Campus Party Europe in Berlin diskutiert die Zukunft freier Software

Campus Party Europe in Berlin

Freie Software bildet das Rückgrat des Internets und auch in der Wirtschaft ist sie kaum wegzudenken. Während auf Mobiltelefonen, Tablets und Normalanwender-PCs die Software oft proprietär ist, gilt für die Profis, dass sie quelloffen und frei an die eigenen Anforderungen anpassbar sein muss. Auf der erstmalig in Deutschland stattfindenden Campus Party Europe in Berlin, ist freie Software einer der beiden Themenschwerpunkte auf der Socrates-Bühne.

Die Zukunft freier Software

Wie stark freie Software, freie Suchmaschinen, freier Informationsfluss und freie Meinungsäußerung zusammen hängen wird deutlich, wenn man sich beispielsweise die Monopolisten rundum Google, Apple oder Facebook anschaut. Kein Dienst dieser Unternehmen arbeitet tatsächlich frei, sondern ist, lediglich für einen kommerziellen Bereich entwickelt wurden. Ob nun die Google Suche, Apples iTunes oder das soziale Netzwerk Facebook an sich, jeder dieser Dienste ist bereits mit dem Open-Source-Gedanken mehr als einmal kollidiert.

Was nun tatsächlich frei ist, weiß wohl kaum ein anderer besser als der LINUX-Vorsitzende Jon „Maddog“ Hall, der auf der Campus Party Europe mit den Teilnehmern die Zukunft freier Software diskutieren und einen Ausblick in die Zukunft wagen wird. Ebenfalls wird Mark Surman, Geschäftsführender Direktor der Mozilla Foundation, einen Einblick in kommende Projekte von Mozilla geben. Ganz oben auf der Themenliste wird u.a. das bald erscheinende Mozilla-Betriebssystem für Mobiltelefone sein, das insbesondere für Smartphone-Nutzer in den Schwellenländern große Vorteile bringen soll. Weiterhin möchte Surman aber auch diskutieren, wie Community Building für Freie Software in unserer heutigen Zeit aussehen kann.

Besucher der Campus Party Europe können sich außerdem auf einen Workshop mit Horia Dragomir von Wooga freuen, der mit dem Berliner Startup ein erstes quelloffenes HTML5-Game entwickelt hat sowie auf Michael Christen, der mit 30 anderen die freie dezentrale und unzensierbare Suchmaschine YaCy entwickelt. Außerdem vor Ort sein wird Amir Taaki, der unter anderem an der offenen digitalen Bitcoin-Währung mitgearbeitet hat und Rainey Reitman von der Electronic Frontier Foundation, die sich aus juristischer und aktivistischer Perspektive mit der Freiheit im elektronischen Zeitalter beschäftigt.

Campen wie die Nerds

Vom 21. bis zum 26. August kann man nun eine Woche lang, 24 Stunden am Tag, mit tausende Campuseros (Hacker, Entwickler, Gamer und Geeks) vor Ort campen, ausgerüstet mit Laptops; umgeben von einem einzigartigen Umgebung, in der Vorträge, Workshops, Wettbewerbe und Hackathons gleichzeitig stattfinden. Seit 1997 hat sich Campus Party zu einer globalen Gemeinschaft von mehr als 200.000 jungen, passionierten Technologen aus ganz Europa, den USA und Lateinamerika entwickelt, die zusammen arbeiten, lernen und Innovationen fördern. Derzeit finden jährlich Veranstaltungen in Sao Paulo (Brasilien), Bogota (Kolumbien), Valencia (Spanien), Quito (Ecuador) und Mexiko Stadt (Mexiko) statt. Das Festival in Berlin ist die erste Campus Party in Deutschland.

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Andreas Weck

schreibt seit 2011 für die Netzpiloten und war von 2012 bis 2013 Projektleiter des Online-Magazins. Zur Zeit ist er Redakteur beim t3n-Magazin und war zuletzt als Silicon-Valley-Korrespondent in den USA tätig.


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