GitHub Sponsors – Finanzielle Unterstützung für Open Source-Projekte

Open Source ist überall! Jeder Entwickler greift im Laufe seiner Karriere auf verschiedene freie Software zu, um diese in die eigenen Projekte einzubauen. Sie ermöglicht es uns, schneller bessere Software zu bauen. Diese Mentalität des Teilens von Code ist etwas Großartiges. Oft stecken die Entwickler in ihre Open-Source Projekte aber eine Menge Arbeit und erhalten dafür keinerlei Bezahlung. Mit GitHub Sponsors kündigt die Tochterfirma von Microsoft auf der Entwicklerkonferenz GitHub Satellite jetzt die Möglichkeit an, Mitwirkende von Projekten direkt über die Plattform finanziell zu unterstützen.

So funktioniert GitHub Sponsors

Jeder, der einen eigenen GitHub Account hat, kann Contributor eines Open Source-Projektes finanziell unterstützen. Das funktioniert mit der „Sponsor“-Schaltfläche zum einen über das Profil des jeweiligen Nutzers und zum anderen durch das Hovern über Pull-Requests und Kommentare. So wird gewährleistet, dass sich das Sponsoring in den normalen GitHub Workflow eingliedert. Klickt man auf die entsprechende Schaltfläche, lässt sich ein Betrag zur monatlichen Spende auswählen. Zur Bezahlung stehen sowohl die Kreditkarte, als auch PayPal zur Auswahl. Ob andere Nutzer die eigene Spende sehen können oder ob es sich um eine private Spende handeln soll, lässt sich hier ebenfalls festlegen.

Wer an Open Source-Projekten mitarbeitet, kann sich jetzt für die Teilnahme an der Betaversion bewerben. Allerdings bedeutet Mitarbeit hier nicht bloß, Code zu schreiben. Auch Dokumentation, Führung oder Design gehören neben vielen anderen Wegen zu den anerkannten Beteiligungsmöglichkeiten. Derzeit ist die Anzahl von Teilnehmern für GitHub Sponsors allerdings limitiert.

Projekte direkt finanzieren

Mit GitHub Sponsors lassen sich neben den einzelnen Contributorn von Projekten auch die Projekte selber unterstützen. Dafür können Nutzer in den Repositories eine FUNDING.yaml anlegen, die dann auf das eigene Profil, sowie auf externe Dienste wie Patreon oder Ko-Fi verweist.

GitHub Sponsors Matching Fund soll das Sponsoring ankurbeln

Um das Sponsoring zu Beginn möglichst stark anzufeuern, verspricht die Software-Plattform jede Zahlung an gesponserte Entwickler im ersten Jahr bis zu einer Höhe von 5000 US Dollar zu verdoppeln. Finanziert wird das aus dem frisch gestarteten GitHub Sponsors Matching Fund.

Außerdem startet die Finanzierungsmöglichkeit im ersten Jahr gänzlich Gebührenfrei. So sollen für die Unterstützung anderer Entwickler keine Plattform-Gebühren anfallen. In den ersten zwölf Monaten übernimmt GitHub außerdem die Kosten für die Zahlungsabwicklung und ermöglicht somit, dass 100% des Sponsorings an die Entwickler selber gehen.

Sicherheits- und Enterprise-Features angekündigt

GitHub Sponsors war auf der GitHub Satellite in Berlin allerdings nicht die einzige Ankündigung. Auch kündigte die Plattform unter anderem einige Features zur Bewältigung von Sicherheitslücken in Open Source-Projekten an. Anstatt gefundene Sicherheitslücken über öffentliche Pull-Requests oder Issues einzureichen, sollen User die Betreiber eines Repositorys unter Ausschluss der Öffentlichkeit mithilfe des Maintainer Security Advisories kontaktieren können.

Des Weiteren wurde die Integration des Dependabot in GitHub angekündigt. Dieser soll helfen die Abhängigkeiten eines Projektes auf bekannte Sicherheitslücken zu überprüfen und diese automatisch auf eine sichere Version zu aktualisieren.

Für Kunden von GitHub Enterprise bietet man außerdem einige Neuerungen. So zum Beispiel ein feineres Rechtemanagement, unternehmensweite interne Repositorys sowie die selben Sicherheitsfunktionen wie für Open-Source Projekte.


Image by GitHub

Moritz Stoll

studiert Medieninformatik an der HAW und schreibt für die Netzpiloten. Nebenbei betreibt er einen Comedy-Podcast, und arbeitet als freiberuflicher Programmierer. Die Digitale Welt ist für ihn ein Ort voller Möglichkeiten und spannender Technologien, um damit Neues zu erschaffen und ganz viel auszuprobieren.


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