Persona 5 Royal – Stark erweiterte Fassung erscheint 2020

Persona 5 war ein riesiger Erfolg. Das JRPG aus 2017 erreichte nicht nur einen Metascore von 93 Punkten – es verkaufte sich auch im Westen überraschend gut. Dabei war die Persona-Reihe zuvor eher ein Insider-Tipp. Vor allem Freunde psychologisch hintergründiger Geschichten und Socializing in Spielen kamen voll auf ihre Kosten.

Im modernen Tokio kommt der Hauptcharakter nach falscher Beschuldigung eines Übergriffs an die Shujin Academy. Schon nach kurzer Zeit landet eine mysteriöse App auf seinem Handy, die sich einfach nicht löschen lässt. Die App stellt sich als Zugang in eine Parallelwelt heraus. In dieser manifestieren sich die besonders dunkle Seiten der Seele als eigener „Palast“. Auch andere Schüler der Akademie, jeder auf seine Art ein Außenseiter, können diese Parallelwelt betreten. Zusammen bilden sie die Phantom Thieves, die den Ursprung dieser Verkommenheit aus den Seelenpalästen stehlen, um eine Änderung im Herzen zu bewirken.

Nun soll der Rollenspiel-Kracher eine massiv erweiterte Fassung bekommen, die 2020 erscheint.

Mehr Schauplätze, neue Charaktere

Eines der größten Neuerungen in Persona 5 Royal ist ein neuer Charakter, der den Phantom Thieves in der überarbeiteten Fassung beitritt. Kasumi Yoshizawa fängt zeitgleich mit dem Hauptcharakter an der Shujin Academy an und kämpft mit einem Rapier. Wann sie der Gruppe beitritt ist allerdings noch nicht bekannt. Bereits in der normalen Fassung komplettiert sich die Gruppe des gut 100 Stunden umfassenden Rollenspiel-Brockens erst, nachdem man mehr als die Hälfte des Spiels komplettiert hat.

Mit dem Seelsorger Takuto Maruki gibt es zudem eine weitere Vertrauensperson. Dieser kommt an die Shujin Academy, nachdem es dort zu einem recht unschönen Ereignis kam. Außerdem scheinen Justine und Caroline, die Assistentinnen im Velvet Room, nun auch die reale Welt betreten zu können. 

Das Aufbauen von sozialen Verbindungen zu Charakteren zählt übrigens zu den wichtigsten Freizeitbeschäftigungen in Persona 5 Royal.

Noch mehr Style, noch mehr zu tun.

Seinen Erfolg verdankt das Spiel auch seinem konsequent durchgestylten Art Design, bei dem Musik, Grafik und Menüs hervorragend zusammenpassen. 20 neue Musiktracks kommen zu dem funkig-jazzigen Soundtrack hinzu.

Besitzer einer Playstation 4 Pro dürfen sich zudem über 4K-Unterstützung freuen. Außerdem soll die Grafik in Persona 5 Royal allgemein noch ein Stückchen besser sein.

Auch neue Areale wird Persona 5 Royal bieten. Kichijoji wird als neuer Stadtteil Tokios im Spiel zugänglich sein. Auch kommen etliche neue Tätigkeiten hinzu. So gibt es neue Dating-Locations und die Charaktere können ihre schönsten Momente auch mit den in Japan beliebten Erinnerungsfotos festhalten. In einer neuen Bar könnt ihr zudem Darts und Billiard spielen.

Bei all den Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung ist es nicht schlecht, dass es nun einen optionalen Assistenten gibt, der passende Freizeitaktivitäten vorschlägt. Dieser richtet sich weniger an Kenner der Serie, sondern an Neulinge, die sich schnell von den Möglichkeiten erschlagen fühlen können. Um der Fülle neuer Inhalte gerecht zu werden, gibt es in Persona 5 Royal außerdem ein drittes Semester. Die ohnehin schon stattliche Spieldauer dürfte sich somit nochmal um einiges erhöhen.

Persona 5 Royal nur als Stand-Alone?

Bislang gibt es keine genauen Angaben zur Art der Veröffentlichung von Persona 5 Royal. Vermutlich erscheint Persona 5 Royal jedoch nur als Stand-Alone. Bereits der Vorgänger erhielt eine erweiterte Fassung für die Playstation Vita ohne dass die ursprüngliche Version eine Möglichkeit zum Upgrade erhielt.

In Japan erscheint Persona 5 Royal bereits am 31. Oktober. Im Westen müssen wir uns bis 2020 gedulden. Ein genauer Termin steht bislang nicht fest. Da bislang jeder Titel der Serie im Westen nur in englischer Sprache erschienen ist, wird auch die erweiterte Fassung wohl der Tradition treu bleiben.

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Image by Atlus Games / Koch Media 

Stefan Reismann

Das Internet ist sein Zuhause, die Gaming-Welt sein Wohnzimmer. Der Multifunktions-Nerd machte eine Ausbildung zum Programmierer, entdeckte dann aber vor allem die inhaltliche Seite für sich. Nun schreibt er für die Netzpiloten und betreibt nebenher einen Let's Play-Kanal, auf dem reichlich gedaddelt wird.


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