All posts under distribution

Journalismus im Netz: mit neuen Erklär-Formaten in alten Filterblasen

Explaining (adapted) (Image by Boris Baldinger [CC BY 2.0] via flickr)

Online-Medien haben im vergangenen Jahr verstärkt „Erklär-Formate“ auf ihre Seiten gebracht – seien es Hintergrundtexte mit lexikalischem Charakter oder bessere Infoboxen als interaktive Elemente, neben längst schon bestehenden Faktenchecks, Frage-Antwort-Texten und datenjournalistischen Elementen. Die neuen Erklär-Formate sollen Überblick schaffen und Diskurse strukturieren – und hängen zugleich zwischen Lesergruppen, die häufig entlang ihrer interessegesteuerten Filterblasen zersplittern. Was können Erklär-Formate leisten? Und wie können Filterblasen platzen, damit Diskurse breit wahrgenommen werden? Eine Suche nach Ideen und Antworten auf der re:publica.  

Old stuff in progress: Formate

„Leuchtturmprojekte funktionierten beim Journalismus im Netz bereits gut, mit großen Ressourcen und Teams,“ sagt Markus Horeld, stellvertretender Chefredakteur bei Zeit Online auf dem Panel „Wissensvermittlung im Netz – Was tun, wenn’s komplex wird?“ Im Alltag hapere es jedoch zuweilen an der Wissensvermittlung hinter dem täglichen Nachrichtenstrom. Dafür seien neue Erklär-Formate gut geeignet. Bei Zeit Online sind das textreduzierte Grafiken, das Format der so genannten „Karten“, sowie das ständig erweiterbare Format des Livedossier. Sie wurden im Herbst 2015 gestartet. Das „Livedossier“ werde fortlaufend aktualisiert, sagt Horeld, es solle Überblick geben und Ursachen einer Entwicklung darlegen, sei es zur Griechenland-Krise oder zum VW-Abgasskandal. Die minimalistisch gestalteten „Karten“ dagegen wirken wie Karteikärtchen, die mit wenig Text Zusammenhänge verdichten und zugleich in ihre Einzelteile zerlegen. Zeit Online ist mit solchen Ideen nicht allein. Auch Spiegel Online hat unter dem Titel „Endlich verständlich“ im vergangenen Jahr ein explizites Erklär-Format gestartet. Bei den Krautreportern findet sich das ebenso vielfach. Solche Texte heißen zum Beispiel „Die neuen Rechten, verständlich erklärt. Das Livedossier eigne sich allerdings nicht für alles, sagt Horeld. „Man stößt an seine Grenzen.“ Das habe die Berichterstattung über Flüchtlinge gezeigt, als sich die Situation im Herbst beinahe täglich anders darstellte. Horeld selbstkritisch: „Wir haben zu einer unübersichtlichen Lage ein unübersichtliches Livedossier gemacht.“ Horeld betont, solche Texte und Grafiken seien nicht für Nachrichtenjunkies gedacht, sondern für Leser, die vielleicht nur einmal die Woche oder noch seltener reinlesen. Erklär-Formate erscheinen damit als eine Möglichkeit, mit der Medien zu einem konkreten Thema (teils unter Vorbehalt) gesicherte Wissensstände zusammenfassen und dem Diskurs darüber eine Struktur geben, bevor sie ihn selbst wieder neu anreichern.

New stuff in progress: Gesetze des Mediums (aus)nutzen

Algorithmen bestimmen den Raum, in dem sich Information im Digitalen bewegt – und damit wie Diskurse im Netz wahrgenommen werden. Wie damit umzugehen ist, war Thema auf dem Panel Wider die Herrschaft der Algorithmen, auf dem Jonas Schlatterbeck, Social Media Manager beim Fernsehsender Arte, Prof. Gerd Gigerenzer, Direktor des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung in Berlin, sowie die Medienwissenschaftler Dr. Juliane Jarke und Dr. Cornelius Puschmann diskutierten. Filterblasen über Priorisierungen bestimmter Inhalte im Newsfeed von sozialen Netzwerken oder personalisiert hochgespülte Suchergebnisse bei Google – was die Menschen erreicht, wird vielfach zum sich selbst verstärkenden um sich kreisenden Informationskosmos. Jarke mahnt: „So engt sich das Weltbild ein.“ Algorithmen arbeiten daran im Verborgenen mit. Die Konsequenz: Nicht mehr Journalisten, sondern Algorithmen seien der neue Gatekeeper in der Distribution von Inhalten im Netz, sagt Schlatterbeck. So wächst die Sehnsucht, ihnen ein Schnippchen zu schlagen.

Drei Beispiele:

  • Aufklärung über die Wirkmacht von Algorithmen: Schlatterbeck sieht dafür die Medien selbst in der Pflicht, indem auch sie sich der Algorithmen bedienten. Als Beispiel führt er eine Serie zum Thema „Tracken“ an, die sie im Social-Media-Team unter einer (thematisch völlig anderen) Überschrift nach dem aggressiven Clickbait-Muster von heftig.co verbreitet haben.
  • Austricksen von Algorithmen: Puschmann schlägt vor, „mehr Dadaismus in der Algorithmen-Welt“ zu wagen. Dafür könne man „sehr effektiv bestimmte Selektionskriterien nutzen“, sprich: durch bewusst erzeugtes Chaos die Filterblase aufbrechen und so den Zufall implementieren.
  • Springen zwischen Algorithmen: Jarke zeigt sich überzeugt, dass Änderungen am Algorithmus ganz bewusst im Sinne des Nutzers bis zu einem gewissen Grad auch von Plattform-Anbietern selbst zu erwarten seien, und zwar als Service-Design, sobald Wünsche der Nutzer einbezogen würden. Der Anfang sei mit bereits laufenden Debatten zu einem „Surprise-me-button“ gemacht – ob für Facebook oder andere Plattformen. Sprich: Gewissermaßen könnten so Sprünge zwischen verschiedenen Algorithmen ermöglicht werden.

Bildungsforscher Gigerenzer plädiert für bessere Förderung von Medienkompetenz, über den Umgang mit Algorithmen im Journalismus hinaus. Er gehört zu den neun Unterzeichnern eines Digitalmanifests, in dem die Experten vor „einer Aushöhlung der Demokratie durch Algorithmen“ warnen. Schlatterbeck – als Social-Media-Manager – plädiert für den Ausbruch aus der Filterblase auch übers Abschalten „als Teil einer Strategie“, etwa mit einem zusammengestellten „Medienmix“, der auch auf Print setzt. Weil das eher die Dichotomie von Print und Online neu betone, die man doch eigentlich als überwunden sehe, warb Puschmann dafür, das unbekannte und damit bedrohliche Wesen „Algorithmus“ besser zu verstehen – um es damit zu entzaubern.


Image (adapted) „Explaining“ by Boris Baldinger (CC BY 2.0)


Weiterlesen »

Die New York Times setzt verstärkt auf Newsletter

The New York Times (adapted) (Image by Alec Perkins [CC BY 2.0] via Flickr)

In einem Bericht von Lucia Moses auf digiday.com wird deutlich, wie viele Gedanken sich die New Yorker Tageszeitung machen muss, damit die Newsletter-Abonnenten weiterhin interessiert bleiben und eventuell sogar zu einem zahlenden Abonnenten werden. Da die vergangenen Newsletter eher wie Erweiterungen der einzelnen News-Bereiche waren, decken die neuen Newsletter noch eine größere Bandbreite an Themen ab und sind vor allem persönlicher gestaltet.

Neben diesen Themen bezogenen Newslettern fokussiert sich die New York Times mit einem Newsletter sogar nur auf eine einzelne Person, den Kolumnisten Nicholas Kristof. Für Dork Alahydoian, den Executive Director der New York Times, war es Zeit, dass Newsletter mehr als nur die Nachrichten abdecken. Also haben sie sich Gedanken gemacht, wie man auch diejenigen ansprechen könnte, die sich für andere Themen interessieren.

Am Ende standen zwei verschiedene Denkansätze zur Diskussion. Der erste Gedanke war, über die schon bestehenden Themen hinauszugehen, sprich auch in Bereiche wie beispielsweise LifeStyle. Der andere Ansatz war, eher einen schmaleren Pfad einzuschlagen. „Es ist nicht mehr so, dass ein Format allen gefällt“, so Alahydoian.

Die Mühe zahlt sich aus

Die New York Times veröffentlicht nicht die Anzahl der Newsletter-Abonnenten, teilte aber eine andere Zahlen mit, die einem einen Eindruck vom Erfolg macht: die Anzahl an Abonnenten ist in den letzen sechs Monaten um 14 Prozent gestiegen. Laut Lucia Moses bedeutet das im Bezug auf den Newsletter, dass aus zehntausenden von Abonnenten einige Millionen geworden sind. Es wird geschätzt, dass wöchentlich 50 Prozent der Newsletter auch wirklich geöffnet werden. Von einigen der neueren Newsletter werden wohl sogar bis zu 70 Prozent geöffnet. Zum Vergleich: die durchschnittliche Newsletter-Öffnungsrate von Medienunternehmen liegt bei 38,5 Prozent.

Zwar verdient die New York Times auch durch Werbung in den Newslettern, aber noch wichtiger sei es, dass sich die Menge an Lesern vergrößert, da sie sehr abhängig von zahlenden Abonnenten ist. Die Newsletter sind der Schlüssel dazu: es ist doppelt so wahrscheinlich, dass ein Leser der New York Times ein zahlender Abonnent wird, wenn er oder sie sich vorher für einen Newsletter eingetragen hat.

Hochwertige Qualität ist das A und O

Da es jedoch immer mehr Newsletter von den unterschiedlichsten Unternehmen gibt, ist es besonders wichtig, seinen Lesern etwas hochwertiges bereitzustellen. Dafür hat die New York Times extra ein zwölfköpfiges Team, das sich genau darum kümmert. Um die Nutzer auf die Newsletter aufmerksam zu machen, wurde mit Social-Media-Posts das Interesse der Leser geweckt. Für den Kristof-Newsletter zum Beispiel haben sich inzwischen 50.000 Nutzer eingetragen, nachdem er sechs Monate lang auf den Social-Media-Kanälen und der Website promotet wurde.

Ein anderer Aspekt, den die New York Times in den Newsletter mit hineinbringt ist, dass sie weg von dem RSS Feed ähnlichen Design, hin zu einem selbst geschriebenen Newsletter gegangen ist, wodurch diese persönlicher wirken. Außerdem ist die New York Times drauf und dran, neue Designs und Layouts auszutesten, die alles noch ansprechender machen sollen.


Image (adapted) “The New York Times” by Alec Perkins (CC BY 2.0)


 

Weiterlesen »

BuzzFeed-Gründer Jonah Peretti mailt seinen Mitarbeitern

Jonah Peretti (image (adapted screenshot) by Re_code)

Am Dienstag wendete sich BuzzFeed-CEO und Gründer Jonah Peretti in einer Mail an die gesamte Belegschaft und verkündete ein paar Neuigkeiten, die es in sich haben. Unter anderem hat BuzzFeed einen Fernseh-Deal mit NBCU geschlossen, kommt mithilfe von Yahoo nach Japan und wird noch stärker Inhalte für andere Plattformen produzieren. Am Ende profitieren davon laut Peretti vor allem die BuzzFeed-Mitarbeiter, weshalb wir seine doch altbackene Mail mal in den BuzzFeed-Style übersetzt haben, damit sich auch alle an der frohen Kunde erfreuen können. Gern geschehen, Jonah.

1. BuzzFeed kommt ins Fernsehen!

via GIPHY

Das US-amerikanische Medienunternehmen NBCUniversal (NBCU) hat eingewilligt, 200 Millionen US-Dollar in BuzzFeed zu investieren und mit dem Unternehmen eine Partnerschaft einzugehen, sodass BuzzFeed seine Reichweite auch auf Film und Fernsehen ausweiten kann. Die Kooperation und vor allem die Investition versetzt BuzzFeed in die Lage, neue Projekte zu starten, die sie alleine niemals alleine auf die Beine hätten stellen können.

2. Nihongo wo hanasemasu ka? BuzzFeed bald schon.

via GIPHY

BuzzFeed goes Japan, zumindest zum japanischen Ableger von Yahoo, das eines der führenden Internet-Unternehmen auf dem japanischen Markt ist. Dadurch muss BuzzFeed nicht von selbst neu starten, sondern kann das Netzwerk von Yahoo nutzen, schnell Nutzer mit seinen eigenen Inhalten zu erreichen. BuzzFeed-Präsident Greg Colemann erklärt die Details der Kooperation in einem eigenen Beitrag.

3. BuzzFeed produziert mehr Inhalte für andere Plattformen.

via GIPHY

Facebook wandelt sich immer mehr zu einer Nachrichtenplattform und das wohl am meisten alles auf soziale Netzwerke setzende Medium BuzzFeed darf da natürlich nicht fehlen. Doch neben Instant Articles kooperiert BuzzFeed auch mit Snapchat Discover und Apples News App, ist also eigentlich überall vertreten, um ein an seinen Inhalten interessiertes Publikum zu erreichen. Noch nie war die URL eines Medienunternehmens wohl so bedeutungslos wie bei BuzzFeed.

4. BuzzFeed ist zu allem bereit und vor allem mit jedem.

via GIPHY

Die Plattform für die eigenen Inhalte ist BuzzFeed egal, redaktionelle und kreative Unabhängigkeit ist es laut Peretti aber nicht. Doch weder Geld (siehe dazu Punkt 1 zum Investment von NBCU) noch Reichweite (siehe BuzzFeeds Distributionsstrategie in Punkt 3) sollen daran was ändern. Am Ende muss alles BuzzFeed dienlich sein.

5. And the winner is: die BuzzFeed-Mitarbeiter!

via GIPHY

Wer jetzt aber glaubt, dass von den Investitionen und dem Zugang zu BuzzFeed über mehr Medien und Plattform, sogar in neuen Sprachen, vor allem das eigene Publikum profitiert, der irrt. Für Peretti sind es vor allem die Mitarbeiter, die durch die von ihm ausgehandelten Kooperationen am meisten profitieren. Denn neben mehr Möglichkeiten, innerhalb des Unternehmens Karriere zu machen, hat die Leistung der Mitarbeiter einen größeren Einfluss. Da bleibt uns wohl nur noch, allen Angestellten von BuzzFeed zu gratulieren. You rock!

6. Jonah Peretti will noch (einmal) überrascht werden!

via GIPHY

Ein erstaunliches und manchmal wunderliches Medienunternehmen wie BuzzFeed aufgebaut zu haben, kann noch nicht das Ende sein. Peretti freut sich vor allem auf das, was noch kommt und mit welcher überraschenden Entwicklung sein Unternehmen ihm noch eine Freude machen wird.


Teaser & Image „Jonah Peretti“ (adapted screenshot) by Re/code


CHIEF-EDITOR’S NOTE: Wenn Ihnen unsere Arbeit etwas wert ist, zeigen Sie es uns bitte auf Flattr oder indem Sie unsere Reichweite auf Twitter, Facebook, Google+, Soundcloud, Slideshare, YouTube und/oder Instagram erhöhen. Vielen Dank. – Tobias Schwarz

Weiterlesen »

Distributed Content: Wie werden die Verlage reagieren?

Paperboy in 1963 (image (adapted) by Joyner Library at East Carolina University)

Die New York Times macht es, genauso wie BuzzFeed – der Trend hin zu Distributed Content erhöht die Abhängigkeit der Verlage von den sozialen Plattformen. Statt ihre eigenen Webseiten zu veröffentlichen, werden Nachrichtenunternehmen gefragt, ob sie direkt auf Plattformen publizieren wollen, auf denen sie keine Kontrolle haben. Ist die Jagd auf Leser genug, um den teilweisen Verlust seiner Freiheit zu rechtfertigen?

Im vergangenen August, als BuzzFeed ein etwa 50 Millionen US-Dollar schweres Venture-Kapital als Investment verkündete, hörten viele Journalisten eine Phrase zum ersten Mal: Distributed Content (deutsch etwa: geteilter Inhalt). Das Unternehmen verkündete, dass man etwas von dem Fördergeld nutzen würde, um einen neuen Teilbereich namens BuzzFeed Distributed zu gründen. Dies beinhaltete ein Team aus 20 Mitarbeitern, die “eigenen Content allein für Plattformen wie Tumblr, Imgur, Instagram, Snapchat, Vine und diverse Nachrichten-Apps erstellen sollten”. Mit anderen Worten, es gab nun ein Team, das Inhalt produzieren sollte, der nie auf BuzzFeed.com erscheinen sollte.

Sich auf sozialen Plattformen herumzutreiben ist für die Verleger nichts Neues. Die meisten Nachrichtenseiten nutzen Twitter und Facebook als Marketinginstrumente, um den Traffic zurück zur eigenen Seite zu leiten. BuzzFeed Distributed lebt allein in den sozialen Netzwerken und bleibt dabei völlig eigenständig. Es ist kein passender Vergleich, aber stellen Sie sich vor, wie es wäre, wenn die Seattle Times 20 Reporter anstellen würde, deren einziger Job es wäre, Stories für den Miami Herald zu schreiben.

Warum sollte BuzzFeed Millionen darauf verwenden, Inhalt für andere Plattformen zu erstellen und das auch noch ohne offensichtlichen finanziellen Verdienst? Nun ja, manche Risikokapitalgesellschaften geben ihnen weiterhin Geld, und für irgendwas muss es ausgegeben werden. Was aber viel wichtiger ist, BuzzFeed will die Aufmerksamkeit der Nutzer verfolgen. Und genau diese Nutzer bewegen sich zu sozialen Plattformen, bei denen die alten Tricks der Verleger nicht mehr funktionieren.

Ich denke, es ist sehr wahrscheinlich, dass das Internet in fünf Jahren völlig anders aussehen wird, genau wie es auch schon vor fünf Jahren war, erläuterte Anne Burton, die Chefin von BuzzFeed Distributed in einem Interview im vergangenen Herbst. Einer dieser Trends könnte sein, dass die Menschen ihren Medienkonsum an dem Ort betreiben, wo sie auch ihr Networking mit ihren Freunden betreiben. Wir wollen das herausfinden, und auch, was die Menschen liken und teilen, und genau dort auch ein Publikum erreichen, um ihm zu zeigen, dass wir die Besten darin sind, Dinge zu produzieren, die die Leute gerne teilen.

Aufbauen auf dem Eigentum der anderen

Wenn man ein bisschen aufgepasst hat, konnte man in den verganenen Monaten ein paar Schritte in eine ähnliche Richtung bemerken:

  • Reported.ly, das neue Startup von Pierre Omidyars First Look Media, wurde im Dezember ohne eigene Webseite gestartet. Der Kern fand auf Medium statt, aber die Arbeit lebt vor allem auf sozialen Plattformen. “Wir versuchen die Leute nicht von ihrer liebsten Onlinecommunity wegzuzerren, nur um ein paar Seitenaufrufe zu bekommen”, schrieb der stellvertretende Chefredakteur Andy Carvin in seinem ersten Posting. “Wir sind stolz darauf, aktive Mitglieder bei Twitter, Facebook und Reddit zu sein, wir sind nicht besser als alle anderen dort.”

  • Im Januar veröffentlichte Snapchat, die bei Teenagern extrem beliebte Chat-App, ein neues Programm namens Snapchat Discover. Dies ist ein neuer Ort, an dem ein Dutzend Verleger ihre Artikel direkt in die App spülen, die speziell für das Snapchat-Format designed worden sind. Zwar gibt es kaum offizielle Zahlen, aber es gibt Anzeichen dafür, dass Snapchat ein riesiges Publikum erreicht und erfolgreich erstaunlich hohe Werbekosten ansetzt.

  • NowThis, ein weiteres vielgerühmtes Startup, mit dem man kurze Videos für soziale Plattformen drehen kann, hat keine Kosten und Mühen gespart, im Februar ein Publikum auf ihrer Seite zu versammeln. Das Fazit: Die Homepage machte schlapp. “Für uns ist es leichter, die Leute an unsere Videos heranzuführen, wenn sie in den Feeds platziert werden. Das ist einfacher, als sie auf unsere Seite zu verlinken”, sagt deren Vizepräsident für soziale Medien.

  • Facebook argumentierte, dass das Verlinken auf fremde Seiten für die Nutzer ein negatives Erlebnis bedeuten würde. Also versuche man, Unternehmen immer wieder aufs Neue zu überzeugen, ihre Artikel direkt bei Facebook zu veröffentlichen, anstatt sie auf einer separaten Webseite zu präsentieren. Der Reiz hierbei ist, dass Facebook seine elaborierten Daten und Technik benutzen will, um mehr Geld daran zu verdienen, weil sie Werbeanzeigen entgegen des Content verkaufen, als ihr eigener Verlag es tun könnte – und alle zu gleichen Teilen. “Wir wollen für die Verlage ein besseres Klima schaffen”, sagte der leitende Produktverantwortliche im vergangenen Februar.

Man kann hier sehr gut die Gemeinsamkeiten erkennen: Den Triumph der sozialen Plattformen. Auf der einen Seite ist das alles nicht neu – Facebook hat das Verhalten der kompletten Welt kolonisiert, und das sogar schon vor einiger Zeit. Dann aber hat sich der Tonfall gegenüber den Entwicklern verändert. Früher hieß es: Verbringen Sie Ihre Zeit, in dem Sie ein paar Follower unseres Netzwerkes kultivieren – wir schicken Ihnen einfach eine Tonne an Traffic. Das hat sich heute entwickelt: Geben Sie Ihre Unabhängigkeit ab und treten Sie ein. Wir geloben, dass es die Mühe wert sein wird.

Dieser Umschwung ist ein verständliches Ergebnis des Erfolgs von Smartphones. Als ich das Internet in den 90er genutzt habe, war jede Seite technisch auf einem ähnlichen Level, egal, ob es NYTimes.com war oder der Foodblog von jemandem. Jede Seite hatte eine URL, die ich in den Browser eingeben konnte. Sowohl das größte Unternehmen als auch die kleineste Seite wurden in meinem Browsertab nebeneinander angezeigt und der Link, die bescheidene kleine blau unterlegte Zeile, verband sie alle als gleichwertige Bürger auf einer offenen Plattform. Aber das iPhone und der Aufstieg der Smartphones an sich, der darauf folgte, hat das Internet in Apps eingeteilt. Das grenzenlose Netz wurde zu einer weiteren App, die neben den anderen einherging. Innerhalb jeder Stunde, die der durchschnittliche US-Amerikaner an seinem Smartphone verbringt, nutzt er den Webbrowser nur sieben Minuten lang.

Der Link wird abgewertet

Eine zunehmende Menge der Teenager und jungen Leser sind nicht nur Digital Natives, sondern Smartphone Natives. Die sozialen Plattformen haben ihre volle Aufmerksamkeit. Die späteren Wiederholungen dieser Plattformen sind absichtlich nicht so designet, dass hier nette Nachrichten ausgetauscht werden, sondern dass hier die Aufmerksamkeit hergezogen wird.

Gerade Facebook und ganz besonders Twitter sind um Links herum gebaut worden. Sie sind Knotenpunkte, die einen an andere Stellen spülen. Deshalb sind sie so gute Motoren, um Nachrichten zu verbreiten. Instagram, Snapchat, Vine und all die anderen sorgen dafür, dass man innerhalb des Erlebnisses eingebunden bleibt. Instagram erlaubt beispielsweise keine Verlinkungen. Der einzige Weg, bei Instagram etwas in seinem Post zu verlinken, ist, indem man einen Werbung schaltet. Bei Snapchat geht das auch nicht, hier muss man als Unternehmen auftreten, um Teil der Discover-Plattform zu werden.

Sogar die Apps, die etwas offener gegenüber den Verlegern auftreten, sind normalerweise nicht sehr daran interessiert, die Nutzerfreundlichkeit nach eigenen Wünschen zu optimieren. Ein paar Nachrichtenportale haben mit der beliebten Chat-App WhatsApp experimentiert, indem sie sie als eine Art Liveticker genutzt haben. Aber die App macht es einem nicht so einfach. Hier werden Nachrichten nur an weniger Nutzer verschickt, und generell ist sie eher nervig. As er nach den Beschwerden der Verleger gefragt wurde, sagte der Sprecher von WhatsApp im Prinzip, dass diese App nicht für sie gedacht wäre und man kein Interesse daran hätte, sie danach anzupassen, was die Verleger gern hätten.

Verteilen oder nicht verteilen, das ist die Frage

Man hat nun also diese ganzen Apps und Plattformen, die die riesige Aufmerksamkeit von den Nutzern bekommen. Immer weniger Leute suchen sich ihre Nachrichten direkt heraus, sondern stolpern in den sozialen Medien darüber, die eher weniger nach den Interessen der Verleger ausgebaut worden sind. In diesem Zusammenhang werden die Inhalte geteilt: man veröffentlicht unter der Nase eines Anderen.

Was soll ein schlauer Verleger hier tun? Es gibt keine einfachen Lösungen, aber ein paar Ideen:

  • Auf Native Advertising setzen. Das ist das Ding von BuzzFeed. Ihre Argumentation gegenüber den Werbern ist: Wir wissen besser als alle Anderen, wie man Inhalte für sie sozialen Medien aufbereitet. Man verlässt sich nicht auf Werbebanner, also auch nicht auf Seitenaufrufe wie sonst immer. Wenn man bei Instagram erfolgreichen Content zusammenstellen kann, kann man das auch hier. Native Advertising wird in der nächsten Zeit noch größer werden.

  • Die Energie auf offene Plattformen setzen. Woher kam dieser kleine Trend der Email-Newsletter? Ein Grund dafür wäre: Email ist immer noch eine offene Plattform und niemand kontrolliert den Zugang zum Posteingang. Was ist mit Podcasts? Ein offenes Standardformat, bei dem jeder selbst veröffentlichen kann. In beiden Fällen kann der Nutzer entscheiden, in welchem Verhältnis er zum Veröffentlichenden steht. Es gibt keinen Mittelsmann.

  • Eigene Premium-Dienste anbieten. Wettbewerb gegen Aufmerksamkeit (und Werbeeinnahmen) wird immer härter im offenen Netz. Finden Sie heraus, wo man hochwertige Produkte für ein kleineres Publikum aufbauen kann.

  • In großem Maßstab denken. Der Grund, wieso so viel Venture-Kapital in BuzzFeed und Vox Media gespült wird ist, dass die Investoren glauben, sie könnten riesige Ausmaße erreichen, also die nächsten Time Inc. oder Reuters werden. Wenn man die Welt der sozialen Plattformen durchwandert, ist es am einfachsten, wenn man groß genug ist, um auch bemerkt zu werden.

Zuerst erschienen auf niemanlab.org. Übersetzung von Anne Jerratsch.


Teaser & Image „Paperboy in 1963“ (adapted) by Joyner Library at East Carolina University


Weiterlesen »

Konrad Weber über WhatsApp im Journalismus

Whatsapp (adapted) (Image by HeikoAL [CC0 Public Domain] via Pixabay)

Der Medienjournalist Daniel Bouhs hat sich mit Konrad Weber, Community Manager in der Newsredaktion des SRF, über WhatsApp im Journalismus unterhalten. Seitdem die BBC und das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) erfolgreich den von Facebook aufgekauften Messenger-Dienst WhatsApp für ihre Berichterstattung eingesetzt haben, wird auch hierzulande über die Möglichkeiten für den Journalismus diskutiert. Einen Share-Button zu WhatsApp zu haben, gilt schon als Innovation, werden damit doch Menschen mit einem gänzlich anderen Kommunikationsverhalten erreicht und in bisher schwer zugängliche Community-Blasen vorgestoßen.

Beim SRF ist Konrad Weber für den Einsatz von WhatsApp verantwortlich. Im Interview mit Daniel Bouhs erzählt Weber, dass zum einen die in der Schweiz, ähnlich wie in Deutschland, hohe Verbeitung des Messengers ein Grund war, warum der SRF sich dafür entschied, WhatsApp als weiteren Distributionskanal aufzumachen (die BBC nutzt neben WhatsApp inzwischen auch Line), aber es auch ein entscheidendes Ereignis dafür gab: die Schweizer Hochwasser im Sommer 2014. Über WhatsApp wurden Fotos und Informationen in Gruppen geteilt, die die Schweizer Medien durch zufälliges Nachfragen entdeckten und dann aufnahmen. Zum Vergleich, bei der zweiten Magdeburger „Jahrhundertflut nach 2002, nur elf Jahre später im Jahr 2013, war Facebook der bevorzugte Kanal der Menschen an der Elbe, um Hilfe zu organisieren und Informationen zu verbeiten.


Der Journalist Sudhiranjan Sen erklärt, warum WhatsApp für Nachrichtendistribution wichtig wird:


An die Informationen in WhatsApp-Gruppen zu kommen, diese überhaupt zu entdecken, ist eine der größten Herausforderungen für Journalisten. Der SRF entschied sich deshalb, selber auf WhatsApp präsent zu sein, um in diesem privaten Kommunikationsraum als Akteuer wahrgenommen und akzeptiert zu werden. Weber dazu im Interview: „Bis vor kurzem diskutierten wir in dieser App ausschließlich mit unseren Vertrauten. Und plötzlich taucht da auch ein Medium auf, das wir zwar kennen, aber auf den ersten Blick unpersönlich wirkt. Aus diesem Grund überlegten wir uns bei SRF, dass wir selbst zuerst mal präsent sein müssen, um danach überhaupt auch auf diesem Kanal ansprechbar zu werden, falls jemand seine Informationen mit uns teilen will.“ Ist dies geschafft, werden sich WhatsApp-Nutzerin im Idealfall die Nummer der Redaktion im Adressbuch abspeichern, um somit auch direkt Nachrichten zugeschickt zu bekommen. Der erste Anwendungsfall war dann beim SRF der Abstimmungstag im September. „Hier herrscht in der Schweiz sowieso eine große Informationsnachfrage. Da wir die erste Redaktion waren, die diese Nachfrage genau über den Kanal befriedigen konnten, ist es vielleicht ein umso größerer Anreiz, unsere Nummer auch für später zu speichern„, erklärt Weber den erfolgreichen Einsatz.

Zwei wichtige Erkenntnisse sind, dass solange WhatsApp kein für Medien passendes Angebot hat, auch die größte Nachrichtenredaktion nur genauso wie ein klassischer WhatsApp-Nutzer mit dem Smartphone arbeiten kann und das die WhatsApp-Nutzer, ganz im Sinne eines Messengers, an Interaktion interessiert sind. Nutzt man WhatsApp für die eigene journalistische Arbeit, muss auch die Bereitschaft vorherrschen, mit den Lesern zu kommunizieren. Das wird vielleicht die größte Herausforderung für Journalisten. 

Das ganze Interview in voller Länge findet sich auf dem Blog von Daniel Bouhs wieder.


Image (adapted) „WhatsApp“ by HeikoAL (CC0 Public Domain)

Weiterlesen »

Debatte um Disruption: Zeitalter des Terrors?

Disruption (adapted) (Image by Tsahi Levent Levi [CC BY 2.0] via Flickr)

Eine Historikerin greift die vorherrschende Theorie der Disruption an. Um was geht es? Und wer hat recht? Im Bullshit-Bingo hat Wort „Disruption“ sein Quadrat verdient. Jedes Startup, das etwas auf sich hält, hat eine disruptive Technologie oder ein disruptives Geschäftsmodell – am besten beides zusammen. Kaum ein Text zur Digitalisierung der Wirtschaft kommt ohne das Wort aus und eine Konferenz mit dem Wort im Titel klingt gleich cooler. „Disruptive Innovation ist eine Wettbewerbstrategie für ein Zeitalter des Terrors.“ Das ist der Startpunkt von Jill Lepores Angriff auf die Theorie dieser Disruption ihres Harvard-Kollegen Clayton Christensen.

Was ist Disruption überhaupt?

Der Begriff der Disruption begann seinen Siegezug mit Clayton Christensens Buch „Innovator’s Dilemma“ und hat sich in den letzten fast 20 Jahren zum Paradigma für die Startups entwickelt. Im Kern beruht dieses Dilemma auf drei Annahmen:

1. Es gibt zwei Arten von Innovationen: erhaltende („sustaining“) und zerstörende („disruptive“). Bei erhaltenden Innovationen werden bestehende Produkte verbessert, disruptive Innovationen sind neue Güter, die im Vergleich zu den am Markt befindlichen zuerst schlechter abschneiden.

2. Das disruptive Produkt befindet sich zu Beginn im unteren Marktsegment und kann die Bedürfnisse von anspruchsvollen Kunden nicht befriedigen. Im Laufe der Zeit aber wächst der Markt des neuen Produkts und kann bis dahin führende Güter und Dienstleistungen verdrängen.

3.Die alteingesessenen Firmen stehen jetzt vor einem Dilemma, denn für sie ist es nicht vernünftig, in den neuen, viel kleineren Markt des schlechteren, aber potenziell disruptiven Produkts zu investieren. Denn gute Manager holen beispielsweise Feedback von ihren Kunden ein – und die wollen natürlich kein schlechteres Produkt haben. Christensens schreibt in seinem Buch: „Die logischen Managementbeschlüsse, die entscheidend für den Erfolg ihrer Firma sind, sind auch der Grund dafür, warum sie ihre Führungsrolle verlieren.“ Große Firmen müssen sich in der Konsequenz wie Startups verhalten, um selbst Innovationen zu entwickeln, die disruptiv sind – oder sie haben keine Chance.

Was ist die Kritik der Historikerin Jill Lepore?

Die scharfe Kritik Lepores hat zwei Ebenen: Zum einen die Meta-Ebene, auf der sie geschichtswissenschaftlich argumentiert. Sie stellt fest, dass die Disruption eine Art Leitthema der Gegenwart ist und das sei keine gute Sache: „Das ist eine Theorie, die auf einer tiefen Angst vor finanziellem Kollaps basiert, eine apokalyptische Angst vor globaler Zerstörung und flauer Faktenlage.“

Die zweite Ebene ist die konkrete Kritik von Beispielen in Christensens Argumentation. So sei das Erfolgskriterium für eine Firma willkürlich gewählt und Firmen, die von Christensen als verdrängt dargestellt wurden, seien noch immer gut im Geschäft. Er habe sich Fallstudien herausgepickt, die zu seiner Argumentation passen.

Und was sagt Christensen dazu?

Die Business Week befragte Christensen zu den Vorwürfen, der betroffen und eingeschnappt wirkt. Er wirft Lepore schlechte wissenschaftliche Arbeit vor, da sie sich an der Erstausgabe abarbeitet, er aber seine Theorie in nachfolgenden Büchern und Aufsätzen weiter ausgearbeitet habe. Vor allem scheint Christensen aber persönlich gekränkt, dass ihn seine Harvard-Kollegin öffentlich in die Pfanne gehauen hat, ohne vorher das persönliche Gespräch mit ihm zu suchen.

Die Sache mit dem iPhone

Ein wesentlicher Punkt in Lepores Kritik ist, dass die Theorie der Disruption nicht dazu tauge, die Zukunft vorherzusagen. Beispiel iPhone. Christensen behauptete vor seiner Einführung, dass Apple damit keinen Erfolg haben werde. In seinem Interview räumte er diesen Fehler ein: „Was ich nicht gesehen habe ist, dass das Smartphone mit dem Laptop konkurriert.“ Stattdessen habe er angenommen, das iPhone sei eine erhaltende Innovation des Handys. Der Tech-Blogger Ben Thompson von Stratechery glaubt, dass das ein struktureller Fehler bei Christensen ist. Christensens These von der Disruption nur im unteren Marktsegment halte nämlich nur im B2B-Geschäft, nicht aber im Endkundenmarkt.

Der Ökonom Joshua Gans ist der Meinung, dass die Prognosefähigkeit beim „Innovator’s Dilemma“ ebenso ein Dilemma beinhalte: „Christensen findet, dass seine Theorie voraussagend ist, obwohl seine interne Logik aussagt, dass Prognosen unmöglich sind.“ Denn ob eine potenziell disruptive Technologie sich tatsächlich schnell verbessert und so Marktanteile sichert, könne immer nur in der Rückschau beurteilt werden.

Und wer hat nun Recht?

Keiner, die Disruptionstheorie ist weder ganz falsch, wie Lepore behauptet, noch das richtige Mittel, um jeden Bereich einer Gesellschaft zu erklären, wie Christensen glaubt.Gerade Universitäten und das Bildungssystem sollten nach seiner Ansicht streng nach Gesichtspunkten der disruptiven Innovationen ausgerichtet werden.

Mit Lepores Text ist die Diskussion in Gang gebracht worden, die sie sich wünscht: „Die meisten großen Ideen haben laute Kritiker. Nicht Disruption. “Mit ihrer grundsätzlichen Ablehnung der Disruption tut sich Lepore aber keinen Gefallen. In ihrem fast 40.000 Zeichen langen Aufsatz spricht sie nicht einmal vom Internet. Doch dieses Internet ist es, das die Popularität der Disruptionstheorie so enorm gefördert hat. Digitale Güter, die so gut wie kostenlos unendlich oft vervielfältigbar sind, bieten hohe Skalenerträge und damit großes disruptives Potenzial. Ob sie sich dann auch als disruptiv erweisen, kann nur die Zukunft zeigen. Was jetzt schon feststeht: Disruption ist ein Buzzword. In diesem Text kommt es 33 Mal vor.


Image (adapted) „Disruption“ by Tsahi Levent-Levi (CC BY 2.0)


Weiterlesen »