All posts under Lieferung

FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

Follow me
  • AMAZON golem: Amazon will Lebensmittelläden eröffnen: Künftig sollen Amazon-Kunden ihre Bestellungen in eigenen Lebensmittelläden des Onlineversandhändlers abholen können. Der Kunde soll sich die Waren aussuchen können und die von ihm bestellten Artikel entgegennehmen. Damit spart sich Amazon die Lieferung verderblicher oder schwer zu transportierender Waren zum Kunden. Es soll zunächst in den USA mit Teilnehmern des Frischedienstes Amazon Fresh getestet werden. Auch in Deutschland sollen Berichten zufolge Vorbereitungen für den Start des Lebensmittellieferdienstes Amazon Fresh getroffen werden.
  • YAHOO PC-WELT: Yahoo will Abwanderung seiner Nutzer dreist verhindern: Mit einem dreisten Trick versucht Yahoo zu verhindern, dass von Datenklau und Spionage genervte Nutzer zu einem anderen E-Mail-Anbieter wechseln. Nachdem Hacker die Daten von 500 Millionen Benutzern gestohlen haben und nachdem bekannt wurde, dass das Unternehmen für einen US-Geheimdienst die E-Mails von Millionen Nutzern durchsucht hat, wollen sicherlich viele zu einem anderen Anbieter wechseln. Doch das ist gar nicht so einfach, weil Yahoo die automatische E-Mail-Weiterleitung abgeschaltet hat.
  • WINDOWS heise online: Windows-Update macht Minix-PC unbrauchbar: Nach dem Einspielen einer falschen Firmware, die Windows 10 automatisch per Windows Update installiert, booten Mini-PCs von Typ Minix NEO Z64W mit Atom Z3735F nicht mehr. Nach Informationen von heise online sind derzeit keine anderen Systeme mit Bay-Trail-Technik beziehungsweise Atom Z3735F von dem Firmware-Update-Fehler unter Windows 10 betroffen. Nach Informationen im Minix-Supportforum liefert Windows Update das falsche Firmware-Update auch nicht mehr aus.
  • SMARTPHONE HORIZONT: Android dominiert, Apple macht Kasse: Im weltweiten Smartphone-Markt ist Samsung bislang die klare Nummer eins. Im zweiten Quartal kam der südkoreanische Konzern nach Berechnungen der Marktforscher von IDC mit rund 77 Millionen verkauften Computer-Handys auf einen Anteil von gut 22 Prozent. Apples iPhone lag mit 40,4 Millionen Telefonen und knapp zwölf Prozent Marktanteil auf Platz zwei. Doch da Apple auf günstige Modelle in seinem Angebot verzichtet, erzielt der Konzern mit Abstand die höchsten Gewinne in der Branche.
  • DEUTSCHLAND Handelsblatt: Für viele Senioren ist die Pflege zu teuer: Was Altenpflege in Deutschland kostet, ist je nach Region extrem unterschiedlich. Viele Senioren können sich keinen teuren Heimplatz leisten. Doch auch günstige Pflege hat ihren Preis, wie eine aktuelle Studie zeigt. In einer am Mittwoch vorgestellten Studie der Bertelsmann-Stiftung, übersteigt der fällige Eigenanteil für den Heimplatz in fast der Hälfte aller Städte und Kreise (44 Prozent) das durchschnittliche Haushaltsbudget der über 80-Jährigen. Bislang fehle es der Politik an einer Lösung, wie Altenpflegekräfte leistungsgerecht bezahlt werden, ohne die Pflegebedürftigen und ihre Familien finanziell zu überfordern.
Weiterlesen »

Algorithmen können fairer sein als Menschen

code(image by geralt [CC0 Public Domain] via Pixabay)

Amazon hat kürzlich damit angefangen, Lieferungen am selben Tag in ausgewählten großstädtischen Gegenden anzubieten. Das mag für viele Kunden gut sein, doch die Markteinführung zeigt auch, wie computerisierte Entscheidungsfindung eine hohes Maß an Diskriminierung fördern kann.

Sinnvollerweise begann die Firma mit ihrem Service in Gegenden, in denen die Lieferkosten am niedrigsten waren, indem sie die Postleitzahlen von dicht besiedelten Orten sowie die Anzahl existierender Amazonkunden ermittelten, deren Einkommensniveau hoch genug war, um regelmäßig Produkte, für die Lieferung am selben Tag verfügbar waren, zu erwerben. Die Firma gab eine Internetseite an, auf der Kunden ihre Postleitzahl eingeben konnten, um zu sehen, ob eine Lieferung am selben Tag bei ihnen möglich wäre. Enthüllungsjournalisten bei den Bloomberg News nutzten diese Seite zur Erstellung einer Karte, die die Gegenden mit dem Amazon-Lieferangebot am selben Tag zeigt.

Die Bloomberg-Analyse zeigte, dass viele ärmere, städtische Gegenden von diesem Service ausgeschlossen waren, während in wohlhabenderen Nachbarschaften dieser Service angeboten wurde. Viele dieser ausgeschlossenen armen Gegenden wurden vorwiegend von Minderheiten bewohnt. Beispielsweise wurde in Boston das komplette Stadtgebiet abgedeckt – bis auf den Bezirk Roxbury. Der Service deckte in New York City beinahe sämtliche Bezirke ab, während die Bronx außen vor blieb. In Chicago wurde die verarmte South Side ausgelassen, während die wohlhabenderen nördlichen und westlichen Vorstädte mit einbezogen wurden.

Man ist versucht, zu denken, dass datenbasierte Entscheidungen unvoreingenommen sind. Jedoch zeigen Forschung und wissenschaftliche Diskussionen nach und nach, dass Unfairness und Diskriminierung bestehen bleiben. In meinem Onlinekurs zu Datenethik lernen die Studenten, dass Algorithmen diskriminieren können. Allerdings gibt es einen Silberstreif am Horizont: Wie auch die Bloomberg-Studie zeigt, kann es die Tatsache, die Entscheidungsfindung auf Daten zu gründen, auch einfacher machen, aufkommende Vorurteile zu entdecken.

Voreingenommenheit kann unbeabsichtigt sein

Unfaire Szenarios, wie bei der Lieferpolitik von Amazon, können aus vielen Gründen entstehen, inklusive versteckter Verzerrungen – beispielsweise der Annahme, dass die Bevölkerung einheitlich über die Stadt verteilt ist. Die Entwickler von Algorithmen haben wahrscheinlich nicht die Absicht, zu diskriminieren, und merken es möglicherweise gar nicht, dass sich ein Problem eingeschlichen hat.

Amazon erklärte Bloomberg, dass man keine diskriminierenden Absichten verfolgte, und alles spricht dafür, dass diese Aussage wahr ist. Als Antwort auf den Bloomberg-Bericht haben Stadtbeamte und andere Politiker Amazon dazu aufgerufen, dieses Problem zu beheben. Die Firma reagierte schnell darauf und fügte die ehemals ausgeschlossenen ärmeren städtischen Postleitzahlen zu ihren vom Service abgedeckten Gegenden hinzu.

Eine ähnliche Frage hat sich bei Uber gestellt. Hier sah es zunächst so aus, dass in Gegenden, die eher von einer weißen Bevölkerung bewohnt wurde, ein  besserer Service angeboten wurde. Es ist wahrscheinlich, dass noch mehr Einzelhandel- und Serviceindustriebeispiele in Zukunft gefunden werden, die unabsichtlich durch Algorithmen diskriminieren.

Wird von den Algorithmen zu viel verlangt?

Wir sollten einen Moment innehalten, um zu prüfen, ob wir übermäßige Ansprüche an die Entscheidungen von Algorithmen stellen. Firmen, die stationär arbeiten, treffen ständig standortbezogene Entscheidungen und beziehen dabei Kriterien ein, die sich nicht allzu sehr von denen Amazons unterscheiden. Solche Filialen versuchen, Standorte zu finden, die für eine große Menge potenzieller Kunden mit Geld zum Ausgeben in Frage kommen.

Konsequenterweise entscheiden sich nur wenige Geschäfte dafür, sich in ärmeren innerstädtischen Nachbarschaften niederzulassen. Vor allem im Zusammenhang mit Lebensmittelgeschäften ist dieses Phänomen ausführlich erforscht worden, und der Term „food desert“ („Lebensmittelwüste“) wird benutzt, um städtische Gegenden zu beschreiben, in denen die Einwohner keinen geeigneten Zugang zu frischen Lebensmitteln haben. Diese Standortverzerrung ist weniger gut untersucht, wenn es zu Einzelhandelsgeschäften im Allgemeinen kommt.

Als ein bezeichnendes Beispiel schaute ich mir die 55 Standorte von Target, einer großen Einzelhandelskette, in Michigan an. Als ich jede Postleitzahl in Michigan danach sortierte, ob das Durchschnittseinkommen verglichen mit dem landesweiten Durchschnittseinkommen hier in der unteren oder oberen Hälfte lag, fand ich heraus, dass nur 16 der Targetläden (29 Prozent) in den Gegenden mit Postleitzahlen aus der unteren Einkommenshälfte lokalisiert waren. Mehr als zweimal so viele, 39 Läden, befanden sich in den Gegenden mit den Postleitzahlen der reicheren Hälfte.

Diskriminierung identifizieren

Darüber hinaus findet sich keine einzige Target-Filiale in Detroit, während sich in den reicheren Vorstädten von Detroit diverse Läden befinden. Trotzdem gab es noch keinen öffentlichen Aufschrei mit dem Vorwurf, dass Target durch seine Niederlassungsentscheidungen arme Menschen diskriminiert. Es gibt zwei Hauptgründe, warum die Sorge über Amazon gerechtfertigt ist: Rigidität und Dominanz.

Rigidität hat sowohl mit dem Entscheidungsfindungsprozess des Online-Einzelhändlers als auch mit dem Ergebnis zu tun. Amazon entscheidet, welche Postleitzahlgegenden in das Servicegebiet fallen. Wenn ein Kunde nur eine Straße von der Grenze, die Amazon gesetzt hat, entfernt wohnt, liegt er außerhalb der Servicegegend und kann wenig dagegen tun. Im Gegensatz dazu kann jemand, der in einer Postleitzahlgegend ohne Target-Filiale lebt, dennoch bei Target einkaufen – auch wenn er länger braucht, um dorthin zu kommen.

Es ist außerdem wichtig, wie dominant ein Einzelhändler in den Köpfen der Verbraucher ist. Während Target nur einer von vielen Sportartikelverkäufern ist, genießt Amazon als Interneteinzelhändler Marktdominanz und zieht daher mehr Aufmerksamkeit auf sich. Solch eine Dominanz ist charakteristisch für die heutigen Internetgeschäfte, die nach dem Motto „The Winner takes it all“ funktionieren.

Während ihre Rigidität und Dominanz unsere Sorge über Onlinegeschäfte vergrößern mögen, so helfen sie uns doch auch, ihre Diskrimination besser zu entdecken als bei stationären Geschäften. Bei einer traditionellen Ladenkette müssen wir schätzen, wie lang ein Anfahrtsweg für den Kunden maximal sein darf. Wir müssen uns außerdem des Zeitfaktors bewusst sein: Fünf Meilen zur nächsten Autobahnausfahrt ist nicht das gleiche wie fünf Meilen durch vollgestopfte Straßen in Richtung der anderen Seite der Stadt. Außerdem kann die Anreisezeit selbst in Abhängigkeit von der Tageszeit stark variieren. Nachdem man identifiziert hat, in welchen Gegenden ein Geschäft wahrscheinlich seinen Service anbietet, werden diese Gegenden nicht eins zu eins deckungsgleich mit den geographischen Einheiten sein, für die uns Statistiken über Rasse und Einkommen vorliegen. Zusammengefasst ist die Analyse chaotisch und bedarf eines großen Aufwands.

Im Gegensatz dazu haben Journalisten bei Bloomberg wohl nur wenige Stunden gebraucht, um eine Karte mit der Servicegegend Amazons zu erstellen und diese mit dem Einkommen oder der Rasse in Beziehung zu setzen. Wenn Amazon das betriebsintern vollzogen hätte, hätten sie dieselbe Analyse in nur wenigen Minuten durchführen können – und sie hätten vielleicht die Probleme gesehen und schon vor der Einführung des Services der Lieferung am selben Tag behoben.

Wie vergleichen Menschen?

Lassen Sie uns einen Blick auf ein ganz anderes Beispiel werfen, um zu sehen, wie die gleichen Punkte auf viele Dinge zutreffen. ProPublica hat eine exzellente Analyse von Rassendiskriminierung durch einen Algorithmus, der die Wahrscheinlichkeit, dass ein Krimineller wieder das Gesetz bricht voraussagt, veröffentlicht. Dieser Algorithmus berücksichtigt Dutzende Faktoren und kalkuliert eine Wahrscheinlichkeitseinschätzung. ProPublicas Analyse fand signifikante systematische Rassenverzerrungen, und das, obwohl Rasse nicht einmal unter den spezifischen berücksichtigten Faktoren war.

Ohne den Algorithmus würde ein menschlicher Richter eine ähnliche Einschätzung abgeben, als Teil einer Strafzumessung oder Bewährungsentscheidung. Die menschliche Entscheidung würde vielleicht ein umfassenderes Set von Faktoren berücksichtigen, so wie beispielsweise das Auftreten des Kriminellen vor Gericht. Aber wir wissen aus psychologischen Studien, dass menschliche Entscheidungsfindung voll von Verzerrung und Vorurteilen ist, selbst wenn wir versuchen, möglichst fair zu sein.

Jegliche Fehler, die aus den Verzerrungen in Entscheidungen menschlicher Richter entstehen, sind aber voraussichtlich bei verschiedenen Richtern unterschiedlich bewertet worden – und sogar bei verschiedenen Entscheidungen, die von ein und demselben Richter getroffen werden. Insgesamt mag es Rassendiskriminierung durch unterbewusste Vorurteile geben, dies aber endgültig festzustellen, ist schwierig. Eine amerikanische Studie des Justizministeriums fand deutliche Hinweise darauf, dass bei der Verurteilung weißer und schwarzer Häftlinge Unterschiede bestehen, konnte aber nicht klar bestimmen, ob die Rasse selbst ein Faktor bei diesen Entscheidungen war.

Im Gegensatz dazu wird der Algorithmus, den ProPublica überprüft hat, bei tausenden von Fällen über viele Staaten hinweg genutzt. Seine Rigidität und das hohe Volumen erleichtern die Aufgabe, eine mögliche Diskriminierung festzustellen – und kann Wege bieten, das Problem effizient zu beheben.

Das Nutzen von Informationstechnologie scheint die Unterschiede und Daten deutlicher und leichter verfügbar zu machen. Was gestern noch unter den Teppich gekehrt werden konnte, schreit heute nach Aufmerksamkeit. Während wir immer mehr Nutzen für datengelenkte Algorithmen finden, ist es noch nicht üblich, deren Fairness zu analysieren, vor allem vor der Einführung eines neuen, datenbasierten Services. Um dies zu erreichen, muss ein langer Weg des Messens und Verbesserns der Fairness dieser immer wichtiger werdenden computerisierten Kalkulationen gegangen werden.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image ”Algorithmen” by geralt (CC Public Domain)


The Conversation

Weiterlesen »

Das große Startup-Fressen

Leyla on her BlackBerry (adapted) (Image by leyla.a [CC BY-SA 2.0] via Flickr)

Gesunde Ernährung und die einfache Zustellung von Lebensmitteln ist für viele Jungunternehmen in Österreich zum Betätigungsfeld geworden – mit wachsendem Erfolg. Banken, Medien, Transport, Medizin, Hotellerie, Handel – und jetzt unsere Lebensmittel. Für Startups hat sich Ernährung und Gesundheit in wohlhabenden Gesellschaften zu einem großen Trend entwickelt, in dem auch Investoren viel Geld liegen sehen. Treiber des Startup-Trends ist aber nicht nur der Wunsch nach einem gesünderen Leben, sondern auch die ganz normale Faulheit der Konsumenten. 

1. Delinski

Unter dem Motto “smart table booking” ist das Startup Delinski von Gründer Lukas Zielinski angetreten, um Nutzern eine Art Restplatzbörse für Restaurants anzubieten. Damit Lokale leere Tische leichter füllen können, lassen sie sich auf der Plattform listen. Nutzer können dort gegen eine Gebühr von fünf Euro einen Tisch (in derzeit 186 Restaurants in Wien und Graz) reservieren und bekommen dafür 30 Prozent Ermäßigung (ausgenommen sind Sonderangebote, Mittagsmenüs, Tabakwaren und in manchen Restaurants Weine, die mehr als 100 Euro kosten).

2. Feinkoch

Im 6. Wiener Bezirk gelegen, ist der Laden Feinkoch von Gründer Simon Jacko möglicherweise die Blaupause für den Single- bzw. Workaholic-Supermarkt der Zukunft. Denn hier kauft man nur genau das, was die Feinkoch-Rezepte vorgeben und keinen Gramm mehr. Die benötigten Mengen sind vorportioniert, und wer zu faul zum rausgehen ist, kann sich die Lebensmittel zu Ladenöffnungszeiten in Wien innerhalb von 60 Minuten per Fahrradboten zustellen lassen. Je nach Zutaten kostet ein Gericht pro Person zwischen 5 und 8 Euro, man kann natürlich auch Mengen für mehrere Personen kaufen bzw. bestellen.

3. Frische Fritzen

Das Startup aus dem niederösterreichischen Wieselburg hat nichts mit der bekannten Biermarke Wieselburger zu tun, sondern sich ursprünglich auf Biomüsli spezialisiert. Die Idee: Man beliefert die Kundschaft mit selbstkreierten Müsli-Joghurt-Variationen, die untertags für eine gesündere Ernährung vor allem im Job sorgen sollen. Mittlerweile hat das Dreier-Team allerdings eingestehen müssen, dass der Fokus ausschließlich auf Müsli wohl zu eng war. Seit dem 1. Oktober sind die Kunden an den auf vegetarische Speisen spezialisierten Liefer-Dienst Ritabringts.at aus Wien übergeben worden, der die beliebtesten Müsli-Variationen in sein Menü aufgenommen hat.

4. FoodNotify

Das Startup FoodNotify von Gründer Thomas Primus hat sich die seit Dezember 2014 in der EU verpflichtenden Allergenkennzeichnungen von Lebensmitteln zum Geschäft gemacht. Das Startup hilft Restaurants dabei, ihre Speisekarten einfach mit den Kennzeichnungen (z.B. für Gluten, Krebstiere, Erdnüsse, uvm.) zu versehen. Primus hat außerdem einen Deal mit dem Großhändler Metro an Land gezogen. Gastwirte, die bei Metro einkaufen, können sich automatisch eine Auflistung der Allergene, die in den gekauften Lebensmitteln enthalten sind, über eine App besorgen.

5. KochAbo

Die Marke KochAbo, die in Österreich dank der Werbung mit ORF-Moderator Andi Knoll durchaus Bekanntheit erreicht hat, soll nach der Übernahme durch den Berliner Zutaten-Lieferdienst Marley Spoon vorerst erhalten bleiben. 2012 gegründet, soll KochAbo 2014 pro Woche 70.000 Euro Umsatz gemacht haben und profitabel gewesen sein. Für KochAbo klappte die Expansion nach Deutschland nicht, jetzt ist es quasi das Vehikel für die Ausweitung des Geschäftsbereichs in die andere Richtung.

6. Porcella

Wer sich “Fleischraritäten aus biologischer Landwirtschaft” aus dem Waldviertel (z.B. Karree vom Turopolje-Schweinoder oder Rostbraten vom Waldviertler Blondvieh) frei Haus liefern lassen möchte, der bestellt bei Porcella von den Gründern Gregor Einetter und Miriam Strobach. Sie haben Kooperationen mit Biolandwirten und dem Biofleischermeister Roman Schober, um das Fleisch österreichweit an die Haustüren der Kunden zu liefern – denn die müssten ansonsten direkt zum Hof fahren, um Fleisch dieser Qualität zu kaufen.

7. Rita bringt’s

Der 2014 von Rita Huber gegründete Lieferdienst Ritabringts.at hat sich auf die Zustellung von vegetarischen Speisen in Wien (Achtung: noch nicht in allen Bezirken) spezialisiert. Die Jungfirma kocht täglich (ausschließlich Biozutaten, versteht sich von selbst) frisch und liefert die Mahlzeiten an Adressen in Wien aus. Jeden Tag gibt es eine andere Suppe und Hauptspeise sowie einen anderen Salat, außerdem gibt es wie unter Punkt 3 erwähnt, die Müslis von den Frischen Fritzen. Wer ein Menü ordert, muss etwa zehn Euro einrechnen, Liefergebühr gibt es keine (die Lieferung kommt zwischen zehn und zwölf Uhr).

8. Treats

“Casual Health Food” ist das Spezialgebiet des Wiener Startups Treats von den Gründerinnen Camilla Sievers und Ines Grangl. Sie wollen Kunden (und vor allem Firmenkunden) per Post gesunde Snacks und Kaltgetränke zusenden, ab liebsten im Abonnement. Zur Auswahl gibt es derzeit unterschiedliche Boxen wie “vegan”, “organic” oder “protein”, die jeweils etwa 14 Euro kosten und verschiedene Nuss- und Trockenfrüchte sowie Riegel beinhalten. Unternehmen, die ihre Mitarbeiter mit Treats-Produkten versorgen, verspricht man mehr Produktivität und weniger Krankentage.

9. Yipbee

Für Faule oder Leute, die keine Zeit haben, schickt das Startup Yipbee der Gründer Patrick Pammer und Umut Kivrak, Studenten in den Supermarkt. Innerhalb von zwei Stunden sollen sie es in Wien (Montag bis Sonntag) schaffen, die Waren, die man auf der Webseite angibt, nach Hause liefern zu können. Der Mindestbestellwert liegt bei 15 Euro, die Liefergebühr bei 5,99 Euro. Yibe hat das Waldviertler Familienunternehmen Kiennast vom Geschäftsmodell überzeugt und sich ein Investment abgeholt, außerdem haben das Linzer Software-Unternehmen Catalyst und Eberhard Dürrschmid, Geschäftsführer des Spiele-Entwicklers Greentube, investiert.

10. Zuper

Zuper ist der direkte Konkurrent von Yipbee und wurde von David Savasci, Thomas Taschauer und Thomas Wagner gegründet. Innerhalb von zwei Stunden soll man Waren von Hofer, Billa, Merkur und lokalen Bio-Supermärkten online bestellen und nach Hause geliefert bekommen. Die Liefergebühr hängt vom Gewicht ab (0 bis 15 Kilo kosten 4,90 Euro, 15 bis 25 Kilo kosten 7,90 Euro), der Mindestbestellwert liegt bei 25 Euro. Neben der Liefergebühr will man Umsatz auch über Rabattaktionen mit den Supermarktpartnern machen. Michael Ströck, ehemaliger CEO von KochAbo, konnte bereits als Investor gewonnen werden.


Image (adapted) “Leyla on her BlackBerry” by leyla.a (CC BY-SA 2.0)


 

Weiterlesen »