All posts under Themen

Netzpiloten @hub.berlin

Die hub.Berlin und der Big.Data.AI Summit machen das Konferenz-beliebte Berlin am 10. und 11. April wieder zum Treffpunkt für Zukunftsarbeiter. Es geht wie immer um Technologie, Big Data, Startups und Gesellschaft. Wir Netzpiloten sind zum dritten Mal als Medienpartner mit dabei und freuen uns auf die Begegnung mit 1.000 Startups, 350 Speakern und zahlreichen Besuchern in der Station Berlin.

Welche Speaker werden da sein?

Zu den Speakern gehören unter anderem Sabine Bendiek, Vorsitzende der Geschäftsführung von Microsoft Germany. Auch Bitkom-Präsident und Beiratsvorsitender von FlixBus, Achim Berg, referiert auf der hub.Berlin. Startups werden auf den Bühnen unter anderem von Kitchen Stories-Gründerin Verena Hubertz und Dr. Anna Lukasson-Herzig von der visuellen Suchmaschine Nyris vertreten. Für wissenschaftliche Erkenntnisse sorgt außerdem Prof. Andreas Dengel vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI).

Welche Themen und Formate erwarten dich?

Diese Bühnen erwarten euch auf der hub.berlin:

  • Red Arena & Black Arena: Die großen Köpfe der Branche teilen ihre Visionen und Erfahrungen in Keynotes, Panels und Interviews auf den großen Bühnen der Red Arena und der Black Arena. Freut euch auf Impulse zu smarten Technologien, modernisierter Gesellschaft und weiteren, spannenden Themen.
  • Innovation Stage & Discovery Stage: Innovative Produkte und Best Practise der Digitalisierung findet ihr hier. Auf den beiden Bühnen gibt es unter anderem spannende Vorträge über digitale Transformation und neuste Trends.
  • Auf vier großen Bühnen geht es im Rahmen des parallel stattfindenden Big-Data.AI Summit rund um die KI-zentrierte Zukunft.

Darüber hinaus bietet die hub.berlin einen großen Ausstellungsbereich, Networking-Spaces, sowie das Digital Arts Lab, einen kreativen Spielplatz für Besucher und Kreative.

Und sonst noch?

Alle Tickets enthalten sowohl Zugang zur hub.berlin, als auch zum Big-Data.AI Summit. Die Tickets sind übertragbar oder nicht übertragbar (dann mit günstigerem Preis). Für den halben Preis gibt es zudem den Second Day Pass. Nur noch kurze Zeit profitiert ihr von den Early Bird-Preisen, bei denen ihr bis zu 30 Prozent spart.

Bitkom-Mitglieder erhalten über den Promo-Code „bitkom-special“ übrigens 20 Prozent Rabatt. Startups können sich außerdem für einen kostenlosen Startup Pass bewerben. 

 

Weiterlesen »

Bunt, flauschig oder seefest: So sieht der Arbeitsplatz der Zukunft aus

Wie sieht unser Arbeitsplatz in fünf Jahren aus? Bei einem Wettbewerb des Designmagazins Metropolis Mag und dem Unternehmen Staples wurden in der vergangenen Woche die innovativsten Ideen von Designern, Architekten und kreativen Geistern ausgezeichnet. Demnach sieht das Büro der Zukunft so aus: bunt, generationsübergreifend und aufblasbar.

Dass das nicht alles Zukunftsmusik ist, zeigt ein Blick auf einige kreative Arbeitsplätze in Deutschland. Vom Coworking Space auf einem Katamaran bis hin zum Gartenhäuschen haben die ersten Unternehmen hierzulande jetzt schon das Konzept des Arbeitsraumes völlig neu erdacht.

zalando-berlin
Quelle: Instagram – https://www.instagram.com/zalandotech

Einfach mal durchatmen: Zalandos Gartenhäuschen in Berlin

So hat das Modeunternehmen Zalando in seiner Niederlassung in Berlin beschlossen, den Mitarbeitern einen Garten zu bauen. Wenn es also mal dicke Luft im Büro gibt oder die Mitarbeiter einfach zwischendurch mal im Grünen entspannen wollen, gibt es im Innenhof von Zalandos Büros mehrere Gartenhäuschen.

Urlaub im Büro: Trivago schafft Ferienstimmung für Mitarbeiter

Trivago steht für Fernweh, Urlaub und der Flucht aus dem täglichen Grau in Grau. Die Metasuchmaschine für Hotels hilft Reisefreudigen bei der Urlaubsplanung. Damit das für die Mitarbeiter nicht nur graue Theorie bleibt, hat sich das Unternehmen für das Düsseldorfer Büro etwas Besonderes ausgedacht – thematische Landschaftsräume. Die Büroräume wurden dabei so designt, dass sie verschiedene Länder und Landschaften repräsentieren. Von der Alpenlandschaft bis hin zum Unterwasserfeeling ist so ziemlich alles dabei.

trivago_offices_aqua_zoo
Quelle: Trivago Pressekit

So können Mitarbeiter selbst im Winter zumindest im Geiste in der warmen Toskana arbeiten oder sich mit ihrem Laptop in einen Nordsee-Strandkorb fläzen.

Der erste Coworking Space mit Segeln: Arbeiten an Bord des Coboat

Noch einen Schritt weiter geht dabei das Coboat. Anstatt die Urlaubsstimmung an den Arbeitsplatz zu holen, bringt das Coboat die Arbeiter in den Urlaub. Als weltweit erster Coworking Space auf einem Katamaran verwandelt das Coboat ein Segelboot in ein Büro … oder ist es doch andersherum? Egal!

In diesem Jahr jedenfalls stach das Coboat zum ersten Mal in See und segelte dabei von Thailand bis zu den Kanarischen Inseln. Mit solidem WLAN an Bord, einer entspannten Atmosphäre und der wohl besten Büroaussicht aufs azurblaue Meer zieht das Coboat Onlineunternehmer, digitale Nomaden und Kreative gleichermaßen an.

coboat-arbeiten12
Quelle: Coboat

Einer der Passagiere an Bord des Katamarans war Jennifer Lachs, digitale Nomadin und Gründerin der Facebook-Gruppe „Digital Nomad Girls“. Lachs war so begeistert vom segelnden Coworking Space, dass sie am liebsten gar nicht mehr von Bord wollte. Denn trotz der Urlaubskulisse ließe es sich wunderbar arbeiten, erzählt Lachs im Netzpiloten-Interview: „Man würde ja denken, dass das tolle Umfeld einen vom Arbeiten ablenkt, aber für mich wirkt es eher motivierend. Je schneller ich meine Aufgaben erledigt habe, umso schneller kann ich ins Wasser springen.“

coboat-crew
Quelle: Coboat

InnoGames setzt auf verspielte Büros

Da wir schon beim Schwimmen während der Arbeit sind – auch bei InnoGames in Hamburg wird das Eintauchen in verschiedene Welten groß geschrieben. Offensichtlich waren den Innenarchitekten die typischen Chill-Out-Zonen mit Flipper und Tischtennistischen zu langweilig. Für die Mitarbeiter des Videospielentwicklers gibt es sogar thematische Büroräume. Senior PR-Managerin Sarah Sellner erklärt gegenüber den Netzpiloten die Hintergründe der Designs: „Unsere Meetingräume orientieren sich an bekannten Spieleklassikern. Die Mitarbeiter konnten sich vor der Neugestaltung des Gebäudes im Rahmen einer Umfrage aktiv einbringen und ihre Ideen und Wünsche äußern. Ziel war es, die kreative und verspielte Atmosphäre von InnoGames als Arbeitgeber zu unterstützen und den Mitarbeitern Raum für frische Ideen zu geben.“ Warum also nicht beim geschäftlichen Meeting in „Tausendundeine Nacht“ eintauchen?

Bürogebäude
Quelle: InnoGames, Image by Daniel Sumesgutner

Innovativ aber noch sehr statisch

Auch wenn die meisten Arbeitsplätze immer noch nach wie vor statisch sind – es bewegt sich langsam was in der deutschen Bürolandschaft. Was dürfen wir also vom Arbeitsplatz der Zukunft hierzulande erwarten?

Arbeitszeit und Freizeit scheinen immer mehr miteinander zu verschmelzen. Arbeiten und Ausspannen sind keine getrennten Konzepte mehr, sie gehen in diesen Büros Hand in Hand. Es scheint auch einen Trend weg von der Funktionalität und Effizienz zu geben. Unternehmen gestalten ihre Büros tatsächlich so, dass die Mitarbeiter sich darin wohl fühlen – und nehmen auch ihren Input an. Dabei sind der Fantasie offensichtlich keine Grenzen gesetzt. Wir sind also gespannt auf mehr Innovationen am Arbeitsplatz.


Image „office“ by JanBaby (CC0 Public Domain)


Weiterlesen »

IFA 2016 Rückblick: Die Netzpiloten lassen Revue passieren

Partnergrafik_IFA

Vom 2. bis 7. September fand in Berlin wieder einmal die Internationale Funkausstellung (IFA) statt. Als bedeutendste Messe für Consumer Electronics wurden wieder zahlreiche Innovationen und Trends aus dem Elektronikbereich präsentiert.

Nachdem wir vor Ort waren und Euch mit allerlei Trends und Highlights um die Messe versorgt haben, ist es nun an der Zeit, ein Fazit zu ziehen. Unsere Redakteure haben dazu ihre persönlichen IFA-Erfahrungen noch einmal für Euch zusammengefasst.


Jonas Haller:Auch in diesem Jahr blieben auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin die bahnbrechenden Innovationen aus. Viele Hersteller der Unterhaltungs- und Mobilfunkindustrie präsentierten lediglich Technik-Upgrades, um auch in Zukunft konkurrenzfähig bleiben zu können. Trotz allem gab es für mich einige technische Raffinessen, die vom bestehenden Erfindergeist zeugen. Zuerst ist der chinesische Hersteller Lenovo zu nennen, der mit dem Yoga Book den wohl größten Paukenschlag in der Convertible-Welt für sich verbuchen kann. Sie setzen auf ein neuartiges Halo Keyboard. In einem separaten Artikel habe ich die Vielfältigkeit der neuen Technologie unter die Lupe genommen.

Große Anstrengungen werden von immer mehr Unternehmen im Bereich der virtuellen Realität unternommen. Besonders eindrucksvoll war für mich ein erstes Produktsample einer alleinstehenden VR-Brille, die Prozessorhersteller Qualcomm im Gepäck hatte. Mit lediglich On-Board-Rechentechnik konnten beachtliche Ergebnisse mit einem hohem Immersionsgrad erzielt werden. Neben der kabellosen Nutzung eines recht leichten Headsets ist der geringere Preis ein wichtiger Vorteil. Auch im boomenden Drohnenmarkt könnten die mobilen Brillen zum Einsatz kommen.

Einen immer wichtiger werdenden Markt stellt das Smartphone-Zubehör. Als Foto- und Video-Fan hat mir besonders das DJI Osmo Mobile gefallen – einem Kameragimbal für das Mobiltelefon, mit dem in Zukunft cineastische Aufnahmen und mobiles Storytelling in einer neuen Dimension möglich sind. Eine leistungsstarke Smartphone-Kamera vorausgesetzt, ließen sich in einem ersten Test beeindruckende Aufnahmen erzielen.


Lars Rehm:Im Vergleich zu den Vorjahren war es schwieriger, einen spezifischen Supertrend auf der IFA zu identifizieren. Stattdessen gab es interessante Neuerungen und Produkte in vielen etablierten Bereichen zu sehen, aber natürlich waren auch Wachstumsbranchen dabei. Bei den Smartphones konzentrierten sich die meisten Hersteller auf die obere Mittelklasse, wo es zwar keine bahnbrechenden Neuerungen, aber immer mehr Leistung fürs Geld zu sehen gibt. Das HTC One A9s bietet zum Beispiel ein edles Metallgehäuse zum Sparpreis und das ZTE Axon 7 kommt mit Stereo-Lautprechern und Soundchip – für Musikliebhaber, die sich ein Oberklasse-Smartphone nicht leisten können oder wollen. Einzig Sony hat mit dem Xperia XZ ein echtes Flaggschiff vorgestellt, das auch den anspruchsvollsten Nutzer zufriedenstellen dürfte.

Viele neue Produkte gab es im Bereich Wearables zu sehen, wo der Trend ganz eindeutig zu Fitness und Gesundheit geht. TomToms Touch-Fitnessarmband ist zum Beispiel das erste seiner Art, das Fett- und Muskelanteil am Körper messen kann. Samsungs Gear S4 Frontier ist eine ausgewachsene Smartwatch, die viel mehr kann als ein Fitnessarmband. Aber wenn man Design und Features der Uhr genauer unter die Lupe nimmt, ist klar, dass Samsung auch hier die Fitness- und Outdoorklientel im Visier hat.

Auch Dronenliebhaber kamen auf der IFA 2016 voll auf ihre Kosten. Fliegende, schwimmende und fahrende Varianten waren zahlreich zu bestaunen und testen. Hier stach die PowerEgg-Kameradrone, die sich bei Nichtbenutzung in Eiform zusammenfalten lässt, hervor. Der ungewöhnliche Mechanismus verwandelt die PowerEgg in ein Designobjekt und schützt gleichzeitig die empfindlichen elektronischen Komponenten, inlusive 4K-Kamera, vor Schäden beim Transport.


Berti Kolbow-Lehradt:Die IFA 2016 war kein Knaller, aber auch kein Rohrkrepierer, eher ein durchschnittlicher Jahrgang. Bei den Top-Trends Virtual Reality, Augmented Reality und Smart Home habe ich leider nichts Bahnbrechendes in Berlin erlebt. Bei Smartphones und Smartwatches scheinen die Innovationen in der Spitze auch ausgereizt. Vieles, was man schon kannte, wurde nochmals in die Breite verlängert. Das ist aber zum Glück nicht zwingend etwas Schlechtes, sondern führt dazu, dass gute Technik noch massentauglicher wird.

Virtual Reality ist eines der nächsten großen Dinge der Unterhaltungstechnik. Neue, alltagstaugliche Produkte und Anwendungen, die das Thema der Masse nahebringen, habe ich aber vermisst. Ja, es ist cool, dass VR-Headsets das Fotografieren mit Multicoptern erleichtern. Das ist aber nur was für die Nische. Hoffnungsfroh stimmen mich die Headset-Vorstellungen von Alcatel und Qualcomm, für die man weder ein zusätzliches Smartphone noch einen PC braucht. Das ist die Einfachheit, die VR massentauglich macht. Allerdings sind diese Neuerungen noch Zukunftsversprechen.

Augmented Reality könnte aus meiner Sicht noch viel größer werden als VR. In diesem Punkt war aber echt tote Hose. Schade, dass zum Beispiel Lenovo nicht, anders als erwartet, sein erstes AR-Smartphone nach „Google Project Tango“-Bauart vorgestellt hat. Immerhin hat Lenovo mit dem Yoga Book ein geniales 2in1-Tablet mit ungewöhnlicher Tastatur vorgestellt. Das Gerät hat das Zeug zum Kult-Objekt – aber leider hat es nichts mit AR zu tun.

Der Bereich Smart Home wartet auch nach der IFA 2016 noch auf seine Initialzündung. Die Hersteller vertändeln das Thema weiterhin mit Insellösungen, ohne eine gemeinsame Linie oder einen gemeinsamen Standard zu finden. Im Einzelnen gibt es hier aber Highlights, die mich begeistern. So habe ich aktuell einen Narren an smarten Kühlschränken gefressen.

Die beste Nachricht der IFA 2016: Es gibt immer bessere Smartphones mit Oberklasse-Features zu Mittelklasse-Preisen. Zwar gehen die Hersteller nach oben hin die Ideen aus, aber das Gefühl, nicht mehr den Gegenwert eines Jahresurlaubs in den Smartphone-Kauf investieren zu müssen, um etwas Ordentliches zu kriegen, ist auch was Feines.“


Image by IFA


Weiterlesen »

Die Netzpiloten auf der IFA 2016: Themen, Erwartungen, Highlights

Partnergrafik_IFA

Am Freitag, dem 2. September ist es wieder soweit: Die internationale Funkausstellung IFA 2016 in Berlin öffnet ihre Pforten für das Publikum.

Während zunächst an beiden Tagen vor der Eröffnung einige namhafte Unternehmen auf großen Pressekonferenzen ihre Neuheiten vorstellen, muss sich die Allgemeinheit noch bis zum Wochenende gedulden. Doch was kann man in diesem Jahr eigentlich von der Großveranstaltung erwarten? Mit einigen Ausnahmen sind natürlich wieder alle großen und kleinen Namen aus der Technikwelt vertreten und zeigen ihre brandaktuellen Neuheiten. Besucher und alle Technikbegeisterten können sich bis Mitte der kommenden Woche ansehen, was die Hersteller zum Weihnachtsgeschäft anbieten werden.

Natürlich werden wir auch mit unseren Redakteuren vor Ort sein und Euch mit den Top-Themen der Messe versorgen. Im Vorfeld haben sich unsere Redakteure schon einmal Gedanken über die wichtigsten Themen und persönlichen Highlights der Messe gemacht.


Jonas Haller:In den letzten Jahren ist die Heimvernetzung und das “Internet of Things“ ein wichtiges Thema geworden. Welche Features bringen Hersteller ihren smarten Geräten bei, welche Rolle spielt dabei das Smartphone? Interessant dürfte auch zu sehen sein, ob Hersteller gemeinsame Plattformen nutzen oder lediglich eigene Ökosysteme aufbauen. Unter anderem Prozessorhersteller Qualcomm will zu diesem Thema Antworten geben. In Sachen Unterhaltungselektronik bin ich auf die neuen Drohnen-Generationen gespannt. Hersteller wie DJI, Yuneec oder auch Parrot zeigen ihre neuen oder aktuellen Modelle, die immer einfacher zu fliegen sind und bessere Bildqualitäten liefern. An Popularität gewann in den letzten Monaten auch die virtuelle Realität. Wenn aktuell auch nur eine kleine Nische, dürften auf der Funkausstellung einige interessante Anwendungsgebiete der beeindruckenden VR-Brillen gezeigt werden. Neben HTC Vive und Oculus Rift wird die brandneue Playstation VR von Sony zu den Publikumslieblingen der jüngeren Generation gehören. Nicht zuletzt wird es vom ein oder anderen Elektronikhersteller neue Smartphones und Tablets zu sehen geben. Auch neue Wearables dürften in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Allen voran sind hier Sony, ASUS, Acer, Lenovo und natürlich Samsung zu nennen.


Lars Rehm:Wie jedes Jahr wird mein Hauptaugenmerk bei der IFA auf der Bildverarbeitung und verwandten Themen liegen. Wie gewohnt werden einige der größeren Smartphonehersteller die IFA zur Vorstellung neuer Modelle nutzen. Bahnbrechende Innovationen sind in diesem Bereich kaum zu erwarten, allerdings könnte der von LG eingeläutete Trend zum modularen Smartphone weitergeführt werden. Von Lenovo wird zum Beispiel die Vorstellung eines Kameramoduls mit Zoomobjektiv und Xenon-Blitz für die Moto Z Smartphoneserie erwartet. Man darf gespannt sein, ob andere Hersteller bei der IFA auf den modularen Zug aufspringen werden.


Berti Kolbow-Lehradt:Für mich ist die IFA 2016 in mehrfacher Hinsicht eine Schlüssel-IFA. Jetzt muss sich beweisen, ob die Hersteller wirklich massentaugliche Lösungen für seit Jahren schwelende Trends bringen. Damit meine ich Virtual Reality und Augmented Reality sowie Multicopter. Vor allem aber denke ich an das Smart Home. Alle diese Begriffe geistern seit zwei, drei Jahren oder länger als Buzzwords herum. Die Verbreitung dieser Technologien nimmt ja auch in kleinen Schritten zu. Aber insgesamt sind die Hersteller den Konsumenten um Jahre, wenn nicht gar mehrere Technologie-Generationen vorausgeeilt. Diese Lücke zwischen dem, was technologisch geht, und dem, was die Masse der Menschen im Alltag wirklich nutzt, wird für meinen Geschmack immer größer.

Ich wünsche mir von der IFA daher Produkte und Lösungen, die über den Reiz des Neuen langfristig begeistern. Große Hoffnungen setze ich in Augmented Reality für Smartphones. Lenovo hat groß angekündigt, Googles Referenzdesign für „Project Tango“ umzusetzen und liefert jetzt hoffentlich ab. Gespannt bin ich darauf, was sich bei Virtual-Reality-Anwendungen tut. Es stimmt zwar nicht mehr, dass es überwiegend nur kurzen Demo-Content gibt. Aber dennoch ist das Angebot an Games und anderen Anwendungen, die langfristig fesseln, klein.

Großes Überraschungspotenzial sehe ich bei Haushaltsrobotern. Damit meine ich nicht unbedingt autonome Staubsauger und Fensterputzer. Vielmehr denke ich an persönliche Assistenten. Asus hat vor ein paar Monaten mit Zenbo ein Produkt angekündigt, das für große Aufmerksamkeit gesorgt hat und vielversprechend klingt. Ich hoffe, dass sich andere Hersteller davon inspiriert fühlen.


Image by IFA


Weiterlesen »