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Die Ring Stick Up Cam – Sicherheit an jeder Hauswand

Einfach zu montieren und leicht in Betrieb zu nehmen, kommt die neue Stick Up Cam der Firma Ring daher. Wer sich eine komplizierte Verkabelung von Sicherheitskameras ersparen, aber dennoch sein Heim jederzeit in Sicherheit wissen möchte, der sollte die Stick Up Cam einmal genauer in Augenschein nehmen.

Die Stick Up Cam einfach überall befestigen

Die Montage der Stick Up Cam gestaltet sich dabei denkbar einfach. Mit dem mitgelieferten Montagewerkzeug wird der Sockel einfach angeschraubt und die Cam anschließend mit dem Internet verbunden. Die Kamera kann sowohl auf Außen-, als auch Innenflächen angebracht werden und widersteht laut Hersteller allen Witterungsbedingungen und Temperaturen von -20,5°C bis 48°C.

Um dabei die Stromversorgung über USB zu nutzen, darf die smarte Überwachungskamera maximal zwei Meter von einer Steckdose entfernt sein. Für weitere Distanzen bietet die Kamera auch einen Power over Ethernet-Adapter und kann so über ein normales LAN-Kabel mit Strom versorgt werden.

Mehr als eine Kamera

Die kalifornische Firma Ring, ist spezialisiert auf Smart Home Geräte. Klar also, dass die Stick Up Cam keineswegs nur eine schnöde Überwachungskamera ist. Registriert die smarte Kamera Bewegungen, erhaltet ihr sofort eine Benachrichtigung auf euer Handy, Tablet oder PC. Über die Ring App könnt ihr das Bild der Stick Up Cam live mitverfolgen und die Gegensprechfunktion der Cam benutzen, um so mit sich nähernden Personen zu sprechen. Das dürfte dem einen oder anderen potentiellen Einbrecher einen ordentlichen Schrecken einjagen.

Die Ring App ist sowohl für Android, iPhone und Mac, als auch für Windows erhältlich und bietet euch ein übersichtliches Bedienfeld, mit dem ihr eure Stick Up Cams im Überblick behalten und die Bewegungszonen, die die Kamera abdeckt, individuell anpassen könnt. So lässt sich die Registrierung von Bewegungen optimal gestalten und auf die wichtigsten Bereiche eures Zuhauses abstimmen.

Wer seine Hände allerdings gar nicht mehr benutzen möchte, kann seine Stick Up Cams auch mit Alexa-fähigen Geräten, wie zum Beispiel dem Echo Dot koppeln und so einfach Alexa fragen was zuhause vor sich geht.

Videos Aufnehmen und Zusammenschneiden

Die Stick Up Cam bietet von sich aus eine Livestream-Funktion, kann aber noch mehr. Kauft ihr euch die Kamera, erhaltet ihr automatisch ein 30-tägiges Probe-Abonnement des Dienstes Ring Protect. Mit diesem könnt ihr die Videos, die eure Stick Up Cam aufzeichnet, speichern und teilen. Das Ring Protect Basic-Abonnement kostet pro Gerät drei Euro im Monat. Für zehn Euro könnt ihr mit dem Ring Protect-Plus-Abonnement Videos von beliebig vielen Geräten aufzeichnen und teilen. Die reine Livestream-Funktion ist aber kostenlos.

Technische Details zur Stick Up Cam

Die Stick Up Cam kann neben der kabelgebundenen auch in einer akkubetriebenen Variante erworben werden. Diese ist, was die Positionierung angeht, noch flexibler, deckt aber mit 115° einen kleineren Bereich ab als die kabelgebundene Variante. Die wartet immerhin mit einem Blickwinkel von 150° auf. Ansonsten betragen die Abmessungen beider Varianten 9,70 cm x 5,99 cm x 5,99 cm und nehmen 1080p HD-Videos auf. Um die Streamingleistungen der praktischen Kamera zu nutzen, solltet ihr eine Uploadgeschwindigkeit von mindestens einem Mbit/s haben. Die Stick Up Cam ist in weiß und schwarz für 199 Euro erhältlich und fügt sich optisch in so ziemlich jede Einrichtung ein.

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Image Stick Up Cam by Ring

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Ulo, die Überwachungskamera mit den großen Augen

Sie ist klein und niedlich, aber sie kann Großes bewirken. Wenn ihr Tierfreunde seid, euch aber kein eigenes Haustier anschaffen könnt, dann ist vielleicht Ulo etwas für euch. Ulo ist klein, kompakt, stubenrein und kann zudem noch das Haus überwachen. Wer oder was genau Ulo aber eigentlich ist, zeigen wir euch hier einmal genauer.

Ulo ist eine Sicherheitskamera im niedlichen Eulendesign, die euer Haus genau im Blick behält. Dabei auffällig, sind vor allem ihre Kulleraugen. Ulo kann per Magnet an der Wand befestigt oder beispielsweise im Regal platziert werden. Da Ulo aber auch wasserdicht ist, ist es möglich sie auch draußen an der Hauswand anzubringen. Nachdem der Besitzer sich die App aus dem Google Play Store oder Apple App Store auf das Smartphone geladen hat, kann die kleine Eule direkt zum Einsatz kommen.

Mit einem Tipper auf den Kopf der Überwachungseule, schaltet sich Ulo ein. Auch der Alarmmodus beim Verlassen des Hauses, kann mit zweimaligem Tippen auf den Kopf aktiviert werden.

Die Augen verraten den Gemütszustand von Ulo

Ulos Augen, bestehend aus zwei 1,22 Zoll LCD-Displays, sprechen Bände. Hierbei hat das Startup Mu Design Ulos das Hauptaugenmerk natürlich auf die niedlichen Augen der Eule gelegt. Per App können diese auch individuell nach eigenem Geschmack angepasst werden. Verschiedene Farben und Pupillen-Größen schenken der Eule mehrere Design-Möglichkeiten.

Sobald der neue Mitbewohner in Betrieb genommen ist, ist es Zeit ihn genauer zu erkunden. Denn Ulo kann zwar nicht sprechen, seinem Besitzer aber mit den Augen deutlich machen, was er gerade braucht. Wenn der kleinen Eule beispielsweise die Augen zufallen, so weiß man, dass sein Akku leer ist und aufgeladen werden muss. Wenn sie mit einem Auge blinzelt, schießt sie gerade ein Foto. Aber Nutzer können der Überwachungskamera, dank der IFTTT-Funktion noch weitere Funktionen zu schreiben. Wenn es beispielsweise regnet, so wird auch Ulos Blick dementsprechend genervt und wenn jemand aus dem Haushalt Geburtstag hat, dann kann auch Ulo glücklich dreinblicken.

Ein kleines Allroundtalent

Ulo kann aber wesentlich mehr als nur niedlich auszusehen und das Haus im Blick zu haben. So eignet sich der Vogel dank des kinderfreundlichen Designs auch für das Kinderzimmer. Sollte zudem tatsächlich der Fall eines Einbruches eintreten, so schießt Ulo, noch bevor der Einbrecher die Kamera abschalten kann, ein Foto von ihm und zeichnet anhand des intergirierten Mikrofons auch den Ton auf. Auch nachts Bewegungen im Haus zu erkennen, fällt der Eule durch Infrarot nicht schwer. Das Video, beziehungsweise das Foto des Einbrechers, schickt die Kamera dann anschließend hochaufgelöst auf das Smartphone des Besitzers.

Technische Fakten rund um Ulo

Ulo wird durch kleine Akkus betrieben, die per Micro USB-Kabel aufgeladen werden. Mit der 2 Megapixel FullHD-Überwachungskamera, die sich im Schnabel der Eule befindet, zeichnet sie kleine Gifs auf, sobald der Bewegungsensor der Eule anschlägt. Die Aufzeichnungen werden auf dem 8GB großen Speicher gelegt. Wer allerdings mehr Speicherplatz benötigt, kann diesen mit einer Micro-SD-Karte erweitern.

Wir finden, die kleine Überwachungseule ist ein niedliches Gadget, um die eigenen vier Wände im Blick zu haben. Nicht nur das knuffige Design macht Ulo sympathisch, sondern auch die Möglichkeiten, die die kleine Eule mit sich bringt. So können nicht nur Einbrecher von der Eule überrascht werden, sondern auch Eltern können ihre Kinder sicher im Auge behalten. Wer sich für smarte Überwachungstechnik interessiert, für den lohnt sich ein Blick auf die Überwachungseule Ulo.

Für etwa 199 Euro kann man sich die Eule ins Haus holen.

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Image by Mu Design

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Nest Cam IQ Outdoor wirft jetzt auch ein Auge auf Deutschlands Grundstücke

Nest Cam IQ Outdoor

Immer mehr Haushalte interessieren sich hierzulande dafür, ihr Heim mit einer smarten Sicherheitskamera zu schützen. Schließlich sind sie einfach einzurichten und erschwinglich in der Anschaffung. Die Google-Tochter Nest nutzt dieses Momentum und setzt ihre Expansion in Deutschland fort. Mit der Nest Cam IQ Outdoor komplettiert der Smart-Home-Spezialist sein Kamera-Portfolio auf dem deutschen Markt. Nachdem das wetterfeste Modell mit Gesichtserkennungsalgorithmen bereits seit dem Herbst vergangenen Jahres in den USA erhältlich war, erscheint es heute auch im deutschen Handel für 379 Euro.

Das macht die Nest Cam IQ Outdoor zu einer smarten Sicherheitskamera

Als smarte Sicherheitskamera streamt die Nest Cam IQ Outdoor Full-HD-Aufnahmen per WLAN zum Nest-Account des Nutzers und lässt sich per Smartphone-App für Apple-Geräte und Android-Geräte steuern.

Weil es den Namenszusatz IQ trägt, kann das Modell Gesichter der Bewohner von denen unbekannter Menschen unterscheiden. Zudem ist die Kamera-Software in der Lage, Bewegungen in vorher definierten „Acitivity Zones“ zu registrieren und andere zu ignorieren. Dies setzt allerdings ein kostenpflichtiges Zusatz-Abo beim Online-Dienst Nest Aware voraus. Ohne Nest Aware informiert die Kamera auf Wunsch zwar ebenfalls, wenn sich Personen nähern, trennt dabei aber nicht zwischen Freund und Feind.

Entdeckt die Kamera Berichtenswertes, schickt sie auf Wunsch einen Alarm ans Smartphone. Unabhängig davon, können Nutzer unerwünschte Besucher automatisch abschrecken, indem sie die Nest Cam IQ Outdoor mit den smarten Steckdosen und Glühbirnen von Philips Hue, LIFX, Wemo und TP-Link verknüpfen, sodass sich die Lampen im und am Haus einschalten. Über die Plattform Conrad Connect lässt sich die Nest-Kamera mit weiteren Smart-Home-Geräten vernetzen.

Nest Cam IQ Outdoor Smart Home Vernetzung
Per App lassen sich die Bilder überall abrufen. Wird die Kamera mit smarten Glühbirnen vernetzt, kann sie automatisch Lampen anschalten und Eindringlinge abschrecken. Image by Nest Labs

Trendgemäß versteht sich die smarte Sicherheitskamera auch mit Sprachassistenten. Als Tochterunternehmen des Google-Konzerns Alphabet ist die Kompatibilität zum Google Assistant Ehrensache. Allerdings versteht das Modell nicht mehr als genau eine „Ok, Google“-Sprachanweisung. So können sich Nutzer auf diese Weise derzeit nur den Video-Feed auf ihren Fernseher streamen lassen – sofern sie dafür einen Chromecast als Signalüberträger verwenden. Im Vergleich dazu versteht die Nest Cam IQ Indoor nach einem Update viel mehr Google-Assistant-Befehle.

Diese Nest-Kamera will an die frische Luft

Anders als die von uns bereits getestete Nest-Kamera ist dieses Modell für den Außeneinsatz gedacht und daher wetterfest. Gemäß IP66-Standard widerstehen die Dichtungen des Gehäuses aufdringlichen Staubkörnern ebenso wie starkem Regen. Ihrem Betrieb sollen auch extreme Temperaturen von 40 Grad unter und 45 Grad über dem Nullpunkt nicht stören.

Damit Eindringlinge nicht einfach die Energieversorgung kappen, lässt sich das USB-C-Stromkabel durch eine Öffnung in der Bodenplatte unerreichbar in der Wand versenken. So nah heran kommen Einbrecher aber im besten Fall gar nicht. Denn die Kamera verfügt über einen integrierten Lautsprecher, mit dem Nutzer unerwünschten Personen verbal die Leviten lesen können. Der Schallwandler soll 15-mal lauter sein als im älteren, verwandten Outdoor-Modell ohne IQ-Namenszusatz.

Nest Cam IQ Outdoor draußen
Die Nest Cam IQ Outdoor ist gemäß IP66 geschützt gegen Staub und Regenwasser. Image by Nest Labs

Automatischer Zoom auf Gesichter

Im Normalzustand nimmt die Nest Cam IQ Outdoor ihre Umgebung in einem sehr großen Bildwinkel von 130 Grad auf. Dabei ist die interne Bilderkennung so programmiert, dass sie automatisch an Gesichter heranzoomt, wenn sie Menschen erkennt. Eine bis zu 12-fache Bildvergrößerung ist möglich. Für ausreichend Detailschärfe sorgt dabei ein 8-Megapixel-Sensor, der Standbilder in 4K und Videos in Full-HD (1080p) ausgibt. Starke Helligkeitsunterschiede mildert eine HDR-Aufbereitung des Bildes. Infrarot-Dioden gewährleisten außerdem, dass die Kamera selbst nachts noch klare Sicht hat.

Längerfristige Speicherung nur mit Cloud-Abo

Wie bei Nest-Kameras üblich, können Nutzer die Aufnahmen nicht lokal auf einer Speicherkarte oder Netzwerk-Festplatte sichern. Stattdessen lädt die Nest Cam IQ Outdoor den Feed auf die Internetserver von Nest. Von dort streamen Nutzer die Aufnahmen auf dem Smartphone, Tablet oder Laptop. Schließlich sei nur mit der Rechenpower aus der Cloud eine aufwendige Personen- und Gesichtserkennung realisierbar, lautet die Begründung des Anbieters. Eine mit 128-Bit AES stark verschlüsselte TLS/SSL-Verbindung und eine Zwei-Faktor-Authentifizierung sollen für ein technisch hohes Sicherheitsniveau sorgen und Vorbehalte gegenüber Cloud-Diensten entkräften.

Nest Cam IQ Outdoor Personenerkennung
Mithilfe von Rechenpower aus der Cloud kann die Kamera-Software Personen und Gesichter identifizieren. Image by Nest Labs

Wollen Nutzer mehr als kurze Clips rund um ein Ereignis sehen, das den Alarm ausgelöst hat, können sie eine kontinuierliche Speicherung bei Nest Aware buchen. Neben einer 30-tägigen Speicherung für 30 Euro im Monat und einer 10-tägigen Speicherung für 10 Euro im Monat bietet Nest Aware nun auch eine 5-tägige Speicherung für 5 Euro im Monat an. Diese Kosten kommen zu dem einmaligen Kauf einer Nest Cam IQ Outdoor oben drauf.

Weitere Infos und einen Shop bietet die Produktseite der Nest Cam IQ Outdoor.

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Images by Nest Labs

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Ab ins sichere Nest: Die smarte Überwachungstechnik für Zuhause im Test

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Das Zuhause, das mitdenkt, ist keine Utopie mehr. Immer mehr digitale Helfer erreichen mittlerweile auch den deutschen Markt und die Technik ist sicher nicht mehr nur für Technik-Geeks. Amazon Echo oder Google Home wollen den breiten Markt erobern, aber für ein smartes Zuhause braucht es neben einem Assistenten auch Geräte, die miteinander interagieren – Lichter, Staubsauger-Roboter oder auch Überwachungstechnik. Auf Letzteres hat sich Googles Schwesterunternehmen Nest Labs spezialisiert. Im Februar 2017, ganze sieben Jahre nach Markteintritt in den USA, wurden die ersten Produkte in Deutschland eingeführt. „Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Ländern sind sehr spezifisch.”, sagt Lionel Guicherd-Callin, Head of Product Marketing für Nest in Europa. „Wir wollten erst sicherstellen, dass alles für den deutschen Markt passt.“

Bisher kannte ich smarte Überwachungskameras nur von meinen Verwandten, die damit ihre Kleinkinder im Auge behalten, wenn sie selbst nicht zu Hause sind. In meiner Wohnung passiert allerdings nicht viel. Gelegentlich bewegen sich ein paar Schatten und niemand kann so einfach auf meinen Balkon klettern. Deswegen musste ich mir ein paar andere Testsituationen überlegen. Nach einer ausführlichen Testphase stelle euch die Nest Cam Indoor und die Nest Cam Outdoor vor. Beide sind momentan zu einem Preis von 199 Euro erhältlich.

Der erste Eindruck

Die Kameras kommen in stabilen Boxen, minimalistisch verpackt ohne große Probleme und Plastikberge. Das simple Design setzt sich in den Produkten fort. „Ventilatoren oder Rauchmelder sind Produkte, die das Raumgefühl stören. Deswegen war es uns bei den Nest Produkten wichtig, dass sie gut designt sind und sich in das Zuhause einpassen“, erklärt Guicherd-Callin.

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Lieferumfang der Nest Cam Outdoor. Image by Nest.

Mit einer Gesamtgröße von nur elf Zentimetern ist die Indoor-Kamera nicht auffällig oder störend, eingebunden in einen stabilen Metallfuß. Sie kann Dank eines eingebauten Magneten angebracht werden. Ist keine magnetische Oberfläche in der Nähe, tut es auch die mitgelieferte Wandhalterung. Die Kamera wird mit einem gängigen Micro-USB-Kabel verbunden. Nest hat sich hierbei bewusst gegen Batteriebetrieb entschieden, da die dauerhafte Stromversorgung dem System viel umfangreichere Möglichkeiten bietet.

Die Nest Cam Outdoor kann Dank des Magneten individuell ausgerichtet werden. Das übertragene Bild lässt sich allerdings im Nachhinein nur um 180 Grad drehen. Die Vielseitigkeit der Winkel wird hier leider wieder etwas einschränkt.

Besonders gefällt die Verbindungsart des Netzteils der Outdoor-Kamera. Der USB-Anschluss und das Netzteil werden durch eine Druck-Drehbewegung miteinander verbunden, sodass der Anschluss witterungsgeschützt ist. Eine einfache, aber sehr effektive Lösung.

Die Outdoor Kamera ist mit der IP-Schutzart IP65 ausgestattet, was absolute Staubdichte und Schutz gegen Strahlwasser aus beliebigen Winkeln verspricht. Dem Hamburger Dauerregen hat die Kamera standgehalten – durch den Regen haben sich allerdings andere Probleme ergeben, auf die ich später eingehen werde.

Plug and Stream

Zu jeder smarten Hardware sollte eine gute Software gehören. Deswegen lassen sich alle Nest-Produkte über eine App steuern. Die Nest App ist sowohl für Android als auch im iOS-App-Store erhältlich. Wir haben beide Plattformen während dieses Tests auf einem Smartphone (LG G4) und einem Tablet (iPad Air) gestestet. Die iOS-App fror sich während dieses Tests leider regelmäßig fest und hinkte auch sonst ein wenig hinter der Android-Version hinterher. Schade. In Puncto Funktionen und Übersichtlichkeit nehmen sich die Apps jedoch nichts.

Um die Produkte verwenden zu können, muss ein Nest-Konto erstellt werden. Auf diesem Konto werden die Cloud-Daten gespeichert und gewährleistet, dass nur zugelassene Personen auf die Kameras zugreifen können. Für das Einrichten der Geräte ist momentan noch zwingend ein Smartphone oder Tablet mit der Nest-App notwendig. Einmal eingerichtet, sind sie allerdings auch vom Computer aus steuerbar.

Die Installation geht schnell und ist sehr einfach gestaltet. Jeder Schritt der Installation wird mit Illustrationen oder Bildern begleitet. Wer seine Adresse nicht mit der Kamera verknüpfen möchte, muss seinen Wohnort nicht angeben. Die einzige verpflichtende Angabe, die bei der Kameraaktivierung gemacht werden muss, ist die Postleitzahl. Um die Kamera mit der App zu verknüpfen, muss nur noch der aufgedruckten QR-Code gescannt werden. Bei einer stabilen Internetverbindung dauert die Kameraeinrichtung vom Anschluss an die Steckdose bis zur fertigen Inbetriebnahme weniger als fünf Minuten. Ist die Kamera fertig eingerichtet, beginnt sie sofort mit der Bildübertragung. 

Die Steuerung innerhalb App ist sehr intuitiv. Mit einem Fingerwisch kann man das Bild vergrößern und bewegen. Die Einstellungen sind hinter einem Zahnrad in der Ecke versteckt, der Aufbau lenkt etwas vom Bild ab. 

Immer wachsam

Die Basisfunktionen erfüllen, was sie versprechen: Live-Video rund um die Uhr (zumindest, wenn die Bandbreite stimmt), HD-Streaming mit einer Auflösung von 1080 Pixeln, Bewegungsmeldungen, Infrarot-Nachtmodus und eine Gegensprechanlage. Wer zuhause nicht dauerhaft gefilmt werden möchte, kann auch die Abwesenheitsfunktion nutzen. Die App erkennt, wenn man das Netzwerk der Kamera verlässt und schaltet sie automatisch ein. Wenn man den Wohnort wieder betritt, schaltet sich die Kamera ab. Ein netter Effekt, denn so fühlt man sich nicht dauerhaft in den eigenen vier Wänden beobachtet. Der Nutzer hat ebenfalls die Möglichkeit, genau einen Zeitplan zu erstellen, der bestimmt, wann die Kameras aktiv sein sollen. So können die Kameras sehr individuell eingestellt werden.

Aber Nest kann noch mehr. Für Nutzer, die das volle Potential der Geräte dauerhaft nutzen möchten, kann dies allerdings sehr schnell teuer werden. Das Bezahlangebot Nest Aware, das als Monats- oder Jahres-Abo angeboten wird, speichert den Videoverlauf nicht nur für drei Stunden, sondern für ganze zehn Tage (Kosten: zehn Euro pro Monat) oder 30 Tage (30 Euro pro Monat). Das aufgezeichnete Videomaterial kann gespeichert werden, als Clip oder auch als Zeitraffer. Wer möchte, kann die Videos auch direkt über die Webseite auf diversen sozialen Netzwerken teilen. Zum Anschauen im Netz außerhalb der App ist allerdings ein Flash-Player notwendig. Für Nutzer eines iPad oder iPhones ist diese Voreinstellung leider äußerst unpraktisch.

Die letzte, sehr nützliche Funktion von Nest Aware ist das Einrichten von Warnbereichen. Die Bedienmaske, die leider nur in der Webansicht am Computer zugänglich ist, ermöglicht es dem Nutzer, über eine Drag-and-Drop-Maske gesonderte Warnmeldungen zu erhalten. In diesem Fall haben wir den Haustürbereich festgelegt, um zu testen, ob vorbeifahrende Autos von der Kamera ignoriert werden.

Die Kamera verfügt außerdem über die Nest Aware-Ansicht. Hier ist jeder Punkt in der Zeitleiste ein von der Kamera wahrgenommenes Ereignis. Die Zeitleiste von Nest Aware kann die Meldungen der Warnzonen farblich zugehörig sortieren. Je nach Ausrichtung der Kameras können so eine große Anzahl an Meldungen zusammenkommen. Insgesamt wurden mir an einem Wochenende 228 Warnmeldungen angezeigt, von denen 24 in jedem Fall angemessen, aber der Großteil vorbeifahrende Autos, Schatten oder sogar nur ein paar Fliegen waren. Angemessen bedeutet in diesem Fall: Die Nachbarskatze lief über unsere Treppe, Besuch stand vor der Haustür oder wir sind selbst aus dem Haus gegangen, um etwas zu holen.

An einem anderen Tag habe ich die Outdoor-Kamera im Regen getestet. Die Bilanz: 369 Warnmeldungen. Ab einem bestimmten Zeitpunkt habe ich die Benachrichtigungen der Kamera ausgeschaltet. Jeder Regentropfen wurde mir als „mögliche Person“ gemeldet. Das ist wohl etwas übertrieben.

Aber was ist mit meinen Daten?

Die Videos und Daten, die die Kameras aufzeichnet, speichert Nest in einer Cloud und ist mit dem Nest-Nutzerkonto verknüpft. Eine berechtigte Frage ist hierbei: Wie kann ich denn sicherstellen, dass die Daten nicht von jemandem gestohlen oder abgegriffen werden?

„Die Sicherheit der Daten ist Nest sehr wichtig. Von dem Moment in dem die Kamera etwas aufnimmt ist es verschlüsselt. Und die Aufnahmen bleiben verschlüsselt“, erklärt Lionel Guichard-Callin im Gespräch. „Wenn die Daten in einem internen Speicher liegen würden, wären sie bei einem Diebstahl anfälliger.“

Die Kameras sind über eine Zwei-Faktor-Authentifikation mit dem Konto verbunden. Sollte die Kamera also gestohlen und in einem anderen Netzwerk wieder angeschlossen werden, kann man nur in dem zugehörigen Nest-Account auf die Daten zugreifen. Nest empfiehlt den Nutzern im Falle eines Diebstahls, das Passwort zum persönlichen Nest-Konto zu ändern und so sicherstellen, dass niemand auf die gespeicherten Daten zugreifen kann.

Ein Zugriff von einem anderen Konto muss vom Besitzer der Kamera aktiviert werden. Nest bietet die Möglichkeit, Familienmitglieder für ein gemeinsames Konto freizuschalten, die daraufhin ebenfalls Zugriff auf die Daten und Einstellungen haben.

Ohne Bandbreite keine Bilder

Nach einem ausgiebigen Test konnte ich mehrere Dinge feststellen. Erstens: Um die Kameras effektiv nutzen zu können, ist eine stabile und schnelle Internetverbindung zwingend notwendig. Wenn die Bandbreite nicht stimmt, schaltet sich die Kamera ständig aus und muss sich erneut mit dem WLAN verbinden und lädt dabei jedes Mal neu. Sehr nervig! Für Nutzer mit einem schlechtem WLAN-Netz bietet Nest in den Einstellungen die Möglichkeit, die Video-Qualität zu verändern, um die Ladezeiten zu verringern.

Ein weiterer persönlicher Störfaktor ist die Status-LED. Während des Betriebs leuchtet sie dauerhaft in einem grellen Blau. Durch die auffällige Farbe des Lichts zieht die Kamera sofort alle Aufmerksamkeit auf sich. Wer sich von so etwas schnell gestört fühlt, könnte damit ein Problem haben. 

Man muss sich also beim Einstellen der Kamera und der Einrichtung der Warnbereiche Gedanken machen, dass ungewollte Bereiche nicht zu sehen sind. Wenn man Push-Benachrichtigungen eingeschaltet hat, schickt die Kamera auch Benachrichtigungen von sich verändernden Schatten oder vorbeifahrenden Autos, die nur eine Sekunde im Bild zu sehen sind und im Normalfall keine Meldung wert sein sollten. Wer also im Urlaub die Kamera auf das werte Heim aufpassen lassen möchte, könnte durch das ständige Auftauchen von Push-Benachrichtigungen anstelle der versprochenen Entspannung eher ständigen Stress durchleben.

Ein sicheres Nest

Zusammenfassend machen die Kameras trotz der Kritikpunkte einen sehr guten Job. Wer sie nicht zwingend als Überwachungskamera nutzen möchte, sondern sie lieber als Wetterkamera für Zeitraffer einsetzt, wird die stablie und hochqualitative Streaming-Qualität überzeugen. Die Warnmeldungen waren in meinen Tests nicht vollends überzeugend, da sie zum Teil sehr vage waren. Die Benachrichtigungen wurden auf jedenfalls stets binnen kürzester Zeit auf mein Smartphone gesendet. Die meisten Funktionen, die ich im Test lieben gelernt habe, sind momentan nur mit der Funktion Nest Aware verfügbar. Wer sich für das Rundum-Sorglos-Paket entscheidet, ist mit den Nest-Kameras definitiv gut ausgestattet.

Die Nest Cam Indoor empfiehlt sich meiner Meinung nach für Familien mit Haustieren oder kleinen Kindern, die Nest Cam Outdoor für Hausbesitzer, die ihren Eingang im Auge behalten wollen. Die Anwendungsmöglichkeiten der Produkte sind noch viel weitreichender, wenn man sie in Kombination von anderen Smart Home Produkten verwendet. Für alle, die einfach eine solide, hochwertige Kamera suchen, sind die Nest-Produkte meiner Meinung nach eine gute Wahl. 

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Images by Nest
Video & Images by Melina Mork


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