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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • LG golem: LG bringt Monitor mit 42,5-Zoll-Panel für vier Signalquellen: LG bringt den neuen Monitor mit 42,5 Zoll-Panel heraus für einen unglaublichen Multibildbetrieb dank seiner vielen HDMI-Eingänge. Die neue Software bietet außerdem die Möglichkeit, die Steuerung des Monitors per Maus zu managen. Doch keine Angst, es handelt sich bei diesem neuen Schatz nicht nur um einen geschäftlichen Einsatz, auch für Gamer bietet LG einen extra Gaming-Monitor. Nachdem das Gerät schon in den USA angeboten wurde, kommt es nun auch mit einer Garantie von zwei Jahren auf den deutschen Markt mit einem Preis von ca. 800 Euro.

  • FBI heise: FBI warnt vor vernetzten Spielzeug: Der Feind im Kinderzimmer. Erst 2016 wurde die Puppe „My Friend Cayla“ von der Bundesnetzagentur als Spionagegerät bestimmt und auch jetzt warnt das FBI offiziell vor Spielsachen, die vernetzt sind. Die Sensoren bei diesem Spielzeug enthalten Mikrophone, Kameras und weitere Multimediafunktionen, die die Sicherheit und Privatsphäre der Kinder in erheblichem Maße einschränken könnten. Ob die gespeicherten Daten als Marktforschung von Unternehmen oder aber von Kriminellen als Erforschung des Kindes dienen, das Aushorchen der Kinder sollte keinen Platz im Spielzimmer haben. Aus diesem Grund sind solche Spionagegeräte in deutschen Kinderzimmern auch illegal, sagte die Bundesnetzagentur im Dezember.

  • AMAZON t3n: Hinter den Kulissen von Amazon Fresh: Wie Picker und clevere Software deinen Einkaufskorb füllen: Amazon Fresh ist mehr als nur ein ganz normaler, zukünftiger Supermarkt. Es began in Berlin und Potsdam mit 85.000 Artikeln und weitet sich jetzt auch auf Hamburg aus mit mittlerweile 300.000 Artikeln. Amazon Fresh könnte eine erhebliche Konkurrenz für andere Supermärkte werden, weil sie zum einen ihren Fokus explizit auf die Kunden legen, zum anderen durch ihre Kombination aus Lebensmitteln und Haushaltsgeräten, die dank dem breitgefächerten Angebot möglich wird. Noch müssen jedoch die Kunden in Deutschland überzeugt werden, dass die Lebensmittel genau so frisch wie im Supermarkt bei ihnen zuhause ankommt.

  • NEWSTORE gruenderszene: Newstore erhält 50-Millionen-Finanzierung: Die Shopping-Plattform Newstore ist weiter auf Erfolgskurs, indem es erfolgreich auf das mobile Bezahlen von Smartphones und Tablets setzte. Der Gründer Stephan Schambach und sein Unternehmen bekamen im Mai vergangenen Jahres 38 Millionen Dollar, jetzt nimmt es weitere 50 Millionen Dollar ein. Der erste europäische Kunde ist derzeit Adidas, mal sehen welche Kunden in Zukunft noch folgen werden.

  • SOCIAL MEDIA spiegel: Geschrei? Wir verbessern gerade die Welt!: Durch “Fake News”, “Shitstorms” und “Trump-Tweets” gerät schnell in Vergessenheit welche enorme Hilfe soziale Medien sein können, wenn es darum geht die Welt zu verbessern. Randgruppen finden endlich Gehör, kollektive Beteiligung an wichtigen Entscheidungen kommt zustande und Misststände werden öffentlich gemacht. Ein Beispiel in dem der mediale Aufschrei zu etwas geführt hat, gab es im Sommer 2015. Eine Gruppe protestierte via social media gegen Projekte wie ABA, die die autistischen Mitmenschen auf Sozialverträglichkeit bringen wollen. In diesem genannten Beispiel handelte es sich nicht um einen gewöhnlichen “Shitstorm”, sondern um eine Ungerechtigkeit, die öffentlich angeprangert wurde und uns im Gedächtnis bleibt, weil sie immer und immer wieder sozial sichtbar gemacht wurde und zum Nachdenken aufrief.

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Warum Emojis der nächste Passwort-Trend werden könnten

Emoji (adapted) (Image by TeroVesalainen [CC0 Public Domain] via pixabay

Würdest du dein Smartphone lieber mit einer simplen und klassischen 4-stelligen PIN oder mit einem Emoji entsperren? Wäre es einfacher und komfortabler, „🐱💦🎆🎌“ im Kopf zu behalten als beispielsweise „2476“?

Smartphone-Nutzer benutzen Emojis normalerweise, um Stimmungen, Gefühle und Gesprächsnuancen in E-Mails und Textnachrichten auszudrücken. Teilweise werden sogar ganze Nachrichten nur mit Emojis verschickt. 2015 hat eine britische Firma versucht, Emoji-Passwörter anstelle von PINs an Bankautomaten einzusetzen. Allerdings gibt es bis jetzt noch keine offizielle Studie darüber, wie einfach diese zu benutzen waren oder wie sicher die Emoji-Passwörter im Vergleich zu anderen Methoden wie PINS sind.

Um mehr darüber durch ein Experiment und in der echten Welt herauszufinden, hat ein Team von Wissenschaftern der Technischen Universität Berlin, der Universität Ulm und der University of Michigan unter der Leitung der Doktorandin Lydia Kraus von der TU Berlin den Dienst EmojiAuth entwickelt. EmojiAuth ist ein Emoji-basiertes Login-System für Android-Smartphones.

Wie gut würden Nutzer sich an ihre emojigesteuerten Passwörter erinnern können? Wären diese möglicherweise auch sicherer? Und könnten sie ebenfalls unterhaltsamer sein und das Entsperren des Smartphones für den Nutzer spaßiger gestalten?

Emoji-Passwörter kreieren

Die meisten Smartphone-Nutzer haben ihren Bildschirm gesperrt und müssen diesen dementsprechend mehrmals täglich entsperren. Viele Menschen nutzen numerische PINs, aber die Forschung hat gezeigt, das Bilder einfacher zu merken sind als Zahlen oder Buchstaben. PINs können aus einer geringeren Anzahl von Symbolen zusammengesetzt werden oder aus einer Kombination aus den Zahlen 0 bis 9. Passwörter hingegen können aus einer deutlich größeren Anzahl Ziffern bestehen, sind allerdings schwierig auf Smartphones zu tippen. Emojis dagegen erlauben es uns, von über 2.500 möglichen Emojis zu wählen, wodurch die Emoji-Passwörter viel resistenter gegen Hacking oder Spionage sind.

Im ersten Experiment gaben wir 53 Teilnehmern ein Android-Smartphone und teilten sie in zwei Gruppen ein. Die erste Gruppe von 27 Personen suchte sich ein Passwort aus, welches aus zwölf beliebigen Emojis bestand. Die zwölf beliebigen Emojis konnten aus einer Emoji-Tastatur ausgewählt werden, die aus allen möglichen Emojis individuell für jeden Nutzer generiert wurde. (Sobald die Tastatur eingestellt wurde, blieb es gleich). Die verbleibenden 26 Personen suchten sich eine numerische PIN aus.

In den meisten Fällen haben die Teilnehmer ihr Emoji-Passwort nach einer der drei folgenden Methoden ausgewählt:

  1. nach einem Muster des Emoji-Keyboards (beispielsweise von oben nach unten oder die Emojis, die sich in den Ecken befinden),
  2. nach persönlichen Vorlieben für bestimmte Emojis oder
  3. es wurden mit den Emoji-Mustern Geschichten kreiert.

Ein Teilnehmer hatte beispielsweise ein Lied im Kopf und suchte Emojis aus, die dem Text des Liedes entsprachen. Nachdem die Teilnehmer einige Male das neue Passwort eingegeben hatten, wurden sie eine Woche später gebeten, die Passworte für den Test in das Smartphone einzugeben.

Die Resultate ergaben, dass sowohl PINs als auch Emoji-Passworte leicht zu merken sind. Alles in Allem haben die PIN-Nutzer ihr Passwort im Schnitt ein paar Mal häufiger behalten. Das könnte allerdings auch daran liegen, dass Menschen in der Regel daran gewöhnt sind, PINs zu nutzen und sich diese zu merken. Die Teilnehmer mit den Emoji-Passworten berichteten allerdings von größerem Spaß bei der Eingabe ihrer Codes.

Emoji-Passworte im Alltag

Als nächstes wollten wir herausfinden, wie gut Emoji-Passworte dem Test im Alltag standhalten. Auf den Android-Smartphones von 41 Teilnehmern wurde ein spezieller Login-Screen für deren Email-App für etwa zwei Wochen installiert. Die eine Hälfte nutzte Emoji-Passworte, die andere Hälfte nutzte PINs.

Wie wir in dieser Studie herausfanden, haben die Nutzer, die Emoji-Passworte verwendeten, Emojis gewählt, die einem Muster auf der Tastatur entsprachen, nach persönlichen Vorlieben ausgesucht wurden oder eine Geschichten erzählten. Beide Teilnehmergruppen, sowohl die Gruppe mit den PINs als auch die mit den Emojis, berichteten, dass ihr Passwort leicht zu merken und zu nutzen war. Die Emoji-Testgruppe gab jedoch an, dass die Eingabe ihrer Passworte mehr Spaß machte als nur Zahlen einzugeben.

Zusätzliche Sicherheit

Am Ende der Studie haben wir die Sicherheit der Emoji-Passwörter getestet. Hierfür haben wir die Teilnehmer gebeten, den Leitern der Studie über die Schulter zu schauen, während diese ihr Passwort eingaben. Dabei fanden wir heraus, dass die Emoji-Passworte , die auf sechs zufällig gewählten Emojis basieren, bei dem „über-die-Schulter-schauen“ am schwierigsten zu „klauen“ beziehungsweise zu merken waren.

Andere Arten von Passwörtern, wie zum Beispiel vier oder sechs Emojis oder Zahlen, die nach einem Muster gewählt wurden, waren leichter zu beobachten und korrekt zu merken. Unsere Studien, die ein Mitglied unseres Forschungsteams am 30. Mai in Rom präsentieren wird, zeigen, dass eine Emoji-basierte mobile Identifikation nicht nur praktisch ist, sondern auch eine unterhaltsame Art, sich Passwörter leichter zu merken und diese zu schützen. Dies gilt nur, solange die Nutzer keine Emojis verwenden, die einem Muster der Tastatur entsprechen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image (adapted) „Emoji“ by TeroVesalainen (CC0 Public Domain)


The Conversation

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Wir sollten die Demokratie digital upgraden #D2030

Bürokratie (adapted) (Image by Geisteskerker [CC0 Public Domain] via pixabay)

Als #KönigvonDeutschland würde Dirk Helbing einen digitalen Katalysator bauen, der uns alle befähigt, bessere Entscheidungen zu treffen, kreativer und innovativer zu sein, sowie die Koordination untereinander auf eine höhere Qualitätsstufe zu stellen. Co-Kreation, kollektive Intelligenz und Co-Evolution sind die Stichworte, die der Professor für Computational Social Science an der ETH Zürich beim netzökonomischen Diskurs der D2030-Initiative thematisierte. Um das zu erreichen, braucht man Plattformen und digitale Assistenten, die sich in den Dienst der res publica stellen und nicht von einzelnen Unternehmen dominiert werden.

Kombination von smarten Technologien mit smarten Bürgerinnen und Bürgern

Wir können die Demokratie digital upgraden“ , so Helbing. Damit meint er nicht die Projekte in Bund, Ländern und Kommunen unter der Überschrift E-Government: Statt intelligente Plattformen zu schaffen, wurde nach dem Prinzip „Bürokratie im Netz“ die Flut von Formularen und Anordnungen einfach online abgebildet. Das Ganze wird zu Tode verwaltet.

Wir benötigen die Kombination von smarten Technologien mit smarten Bürgerinnen und Bürgern. So etwas kann man der Politik nicht alleine überlassen. Für so etwas brauchen wir Investitionen, Kooperationen und eine breite Beteiligung der Bevölkerung“ , betont Helbing in der D2030-Gesprächsrunde.

Res publica-Supercomputer

Wie könnte die Kombinatorik von kollektiver Intelligenz, Big Data und so eine Art res publica-Watson-Supercomputer aussehen? Helbing schweben dezentral organisierte MOODs vor – also Massive Open Online Deliberation Platforms. Virtuelle Verhandlungstische für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

MOODs könnten genutzt werden, um innovativere Politikansätze auszuarbeiten, die über das einfache Mehrheitsprinzip hinausgehen. Es sollen verschiedene Perspektiven integriert werden, die nicht auf der Interessen- und Umverteilungspolitik von minimalen Mehrheiten basieren.

Bei den verschiedensten komplexen Herausforderungen wurde schon oftmals gezeigt, dass in der Kombination von Ideen und in der Interaktion zwischen Menschen sowie von Menschen und Maschinen die besten Resultate erzielt werden können. Ein solcher Ansatz kann nicht nur die Entfaltungsmöglichkeiten vieler Bevölkerungsgruppen und kombinatorische Innovation fördern, sondern auch für eine möglichst große Chancengleichheit und eine ausgeglichene Zufriedenheit unter den Bevölkerungsgruppen sorgen“ , so Helbing.

Komplexe gesellschaftliche Strukturen benötigen Ideenpluralismus und kombinatorische Innovation

Dazu brauche man allerdings die Wissenschaft. Die Komplexität der Welt wachse schneller als die Rechnerleistungen. „Wir brauchen einen anderen Steuerungsansatz mit verteilter Kontrolle und mehr Partizipation. Nur eine pluralistische Gesellschaft ist wandlungsfähig, resilienter und entwickelt mehr kollektive Intelligenz“, sagt Helbing.

Digitale Demokratie sei dann erfolgreich, wenn es gelingt, die digitalen Möglichkeiten so zu nutzen, dass die Ideen von Habermas oder Fishkin zur deliberativen Demokratie umgesetzt werden. Statt einer datengetriebenen Politik basierend auf zentraler Top-Down-Kontrolle und globalen Einheitslösungen plädiert Helbing für einen Weg, der die Komplexität und Vielfalt zu unseren Gunsten nutzen kann – durch den Aufbau von dezentralisierten Kooperationsnetzwerken.

Diskursmöglichkeiten in polarisierten Gesellschaften

In jüngster Zeit wurde mehrfach hervorgehoben, dass in polarisierten Gesellschaften die Suche 51 Prozent-Mehrheiten keine geeignete Lösung darstellt, da sie zu einer Diktatur der Mehrheit über die Minderheit führen kann.

Zusätzlich haben besonders knappe Resultate – man nehme die Abstimmung zum Brexit oder zur Masseneinwanderungsinitiative in der Schweiz – zu Protesten geführt, weil man die Aussagekraft der Resultate und die Fairness des politischen Prozesses anzweifelt. Heute können die Bürgerinnen und Bürger zu einer komplexen, vielschichtigen Frage meist nur ‚Ja‘ oder ‚Nein‘ sagen. Ja oder Nein reicht jedoch oft nicht“ , führt der ETH-Professor aus.

Mit digitalen Plattformen könnten sich die Menschen mit der Komplexität von Politik auseinandersetzen und verstehen eher die Notwendigkeit von diversifizierten Politikansätzen.

Am Ende eines Deliberationsprozesses kann es immer noch einer Mehrheitswahl bedürfen. Aber zu diesem Zeitpunkt enthielte der Lösungsansatz bereits einen substantiellen Anteil an Ideen und Präferenzen der Bürgerinnen und Bürger und es käme daher viel seltener zu polarisierten Ergebnissen.
MOODs haben einen weiteren, gewichtigen Einfluss auf die Modernisierung der Politik. Sie erlauben es, den Puls der Zeit viel schneller aufzunehmen und so rasch auf neue Herausforderungen einzugehen. Die technologische Entwicklung ist heute mitunter rasant und die Politik hinkt oft hinterher. Mittels MOODs wird der Austausch der Technologie-Avantgarde mit Politik und Verwaltung vereinfacht und institutionalisiert“ , erläutert Helbing, Mitglied des D2030-Fachbeirats.

Fakten-Checks mit Künstlicher Intelligenz

MOODs sollten moderiert werden durch von der Gemeinschaft gewählte Moderatorinnen und Moderatoren, um faire und konstruktive Diskussionen zu ermöglichen. Künstliche Intelligenz könne dazu genutzt werden, auffällige Aktivitäten zu erkennen und damit Chat-Roboter und Ghostwriter zu enttarnen. Künstliche Intelligenz könnte zudem die verschiedenen Argumente in einer Diskussion sortieren und organisieren und so zu einer ausgewogenen und übersichtlichen Diskussion beitragen. Also Fakten-Checks, die nicht willkürlich von staatlichen oder privaten Organisationen betrieben werden.

Digitale Demokratie könnte nach Ansicht von Helbing einige der wichtigsten Errungenschaften unserer Gesellschaft wiederbeleben: Selbstbestimmung, Freiheit, Gewaltenteilung, Chancengleichheit, soziale Partizipation und Mitbestimmung sowie Diversität und gesellschaftliche Resilienz. Wer MOODs aufbaut, technologisch zur Blüte bringt, weiterentwickelt, finanziert und organisiert, sollte noch intensiver debattiert werden. Da sehe ich noch einige Fragen, die in der D2030-Initiative aufgegriffen werden sollten. Schließlich will man Impulse geben, Staat, Demokratie, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft neu zu denken. Etwa über den Online-Dialog, der vergangene Woche gestartet wurde auf dieser Webseite. Das Notiz-Amt wird diesen Diskurs begleiten. Man hört, sieht und streamt sich spätestens auf dem Zukunftskongress in Berlin, der am 6. und 7. Juli stattfindet.


Image (adapted) „Bürokratie“ by Geisteskerker (CC0 Public Domain)


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