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Das war der #neuenähe-Hackathon 2016

Hackathon (adapted) (Image by Andrew Eland [CC BY-SA 20] via flickr)
Dieser Beitrag ist Teil einer Artikelreihe zum gemeinsamen Event und Hackathon von Microsoft und der Aktion Mensch für mehr Inklusion und Teilhabe im Netz. Wenn man an Inklusion denkt, ist das Internet nicht zwingend der erste Ort, der einem in den Sinn kommt. Cyber-Mobbing, Hatespeech und auch einfach schlechte Usability [...]
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Twitter Fabric: Der Stoff aus dem App-Entwicklerträume sind?

Mit der Fabric-Plattform hat Twitter eine Reihe Tools für Entwickler von Mobile Apps vorgestellt, die gleichzeitig eine Abkehr vom bisherigen Kerngeschäft. Mittwoch fand die erste Entwicklerkonferenz von Twitter unter dem Namen Twitter Flight statt und markiert einen gewaltigen Kurswechsel für das Unternehmen. Kern dieser Neuausrichtung ist die Fabric-Plattform, die die Tools Twitter Kit, MoPub und Crashlytics bietet. Mit dieser Plattform, die nahezu gar keine Verbindung zum bisherigen Kerngeschäft aufweist, will das Unternehmen App Entwickler für sich gewinnen. Ganz einfach wird dieses Vorhaben allerdings nicht, da Twitter genau diese Entwickler in der Vergangenheit mit API-Restriktionen vergrault hat.

Tool Time

Twitter Kit ist wohl das größte Alleinstellungsmerkmal für die Twitter-Entwicklerplattform. Mit dem Tool Digits können Entwickler den Nutzern erlauben, sich mit der Mobilfunknummer anstelle von E-Mail oder Social Network einzuloggen. Bisher stellte dies ein großes technisches Problem dar, da man sich weltweit mit vielen Mobilfunkbetreibern einigen muss. Viel zu viel Aufwand für App-Entwickler, aber für ein Unternehmen wie Twitter kein großes Problem – Digits wird in 268 Ländern und 28 Sprachen starten. Der Vorteil für Twitter ist, dass weder Google noch Facebook ein derartiges Feature im Angebot haben.

MoPub ist ein Ad Exchange-Dienst, den Twitter kurz vor dem Börsengang übernommen hat und der nun ein Bestandteil von Fabric wird, und zwar ein sehr wichtiger Bestandteil. Als Werbenetzwerk bietet MoPub nicht nur Entwicklern die Möglichkeit über Werbeeinblendungen in den Apps Geld zu verdienen, sondern auch Twitter selber endlich eine Möglichkeit der Monetarisierung, da das Unternehmen einen Anteil an den Werbeeinnahmen einbehält. MoPub setzt Facebooks Audience Network noch einen drauf, da es sich um ein Netzwerk der Netzwerke handelt, in dem laut Twitters Director of Mobile Platform, Jeff Seibert, tausende Werbetreibende in Echtzeit auf ihr Inventar bieten.

Crashlytics ist ein Analytics Tool für App-Entwickler, mit dem sich eine Vielzahl von Informationen sammeln und Optimierungen an der App vornehmen lassen. So kann man zum Beispiel die Performance der App testen, sehen, wie viele Nutzer die App gerade verwenden und Benachrichtigungen erhalten, wenn etwas schief geht. Mit dem Tool Answers soll dem Entwickler zudem gezeigt werden, welche Code-Zeilen für einen Absturz verantwortlich sind.


Dick Costolo stellt Fabric vor (Bild: Twitter, CC BY-NC-SA 2.0)
Dick Costolo announcing Fabric (Bild: Twitter, CC BY-NC-SA 2.0)


Times they are a changing

Mit der Fabric-Plattform versucht Twitter erstmals einen großen Einfluss darauf zu nehmen, wie Mobile-Apps entwickelt werden. Außerdem versucht das Unternehmen auf diesem Weg zu Facebook aufzuschließen, die seit einem guten Jahr ebenfalls um die Gunst der App-Entwickler buhlen, seit das Mobile-Server-Unternehmen Parse aufgekauft und mit Audience Network eine Werbeplattform gegründet wurde. Facebook hat bereits große Unternehmen im Boot, wie etwa McDonalds, Spotify oder Target – ob Twitter mit ähnlich namenhaften Partnern aufwarten kann, bleibt allerdings noch abzuwarten.

Mit der Abkehr vom bisherigen Kernprodukt könnte es Twitter endlich gelingen erwachsen zu werden und ernsthaft Geld zu verdienen. Monetarisierung war bisher nicht der Fokus des Unternehmens, weshalb das Unternehmen gerade bei den Anlegern oft in die Kritik geraten ist. Ganz einfach wird das Unterfangen allerdings auch mit einer so mächtigen Plattform wie Fabric nicht, Entwickler für die neue Plattform zu gewinnen, denn in der Vergangenheit hat Twitter sich nicht gerade als entwicklerfreundlich gegeben. 2012 hat das Unternehmen eine API-Begrenzung eingeführt, die Anbietern von Twitter-Clients ein Nutzerlimit auferlegt und somit einige Erfolgsgeschichten zu einem jähen Ende gebracht hat. Hier wird einige Arbeit nötig sein, um die Wunden zu heilen und die Entwickler auf die eigene Seite zu ziehen.

 

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5 Lesetipps für den 1. Mai

In unseren Lesetipps geht es heute um FB Newswire, Technologie zur Überwachung aus Europa, das Chromebook und die Cloud, Überwachung im Digitalen und die f8-Konferenz von Facebook. Ergänzungen erwünscht.

  • FB NEWSWIRE NDR.de: Facebooks Silbertablett für Journalisten: „FB Newswire“ nennt sich der neue Service vollmundig. Das lässt Journalisten aufhorchen: Eine eigene Nachrichtenagentur, mit Informationen gefüttert aus dem mit Abstand größten sozialen Netzwerk weltweit? Dringt da die Firma Facebook ein weiteres Stück in das angestammte Territorium der klassischen Medien ein? Fiete Stiegers stellt den neuen Dienst auf NDR.de vor.
  • SPYWARE No Spyware for Dictators: Wie Europa die Welt mit Überwachungstechnologie versorgt: Europäische Überwachungstechnologie erlaubt es Regierungen in der ganzen Welt, Aktivisten und Menschenrechtsverteidiger auf Schritt und Tritt zu verfolgen. In einer sehr interessanten Visualisierung zeigt die Fraktion der Grünen im Europaparlament den Handel mit europäischer Technik und wie so Europa Dutzende Regime auf der ganzen Welt unterstützt, die die Menschenrechte mit Technologien unterdrücken.
  • CHROMEBOOK Re/code: Chromebooks on Fire! The Coming Consumer Cloud Revolution: Auf Re/code schreibt Kenny Sahr über das ChromeBook von Google, einem Browser im Notebook-Format, der in den USA gerade zu den best verkauften Geräten überhaupt gehört. Das ist für Sahr Ausdruck der kommenden „Consumer Cloud Revolution“, die er anhand des ChromeBooks, einem Vergleich mit dem ersten Album von Led Zeppelin und dem Nutzerverhalten von ChromeBook-Besitzern erklärt.
  • ÜBERWACHUNG Der Freitag: Datenaskese wird uns nicht retten: Statt politisch neue Weichen zu stellen, wird Nutzern empfohlen, weniger Daten im Netz zu hinterlassen. Das ist der falsche Weg, findet die Piratin Katharina Nocun in einem Gastbeitrag auf Freitag.de. Bei allen Problemen durch staatliche Überwachung, dem drohenden Ende der Netzneutralität und allmächtig erscheinenden Internet-Unternehmen, sollen wir uns laut Nocun „das mächtigste Werkzeug, das wir jemals hatten, nicht von ein paar alten Männern mit Allmachtsphantasien wegnehmen lassen“.
  • FACEBOOK f8: Helping Developers Build, Grow, and Monetize: Gestern fand in San Francisco die Entwicklerkonferenz f8 des sozialen Netzwerkes Facebook statt. Im Fokus der Neuvorstellungen an Features stand neben dem weiteren Ausbau von Facebook zu einer mobilen Plattform der Umgang mit den Nutzerrechten. Hier kommt Mark Zuckerberg in 10 Jahren wohl zum ersten Mal den Bedürfnissen der Mitglieder entgegen. Ilya Sukhar stellt im Facebook-Blog alle Highlights der f8-Keynote vor.

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5 Lesetipps für den 29. April

In unseren Lesetipps geht es um Innovation, Mathematiker und Geheimdienste, E-Commerce, eine Datentankstelle und was Facebook auf der F8 vorstellen könnte. Ergänzungen erwünscht.

  • INNOVATION Blick Log: Innovation in der Payment Industrie (Teil 1): Die Innovationskraft der Payment Industrie ist nicht die die absolute Stärke dieser Branche. Doch auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn, weshalb in der Branche auch geforscht wird und neue Konzepte entworfen und getestet werden. In einem Gastbeitrag auf Blick Log stellt Daniel Eckstein die Innovationstreiber der Branche vor und warum Ideen funktionieren und andere nicht.
  • GEHEIMDIENSTE Zeit Online: Mathematiker ruft zum Geheimdienst-Boykott auf: Die NSA ist der größte Arbeitgeber für Mathematiker in den USA. Patrick Beuth stellt auf Zeit Online den britischen Mathematiker Tom Leinster vor, der im Magazin NewScientist seine Kollegen dazu aufruft, nicht für die NSA oder den britischen Geheimdienst GCHQ zu arbeiten.
  • E-COMMERCE Location Insider: Der Untergang des stationären Handels: “Das haben wir schon immer so gemacht.” Der Lieblingssatz untergegangener Zivilisationen trifft auch in weiten Teilen auf den stationären Einzelhandel zu, wie Maik Klotz im Locationinsider-Blog schreibt. Fast störrisch hält man an alten Strukturen fest und schaut teilnahmslos zu, wie sich der E-Commerce jeden Tag ein weiteres Stück vom Kuchen abschneidet.
  • DATENTANKSTELLE Wikimedia Blog: Tanke schön! Wie aus einer Zapfsäule das Öl des 21. Jahrhunderts fließt: Im Blog der Wikimedia Deutschland schreibt Mathias Schindler über die Datentankstelle, die den Gedanken, dass Informationen des Öl des 21. Jahrhundert sind, mit einer wirklichen Zapfsäule verbindet: “ Im Inneren der Datentankstelle steht ein handelsüblicher PC mit mehreren Festplatten und Ubuntu. (…) Aus dem Zapfventil kommen vier Netzwerkkabel zum Anschließen eigener Geräte. Mitgebrachte USB-Sticks können an der Seite der Zapfsäule angeschlossen werden. Der Datentankende wählt über das Display die gewünschen Datensets aus und startet den Zapfvorgang.“
  • FACEBOOK ReadWrite: What Facebook May Unveil At F8: Morgen findet die erste Entwicklungskonferenz von Facebook seit drei Jahren statt und bisher gibt es noch nicht viel zu sagen, was Mark Zuckerberg auf der f8 vorstellen wird. Selena Larson hat die Vermutungen einmal gesammelt und geht davon aus, dass neben Designänderungen vor allem die Ausrichtung auf das mobile Internet und mobile Online-Werbung im Vordergrund stehen werden.

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