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OnePlus 6T vorgestellt: Mini-Notch und Fingerabdruckscanner im Display

Smartphone-Hersteller OnePlus bleibt seinem Veröffentlichungsrhythmus treu. Nach dem im Frühjahr erschienenen neuen Hauptmodell OnePlus 6 (hier zum Test) folgt nun im Herbst die leicht verbesserte Neuauflage OnePlus 6T.

Die Unterschiede zum Vorbild sind gering. Wir konnten uns vor der heutigen Ankündigung bereits einen ersten äußeren Eindruck bilden und erklären, was das neue Modell im Inneren besser als das Vorbild kann.

Erster Eindruck: Unterschiede im Detail

Das OnePlus 6T knüpft an den edlen, puristischen Look des Vorbilds an. Das Finish macht viel her, allerdings nur so lange, bis wir die Oberfläche berühren. Fingerabdrücke und Schmutz fallen selbst auf der mattschwarzen Rückseite der Farbvariante Midnight Black sofort in den Blick.

OnePlus 6 und OnePlus 6T - Notch-Vergleich
Das OnePlus 6T (links) hat eine deutlich verkleinerte Notch als das OnePlus 6 (rechts) und bietet dadurch rechts und links mehr Platz auf dem Display. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Trotz nahezu identischen Maßen und gleicher Formsprache unterscheidet sich das Äußere des neuen Modells vom Vorgänger in einigen Details. Beim neuen Modell OnePlus 6T bleibt von der Notch genannten Kerbe unterhalb der oberen Displaybegrenzung nur mehr eine tropfengroße Fläche über. Weil sie weiterhin Frontkamera, Lichtsensor und Hörmuschel beherbergt, aber weniger Platz benötigt, ist mehr Displayfläche zum Betrachten nutzbar. Ihr Anteil auf der Frontseite wächst auf 86 Prozent.

Am „Kinn“ verzichtet OnePlus auf einen Klinkenstecker und kann den Rahmen unterhalb des Displays um rund einen Millimeter schmaler machen, was wir aber nur bei genauer Betrachtung merken.

OnePlus 6 und OnePlus 6T - mit und ohne Fingerabdruckscanner auf der Rückseite
Das OnePlus 6T (oben) hat anders als beim OnePLus 6 (unten) keinen Fingerabdruckscanner mehr auf der Rückseite – er ist nämlich ins Display gewandert. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Die Rückseite des OnePlus 6T sieht etwas aufgeräumter aus als die des Vorgängers, weil kein Fingerabdruckscanner mehr vorhanden ist. Dieser ist nach vorne gewandert. Und zwar nicht in den Rahmen unter das Display, sondern ins Display!

Fingerabdruckscanner unterm Displayglas

Ein Fingerabdrucksensor im Display ist die bedeutendste Neuerung des OnePlus 6T. In diesem Punkt zieht der Hersteller mit dem größeren Wettbewerber Huawei gleich, der OnePlus mit der Ankündigung einer vergleichbaren Entsperrmethode im Mate 20 Pro nur um wenige Wochen zuvorgekommen ist. Damit gibt es nun schon zwei Mainstream-Geräte, die darüber verfügen. Ausprobieren konnten wir die Funktion jedoch nicht, weil die Software bis zur Pressevorführung noch nicht einsatzreif war.

Wie uns Will Thompsen von OnePlus Europa erklärte, dient der Fingerabdruckscanner im Display nicht nur zum Entsperren des Geräts, sondern soll auch die Bedienung häufig genutzter Funktionen abkürzen. So können Nutzer mit einem Wisch vom Scannerfeld auf ein eingeblendetes Symbol direkt Apps starten. Das gilt beispielsweise für das E-Mail-Programm oder den Browser.

OnePlus 6T Fingerabdruckscanner im Display
Nach dem Huawei Mate 20 Pro und dem Luxus-Modell Mate 10 RS hat auch das OnePlus 6T einen Sensor unter dem Display-Deckglas, der Fingerabdrücke unterscheiden kann. Image by OnePlus

Wichtigste Komponente des Fingerabdruckscanners ist ein CMOS-Sensor, der sonst als Foto-Chip in Kameras zum Einsatz kommt. Das Display ist an dieser Stelle teilweise lichtdurchlässig und ermöglicht dadurch eine Prüfung des Rillenprofils an der Fingerkuppe. Eigentlich wollte der Hersteller einen solchen Sensor schon vor einem Jahr in das Modell OnePlus 5T einbauen. Die Technik sei damals aber noch nicht weit genug gewesen. Erst jetzt sei der Sensor separat vom Display montierbar, sodass bei einem Defekt nicht die ganze Bildschirmeinheit getauscht werden muss.

An der Haltbarkeit bestehe aber kein Zweifel. Die Lebensspanne des Sensors sei auf zehn Jahre ausgelegt – also weit über die übliche Nutzungsdauer eines Smartphones. Auch an der Datensicherheit ändere sich nichts. Die Eingabe biometrischer Daten sei genau so sicher wie bei der Verwendung eines Fingerabdruckscanners auf der Rückseite oder im Home Button eines Smartphones.

Kein Platz mehr für den Klinkenstecker aber 20 Prozent mehr Akkukapazität

Beim OnePlus 6 hat sich der Hersteller noch gegen den Trend gestellt und eisern am Klinkenstecker für kabelgebundene Kopfhörer festgehalten. Die Kunden wollen das so, hieß es damals. Nur ein halbes Jahr später rückt OnePlus davon ab. Die Kunden wollen das nicht mehr, heißt es jetzt.

Wer weiterhin einen Kabelkopfhörer mit 3,5-Millimeter-Stecker anschließen möchte, findet einen Adapter dafür im Karton, der auf den USB-C-Anschluss passt. Ferner bringt OnePlus das hauseigene Kopfhörer-Modell OnePlus Bullets als USB-C-Variante in den Handel.

OnePlus 6T und OnePlus 6 - mit und ohne Klinkenstecker
Das OnePlus 6T (unten) bietet im Vergleich zum OnePlus 6 (oben) keinen Klinkenstecker für kabelgebundene Kopfhörer. Einen zweiten Lautsprecher erhält es dafür nicht. Der „Grill“ auf der linken Seite tut nur der symmetrischen Optik gut. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Durch den Verzicht auf den Klinkenstecker passt ein größerer Akku in das Gehäuse. Von 3.300 auf 3.700 mAh wächst dessen Kapazität. Weil OnePlus ihn auch mit besserer Software fürs Energiemanagement ansteuert, soll die Nutzungsdauer insgesamt um 20 Prozent zunehmen.

Größeres Display mit neuem Deckglas

Trotz vergleichbarer Proportionen wächst die Displaydiagonale minimal von 6,28 auf 6,41 Zoll. Bei einer Auflösung von 2.340 x 1.080 Bildpunkten erreicht das OLED-Display eine sehr hohe Pixeldichte von 412 ppi. Von einer knackscharfen Darstellung mit satten Farben und Kontrasten ist auszugehen. Einen ausführlichen Blick durften wir bei der Pressevorführung nicht werfen – wegen der nicht finalen Software. Kleines Update für die das Deckglas – das Display wird nun durch Gorilla Glas 6 geschützt.

Software-Feinschliff für Kamera

Insbesondere bei schlechtem Licht überzeugte die Kamera des OnePlus 6 im Netzpiloten-Test nicht. Auch die Simulation des Porträt-Effekts konnte nicht mit den Ergebnissen der großen Smartphone-Hersteller mithalten. OnePlus will insbesondere bei diesen Punkten im 6T nachbessern. An der Hardware ändert der Hersteller zwar nichts. Doch stattdessen überholt er die viel wichtigere Software.

OnePlus 6T - Kamera-Software - Video-Aufnahme
OnePlus will im neuen Modell die Kamera-Software massiv verbessert haben. Als Update kommt sie aber auch auf ältere Modelle. Image by OnePlus

Ein neuer Nachtmodus soll Städteansichten bei Kunstlicht viel besser in Szene setzen. Dabei soll eine Mehrfachbelichtung für mehr Detailschärfe, weniger Rauschen und einen höherer Dynamikumfang sorgen. In den Genuss besserer Porträt- und Nachtfotos kommen aber nicht nur Käufer des OnePlus 6T. Weil es sich eben vor allem um aufgeschlaute Algorithmen handelt, will der Hersteller die überarbeiteten Funktionen als Update auf ältere OnePlus-Geräte bringen.

Android 9 Pie mit einigen OnePlus-Tweaks

Als eines der ersten Smartphones wird das OnePlus 6T mit dem neusten Android 9 Pie ausgeliefert. Googles Betriebssystem stülpt OnePlus jedoch noch eine eigene Oberfläche namens Oxygen OS wieder. Sie ändert optisch wenig an der Android-Vorlage, erweitert sie jedoch um wirkungsvolle Tweaks, wie OnePlus verspricht.

Beispielsweise soll die Funktion Smart Boost häufig genutzte Apps in den Arbeitsspeicher packen und dafür sorgen, dass sie bis zu 20 Prozent schneller starten. Light Lock heißt eine Funktion, mit der Nutzer den Helligkeitssensor fixieren können. Dann ändert er die Helligkeit nicht mehr in wilder Folge, wenn Nutzer etwa im Zug schnell an Bäumen vorbeifahren, durch die die Sonne scheint.

OnePlus 6T erscheint am 6. November ab 549 Euro

An der Rechenhardware ändert OnePlus praktisch nichts. Mit dem Snapdragon 845 hatte das OnePlus 6 ja auch schon einen Top-Prozessor am Start. Stattdessen sortiert der Hersteller die Speicherausstattung neu. Eine Variante mit 64 GB gibt es nicht mehr, dafür aber eine mit 256 GB. Folgende drei Varianten stehen zur Auswahl: 6 GB RAM und 128 GB Speicher, 8 GB RAM und 128 GB Speicher sowie 8 GB RAM und 256 GB Speicher. Mit Preisen zu 549 Euro, 579 Euro und 629 Euro sind die Geräte sehr scharf kalkuliert und eine attraktive Alternative zu den Top-Modellen von Huawei, Samsung und LG. Marktstart ist am 6. November.

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OnePlus 6T in Midnight Black und Mirror Black
Das OnePlus 6T erscheint wie der Vorgänger mit matter schwarzer (Mirror Black, links) und glänzender schwarzer (Mirror Black, rechts) Rückseite. Image by OnePlus

Images by OnePlus, Berti Kolbow-Lehradt

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OnePlus 6 im Test: Premium-Hardware zum soften Preis

OnePlus 6

Noch vor wenigen Jahren war die Marke OnePlus lediglich für Android-Nerds ein Begriff. Mittlerweile hat das chinesische Unternehmen seinen festen Platz im High-End-Segment der Telefone mit Google-Betriebssystem eingenommen und bietet tolle Komponenten bei einem stimmigen Design. OnePlus 6 heißt das aktuelle Vorzeige-Smartphone der Marke. Ich habe das Gerät für einige Wochen im Alltag getestet und verrate euch wo Stärken, aber auch Schwächen sind.

Ohne Notch geht auch beim OnePlus 6 nichts

Mit dem iPhone X hat Apple im September letzten Jahres erstmals ein Telefon mit nahezu keinen Displayrändern vorgestellt. Zahlreiche Hersteller folgten und folgen diesem Trend – so auch OnePlus. Das aktuelle Modell besitzt die sogenannte Notch. Dabei handelt es sich um einen dünnen und schmalen Bereich in dem Hörmuschel, Sensoren und natürlich die Frontkamera untergebracht sind. Diese Kerbe ist sozusagen das einzige Überbleibseln was vom typischen breiten Rand früherer Tage übrig geblieben ist. In Verbindung mit den schmalen Seitenrändern wirkt das OnePlus 6 sehr modern und frisch.

Die Rückseite besteht aus mattem Glas, welches eine hohe Wertigkeit ausstrahlt. Dort findet sich neben der hervorstehenden Dual-Kamera auch ein Fingerabdrucksensor zum schnellen Entsperren. Als besonderes OnePlus-Gimmick besitzt auch das 2018er-Modell den Alert-Slider, über den schnell und unkompliziert der Vibrations- oder Lautlos-Modus aktiviert wird. Die Unterseite beherbergt neben USB-C-Anschluss und Lautsprecher einen nicht mehr selbstverständlichen-3,5 Millimeter-Klinkenanschluss. Die Verarbeitungsqualität ist sehr gut und für ein Smartphone mit 6,3 Zoll (!) Anzeige ist es mit 177 Gramm angenehm leicht.

OnePlus 6
Die Rückseite des OnePlus 6 besteht aus Aluminium. Image by Jonas Haller

AMOLED-Display liefert gute Ergebnisse

Im OnePlus 6 kommt ein leuchtstarkes Super-AMOLED-Display mit schicken runden Ecken zum Einsatz. Dank einer Auflösung von 2.280 x 1.080 Pixel ist es zudem sehr scharf. Mit einer maximalen Helligkeit von 460 cd/m² macht es auch draußen in der Natur eine gute Figur. Inhalte lassen sich noch gut ablesen. Die Blickwinkelstabilität ist auf High-End-Niveau. Insgesamt bietet das Panel keinen Grund zum Meckern.

OnePlus 6
Auch im OnePlus 6 kommt eine Notch zum Einsatz. Image by Jonas Haller

Performance wie bei den Großen

Seit jeher sind die OnePlus-Telefone für ihre leistungsstarken Komponenten bekannt. Und auch im 6er-Modell lassen sich die Chinesen nicht lumpen und verbauen den aktuellen Top-Prozessor aus dem Hause Qualcomm. Der Snapdragon 845 besitzt acht Kerne und taktet bis zu 2,8 GHz. In Verbindung mit 8 GB Arbeitsspeicher mit schneller LPDDR4X-Anbindung ergibt sich ein flinkes Nutzungserlebnis. Das zeigt sich auch in den Benchmarks, wo sich das Gerät auf dem Niveau eines HTC U12 Plus bewegt. Je nach Bedarf ist das OnePlus als Variante mit 64, 128 oder 256 GB erhältlich. Anders als bei den androiden Mitbewerbern lassen sich diese allerdings nicht erweitern. Für Videografen sind deshalb mindestens 128 GB Pflicht.

Dual-Kamera mit Bokeh-Effekt, aber nur durchschnittlicher Qualität

Für Hobbyfotografen verbaut OnePlus auf der Geräterückseite eine Dualkamera. Das Hauptmodul löst mit 16 Megapixel auf und besitzt eine lichtstarke Blende f/1.7. Dank optischen Bildstabilisator gelingen auch längere Belichtungszeiten ohne Verwackelung. Die Qualität fällt bei schummrigem Licht jedoch deutlich ab. Das zweite Modul besitzt eine größere Brennweite und ist für Zoom-Aufnahmen gedacht. Allerdings ist ähnlich dem HTC U12 Plus die Bildqualität deutlich schlechter.

OnePlus 6
Die Dual-Kamera des OnePlus 6 liefert gute Ergebnisse, kommt allerdings nicht an HTC oder Huawei heran. Image by Jonas Haller

Mithilfe der zwei Linsen lassen sich auch künstlerische Aufnahmen mit Bokeh-Effekt erzielen. Die Tiefenschärfe sorgt für ein schickes Abheben des Motivs vom Hintergrund. Im HDR-Modus landet ein farbdynamisches Foto auf dem Festspeicher. Gegenüber der Konkurrenz, die den Effekt mit Hardware statt Software erzeugt, ist die Qualität jedoch sichtbar schlechter. Bewegtbilder zeichnet das OnePlus 6 in 4K-Auflösung mit flüssigen 60 Bildern pro Sekunde auf.

Die Frontkamera löst mit 16 Megapixel auf und bietet ebenfalls eine lichtstarke Blende von f/2.0. Wie auch bei Mitbewerbern üblich besitzt sie einen festen Fokus und zeichnet Videos mit FullHD-Auflösung auf. Die Qualität reicht für den ein oder anderen Schnappschuss, kommt allerdings nicht ganz an Apple iPhone X und Co heran.

Mono-Lautsprecher liefert plärrigen Sound

Seit jeher sind OnePlus-Telefone für ihren mittelmäßigen Sound bekannt und auch im neuen Modell bleibt der Lautsprecher hinter den Erwartungen zurück. Das Klangbild ist plärrig und durch Höhen geprägt. Es empfiehlt sich deshalb auf den Klinkenanschluss zurückzugreifen. Auch wenn der Hersteller auf mitgelieferte In-Ears verzichtet, ist ein leistungsfähiger Equalizer an Bord. Er verbessert die Qualität spürbar und liefert je nach Zubehör einen grandiosen, druckvollen Sound.

OnePlus 6
Auf der Unterseite des OnePlus 6 verbirgt sich unter anderem der Mono-Lautsprecher. Image by Jonas Haller

Apropos druckvoll. Das ist auch das 3.300 mAh leistende Akkumodul. Auf dem Papier klingt das erstmal wenig, allerdings ermöglicht die ressourcenschonende Software Laufzeiten von über einen Tag – sogar bei extremen Temperaturen. Dank herstellereigenem Dash Charge ist das Modul zudem in etwas mehr als eine Stunde vollständig aufgeladen.

Oxygen OS lehnt sich stark an Android an

OnePlus ist dafür bekannt, keine eigene Nutzeroberfläche, sondern direkt ein eigenes Betriebssystem auf den Geräten vorzuinstallieren. Und so kommt auch auf dem OnePlus 6 das Oxygen OS in Version 5.1 zum Einsatz. Es zeichnet sich durch ein besonderes reines Design und wenig Software-Ballast aus. Der Nutzer soll sich sein System selbst von Grund auf zusammenstellen können. Lediglich Google-Apps sind vorinstalliert. Zudem liefert OnePlus zeitnah OS-Updates aus. Besonders die wichtigen Sicherheitspatches landen so schnell auf den Geräten. Daumen hoch!

Fazit OnePlus 6: Das High-End-Smartphone für den mittleren Geldbeutel

OnePlus hat sich auf die Fahne geschrieben, Premium-Hardware ohne Schnick-Schnack zu akzeptablen Preisen auf dem Markt zur Verfügung zu stellen. Das gelingt zweifelsohne auch beim aktuellen Derivat OnePlus 6: Sowohl Chipsatz, Speicher, Display als auch Design müssen sich vor der Konkurrenz keinesfalls verstecken. Auch die Kameraqualität sowie Akkulaufzeit geht vollkommen in Ordnung. Gimmicks wie der Alert-Slider werten das Gerät auf.

OnePlus 6
Der Alert-Slider ist ein Alleinstellungsmerkmal des OnePlus 6. Image by Jonas Haller

Allerdings müssen Fans von Jahr zu Jahr tiefer in die Tasche greifen. Für die getestete Version werden mittlerweile 569 Euro fällig. Das ist zwar immer noch weniger als die unverbindliche Preisempfehlung der Konkurrenzprodukte, jedoch fiel etwa der Straßenpreis des Samsung Galaxy S9 bereits wenige Wochen nach Erscheinung rapide. Die preisliche Differenz zu den Premium-Marken wird also geringer und es bleibt spannend wie sich das Unternehmen in den nächsten Jahren entwickelt.

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Images by Jonas Haller

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Honor 10 im Test: Highend-Smartphone zum Mittelklasse-Preis für 400 Euro

Honor 10 titelbild

Smartphone-Überflieger Huawei steht im Markt auch deshalb gut da, weil das Unternehmen seine Produktpalette mit der Tochter-Marke Honor dupliziert. Die Honor-Modelle sind viel günstiger, bieten aber fast genauso viel. Das trifft auch auf das Honor 10 zu, das eine lifestylige Variante des Huawei P20 darstellt, aber 250 Euro weniger kostet. Ob beide wirklich ebenbürtig sind, habe ich in einem Test des Honor 10 unter die Lupe genommen.

Beim direkten Vergleich zwischen dem Honor 10 und dem Huawei P20 fällt auf, dass es doch viele Unterschiede gibt. So verfügt das Honor 10 etwa über einen Infrarot-Port, mit dem sich das Gerät als Universalfernbedienung für Fernseher oder DVD-Player nutzen lässt sowie über einen 3,5-Millimeter-Stereoausgang für entsprechende Kopfhörermodelle. Darüber hinaus gibt es viele Detailunterschiede, die zusammen ein spannendes Bild vom Honor 10 ergeben.

Doppelgänger mit Designunterschieden im Detail

Die Vorderseiten der Modelle sehen sich zunächst zum Verwechseln ähnlich. So besteht die Front des Honor 10 ebenso wie beim Huawei P20 fast vollständig aus einem 5,8 Zoll großen Bildschirm, an dem hier lediglich ein etwas breiterer unterer Rand mit Home-Button inklusive Fingerabdrucksensor vorhanden ist. Am oberen Rand befindet sich eine Notch-Leiste, wie sie in vielen Smartphones mittlerweile zur Standard-Ausstattung gehört. In dieser Kerbe sind eine Frontkamera, Telefonlautsprecher, diversen Sensoren sowie eine Benachrichtigungs-LED integriert. Das Honor 10 und das P20 unterscheiden sich ebenfalls in den Maßen der Notch und auch die Abrundung der Displays ist nicht identisch. 

Honor 10 in Benutzung
Das Honor 10 liegt dank der leicht gewölbten Rückseite gut in der Hand. Image by Timo Brauer

Griffig und auffällig: reflektierende Rückseite

Auch farblich unterscheidet sich das Honor 10 vom Mitbewerber des Mutterkonzerns. So ist die Rückseite aus einem sehr stark vertikal reflektierenden Glas gefertigt. Dieses ist in den Farben Schwarz, Grau, Phantom-Grün und Phantom-Blau verfügbar. Die letzten beiden Farbtöne reflektieren, je nach Lichteinfall, an einzelnen Stellen des Gerätes lila. Diese Farbeffekte sind auf jeden Fall ein absoluter Hingucker. Der Rücken des Gerätes ist an den Seiten leicht gewölbt. Dadurch fällt es in der Dunkelheit leichter, das Smartphone gleich richtig herum in die Hand zu nehmen.

Der Rahmen des Gerätes ist aus einem glänzenden, farblich leicht abgesetzten Metall gefertigt und wird von vier Plastikstreifen für die Antennenbänder unterbrochen. An der Oberseite befindet sich neben einem Mikrofon auch eine Infrarot-LED, mit der sich das Handy als Fernbedienung für jeden beliebigen Fernseher oder DVD-Player verwenden lässt. An der Unterseite befinden sich ein USB-C Port zum Aufladen, der Lautsprecher sowie ein extra Kopfhöreranschluss.

Fingerabdrucksensor jetzt nicht doch zu gebrauchen?

Insgesamt macht das Gerät einen extrem wertigen Eindruck. Alles scheint sorgfältig verarbeitet und die Tasten haben einen guten Druckpunkt. Der einzig schwerwiegende Kritikpunkt an dem Gerät ist meiner Meinung nach der Fingerabdrucksensor. Dieser soll laut Honor etwas ganz Besonderes sein, da er unter dem Displayglas verbaut ist. So revolutionär diese Technik auch sein mag, entstehen dem Nutzer dadurch aber keine Vorteile. Der Sensor nimmt den selben Platz unterhalb des Displays ein, wie es ein „normales“ Modell auch tun würde.

Das wäre ja noch kein Problem, doch leider funktioniert der Sensor auch nicht wirklich gut. Die Erkennung des Fingerabdrucks dauert meist länger als eine Sekunde und schlägt relativ oft fehl. Auch die eigentlich echt praktischen Wischgesten von Honor-Smartphones, mit der sich die Navigationstasten ausblenden lassen, funktionieren dank des schlechten Sensors eher mäßig. Zum Glück bietet das Honor 10 noch andere Methoden, um das Gerät gegen ungewollte Zugriffe zu schützen. Die Gesichtserkennung funktionierte im Test auch bei schwierigen Lichtbedingungen einwandfrei.

Fingerabdrucksensor unter Glas (Update)

In vorherigen Softwareversionen funktionierte dieser Sensor sehr unzuverlässig und deutlich langsamer als Sensoren von vergleichbaren Smartphones, wie es auch hier im Testbericht zu lesen ist. Dieses Problem hat Honor allerdings in einem Softwareupdate (Version 8.1.0.120) behoben. Der Fingerabdrucksensor reagiert nun gewohnt schnell und auch die praktischen Wischgesten von Honor-Smartphones, mit der sich die Navigationstasten ausblenden lassen, funktionieren nun zuverlässig. (aktualisiert 21.6.2018)

Highend-Specs zum Mittelklasse Preis

Der verbaute Octacore-Prozessor vom Typ Kirin 970 ist das gleiche Highend-Modell, das auch im teureren Huawei P20 Pro steckt. Zusammen mit vier Gigabyte Arbeitsspeicher sorgt der Prozessor für ein absolut flüssiges Nutzungserlebnis. Durch den großzügig bemessenen Arbeitsspeicher müssen Apps nur sehr selten nachladen, wenn ihr sie aus dem Multitasking öffnet. Der Festplattenspeicher ist mit 64 Gigabyte ausreichend groß und gegen einen Aufpreis von 50 Euro könnt ihr ihn bei Bedarf auf 128 Gigabyte verdoppeln.

Aktuelle Software mit Huaweis MIUI

Bei der Software setzt Honor auf die aktuelle Android-Version 8.1 zusammen mit der hauseigenen Benutzeroberfläche MIUI. Diese ist einfach zu verstehen und sieht modern aus. Außerdem hat Honor beziehungsweise Huawei einige praktische Zusatzfunktionen ergänzt. So lassen sich beispielsweise die Blautöne des Displays reduzieren oder die Anordnung der Navigationstasten individuell anpassen oder diese komplett ausblenden.

Kleine Gimmicks werten das UI zusätzlich auf. So lässt sich per Lauter-Taste und Powerbutton eine Bildschirmaufnahme starten und beim Aufladen des Gerätes bekommt man eine coole Animation angezeigt, die euch über die verbleibende Ladedauer informiert. Die Ladedauer fällt dank USB-C-Schnellladegerät relativ kurz aus. Bei einer Ladedauer von lediglich 30 Minuten wird der Akku bereits zu 50 Prozent wieder aufgeladen. Ist der 3.400 mAh große Akku komplett aufgeladen, reicht dieser bei normaler Benutzung immer für einen Tag plus etwas Reserve.

Kamera AI-maizing?

Die Dual-Kamera auf der Rückseite des Gerätes bewirbt Honor als „AI Kamera“, sie nutzt also genau wie das Huawei Mate 10 Pro, das Huawei P20 und das Huawei P20 Pro Künstliche Intelligenz. Beim Fotografieren erkennt die Kamera dank selbstlernenden Algorithmen automatisch das Motiv und wählt die Einstellungen dementsprechend aus. Laut Honor kann die Kamera 500 verschiedene Szenarien unterscheiden. Im Test funktionierte das sehr gut. Die gewählten Einstellungen lassen das Foto allerdings manchmal etwas überzogen und nicht sehr realitätsnah wirken. Wer die AI-Funktion daher ausschalten möchte, kann das über die entsprechende Schaltfläche in der Kamera-App tun. Für Fotografie-Neulinge ist die AI-Funktion auf jeden Fall eine tolle Sache.

Honor 10 Kamera
Die Kamra des Honor 10 stammt nicht von Leica, wie beim P20. Sie macht aber dem Preis entsprechend gute Fotos. Image Timo Brauer

Fortgeschrittenen Nutzer bietet Honors eigene Kamera-App viele verschiedene Modi zum Herumspielen. So findet sich beispielsweise ein Modus für Lichtmalerei oder einer mit Snapchat-ähnlichen Filtern. Im sogenannten Profi-Foto-Modus könnt ihr Belichtungsdauer, Blendenöffnung oder den ISO-Wert manuell einstellen. Auch wenn die Kamera-App durch die zahlreichen Modi etwas überladen wirkt, ist sie logisch aufgebaut und läuft ohne Ruckler. 

Der 24 Megapixel große Monochrom- und 16-Megapixel-Farbsensor sorgen gemeinsam für sehr gute und farbenfrohe Aufnahmen, die der Preisklasse gerecht werden. Der Portrait-Modus liefert mit etwas Mühe ebenfalls gute Ergebnisse. Lediglich bei schwierigen Motiven, wie etwa einer Brille, schafft es die Software manchmal nicht, den Vordergrund vom Hintergrund zu unterscheiden.

Fazit: Honor 10 ist nicht nur ein billiges Huawei P20

Das Honor 10 ist keine billige Kopie des Huawei P20, sondern bietet gegenüber dem Vorbild sogar Vorteile. So ist die Rückseite anders gewölbt als die Vorderseite, was die Bedienung in der Dunkelheit verbessert. Außerdem verfügt das Gerät über einen Infrarot-Port, um Fernseher und ähnliches zu steuern, sowie über einen separaten Kopfhöreranschluss. Dadurch könnt ihr eure alten Kopfhörer weiterverwenden und auch Musik hören, während das Gerät über die USB-Schnittstelle lädt.

Die nur minimal schlechtere Kamera im Vergleich zum P20 lässt sich bei einem deutlich günstigeren Preis problemlos verkraften. Das einzige wirkliche Problem ist der Fingerabdrucksensor. Wer sich daran nicht stört, bekommt mit dem Honor 10 ein Highend-Smartphone zu einem sehr attraktiven Preis.

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Images by Timo Brauer

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Huawei P20 Pro lenkt alle Augen auf die erste Triple-Kamera

Huawei P20 Pro Triple-Kamera

Mit Dual-Kameras versuchen immer mehr Smartphone-Hersteller die Foto-Qualitäten ihrer Modelle denen von herkömmlichen Kameras mit Wechselobjektiv anzunähern. Huawei hat dieses Prinzip mit dem P9 populär gemacht. Mit dem Ur-Enkel, dem Huawei P20, geht der Hersteller einen Schritt weiter und präsentiert das erste Smartphone mit drei Kameras auf der Rückseite. Die zwei preisgünstigeren Geschwistermodelle, das P20 lite und das P20 ohne Namenszusatz verzichten auf diese Weltneuheit, sind ansonsten allerdings technisch ebenfalls stark ausgestattet.

Huawei P20 Pro: Drei Kameras für einen fünffachen Zoom

Das Leistungsvermögen von Smartphones ist etwas mehr als zehn Jahre nach dem ersten iPhone zwar fast ausgereizt. Bei den Foto-Qualitäten geht aber noch was. Denn der Abstand zu den kreativen Möglichkeiten herkömmlicher DSLR und kompakter Systemkameras ist noch groß. Daher preschte Smartphone-Marktführer Samsung kürzlich mit einem Modell vor, dessen Objektiv erstmals die Blende variieren kann. Allerdings ist der praktische Mehrwert dieser Funktion in der ansonsten sehr guten Dual-Kamera des Galaxy S9+ gering.

Huawei Mate 20 Pro
Das Huawei P20 Pro. Image by Huawei

Samsungs Verfolger Huawei kontert jetzt mit einem Modell, das trotz Smartphone-typischer Bauweise einen bis zu fünffachen Zoom anbietet. Dafür sollen drei Sensoren deren Aufnahmen zu einer Bilddatei verrechnet werden. Dabei handelt es sich um einen Farbsensor mit 40 Megapixel, einen Schwarz-Weiß-Sensor mit 20 Megapixeln und einen Farbsensor mit 8 Megapixel. Vor dem 8-Megapixel-Sensor befindet sich zudem Vario-Summilux-Objektiv von Leica optischen Dreifach-Zoom, der einer Brennweite von 80 Millimetern (Kleinbild-äquivalent) entspricht.

Durch das Plus an Bildinformationen und den optischen Zoom sollen Nutzer den Bildausschnitt im Sinne eines Hybrid-Zooms bis zu fünffach vergrößern können, ohne dass es zu nennenswerten Einbußen in der Qualität kommt. Wie bei den vorherigen Flaggschiff-Geräten von Huawei stand die Traditionsmarke Leica Pate. 

Auf der Front bleibt Huawei bei einer Aufnahmeeinheit. Diese ist jedoch ungewöhnlich hoch aufgelöst. Denn der Sensor zählt satte 24 Megapixel.

Super-Zeitlupe, Studiolicht-Effekte und KI-Bildstabilisator

Darüber hinaus ist das Huawei P20 Pro in der Lage, Videos mit 960 Bildern pro Sekunde aufzunehmen und in Super-Zeitlupe in einer HD-Auflösung (720p) abzuspielen. Diese rechenintensive Funktion bieten sonst nur noch Spitzenmodelle von Samsung und Sony.

Huawei P20 Pro
Wie Samsung und Sony ermöglicht Huawei eine Super-Zeitlupe mit 960 Bildern pro Sekunde.

Außerdem bietet das Huawei P20 Pro einen Porträtmodus, der neben dem Bokeh-Effekt auch Lichteinstellungen wie im Studio simuliert. In diesem Punkt eifert Huawei dem Vorbild des iPhone X nach. 

Wie schon das Mate 10 nutzt auch das P20 Pro Verfahren des Maschinellen Lernens (Künstliche Intelligenz, KI), um dem Fotografen bei der Belichtung zu helfen. Die schlauen Algorithmen sollen Motive viel besser identifizieren und automatisch belichten als dies die Szenenprogramme herkömmlicher Kameras können.

Huawei NPU
Die KI-gestützte Kamera-Software soll die Belichtung in über 500 Szenarien präzise automatisch einstellen.

Außerdem soll die interne KI im Zusammenspiel mit dem optischen Bildstabilisator Langzeitbelichtungen aus freier Hand bis bis zu 8 Sekunden Länge ermöglichen. Huawei AIS nennt der Hersteller diese Funktion, die ein Stativ entbehrlich machen soll. Das sind große Worte, die wir bei nächster Gelegenheit durch einen Praxistest prüfen werden.

Huawei AIS
Huawei will mit einem KI-gestützten System das Stativ bei Langzeitbelichtungen überflüssig machen.

Huawei stattet das P20 Pro mit Technik vom Feinsten aus

Auch Display und Rechenleistung und sonstige Ausstattung des Huawei P20 Pro zählen zur Créme de la Créme dessen, was der Markt für Smartphone-Komponenten derzeit hergibt. Beim Bildschirm setzt Huawei auf eine aufwendig zu produzierende Konstruktion fast ohne Rahmen an allen Seiten, aber mit einem Sensorsteg am oberen Ende. Trendgemäß verfügt das 6,1 Zoll in der Diagonale messende Display über das langgezogene 19:9-Format. Das farbstarke OLED-Panel löst in knackscharfe 2.240 x 1.080 Pixel auf und verspricht damit eine hervorragende Bildqualität.

Ein sehr schnelles Arbeitstempo gewährleistet der von Huawei selbst gefertigte Prozessor vom Typ Kirin 970. Neben acht Rechenkernen verfügt er auch über die aus dem Huawei Mate 10 bekannte Prozessoreinheit, die Aufgaben mit Künstlicher Intelligenz löst. Dem Kirin 970 an die Seite stellt Huawei imposante 6 GB Arbeitsspeicher, was für schnelle App-Starts und flüssiges Multitasking sorgen dürfte. Mit 128 GB Festspeicher bietet das P20 Pro auch viel Platz für Apps, Fotos und Musik. Allerdings ist er nicht erweiterbar, denn auf einen Slot für eine Micro-SD-Karte verzichtet Huawei.

Auch bei der übrigen Ausstattung lässt Huawei sich nicht lumpen. Das Betriebssystem ist mit Android in der Version 8.1 topaktuell, der Akku ist mit einer Kapazität von 4.000 mAh recht groß dimensioniert und gemäß IP67-Standard ist das Modell auch sicher vor Wasser und Staub.

Dieses vorzüglich zusammengestellte Paket hat natürlich auch seinen Preis. So ruft Huawei zum Marktstart im April 899 Euro für das in drei Farbvarianten erhältliche Top-Smartphone auf. Der Unterschied zum Luxus-Preis des iPhone X schmilzt somit bei Android-Geräten immer mehr.

Huawei P20 und P20 lite bieten viel Leistung für weniger Budget

Dem neuen Vorzeige-Gerät an die Seite stellt Huawei zwei preisgünstigere Geschwistermodelle: Das Huawei P20 für 649 Euro und das Huawei P20 lite für 369 Euro. Wegen des niedrigeren Preises sind einige Leistungsdaten im Vergleich zum P20 Pro abgespeckt.

Huawei P20
Das Huawei P20. Image by Huawei

Wer auf die Triple-Kamera verzichten kann, sollte das P20 in Betracht ziehen. Es verfügt über eine Dual-Kamera mit Know-how von Leica, deren Sensoren mit 20 und 12 Megapixel auflösen. Das Display basiert auf der helleren, aber nicht so farbstarken LCD-Technologie. Außerdem ist es mit 5,8 Zoll in der Diagonale etwas kleiner als beim Pro-Modell. In das Gehäuse passt daher auch nur ein Akku mit 3.400 mAh Kapazität. Der Arbeitsspeicher zählt 4 GB, was aber immer noch gehoben ist. Wie beim Pro-Modell unterstützt eine KI Smartphone-Nutzer beim Fotografieren.

Das P20 Lite (zu unserem Test) setzt wie das P20 auf ein vergleichbar großes LC-Display. Die Dual-Kamera auf der Rückseite nutzt einen 16-Megapixel- und einen 2-Megapixel-Sensor. Der Akku fasst 3.000 mAh. Statt dem neusten Android kommt die Hauptversion 8.0 zum Einsatz. Im Gegensatz zum P20 und P20 Pro ist der 64 GB große Festspeicher des „kleinen“ Modells dafür durch eine Micro-SD-Karte erweiterbar. Unter der Haube rechnet nicht der KI-Prozessor, sondern ein Mittelklasse-Rechenknecht namens Kirin 659.

Huawei P20 lite
Das Huawei P20 lite. Image by Huawei

Insbesondere das Preis-Leistungsverhältnis des Huawei P20 lite ist äußerst attraktiv. Denn obwohl es auf Spitzen-Technik verzichtet, bietet es immer noch eine gehobene Ausstattung für vergleichsweise kleines Geld. Ein Smartphone mit fast rahmenlosen und nahezu vollflächigen Display (abgesehen von der Notch) ist in dieser Preisklasse neu.

Porsche Design Huawei Mate RS mit Fingerabdruckleser im Display

Neben der P20-Serie kündigte Huawei in Paris auch eine neues Luxus-Modell namens Porsche Design Mate RS an. Es wird Mitte April für 1.699 Euro erscheinen. Neben einem besonderen Design und dem Prestige eines exklusiven Modells erhalten Käufer dann das erste Gerät, das über einen Fingerabdrucksensor im Display verfügt. Außerdem ist Spitzentechnik aus dem Huawei P2o Pro dabei. So sind die Triple-Kamera von Leica mit 40 Megapixeln, die KI-gestützte Fotografie, ein 4.000-mAh-Akku und der IP67-Wetterschutz an Bord.

Welchen ersten Eindruck das Huawei P20 Pro macht, berichtet Jonathan Kemper in diesem Kurztest. Er war als Autor von Netzpiloten Android bei der Vorstellung der P20-Serie in Paris vor Ort.

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Images by Huawei; Sebastian Seitz; Berti Kolbow-Lehradt

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MWC 2018: Das sind unsere Smartphone Highlights

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Auch wenn sich der eine oder andere Hersteller mit einer Neuankündigung zurückgehalten hat, so brachte der Mobile World Congress in Barcelona (kurz MWC) interessante Geräte hervor. Wir haben unsere persönlichen Highlights des MWC 2018 zusammengetragen. Sie besitzen etwa herausragende Kamera-Features, beeindruckende Displays oder zeichnen sich durch ein nahezu randloses Design aus.

Galaxy S9: Samsung zeigt auf MWC 2018 Kamera-Monster mit AR Emojis

Als einer der ersten Unternehmen hat Samsung auf dem MWC 2018 sein neues Flaggschiff Galaxy S9 und Galaxy S9+ vorgestellt. Es sticht durch seine Kamera mit variabler Blende, die erstmals f/1.5 besitzt. Die Bildqualität soll vor allem bei schummrigen Licht neue Maßstäbe setzen. Mit der aus dem Sony XZ bekannten Slow-Motion-Funktion sind 960 Bilder pro Sekunde möglich. Aus einem maximal 0,2 Sekunden langen Videoschnipsel werden sechs Sekunden.

Mit AR Emoji lässt sich das eigene Gesicht als Animation darstellen. Image by Jonas Haller

Außerdem führt der südkoreanische Hersteller auf dem MWC 2018 seine eigenen animierten Emojis ein. Die Software scannt euer Gesicht optisch und generiert anschließend ein Comic-Konterfei. Damit lassen sich anschließend kleine Videos erstellen. Neu sind zudem die Stereo-Lautsprecher, die einen beeindruckenden Surround-Klang hervorbringen sollen. Das Samsung Galaxy S9 und S9+ sind Dolby Atmos zertifiziert. Mehr erfahrt ihr in unserem Hands-On. Wir sind schon jetzt gespannt wie sich das Gerät in der Praxis schlägt.

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Sony XZ2: Runder HDR-Bolide mit Glas-Rückseite

Mit dem XZ2 hat Sony Mobile auf dem MWC 2018 seine Antwort auf den Trend des gläsernen Gehäuses gegeben. Dominierte in der Vergangenheit vor allem Aluminium das kantige Erscheinungsbild der Geräte, so halten ab sofort Glas und runde Formen Einzug. Der Alu-Rahmen bleibt weiterhin bestehen. Auch das japanische Unternehmen legt besonderen Wert auf Kamera und Display. Erstere kommt mit einem 19 Megapixel auflösenden Sensor daher. Der Bildstabilisator arbeitet in fünf Achsen und soll für gestochen scharfe Bilder sorgen.

Das Sony XZ2 besitzt erstmals eine gläserne Rückseite. Image by Jonas Haller

Für die besonderen Schnappschüsse gibt es einen Modus zum vorausschauenden Aufnehmen. Dabei nimmt die Software mehrere Fotos hintereinander auf und liefert das beste Bild. Erstmals landen Videos in 4K-Auflösung und High Dynamic Range (HDR) auf dem Speicher. Auch das Anschauen ist ein Erlebnis, denn erstmals kommt das Dynamic Vibration System zum Einsatz, Es unterstützt das Seherlebnis durch Vibrationen. Die Stereo-Lautsprecher sollen fantastischen Surround-Sound bieten. Kostenpunkt: 799 Euro.

Nokia 8 Sirocco: Kompaktes Flaggschiff mit Android One

HMD Global hat auf dem MWC 2018 gleich 5 Nokia-Geräte vorgestellt unser Highlight war dabei das 8 Sirocco, das mit einem abgerundeten Display daherkommt. Es ist mit einem 5,5 Zoll großen pOLED-Display angenehm kompakt und überrascht mit schmalen Rahmen. Auch der finnische Hersteller geht mit dem Trend und verbaut erstmals ein glänzendes Glasgehäuse. Zudem kommt eine weiterentwickelte Dual-Kamera von Carl Zeiss zum Einsatz. Sie besteht aus einer weitwinkligen Linse und einer sekundären 13 Megapixel auflösenden Kamera mit zweifachem optischem Zoom. Gegenüber dem Vorgänger wurde die Bildqualität spürbar verbessert.

Das Nokia 8 Sirocco kommt mit einem abgerundeten Display daher. Image by Jonas Haller

Die Software basiert auf Android One und ist abgesehen von der Kamera-App und einigen Icons kaum angepasst. Unnütze Bloatware sucht man vergebens – das spart Ressourcen und vor allem Speicherplatz. Dank ausgeklügeltem Energiemanagement hält der Akku länger als bei der Konkurrenz. Updates landen zudem schnell auf dem Nokia 8 Sirocco. Mit 749 Euro legt HMD Global allerdings auch in Sachen Preis eine Schippe drauf.

Wiko View 2 Pro: Französisches Mittelklasse-Gerät mit Apple-Anleihen

Für eine echte Überraschung sorgte der französische Hersteller Wiko. Er präsentierte auf dem MWC 2018 unter anderem das View 2 Pro mit 6 Zoll großem 19:9 Display. Das Panel erstreckt sich nahezu über die komplette Front und erinnert stark an das iPhone X. Die Ähnlichkeit ist ist auch der Kerbe (Notch) am oberen Displayrand geschuldet. Auf der Rückseite gibt‘s zudem eine Dual-Kamera. Eine Linse besitzt Weitwinkel-Features, die zweite eine lichtstarke f/1.75 Blende. Aus vier Pixeln errechnet die Software das Optimum und sorgt so für gute Bilder. Der Hersteller nennt dies Big-Pixel-Technologie.

Die größte Überraschung war wohl das View2 Pro von Wiko. Image by Julia Froolyks

Außerdem gibt‘s einen Fingerabdruck-Sensor auf der Rückseite sowie eine optische Gesichtserkennung. Der große Wow-Effekt kommt allerdings beim Blick auf den Preis. 299 Euro werden lediglich für das Wiko View 2 Pro fällig. Das ist sage und schreibe ein Viertel des unglaublichen iPhone-X-Preises. Das Gerät stellt also ein sehr gutes Angebot dar.

ASUS ZenFone 5Z: Rahmenloser iPhone-X-Klon mit Dual-Kamera

Als einer der letzten Hersteller hat ASUS mit dem ZenFone 5Z auf dem MWC 2018 sein neues Premium-Smartphone vorgestellt. Auch das hat es faustdick hinter den Ohren. Äußerlich erinnert es verdächtig an das fast rahmenloses Display und die Kerbe (Notch) des iPhone X und wartet mit einem nahezu rahmenlosen 6,2 Zoll Display auf. Die Rückseite besteht aus Glas. Weiterhin verbaut der taiwanische Hersteller ein intelligentes Dual-Kamera-System mit Sony-Sensor und 120-Grad-Weitwinkelkamera. Eine künstliche Intelligenz lernt mit der Zeit das Fotoverhalten und die AI Scene Detection optimiert Parameter für den perfekten Schnappschuss. Ferner integriert auch Asus in dem Gerät animierte Emojis, in diesem Fall Zenimojis genannt.

Auch Asus bringt ein Smartphone mit nahezu randlosem Display auf den Markt. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Auch im Inneren gibt es eine Menge KI. So ist der 3.300 mAh starke Akku mit AI Charging ausgestattet. In Anlehnung an die Nutzungsgewohnheiten wird der Ladestrom dynamisch angepasst, um eine längere Lebensdauer des Akkus zu erhalten. Bei wem das Interesse nun geweckt wurde, der muss enttäuscht werden. Die Verfügbarkeit für den deutschen Markt wird mit dem dritten Quartal angegeben.

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Dieser Artikel erschien zuerst auf Netzpiloten Android.


Images by Julia Froolyks, Berti Kolbow-Lehradt und Jonas Haller


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