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Drone Champions League – Vom PC in die Königsklasse

Drone Racing gewinnt immer mehr an Popularität. Während die Drone Racing League vor allem als Hochglanzproduktion ausgestrahlt wird, lockt die Drone Champions League die Zuschauer direkt an den Ort des Geschehens und zeigt ihre Rennen live – online und im Fernsehen. Statt einzelner Piloten kämpfen hier zudem die Teams um den großen Pott.

Im Rahmen der Draft Selections werden nun erstmals die besten Nachwuchspiloten der Welt gesucht – und ihr könnt dazu gehören. Dafür müsst ihr euer Können allerdings im offiziellen Spiel DCL – The Game beweisen. Außerdem gibt es zum ersten Rennen auf dem Crap Sogn Gion zusätzlich das McDonald’s Wild Card Team, für dessen vier Plätze ihr euch ebenfalls qualifizieren könnt.

Die DCL-Draft Selection

Drafts kennt man vor allem aus dem US-Sport. Teams können dabei aus den hoffnungsvollsten Nachwuchstalenten wählen. In der Saison 2019 gibt es erstmals auch einen Draft in der Drone Champions League. Über die Early Demo des Spiels DCL – The Game könnt ihr euch für den Draft qualifizieren. Die besten der Top-200-Piloten werden zur Draft Selection im Rahmen des International Games Festivals in Cannes eingeladen.

Jedes Profi-Team wählt dort mindestens einen Teilnehmer als Verstärkung für die kommende Saison. Dabei darf das langsamste Team der vorigen Saison als erster wählen, das schnellste Team an letzter Stelle. Dieser Modus macht die Teams ausgeglichener und sorgt für eine spannendere Saison.

Qualifikation endet schon am 16. Februar

Wer Interesse hat, sollte sich allerdings beeilen. Die Qualifikation endet bereits am 16. Februar.

DCL – The Game

Die Early Demo von DCL – The Game könnt ihr hier kostenlos über Steam runterladen.

Mit DCL – The Game ins McDonald’s Wild Card Team

Wer es bis zum 16. Februar nicht schafft, sich für den Draft zu qualifizieren, hat trotzdem noch eine Chance DCL-Luft zu schnuppern. Ab dem 13. Februar startet die Qualifikation für das McDonald’s Wild Card Team. Vier Piloten haben die Chance, beim Saisonauftakt in Laax gegen die Drone Racing-Elite anzutreten.

So nehmt ihr Teil

Ab dem 13. Februar könnt ihr in DCL – The Game einen in der McDonald’s App erhältlichen Code eingeben, um an der Qualifikation teilzunehmen. Bis zum 10. März dürft ihr auf der virtuellen Rennstrecke Laax euer Können unter Beweis stellen. Die besten acht Piloten treten dann in Laax bei einer Livequalifikation mit richtigen Renndrohnen gegeneinander an. Die vier besten Piloten erhalten einen Platz im McDonald’s Wild Card Team und bestreiten das erste Rennen der Drone Champions League.

Das ist Drone Racing

Drohnenrennen oder auch FPV(First Person View)-Racing waren lange Zeit eine Nischensportart. Die Renndrohnen unterscheiden sich stark von den kommerziellen Fotografie-Drohnen. Sie werden von keiner Software stabilisiert und sind für extremste Geschwindigkeiten und Beweglichkeit gebaut. Jede kleinste Eingabe wird sofort 

Eine Besonderheit ist auch das Steuern aus Drohnensicht. Das Bild der Drohne wird in Echtzeit an eine FPV-Brille übertragen, die der Pilot trägt. Mit Höchstgeschwindigkeiten von mehr als 160 km/h und einem eingeschränkten Sichtradius, sind Fingerspitzengefühl und Reaktionsvermögen gleichermaßen gefragt, um die durch Tore abgesteckte Strecke schnellstmöglich zu durchfliegen. Der dreidimensionale Bewegungsfreiraum lässt dabei meist mehr als eine Ideallinie zu, stellt aber auch entsprechend hohe Anforderungen an den Piloten, der sein Fluggerät auf drei Achsen bewegen muss.

Die Drone Champions League

Das Rennformat der Drone Champions League soll sowohl für den Zuschauer, als auch für die Teams selbst spannend aber fair sein. Jedes Team tritt dabei mit vier Piloten an und muss erst einmal durch die Qualifikationsrunde. In Zeitflügen tritt jeder Pilot einzeln an. Die zusammenaddierte Zeit bestimmt die Platzierung für die KO-Runden.

Im Viertelfinale, Halbfinale und Finale treten je zwei Teams in fünf Läufen gegeneinander an. Die ersten vier Läufe sind „Single Heats“ in denen jeweils ein Pilot pro Team gegeneinander antritt. Der Sieger erhält einen Punkt für sein Team. Im fünften Lauf treten im sogenannten „Big Heat“ alle acht Piloten an. Das Siegerteam erhält einen Punkt. Drei weitere gibt es, wenn drei Piloten desselben Teams die Spitze bilden, ganze fünf Bonuspunkte, wenn das komplette Team vor dem gegnerischen landet.

Auch vor Ort spektakulär. Farbige LEDs lassen dem Zuschauer erkennen, welche Drohne zu welchem Team gehört. | Image by Drone Champions League

Wo die DCL-Rennen stattfinden.

Letzte Saison fanden die Rennen vor allem in Europa, aber auch im fernöstlichen Peking statt. Die Saison 2019 startet in der Schweiz auf dem Crap Sogn Gion im legendären Snowpark Laax. Der Bergrücken, ein bekannter Treffpunkt für Snowboard- und Ski-Freestyler, stellt mit seinen mehr als 2000 Metern Höhe zwischen Schnee und Eis ganz neue Anforderungen an die Piloten und ihr Material.

Auf der Website der DCL werdet ihr den Saisonauftakt vom 28. – 30. März auch als Livestream verfolgen können.


Image by Drone Champions League

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Drone Racing League – Präzisions-Rennsport mit Brille

Mit Kameras ausgestattet und fälschlicherweise oft als Spielzeug angepriesen, hängt Drohnen ein nicht ganz so guter Ruf an. Trotzdem sind die Drohnen angekommen. Im Elektro-Fachhandel, im zahlreichen Berufen – und mittlerweile auch im Rennsport.

Ja, richtig gelesen. Um die flinken Fluggeräte hat sich eine mittlerweile doch recht große Rennszene entwickelt. Eigentlich kein Wunder: Am Ende wird mit allem was einen Motor hat versucht, schneller als alle anderen zu sein. Sogar für Rasenmäher gibt es Rennveranstaltungen, die teils zehntausende Besucher anziehen.

FPV-Racing – Eine Szene der Bastler

Drohnen-Racing ist innerhalb der Szene sogar ein eher unbeliebter Begriff, da Drohnen mit der militärischen Nutzung schnell assoziiert werden. Der Begriff FPV-Racing ist üblicher. FPV steht für First Person View und bezeichnet die Besonderheit, dass diese Rennen aus der Sicht des Fluggerätes geflogen werden.

Möglich macht das die Kombination aus einer Kamera und einer Brille, die dem Piloten das Bild der Kamera anzeigt. Wer hier VR-Brillen erhofft, die ein dreidimensionales Bild erzeugen, wird enttäuscht sein. Die Brillen zeigen ein zweidimensionales und von etlichen Störungen durchzogenes Bild. Kompromisse, die man aufgrund der Funktechnik eingehen muss, die das Bild ohne Verzögerung übertragen. Reaktionszeit wiegt hier schwerer als ein gestochen scharfes Bild. Die spektakulären Videos im Internet stammen meist von einer zweiten, qualitativ hochwertigeren Kamera.

Wer FPV-Rennen fliegt, wird früher oder später zum Werkzeug greifen müssen. Die kleinen Quadcopter sind schnell und darauf ausgelegt, auf kleinste Steuerungsimpulse zu reagieren – ganz im Gegensatz zu Kameradrohnen, die viel Wert auf Stabilität legen. Selbst wenn man einen fertigen Racer kauft, wird schon bald eine Reparatur fällig.

Kein Wunder, dass die FPV-Piloten Bastler sind und sich ihre Fluggeräte meist selbst aus einzelnen Komponenten zusammenbauen. Entsprechend gibt es zwar je nach Liga Richtlinien, aber dennoch meist mehr als genug Spielraum für den findigen Tüftler. Da ist die Drone Racing League schon eine richtige Ausnahme.

Drone Racing League – Im Profisport angekommen

Die Drone Racing League (DRL), 2015 gestartet, versucht den FPV-Rennsport aus der Nische zu holen und zu professionalisieren. Die Piloten heißen Gab707, Jet oder A_Nub und gehören zu den besten der Welt. Sie stehen bei der DRL unter Vertrag, bekommen eine feste Bezahlung und haben teils schon ihren ursprünglichen Job gekündigt, um FPV-Racing als Fulltime-Job zu betreiben. Im internationalen Starterfeld sind mit Mcstralle und UpsidedownFPV auch zwei deutsche Piloten vertreten.

Geflogen wird in spektakulären Locations. So fliegen die FPV-Racer durch einen Skatepark in Los Angeles oder durch das künstliche Ökosystem des Biosphere 2 in Arizona. In Las Vegas fliegen die flotten Racer zudem wagemutig durch Achterbahnen und an Karusellen vorbei. In der BMW-Welt in München bestaunt sogar Livepublikum die spannenden Rennen. Gut 2.000 Zuschauer in und außerhalb der BMW Welt verfolgten das Geschehen vor Ort.

Pro Austragungsort gibt es zwei Qualifikationsgruppen. In vier Läufen werden die Piloten für die Finalgruppe ermittelt. Die einzelnen Läufe sind kurz und intensiv. Die durch leuchtende Tore abgesteckten Strecken verlangen den Piloten alles ab. Besonders waghalsige Tore müssen sogar mehr oder weniger blind kopfüber angeflogen werden. Wer ein Rennevent gewinnt, sichert sich vorzeitig einen Startplatz beim großen Saisonfinale in Saudi Arabien, wo die zehn besten Piloten der Saison den WM-Titel unter sich ausmachen. In den finalen 7 Läufen zählen die Leistungen aus der Saison dann nicht mehr. Die Piloten müssen dort auf den Punkt ihre beste Leistung hervorkitzeln.

Gleiche Bedingungen für alle

Auf der Suche nach der perfekten Linie werden den Drohnen immer wieder die Tore, Hindernisse oder eben auch Konkurrenten zum Verhängnis. Nur selten kommen alle Starter auch im Ziel an. Trotzdem ist es beeindruckend, wie robust die Racer über die wenigen Jahre geworden sind. Immer öfter überstehen die empfindlichen Quadcopter kleinere Kollisionen in der Luft.

In der DRL fliegt jeder mit Einheitsmaterial, das direkt von der DRL entwickelt wird. In der letzten Saison stellte die Liga in jedem Rennen eine Flotte von 600 Drohnen des Typs Racer 3 zur Verfügung. Mit fast einem Kilogramm Gewicht, sind die Racer 3 ein richtiges Schwergewicht, erreichen aber dennoch Spitzengeschwindigkeiten von fast 150 Stundenkilometern.

Ihre Robustheit verdanken die Racer unter anderem dem Gehäuse aus Polycarbonat. 209 LEDs sorgen dafür, dass der Quadcopter in den Farben des Piloten erstrahlt. So können die Zuschauer genau erkennen, wer gerade auf der Strecke die Nase vorne hat – außerdem sieht es verdammt cool aus. Der Winkel der Renn-Kamera ist die einzige Stellschraube der Piloten, die jedoch entscheidend für den Flugstil ist.

Ein faszinierender Sport trotz fehlendem Live-Faktor

Die Drone Racing League ist schon ein Spektakel. Die coolen Locations, die spektakuläre Beleuchtung und die kurzen, aber hitzigen Positionskämpfe sind einfach eine tolle Ergänzung zum klassischen Rennsport. Schade ist nur, dass die Rennen teilweise zu sehr „Produkt“ sind. Zwischen den Rennläufen gibt es immer Vorstellungen von Piloten, Interviews oder technische Einblicke in die DRL. Alles interessant, aber eben fertig zusammengeschnitten. Das Live-Erlebnis bleibt am Ende aus.

Leider fallen dem Schnitt auch einzelne Läufe der Qualifikationsgruppen zum Opfer, wo man dann doch lieber ein Interview weniger gehabt hätte, dafür aber ein Rennen mehr. Trotzdem ist es immer wieder schön zu sehen, wie die Fahrer sich zu besonders guten Leistungen gratulieren oder den letzten Zusammenstoß nochmal ausdiskutieren. Hier merkt man, dass es trotz des professionellen Produkts noch immer eine Szene ist – eine große, gemeinsame Familie.

Schon seit der ersten Saison strahlt Prosieben Maxx auch hierzulande den futuristischen Rennsport aus. Zuletzt lief die dritte Saison beim kleinen Bruder von Prosieben.

Wer sich selbst ein Bild vom anspruchsvollen Sport machen möchte, dem lege ich an den FPV-Simulator Liftoff ans Herz. Die ersten Flugversuche werden wahrscheinlich kaum über das erste Abheben hinaus gehen. Dafür belohnt einen die steile Lernkurve auch mit Erfolgserlebnissen, wenn man sich endlich in die ungewohnte Steuerung reingefuchst hat. Auch die DRL hat einen eigenen FPV-Simulator, über den auch schon Wildcard-Plätze für das Starterfeld ausgeflogen wurden.

Mit der Holy Stone FPV HS230 RC Racing Drone ins FPV-Racing einsteigen (Provisionslink)


Image by Drone Racing League

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