Railway Empire: Nintendo Switch Edition im Test

Das Railway Empire ein gutes Spiel ist, haben bereits die PC-, PlayStation- und Xbox-Version gezeigt. Nun hat es das Eisenbahnstreckenplanungsspiel auch auf meine persönliche Lieblingskonsole geschafft: Die Nintendo Switch! Im übrigen zählt das Wort Eisenbahnstreckenplanungsspiel für mich jetzt wohl zu meinen neuen Lieblingsworten! Nun aber zurück zu Railway Empire. Wir hatten die Nintendo Switch-Version im Test. Bevor wir aber zu den Switch-spezifischen Merkmalen des Spiels kommen, lasst mich einen kurzen Überblick über Railway Empire an sich geben.

Planung, Logistik, Wirtschaft

Diese drei Worte beschreiben Railway Empire nahezu perfekt. Das von Gaming Mind Studios entwickelte Spiel gehört zu der Klasse der „Tycoon-Spiel“. Es geht hier also um eine Mischung aus Aufbau- und Wirtschaftssimulation. Im Falle von Railway Empire steht im Zentrum dieser Simulation das Bauen und Planen von Eisenbahnlinien. Angesiedelt ist das ganze zwischen 1830 und 1930 in den USA und bringt uns die Ära der transkontinentalen Eisenbahn näher. Als Gründer einer eigenen Eisenbahngesellschaft verbinden wir hier nordamerikanische Städte durch unsere Zuglinien und versuchen so, für deren Entwicklung zu sorgen.

Dabei geht es darum, Städte mit benötigten Gütern zu versorgen, Forschung zu betreiben und somit Geld zu erwirtschaften, dass wir wieder in den Ausbau unserer Gesellschaft stecken können. Das ganze startet simpel und mit nur einer Zuglinie, wird aber schnell super komplex und macht mir einen Heidenspaß!  Gerade auf dem PC ist der Eisenbahn-Tycoon-Simulator eine echte Wonne. Aber wie schlägt sich ein Spiel mit einer solchen Komplexität auf der Nintendo Switch? Funktioniert die Steuerung? Wie sieht es mit der Performance aus?

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Die Konsolensteuerung von Railway Empire auf der Nintendo Switch

Ein Spiel wie Railway Empire birgt auf der Konsole in Sachen Steuerung natürlich einige Schwierigkeiten. So müssen hier komplexe Interfaces und Menüs in eine Controllergeeignete Steuerung gegossen werden. Hierbei zeigt sich der Konsolen-Port von Railway Empire nicht übermäßig innovativ, macht aber dennoch einen guten Job. Baumodi, verschiedene Ansichten oder die Planung neuer Zuglinien – all das ist in gut verständlichen Ringmenüs platziert, durch die wir auf der Nintendo Switch gut hindurch navigieren können.

Lediglich manche der Übersichten, die uns das Spiel gibt, um die eigene Wirtschaft besser zu durchdringen, sind mir etwas zu überladen und zu wenig selbsterklärend. So können wir uns beispielsweise anschauen, welche Güter eine Stadt benötigt und welche sie exportiert. Allerdings sind die gewählten Symbole hier etwas zu kryptisch. Mit der Maus können wir auf der Nintendo Switch nicht über die Symbole hovern. Andere Spiele bauen in derartigen Menüs einen „Info-Button“ ein, der für weiterführende Erklärungen in den Menüs sorgt. Das hätte ich mir auch für Railway Empire auf der Switch oder auf anderen Konsolen gewünscht. Mit ein wenig Zeit klären sich die wichtigsten Fragen allerdings. Der „Hilfe-Bereich“ im Spiel ist hier eine gute Anlaufstelle.

Was ist anders auf der Switch?

Der Konsolen-Port von Railway Empire ist gar nicht mehr so neu. Bei Release des Spiels ist Railway Empire neben dem PC direkt auch auf der PS4 und der Xbox One erschienen. Die durchaus gelungene Konsolensteuerung hat sich also bereits bewähren können. Dennoch bringt die Switch einen Aspekt auf, über den wir uns auf PS4 und Xbox One keine Gedanken machten mussten: Den Handeheld-Modus! Der funktioniert gut und macht Spaß. Das Spielgefühl im Handeld-Modus unterscheidet sich nicht groß vom Spielgefühl auf einem großen Fernseher. Ein „Fehler“ stört mich dennoch extrem beim Spielen von Railway Empire im Handheld-Modus. Dass UI-Elemente in diesem Modus kleiner sind, ist normal. Aber bei Railway Empire sind die UI-Elemente schon wirklich sehr klein. So werden beispielsweise die Namen der Städte auf der Karte kleiner, wenn wir rauszoomen. Das nervt schon auf dem Fernseher, aber auf dem kleinen Display der Switch sind sie damit nahezu unlesbar. Zwar kann man so trotzdem spielen, es macht die Orientierung aber nicht zwingend leichter.

Die Performance von Railway Empire auf der Nintendo Switch

Auch wenn es Railway Empire schon länger auch für Konsolen gibt, mussten sich die Entwickler für Railway Empire auf der Switch mit einer deutlich schwächeren Hardware begnügen. Das sorgt dafür, dass das Tycoon-Spiel optisch doch etwas mittelmäßig abschneidet. Zwar kommt es nur mit gelegentlichen Rucklern aus, die auch nicht weiter stören. Wirklich „schön“ ist es aber nicht. Die Texturen sind deutlich niedriger aufgelöst und allgemein ist Railway Empire etwas grau und verwaschen. Details in den Städten und die tolle Landschaft kommen auf PC, PS4 oder Xbox One deutlich besser zur Geltung.

Fazit: Lohnt sich Railway Empire für die Nintendo Switch?

Wer das volle Zug-Tycoon-Erlebnis genießen möchte und sich stundenlang in die Planung seiner Zuglinien vertiefen möchte, dem rate ich zur PC-Version des Spiels zu greifen. Hier entfaltet Railway Empire einfach sein volles Potential. Wer es etwas gemütlicher mag, kann in Sachen Handling ein paar Abstriche machen und genießt das Spiel auf PS4 oder Xbox One.

Die Nintendo Switch-Version fühlt sich etwas mehr „Light“ an, macht aber trotzdem großen Spaß. Wer plant, den Handheld-Modus unterwegs oder auch zu Hause zu nutzen, der hat mit Railway Empire auf der Switch definitiv Spaß, wenn das Spielgefühl auch ein ganz klein wenig unter der schwachen Hardware der Switch leidet. Leider ist das UI im Handheld-Modus außerdem etwas zu klein. Aber immerhin: Man kann Railway Empire nun endlich im Zug spielen. Diese Meta-Ebene beim Spielen sollte man sich wohl nicht entgehen lassen.

Moritz Stoll

kann ALLES, aber nichts so richtig. Hat außerdem Medieninformatik studiert, ist als Redakteur fester Bestandteil der Netzpiloten-Redaktion, macht den Netzpiloten-Podcast Tech und Trara und arbeitet nebenbei als freiberuflicher Programmierer. Die Digitale Welt ist für ihn ein Ort voller Möglichkeiten und spannender Technologien, um damit Neues zu erschaffen, ganz viel auszuprobieren und sich in den vielen Ideen manchmal auch etwas zu verheddern.


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