All posts under TIME Magazine

Wie Tumblr die Online-Berichterstattung verändert

TIME Magazine; Person of the Year, Greg's Art and My Photo Online (adapted) (Image by Tony Fischer [CC BY 2.0] via Flickr)
Mit Blogging-Diensten wie Tumblr kann sich die Art der Online-Berichterstattung verändern. Ein Beispiel hierfür ist das TIME Magazine mit seinem Konzept der „story behind the stories.“ Der Blogging-Dienst Tumblr war im zweiten Halbjahr 2014, was die Zahl der aktiven Nutzer betrifft, mit 120 Prozent Zuwachs innerhalb von sechs Monaten, die [...]
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Die Momente des Jahres in den sozialen Medien 2014

Happy New Year 2014 (adapted) (Image by Jon Glittenberg [CC BY 2.0] via Flickr)
Was waren die Themen, die die Menschen in den sozialen Medien 2014 weltweit bewegt haben? Wir zeigen es in den jeweiligen Jahresrückblicken. Die Fußballweltmeisterschaft war 2014 das dominierende Thema des Jahres in den sozialen Medien. Nicht nur bei Twitter stellte das Finale zwischen Deutschland und Argentinien einen Allzeit-Rekord an Tweets auf, auch [...]
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5 Lesetipps für den 1. September

In unseren Lesetipps geht es um Googles „Same Day Delivery“-Pläne, die Digitalisierung von allem, das Time Magazine, Technologie in der Musik und Netflix. Ergänzungen erwünscht.

  • SAME DAY DELIVERY Re/code: Inside Google Shopping Express’ Big Plan to Race Amazon to Your Door: Auf Re/Code stellt Jason Del Rey das Wettrennen zwischen Google und Amazon (und eigentlich auch Uber) um den Markt für Same-Day-Delivery vor, den beide Unternehmen vor allem in den USA austragen. Uber mag smart sein, Amazon stets ambitioniert, aber für Google scheint zu sprechen, dass sie jetzt schon konkurrenzfähig sind, aber noch nicht einmal einen Bruchteil ihrer Möglichkeiten dafür aufgewendet haben, dass aber laut internen Quellen vorhaben. Wie teuer Googles Lieferservice werden könnte, steht noch nicht fest, aber es könnte eine Art Amazon Prime werden, nur eben für fast jedes denkbare Produkt. Wer sich wirklich Sorgen machen sollte, sind die Ladengeschäfte, denn Google bringt den direkten Versand von Produkten und Lebensmitteln meines Erachtens noch einmal schneller auf eine höhere Stufe, als Amazon und Uber das schaffen werden.

  • DIGITALISIERUNG Zeit Online: So leben wir in fünf Jahren: Auf Zeit Online entwirft Stefan Schmitt eine Version der Zukunft, in der das Internet der Dinge und Augmented Reality unsere Wahrnehmung der Welt maßgebend begleiten und mitbestimmen, in der aber die schon heute führenden Unternehmen ein vor allem in der Vergangenheit perfekt funktionierenden Tauschhandel weiterführen: Komfort gegen Daten. Feststeht, dass wir und alles um uns herum in Zukunft mehr Daten produzieren werden. Sie sind das Öl des 21. Jahrhunderts, nur versiegen sie nicht. Die Wirtschaft denkt schon lange darüber nach, wie Daten genutzt werden können, was legitim ist. Wir als Gesellschaft sollten das aber auch einmal machen und sei es nur, dass Journalisten in Technologien nicht nur ein Werkzeug der Werbung sehen.

  • MEDIENWANDEL New York Magazine: Time Inc. Faces a Looming Existential Magazine Deadline: New York City ist wahrscheinlich wirklich die heimliche Hauptstadt der Welt, zumindest aber mit der New York Times und dem Time Magazine das Epizentren des Medienwandels, denn diese beiden Publikationen sind die wohl interessantesten Akteure der traditionellen Medien, wenn es darum geht, die Zukunft der Medienwelt zu entdecken. Über die New York Times hat man zuletzt öfters gelesen, weshalb ich diesen einen sehr langen Longread von Gabriel Sherman über das Time Magazine empfehle, in dem er sich mit der Frage auseinandersetzt, wie ein auf ein Magazins setzendes Unternehmen heutzutage aussehen sollte und die ersten Ideen des Magazins skizzenhaft vorstellt.

  • MUSIK PandoDaily: Smashing Pumpkins’ drummer, now a CEO, wants to save the music industry through tech: Fast nach dem Motto „Wenn du sie nicht schlagen kannst, verbünde dich mit ihnen.“ hat die Musik-Industrie sich in den letzten Jahren die neuen Technologien zu Nutze gemacht, wenn die Innovation auch von außerhalb kam und die Integration lange dauerte. Doch mit dem neuen Startup LiveOne des ehemaligen Schlagzeugers der Smashing Pumplins, Jimmy Chamberlin, versucht nun jemand, der die goldenen Jahre des CD-Verkaufs mitgemacht hat, selber mit Technologie wieder Geld im Musikgeschäft zu verdienen. LiveOne bietet einen Service namens Crowdsurfing an, der Livestreams von Konzerten anbietet, dabei aber auch eine soziale Kompetenten aufweist und die Zuschauer an den Bildschirmen miteinander interagieren lässt. Bereits bekannte Unternehmen sind als Werbeschaltende auf den Zug aufgesprungen, der ein Millionenpublikum anspricht.

  • NETFLIX c’t: Hinter den Kulissen von Netflix: Netflix startet diesen Herbst in vielen europäischen Ländern und hat sich zum Deutschland-Start den c’t-Redakteur Nico Jurran nach Kalifornien eingeflogen, um ihm die Firma zu zeigen. Dabei herausgekommen ist ein lesenswertes Porträt der Streaming-Firma, die von einigen bereits gefürchtet und vielen aber begrüßt wird. Im Artikel findet sich auch ein aufschlussreiches Zitat von Netflix-CEO Reed Hasting, das für mich zeigt, was Netflix anders und somit erfolgreich macht: „Wir schauen uns unter anderem die Piraterie-Netzwerke an, um herauszufinden, welche Bedürfnisse aktuell nicht befriedigt werden.“

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten „vorgeblättert“ START.

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Nachgeschaut: US-Medien auf Instagram

Wie findet Journalismus im Foto-Netzwerk Instagram statt? Ein Analyse von zehn Medien auf Instagram – heute: fünf US-Medien. Instagram hat mehr zu bieten als Kaffee, Schuhe und Selfies. Sie können auch für Medien relevant sein. Anhand von zehn Medien aus den USA (TIME Magazine, Verge, Wired, Chicago Tribute, Vogue) und Deutschland (t3n, Süddeutsche Zeitung Magazin, Vogue Deutschland, Bild, Netzpiloten.de) wollen wir analysieren, wie Instagram im modernen Journalismus eingesetzt wird. Im ersten Artikel analysiert unsere Gastautorin Felicitas Hackmann fünf US-Medien, die mit verschiedenen Strategien und unterschiedlichen Erfolgen Instagram in ihrer redaktionellen Arbeit nutzen.

TIME Magazine

Das TIME Magazine nutzt Instagram zum einen, um Serien wie ihr “Photo of the Week” zu promoten, posten ihr Magazin Cover, oder greifen Inhalte von Photojournalisten auf, die sie verlinken. Die fast 650.000 Follower haben mit zwischen knapp unter 2.000 und über 24.000 Likes ihre Begeisterung gezeigt.

Interessanter Weise arbeitet das TIME Magazine kaum mit Hashtags, verlinkt allerdings nach Möglichkeit die Photografen. Während Hurricane Sandy überließ das TIME Magazine fünf Photografen den Zugang zu ihrem Instagram Account, damit sie von unterschiedlichen Orten direkt live berichten konnten.


Verge

Das Verge Magazin zählt auf Instagram fast 22.800 Follower, hält sich aber im Vergleich mit anderen inhaltlich sehr zurück. Die 8 Bilder, die in den vergangenen 4 Wochen geschossen wurden, wurden mit etwas unter 800 und etwas über 2.500 Likes bewertet. Inhaltlich sind es meistens neue Technik-Spielzeuge, wie z. B. das Galaxy S5, dessen Wasserfestigkeit sie sofort getestet haben. Zwar gibt es auch mal ein Konferenzbild, richtige Insights aus dem Redaktionsalltag erhält man jedoch nicht.


Chicago Tribune

Jeden Montag wird auf dem Account der Chicago Tribune ein Image mit dem neuen Motto der Woche gepostet, dass die rund 14.300 Follower auffordert, ihre Bilder dazu mit #TRIB2014 zu taggen. Über die Woche werden von der Redaktion drei Bilder ausgewählt und auf Instagram sowie auf dem Blog gepostet. Eingesendet werden jede Menge.

Die eingesendeten, reposteten Bilder (höchstes 650) sind von der Like-Anzahl beliebter als die Aufrufe (106) der Redaktion. Artikel, Schlagzeilen und ähnliches werden gar nicht gepostet.


Wired

Mit 500 und bis fast 3.000 Likes haben die rund 157.000 Follower die Bilder der Wired belohnt. Auch hier finden sich insgesamt wenig Hashtags. Es gibt keine Bilder der Redaktion, sondern ausschließlich Bilder, die auf Artikel bei wired.com oder auf Inhalte der aktuellen Ausgabe verweisen. Zwischendurch gibt es auch das Cover des Printmagazins. Wired, das von faszinierenden Stories und Produkten der Zukunft lebt, hält sich nicht mit schlechten Smartphone Shots auf, sondern führt die hohe Bildqualität auf ihrem Instagram Account weiter.


Vogue

Vogue möchte man sein. In den letzten 4 Wochen hat das Modeblättchen den schlechtesten Like-Wert mit immerhin über 16.000 hingelegt. Das Bild von Beyoncé und JayZ dagegen schießt mit 80.000 Likes den Vogel ab. Das alles bei fast 1,8 Millionen Followern, die neben Gala Bildern, Model shots, behind-the-scenes auch mit Büro Fotos bespaßt werden.


Zusammenfassung der Analyse

Shots aus der Redaktionskonferenz? Muffins mit Logo oder der Hund der Praktikantin? Nein. Bei den oben gezeigten Medien (und weiteren nicht aufgelistete Bespielen) finden sich fast ausschließlich professionelle Bilder, die als Titelbild für Nachrichten oder als Nachrichtenbild für eine Kurznachricht dienen, oder visuelle Highlights.

Instagram bietet die technische Tücke, dass Links nicht funktionieren. Daher verweisen viele Redaktionen im Text darauf, dass das Thema zum Bild auf der Nachrichtenseite zu finden ist (z.B. “Find more about this on ….com” oder “___ is this week’s topic on …..com”). Instagram ist auch als Eventbegleiter häufig dabei und auch hier werden gerne professionelle Bilder (wie im letzten Beispiel von der Vogue) genommen, die dann per Instagram hochgeladen werden.

Daraus lässt sich schließen, dass Instagram zwar zum einen genutzt wird, um Reichweite zu schaffen, aber auch, um das Image einer Medienmarke zu stärken, z. B. mit ausgefallen, aber besonders auch mit professionellen Bildern. Und das ergibt Sinn: Instagram ist, so wie auch Pinterest, ein Medium, das von Bildern lebt. Als Instagram-Follower wollen wir nichts verwackeltes oder mittelschönes sehen. Wir wollen etwas entweder unheimlich schönes oder unheimlich erstaunliches sehen. Der Austausch mit den Lesern, wie im Beispiel von der Chicago Tribute, zählt daher eher zur Ausnahme. Doch auch hier lässt sich feststellen, dass nur die besonders schönen Bilder repostet werden.

Die Like-Zahl mag im Verhältnis zur Followerzahl nicht besonders hoch aussehen, jedoch muss dabei beachtet werden, dass die Nutzer, die Instagram von ihrem Smartphone gelöscht haben nicht auch ihren Account gelöscht haben und somit weiterhin als Nutzer (Follower) gelten.

Laut Instagram hat das Netzwerk über 200 Millionen aktive monatliche Nutzer (ob das heißt App öffnen, liken, oder kommentieren wurde auf Anfrage nicht kommentiert). Es werden täglich 1,6 Milliarden Bilder geliked und 60 Millionen Fotos werden täglich geteilt.

Die Anzahl der täglichen Nutzer wollte Instagram nicht mitteilen. Sie wären für die Bewertung allerdings relevant, da bei Instagram immer der aktuellste Content zu erst sichtbar ist. Folgt man mehreren Accounts müsste man einiges an Zeit aufwenden, um Bilder der letzten Woche zu finden (oder direkt über einzelne Accounts gehen).

* Zahlen: Stand 11.05.2014; Untersucht wurden die vergangenen 4 Wochen.


Morgen schreibt Felicitas Hackmann auf Netzpiloten.de über fünf deutsche Medien auf Instagram.

 


 

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