Teufel Boomster im Test: Neuauflage des Allrounders für noch mehr portablen Boom

Der Boomster ist der Ghettoblaster 2.0. So beschreibt es zumindest der Hersteller Teufel. Und damit trifft es der deutsche Lautsprecher-Hersteller bei seinem Teufel Boomster sehr genau. Aus dem portablen Lautsprecher Teufel Boomster von 2016 wurde der Teufel Boomster. So einfach. Gleicher Name, neues Design, mehr Inhalt. Denn es handelt sich nicht um ein völlig neues Gerät, sondern um eine Neuauflage des Boomsters. Und die kann sich wirklich hören lassen. Also doch eher ein Ghettoblaster 2.1.

Das nicht ganz so kleine Schwarze

Einmal aus seinem Karton befreit, erwartet euch der Boomster in einem schlichten, eleganten, schwarzen Design. Ähnelte die erste Generation noch eher einer schnöden Kiste, setzt die zweite Generation neue Akzente. Dank minimaler Veränderungen wirkt der Boomster moderner als sein Vorgänger und bleibt dennoch dezent. So fällt der neue ergonomisch geschwungene Aluminium-Tragegriff sofort ins Auge. Das matt-schwarze Design des Kunststoffgehäuses unterstreicht die klare Optik. So lässt sich der Boomster in die Inneneinrichtung integrieren ohne das Bild zu stören. Das Frontgitter aus Metall zum Schutz der Töner trägt zusätzlich zum hochwertigen Aussehen des Teufel Boomster bei.

Teufel Boomster Neu
Modernes Design: Mit den Touch-Knöpfen steuert ihr den Boomster, das Display hilft euch zusätzlich. Image by Jessica Julia Mrzik

Mit seiner Größe wird der Boomster seinem Spitznamen Ghettoblaster 2.0 gerecht: Mit 37 Zentimetern Breite, 18 Zentimetern Höhe und einer Tiefe von 14,5 Zentimetern ist der Lautsprecher nicht gerade handlich, bietet aber auch ordentlich mehr Wumms als die kleineren portablen Soundboxen. Bei seinem Gewicht von knapp über drei Kilogramm bietet es sich an, den Ghettoblaster stilecht auf der Schulter zu tragen, damit ihr keinen lahmen Arm bekommt. Aber nicht nur bei der Ergonomie hat Teufel nachgebessert, sondern auch bei der Benutzerfreundlichkeit. Denn erstmals gibt es nun eine Display-Anzeige für alle Funktionen, die so wirkt, als wäre sie direkt in den Lautsprecher integriert. So muss der Boomster nicht per Ton-Signal mit dem Benutzer kommunizieren. Die Anzeige ist für einen Teufel standesgemäß in rot gehalten und dunkelt sich nach einigen Sekunden eigenständig ab.

Die Sound-Kiste mit dem gewissen Boom

Eines ist sicher: Der Teufel Boomster ist eine portable Soundbox für alle, die etwas mehr wollen. Der Sound ist klar und einfach schön, ein echter Ohrenschmeichler. Er wirkt insgesamt sehr ausgeglichen und ich konnte bei meinem Test klangtechnisch nichts finden, was mich gestört hätte. Kein Rauschen, kein Knistern. Der klare Sound wird durch ein 3-Wege-System erzeugt, welches zwei Hoch-, zwei Mitteltöner und einen Subwoofer beinhaltet. Die Bassintensität könnt ihr selbst bestimmen und die hat es wirklich in sich. Dabei bietet euch der Boomster mit seinem Downfire-Subwoofer ein Spektrum von minus sechs bis plus sechs Dezibel. Die Standardeinstellung des Subwoofer, mit der der Boomster zu euch kommt, ist dabei Null. Spaßeshalber habe ich den Klang bei minus sechs Dezibel getestet und auch dann hat der Sound noch eine zufriedenstellende Fülle. Warum auch immer ihr diese Einstellung bevorzugen solltet. Als Bassenthusiast ganz nach dem Motto „Mehr ist Mehr“ habe ich mich sehr über den voll aufgedrehten Bass gefreut und ihn gleich zur Standardeinstellung gemacht. Die kleine Kiste kann dabei schon mal ein ganzes Zimmer zum Vibrieren und die Nachbarn zur Weißglut bringen. Dabei „bratzt“ der Bass keineswegs unschön. Natürlich kommt es aber auch immer auf die Qualität des abgespielten Mediums an.

Teufel Boomster Neu
Der Downfire-Subwoofer gibt dem Boomster seinen „Boom“. Image by Jessica Julia Mrzik

Eure Geräte könnt ihr entweder altmodisch über die 3,5-mm-Klinkenbuchse oder per Bluetooth mit dem Boomster verbinden. Mit Bluetooth 4.0 und garantiert euch Teufel eine stabile Verbindung mit sauberem Sound in CD-Qualität. Das kann ich anhand meines Tests eindeutig bestätigen, da ich mein MacBook und iPhone ausschließlich per Bluetooth verbunden habe und so meine Spotify-Playlists mit sauberem Klang streamen konnte. Selbst bei dicken Altbauwänden war der Empfang zwei Räume weiter absolut kein Problem.

Das Upgrade für das alte Küchenradio kommt mit dem Boomster

Die wohl wichtigste und praktischste Neuerung ist das integrierte DAB+ und FM-Radio. So könnt ihr mit der Neuauflage des Boomster auch Digitalradio empfangen. Die Teleskopantenne versteckt sich auf der Rückseite und kann beliebig aus- und wieder eingefahren werden. Zusätzlich sorgt sie für einen starken Empfang im Vergleich zu der vorherigen Wurfantenne. Ich habe den Radioempfang an mehreren Orten und während des Transports getestet und bin beeindruckt. Der Empfang war bei meinem Test nicht ein einziges Mal gestört, sodass für beste Radio-Soundqualität gesorgt war. Dabei hat sich Teufel vor allem das Feedback der Kunden zu Herzen genommen und alle Neuerungen auf derer Grundlage entwickelt. So viel Kundenfreundlichkeit zahlt sich aus!

Kann am längsten: Der Boomster ist bei seiner Stromquelle flexibel

Eine echte Auswahl bietet euch der Boomster bei seiner Stromversorgung. Mit „Kann am längsten“ trifft es Teufel bei der Beschreibung somit ganz gut. Soll er bei euch seinen eigenen festgelegten Stellplatz haben, könnt ihr ihn ganz einfach per Kabel an das Stromnetz anschließen. Unendlich Power für unendliche Spielzeit – so lange die Stromrechnung bezahlt ist. Wollt ihr den Boomster von A nach B tragen, damit er euch immer und überall mit Sound versorgt, ist ein Lithium-Ionen-Akku mit 4.400 mAh vorhanden. Dieser soll euch laut Teufel bis zu zehn Stunden Laufzeit gewähren. Ihr könnt den Akku ebenfalls einfach über das mitgelieferte Stromkabel aufladen. Zudem ist er nicht fest verbaut und lässt sich deshalb bei einem Defekt einfacher austauschen.

Teufel Boomster Neu
Stromversorgung, wie ihr sie braucht: Wählt zwischen Akku, Batterien oder Stromanschluss per Kabel. Image by Jessica Julia Mrzik

Sollten euch die bis zu zehn Stunden Akkulaufzeit nicht ausreichen, könnt ihr den Boomster mit acht AA-Batterien (oder AA-Akkus) weitere sechs Stunden am Laufen halten. Diese Option ist etwa dann nützlich, wenn ihr längere Zeit auf eine Steckdose verzichten müsst. Der perfekte Festivalcamp-Begleiter also! Apropos Stromversorgung: der Teufel Boomster ist zudem auch eine mobile Ladestation für euer Smartphone! Per USB-Kabel könnt ihr euer Smartphone oder Tablet ganz einfach über den Boomster aufladen, das verkürzt allerdings die Akkulaufzeit.

Fazit: Der Teufel Boomster ist ein echtes Allround-Talent

Der Teufel Boomster bietet für fast jeden das Richtige. Von stationärer Nutzung bis hin zum Begleiter auf jedem Campingplatz der Erde steht eines fest: Der Boomster ist facettenreich. Zu einem Preis von 349,99 Euro auf der Seite des Herstellers (Provisions-Link) bekommt ihr einen robusten und sauber verarbeiteten Lautsprecher, den Teufel mit viel Augenmerk auf Kundenwünsche in Berlin entwickelt hat. Dabei ist die Auswahl der Wiedergabequelle genau so vielfältig wie die Art der Stromversorgung. So wird eine große Bandbreite eurer Bedürfnisse an einen Lautsprecher abgedeckt. Gleichzeitig ist der Sound klar und sauber und das „Boom“ in Boomster kommt nicht von ungefähr.

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Dieser Artikel erschien zuerst auf Netzpiloten Apple.


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Jessica Julia Mrzik

Jessica ist Technikjournalistin und befasst sich leidenschaftlich mit dem Thema Nachhaltigkeit und Umwelt. Wenn sie nicht gerade erklären muss, was eine Technikjournalistin macht, bloggt sie über die neuesten plastikfreien Alternativen. Außerdem befasst sie sich gern mit Tech-Neuheiten und lustigen Gadgets rund ums iPhone und Co. Als Digital Native interessiert sie sich für alles, was mit Medien zu tun hat und probiert alles aus, was sie in die Finger bekommt.

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