branchenverbandes gezeigt, dass jedes Jahr immer noch Millionen Festnetztelefone gekauft werden. Zwar bleiben hier viele Hightech-Funktionen weg aber auch hier gibt es spezielle Features wie beispielsweise das Koppeln mit analogen Hörgeräten. Und auch als Babyfon, lassen sich so manche Geräte benutzen. Und es wird vermutlich immer Leute geben, die nur ungern auf das klassische Festnetztelefon verzichten würden.

  • GOOGLE t-online.de: Nur aus Frankreich gibt es mehr Anträge: Google erhält 60.000 Löschanträge aus Deutschland: Der Suchmaschinenriese Google gab bekannt, dass er 60.000 Löschanträge aus Deutschland erhalten habe. Knapp 350.000 waren es in Europa und in 42 Prozent der Fälle sei Google den Anfragen nachgekommen. In den meisten Fällen aber galten die Löschanfragen dem sozialen Netzwerk Facebook. Viele Nutzer wollten, dass die Querverbindung zu ihrem Facebook-Account gelöscht wird. Doch auch soziale Netzwerke wie Twitter, YouTube oder Google+ waren laut den Angaben von Anfragen betroffen.

CHIEF-EDITOR’S NOTE: Wenn Ihnen unsere Arbeit etwas wert ist, zeigen Sie es uns bitte auf Flattr oder indem Sie unsere Reichweite auf Twitter, Facebook, Google+, Soundcloud, Slideshare, YouTube und/oder Instagram erhöhen. Vielen Dank. – Tobias Schwarz

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5 Lesetipps für den 13. März

In unseren Lesetipps geht es heute um Online-Handel, Störerhaftung, die EU-Reform des Datenschutzrechts, Programmiererinnen und den Streit um Blurred Lines. Ergänzungen erwünscht.

  • DIGITALISIERUNG DIE WELT – Die Ära des Online-Handels hat gerade erst begonnen: In Umfragen gibt jeder fünfte Befragte an, dass er immer seltener einkaufen gehe, weil er immer mehr über das Internet bestellen würde. Andererseits scheinen die „Digital Natives“ immer noch gerne in die Innenstädte zum Bummeln zu gehen. Deswegen bahne sich zwar beim Einzelhandel in den nächsten Jahren weiterhin ein großer Umbruch an, es werde sich jedoch weder der Online-Handel noch sein analoges Äquivalent gänzlich durchsetzen. Vielmehr werden auch in Zukunft beide Hand in Hand gehen – nur die genaue Ausgestaltung ist noch ungewiss.

  • STÖRERHAFTUNG Süddeutsche.de – Mehr Wlan für alle: In Sachen WLAN ist Deutschland ein Entwicklungsland. Das ist Michael Bauchmüllers hartes Fazit, wenn es um den freien Internetzugang in der Bundesrepublik geht. Mit lediglich 15.000 öffentlichen Hotspots ist Deutschland eines der internationalen Schlusslichter. Es ist Zeit, dass sich etwas ändert, doch die Politik agiert nur zögerlich und mit kleinschrittigen Reformen. Auch beim Thema „Störerhaftung“ gelingt den verantwortlichen Politikern keine überzeugende Lösung. Doch ohne eine Reform der „Störerhaftung“ bleibt auch ein umfassendes, öffentliches WLAN-Netz unerreichbar.

  • DATENSCHUTZ ZEIT ONLINE – Die EU wurschtelt sich zur Großreform: Heute wird über einen Teil des neuen europäischen Datenschutzrechts abgestimmt. Die Ziele waren sehr optimistisch formuliert, eine progressive Reform sollte her. Doch Kritiker befürchten, dass das alles zugunsten der Wirtschaft aufgegeben wurde. Christiane Schulzki-Haddouti von Zeit.de sieht jedoch auch die Möglichkeit, dass der Gesetzesentwurf nicht aus Lobbyhörigkeit weniger innovativ als geplant sein soll, sondern es den federführenden Politikern schlicht an der nötigen Expertise fehlt, um eine weitreichende Reform des Datenschutzrechts zu erarbeiten.

  • EMANZIPATION WIRED Germany – Programmiert wie Mädchen!: Die Technik-Szene schafft es nicht, verständliche und innovative Lösungen auf datenschutzrechtliche und netzpolitische Probleme zu formulieren und sie in die Gesellschaft zu tragen. Ein Grund dafür könnte sein, dass sich die Community seit Jahren um sich selbst dreht und sich personell nicht verändert hat – sie steckt in einer Blase. Ein neuer Wind ist nötig, der vor allem von Frauen in die Hightech-Szene getragen werden soll. Von einer neuen Perspektive können sowohl Digitalwirtschaft als auch netzpolitische Debatten profitieren.

  • URHEBERRECHT Slate.com – Squelching Creativity: Es ist einer der größten Urheberrechtskämpfe der Geschichte. Es geht um einen Hit von Pharrell Williams und Robin Thicke aus dem Jahr 2013, der Ähnlichkeiten mit einem Lied des Soulsängers Marvin Gaye haben soll. Die Schadensforderung beläuft sich auf etwa 6,8 Millionen Euro. Doch nicht nur wegen der finanziellen Dimensionen dieses Streits lohnt es sich gespannt auf den Ausgang des Prozesses zu warten. Das Urteil könnte weitreichende Folgen für Musikliebhaber und die gesamte Kreativbranche haben.

Die morgendlichen Lesetipps und weitere Linktipps am Tag können auch bequem via WhatsApp abonniert werden. Jeden Tag informiert dann Netzpiloten-Projektleiter Tobias Schwarz persönlich über die lesenswertesten Artikel des Tages. Um diesen Service zu abonnieren, schicke eine WhatsApp-Nachricht mit dem Inhalt arrival an die Nummer +4917622931261 (die Nummer bitte nicht verändern). Um die Nachrichten abzubestellen, einfach departure an die gleiche Nummer senden. Wir werden, neben dem Link zu unseren morgendlichen Lesetipps, nicht mehr als fünf weitere Lesetipps am Tag versenden.

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Alles im Abo: Warum uns das Internet bemuttern will

Online Shopping with Touchscreen Ultrabook (adapted) (Image by Intel Free Press [CC BY 2.0] via Flickr)

Subscription als Geschäftsmodell lockt uns viel Geld aus der Tasche – aber wie lange geht dieser Trend im E-Commerce noch gut? Wer im Internet Geld ausgibt, der tut das oft im Monatsrhythmus. Musik, Filme, Nachrichten, Software und sogar Socken – per Abonnement bekommt man viele digitale und auch analoge Dinge frei Haus geliefert. Für Web-Firmen ist das Abo ein verlockendes Geschäftsmodell, weil es steten und damit planbaren Geldfluß bringt. Doch wie lange verkraften die Geldbörsen der Konsumenten den Subscription-Boom?

9,99 Euro pro Monat für Millionen gestreamter Songs bei Spotify. 7,99 Euro pro Monat für unbegrenzten Zugriff auf die Netflix-Bibliothek voller Filme und Serien. 12,99 Euro pro Monat für das Digital-Komplett-Paket der Zeitung Die Welt. 132 Euro für regelmäßige Sockenlieferungen bei Blacksocks.com. Und so weiter und so fort. Wer zu Hause auf der Couch bleiben will und sich von Online-Firmen umsorgen lassen will, der kann sich bis zum Biogemüse alles an die Haustür liefern lassen. Das ist nicht nur praktisch, sondern tut auch mental gut. Ein Abonnement birgt ein wohliges Gefühl: Da draußen ist jemand, der sorgt sich um meine Bedürfnisse und legt alles in die bestellte Kiste, was ich so zum Überleben brauche – quasi so wie damals, als Mama einem das Gewand für den nächsten Tag aufs Bett legte und man selber nicht das Hirn anstrengen musste. Die geschnürten Pakete versprechen Komplexitätsreduktion: Die Streaming-Dienste Netflix oder Spotify haben bei weitem nicht jeden Film und jeden Song im Sortiment, locken uns mit lernenden Empfehlungs-Algorithmen aber immer tiefer in ihre Kataloge, damit wir nicht merken, was eigentlich fehlt.

Dass Menschen auf die gemütliche Kiste stehen, ist gut für Internet-Unternehmer. Mit Freemium (frei nach Internet-Investor Fred Wilson) hat sich ein Geschäftsmodell etabliert, dem das Abonnement innewohnt. “Give your service away for free, possibly ad supported but maybe not, acquire a lot of customers very efficiently through word of mouth, referral networks, organic search marketing, etc, then offer premium priced value added services or an enhanced version of your service to your customer base”, rät Wilson. Ob Spotify, Dropbox, oder Evernote – ihre Anbieter können monatlich auf einen konstanten Cashflow bauen, den ihre Premium-Kunden in die Kassen spülen. Der Dienst muss gut funktionieren und immer wieder Neuerungen bieten, klar – aber Kunden immer aufs neue gewinnen, wie es Online-Shops wie Zalando tun müssen, müssen Freemium-Services nicht.

Neu ist die Idee klarerweise nicht. Zwischen 1881 und 1932 gab es in Pariser Luxushotels das so genannte “Theatrophon”. Dabei wurden Theater- und Opernaufführungen via Telefon übertragen, und die Hörer an der Strippe mussten 50 Centimes pro fünf Minuten Zuhören bezahlen – quasi Musik-Streaming mit anderen Mitteln. In den 1700ern, schreibt AllThingsD-Autor Dan Burkhart, hätte es bereits Abos gegeben, wo Menschen gegen monatliche Beträge an Veranstaltungen teilnehmen durften. Später konnte man Wasser, Öl, Milch oder Windeln per regelmäßigem Entgelt beziehen, und nicht zuletzt Zeitungen nährten sich aus dem Abogeschäft.

Heute bezieht der durchschnittliche Bürger nahezu alles per Abonnement. Wohnung (Miete), Auto (Leasing), Gas, Wasser, Strom, Garage, Öffi-Ticket, Versicherung, Kabel-TV, Internet, Zeitung, ja selbst der Job ist quasi ein umgedrehtes Abo, bei dem der Arbeitgeber unsere Lebenszeit per Abonnement bezahlt (Lohn). Ja, das Abo hält unsere Wirtschaft ordentlich am Laufen. Weswegen man sich die Frage stellen muss, wie lange das noch gut geht. Denn die vielen neuen Internet-Services kommen zu unseren bestehenden Abos oben drauf. Spotify, Netflix und Audible mögen teilweise Ersatz für CD, DVD und Buch sein – aber das Internet-Abo muss man ja trotzdem nebenher zahlen. Deswegen: Wie lange können wir uns das noch leisten? Und: Wann konsolidiert sich der Markt dahingehend, dass man neben einem Online-Zugang auch verschiedene Services wie Musik, Online-Speicher, Video und News mit im Paket hat? Aus Sicht von Google und den Telcos nur eine Frage der Zeit.


Image (adapted) „Online Shopping with Touchscreen Ultrabook“ by Intel Free Press (CC BY 2.0)


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Blumenkübel statt Online-Handel

Amazon Fresh (Bild: Visitor7 [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons)

Den liebwertesten Gichtlingen des deutschen Einzelhandels dämmert so langsam, dass Amazon wie ein Staubsauger die Umsätze aus allen Handelssparten saugt. Nur wenigen Firmen gelingt es bislang, sich darauf einzustellen.

Jeff Bezos (Bild: Steve Jurvetson [CC-BY-2.0], via Wikimedia Commons)

In der aktuellen Ausgabe von „Focus“ gibt es auf Seite 102 den Digital Readiness Index mit dem Schwerpunkt Handel zu bewundern. Entwickelt wurde er vom Unternehmensberater Karl-Heinz Land, dessen Firma auch noch Neuland heißt – die Namensgebung wurde allerdings nicht mit der Kanzlerin abgesprochen. Land stellt auf Facebook folgende Fragen:

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