Netzhelfer: Social-Enterprise-Anwendungen

Um dem schnellen Informationsfluss im Internet gerecht zu werden, nutzen zahlreiche User bestimmte Apps zur gezielten Informationsregulierung. Diese Datenmengen mittels Anwendungen in die richtigen Wege zu leiten, entdecken nun auch immer mehr Unternehmen für sich, um ihre wirtschaftlichen Prinzipien optimal verwirklichen zu können.

Ganz vorne mit dabei sind Social-Enterprise-Anwendungen, die die Zusammenarbeit aller Mitarbeiter eines Unternehmens stärkt, eine bessere Koordination bietet um Probleme zu lösen und gleichzeitig einen Motivationsschub mit sich trägt. Mittlerweile ist ein regelrechter Dschungel aus diesen Businessanwendungen entstanden, sodass es nicht leicht ist sich die Richtigen für das Unternehmen auszuwählen. Hier soll eine kleine Übersicht aus den drei erfolgreichsten Modellen des Social Enterprise Licht ins Dunkel bringen.

Yammer – Facebook für die Firma

Immer mehr Firmen sind sich der Stärke eines Sozialen Netzwerkes bewusst und nutzen daher besonders Facebook für ein Profil. Das kurbelt die Kommunikation in der vernetzten Welt an und steigert gleichzeitig die Produktivität, doch wenn Daten für sensible Arbeiten zu teilen sind, sollte man scharf nachdenken. Facebook eignet sich da eher weniger, zwar gibt es Einstellungen das private Datengut zu schützen, aber diese sind mit größerem Aufwand verbunden. Warum sollte man nicht gleich sein eigenes Soziales Netzwerk aufziehen? Das geht mit Yammer.

Der private Zugriff auf das Yammer-Netzwerk erfolgt mit der Startseite, auf der die firmeninterne E-Mail-Adresse eingeben wird. Yammer verknüpft das neu erstelle private Netzwerk automatisch mit der Domain, unter der die E-Mail-Adresse geführt wird. Weiterhin können dann nur die Kollegen eingeladen werden, die auch eine E-Mail-Adresse haben, welche unter dieser Domain geführt wird. Ist diese nicht vorhanden, sind wir schon beim größten Nachteil von Yammer angelangt.

 

In seiner Funktionsweise orientiert sich Yammer sehr an dem Richtungsgeber Facebook. Die Nutzer können sich z.B. in Arbeitsgruppen aufteilen und multimediale Inhalte werden auf die Pinnwand gepostet. Ein integrierter Micro-Blog ersetzt in seiner Funktionsweise den Instant Messenger. Yammer ist nicht nur im Browser nutzbar und macht sich mit seiner vielfältigen Portierung langlebiger als andere Netzwerke, somit gibt es eine Desktop-App und die jeweiligen Applikationen für Android, iOS, BlackBerry, sowie Windows Phone. In der Basisfunktion ist das Soziale Netzwerk kostenlos, was für eine überschaubare Mitgliederanzahl auch vollkommen ausreichend ist. Große Firmen sollten jedoch über das Upgrade auf das Business-Paket nachdenken, da hier ausgefeilte Sicherheits- und Verwaltungsfunktionen geboten werden.

Salesforce – Mit der Kraft der Wolke

IT-Administratoren schwören schon lange darauf und laut eigenen Angaben erfreut sich Salesforce einer exponentiell steigenden Beliebtheit. Mit über 100.000 Kunden und drei Millionen Nutzern ist das Unternehmen kein kleiner Fisch mehr und laut eigener Prognose, welche 2011 auf der dreamforce vorgestellt wurde, auf dem besten Wege Googles Cloud und CRM Dienstleistungen von der Spitze abzulösen.

Doch was bietet Salesforce dem interessierten Unternehmer genau? Die Angebote sind webbasierte Geschäftsanwendungen, welche über das Internet als mittels Cloud Computing an den Kunden gebracht werden. Im Kern besteht Salesforce Produktpalette aus zwei Dienstleistungen. Die sogenannte Sales Cloud für das CRM, damit die Nutzer über den PC und weitere Endgeräte, z.B. Smartphones, immer einen Zugriff auf die Kundendaten und -aufträge haben. So wird ein umfassender mobiler Zugang geschaffen, mit dem die Firmenangestellten immer und überall an ihren Projekten arbeiten können.

Mit der Service Cloud wird den Salesforce Kunden ein Produkt angeboten mit denen sie ein wahres Soziales Netzwerk Paket bekommen. Über dieses Netzwerk können die Unternehmen mit ihren Kunden Diskussionen führen und sich mittels Salesforce Chatter verständigen. Die Umsetzung erinnert zwar an ein sehr bekanntes Soziales Netzwerk, jedoch bekommen Salesforce Kunden den Vorteil des Cloud Computing im vollen Umfang zu spüren.

HYVE – Das Leben im Bienenstock

Mit der Hyve Suite wendet sich das junge Startup-Unternehmen an die komplette Riege der Smartphone-Betriebssysteme. Wird diese Suite einmal heruntergeladen, so können die Mitarbeiter in einer Firma sich über sieben enterprise Apps miteinander vernetzen und ihren eigenen Status textbasiert an die „follower“ mitteilen. Das entstehende Protokoll wird beim „check-in“ aus vordefinierten Kunden, Projekten, Standorten usw. ausgewählt und im HYVE Feed gepostet.

Diese sieben Apps setzen sich wie folgt zusammen:

 

  • HYVE Knowledge: Geeignet für Projekt-Management-Teams, einschließlich Produktentwicklung, Management, kleine und mittelständische Unternehmen sowie IT-Berater.
  • HYVE Field: Für die Mitarbeiter im Außendienst, inklusive Liefer- und Kundenservice.
  • HYVE Sales: Die App speziell für den Vertrieb um die Kundenbindung und –zufriedenheit zu gewähren.
  • HYVE CSR: Hier verständigen sich Unternehmen mit gemeinnützigen Zwecken, sowie ehrenamtliche Mitarbeiter.
  • HYVE Onboarding: Bei dieser App können sich die Mitarbeiter eines Unternehmens organisieren und miteinander interagieren besonders für neue Mitarbeiter.
  • HYVE Engage: Für Marketing- und Medienunternehmen.
  • HYVE Events: Event-Produzenten, welche z.B. auf Messen Standorte und Soziale Netzwerke als Ressourcen nutzen wollen.

 

Im Grunde wird klar, dass nicht jedes Unternehmen die komplette Suite benötigt, jedoch einzelne Apps den Produktionsfluss und Austausch in einem Bereich besser steuerbar machen können. Dies haben schon große Unternehmen wie Cisco, Adobe, TED und HP für sich erkannt und HYVE zu einem stetigen Begleiter gemacht.

 

Christian Porsch

studierte Informationsmanagement und beschäftigt sich für die Netzpiloten mit allem was in der Gamer-Szene passiert! Desweiteren interessiert er sich gleichermaßen für Film und Kino. Mitglied des Netzpiloten Blogger Networks.


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