Games: Dead Rising 2 – Off The Record

Dead Rising 2: Off The RecordMit „Dead Rising 2: Off The Record” geht ihr erneut auf einen Vergnügungstrip voller „Meatlove“ in Fortune City. Ihr schlüpft dabei jedoch in die Rolle des altbekannten Frank West aus „Dead Rising“ und jagt mit eurer Kamera dem nächsten Knüller hinterher. Kann man dem neuen Zombieableger aus dem Hause Capcom was Neues abgewinnen, oder wird hier nur altes Suppenfleisch aufgetischt?

Star-Allüren

Fotojournalist Frank West, vielen bekannt aus der ersten Zombieapokalypse, stieg nach seinem Glanzauftritt als Menschenretter und rasender Reporter zu einem echten Star und Playboy auf. Hatte er doch zuvor in der Kleinstadt Willamette in einem von Zombies überrannten Einkaufszentrum die Überlebenden in Sicherheit gebracht und die Ursachen dieses ungewöhnlichen Lebens nach dem Tod aufgedeckt. Doch wir kennen es von realen Stars wie Brittney Spears, David Hasselhoff, Lindsay Lohan uvm. Sie alle profitieren nicht nur vom Rum und so auch Frank West! Der Alkohol ruiniert seine Karriere und so sieht er sich gezwungen in der geschmacklosen Zombiemetzel-Show „Terror is Reality“ das schnelle Geld zu machen. Nach der Show können die extra fürs Schlachthaus gefangenen Zombies aus ihren Zwingern ausbrechen und terrorisieren in Windeseile das Vergnügungsparadies Fortune City. Eure Aufgabe ist es nun mit den wenigen Überlebenden im Schutzraum 72 Stunden im wahrsten Sinne des Wortes totzuschlagen bis euch das Militär zur Rettung kommt. Doch um richtig Zeitdruck auszuüben musste sich unser Top-Reporter natürlich in seinem vorigen Abenteuer mit dem ansteckenden Virus infizieren, sodass alle 24 Stunden eine Dosis „Zombrex“ injiziert werden muss.

Dead Rising 2: Off The Record

Open business

Um zu überleben braucht ihr natürlich das Gegenmittel, aber das ist noch nicht alles. Natürlich versucht Frank West auch die Machenschaften in Fortune City ans Licht zu bringen, die wie im Ursprungsspiel „Dead Rising 2“ in sogenannten „Cases“ stattfinden. Diese müsst ihr aber nicht zwangsweise erledigen. Wer auf Handlung und Heldentum durch das Retten von Überlebenden verzichten kann, der wird sich die 72 Stunden auch anders vertreiben können. Schließlich sind wir im Herzen einer Vergnügungsmeile und so kann man Pokern, Bullenreiten, Schießbuden besuchen und zahlreiche andere Beschäftigungen auf dem „Strip“ finden. Wer jedoch versucht die Verschwörung aufzudecken, der wird mit den unterschiedlichsten „endings“ belohnt und so lädt „Dead Rising 2: Off The Record“ immer wieder auf ein unterhaltsames Gemetzel ein. Die einzelnen „Cases“ wurden im Gegensatz zum Vorgänger leicht verändert und so auch die zu erspielenden Enden. Besonders Unterhaltsam ist dabei natürlich der außergewöhnliche Humor von „Dead Rising“ und das einzigartige Kombosystem der im Spiel vorhandenen Gegenstände. So zaubert ihr z.B. aus einer Autobatterie, einem Rollstuhl und einem Sturmgewehr einen kleinen fahrbaren Panzer. Zu den altbewährten Kombokarten, die man nach erfüllen von Aufgaben oder dem einfachen Bastelwahnsinn erhält, sind noch viele neu Möglichkeiten hinzugefügt wurden. Außerdem ist sich Capcom nicht zu schön gewesen eine komplett neue Entertainmentzone zu entwerfen. In der „Uranus-Zone“ könnt ihr euch wie auf einem Rummel die Zeit mit den untoten Vergnügungsgästen vertreiben!

Im Westen nichts Neues

Jetzt ist die Frage ob man sich diesen unterhaltsamen Trip noch einmal antut. Für Neulinge der Reihe kann man eine klare Kaufempfehlung aussprechen, da die Story völlig unbekannt ist und durch ein neues Checkpoint-System die Frustrationrate nicht so hoch ist. Für Eingefleischte ist es nicht so einfach, denn man muss wohl Fan sein um sich der Herausforderung mit Frank West zu stellen. Zusammengefasst wirkt „Dead Rising 2: Off The Record“ wie ein riesiges Update für das man rund 30 € auf den Tisch legen musste. Besonders Reizvoll daran könnte jedoch der neue Sandbox-Modus sein, in den ihr schnell einsteigen könnt um mit einem Koop-Player über das Internet den „Strip“ unsicher zu machen. Hier müssen verschiedene „challenges“ erfüllt werden die erst durch das erledigen der untoten Besucher freischalten lassen. Im Grunde ist das sehr motivierend und für den Kenner der Spielreihe das wohl schönste „Update“. Außerdem gibt es für Spieler mit einem bereits existierenden „Dead Rising 2“ Speicherstand noch eine kleine Überraschung zu entdecken. Leider schießt Capcom hier nicht den Vogel ab und so ist das Spiel wohl eher nur etwas für Fans und Neulinge. Gelegenheits-Zombiejäger lassen lieber die Finger davon und warten auf „Resident Evil: Operation Racoon City“.

Dead Rising 2: Off The Record

Christian Porsch

studierte Informationsmanagement und beschäftigt sich für die Netzpiloten mit allem was in der Gamer-Szene passiert! Desweiteren interessiert er sich gleichermaßen für Film und Kino. Mitglied des Netzpiloten Blogger Networks.


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