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5 Lesetipps für den 11. Juni

In den Lesetipps geht es um das TransferWise aus London, Krautreporter, Jaron Lanier, Google will mit Nearby mithören und einen Turing-Test schaffenden Bot. Ergänzungen erwünscht.

  • TRANSFERWISE Jakkse: Richard Branson und Peter Thiel investieren in Londoner Start-up TransferWise: Unser Autor Jakob Steinschaden war kürzlich in London und hat bei seiner Erkundung der Londoner Startup-Szene TransferWise entdeckt, ein junges Unternehmen, dass aus dem Stadtteil Shoreditch heraus die Finanzwelt ins Wackeln bringen will. Auf seinem Blog stellt er das Startup näher vor.
  • KRAUTREPORTER JakBlog: Das Scheitern der Krautreporter ist ein Scheitern der Krautreporter: Das (absehbare) Scheitern der Krautreporter ist ein Scheitern der Krautreporter, wie Christian Jakubetz auf seinem Blog zusammenfasst. Das Projekt hätte aus vielen Gründen Erfolg verdient und es bleibt zu hoffen, dass aus Fehlern gelernt und so ein ambitioniertes Projekt zeitnah noch einmal entwickelt wird, aber nach nicht einmal einen Monat gab es selbst in der einzig erreichten Journalismus-Bubble gemischte Gefühle.
  • JARON LANIER Merkur: Der Friedenspreis für Jaron Lanier – und die Missverständnisse, auf denen er beruht: Ergänzend zu Nico Lummas gestriger Kolumne auf Netzpiloten.de sei dieser Beitrag von Florian Cramer zur Verleihung des Friedenspreis des Deutschen Buchhandels an Jaron Lanier empfohlen, in dem Cramer sich mit der Biographie von Lanier auseinandersetzt.
  • NEARBY Golem: Google möchte mit Nearby mithören: Mit dem im Vorfeld bekannt gewordenen Android-Dienst Nearby möchte Google eine einfache Vernetzung von Nutzern und Geräten ermöglichen – dafür aber Mikrofon, WLAN und die Standortdienste automatisch aktivieren. Auf Golem.de erklärt Tobias Költzsch, warum das für den Schutz unserer Privatsphäre problematisch ist.
  • TURING-TEST Zeit Online: Ein Trickser namens Eugene Goostman: Ein Bot, der sich als 13-Jähriger ausgibt, wird gerade als Meilenstein der Künstlichen Intelligenz gefeiert. Doch vielleicht ist das Programm gar nicht so schlau. Auf Zeit Online begründet Eike Kühl die Zweifel an dem Jubel.

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Friede, Freude, Kopf in den Sand

In seiner Kolumne beschäftigt sich Nico Lumma mit dem Medienwandel und Kompetenzen die damit einhergehen. Nicht nur im Beruf, sondern auch in der Schule und Familie. Diesmal geht es um den deutschen Buchhandel. Der Friedenspreis des deutschen Buchhandels für Jaron Lanier war lange überfällig. Lange dachte man, die Musikindustrie hätte den Schuss nicht gehört und würde die Zukunft verschlafen, aber da haben die Herren der Plattenlabel die Rechnung ohne den Börsenverein des deutschen Buchhandels gemacht. Lange schon führt der Börsenverein einen Kampf gegen das Böse in Deutschland. Das Böse, das ist das Digitale.

Das Böse wird verkörpert von Jeff Bezos und die E-Books sind schlimm, einfach nur schlimm. Na sicher, mit dieser Einstellung kann man einen Verband wie den Börsenverein des deutschen Buchhandels ganz wunderbar positionieren als vermeintlichen Gralshüter des Schönen, Wahren, Guten. Aber ehrlich gesagt wirkt die Führung des Börsenvereins des deutschen Buchhandels wie ein Haufen Ewiggestriger, die nicht mehr verstehen können, welche Veränderungen ihre Branche erfassen und daher verzweifelt versuchen, am Status Quo Ante festzuhalten, denn früher war alles besser.

Jaron Lanier passt da natürlich ganz hervorragend ins Bild. Vom vermeintlichen Saulus zum vermeintlichen Paulus geläutert, verkündet Lanier so zielgerichtet Platitüden, dass man sich durchaus Gedanken über den Zustand deutscher Feuilletons machen muss, die einen derartigen kruden Krempel auch noch feiern. Ein Mahner ist heutzutage jemand, der die Vergangenheit verklärt und Panik vor der Zukunft schürt. Also genau so, wie der Börsenverein des deutschen Buchhandels seit Jahren agiert.

Man könnte ja auch den Friedenspreis des deutschen Buchhandels dafür nutzen, ein Zeichen zu setzen für die neuen Chancen, die sich in alternativen Publikationsformen wie dem Self-Publishing bieten. Immerhin waren im Mai erstmals alle Top-eBooks auf Amazon.de durch einen Selbstverlag entstanden und nicht durch Verlage auf den Markt gebracht. Aber, hey, wo kommen wir denn da hin? Veränderungen werden so lange ignoriert, bis auch der letzte kleine Buchhändler Pleite gegangen ist und die großen Ketten zwischen Nippes und Spielzeug nur noch vereinzelt Bücher anbieten, von Beratung mal ganz zu schweigen. Eigentlich müsste der Börsenverein des deutschen Buchhandels alles versuchen, um Bücher und Leser zusammenzubringen, aber stattdessen fokussiert man lieber auf das weitere Ausprägen von Vorurteilen gegenüber der Digitalsierung und feiert jemanden wie Lanier mit dem Friedenspreis.

 

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5 Lesetipps für den 17. Februar

In unseren Lesetipps geht es heute um ein Interview mit Jaron Lanier, Native Advertising im Journalismus, die Weiterentwicklung von Wi-Fi, die paradoxe Wirkung von Forgotify und Privatsphäre als Produkt. Ergänzungen erwünscht.

  • INTERVIEW Zeit Online: Jaron Lanier im Interview: Bisher verdienen nur große Firmen wie Google am Internet. Damit muss Schluss sein, fordert jetzt Jaron Lanier in seinem neuen Buch „Wem gehört die Zukunft?“. Kilian Trotier und Maximilian Probst haben sich mit dem polarisierenden Kritiker der Digitalisierung über die Macht im Netz unterhalten.
  • NATIVE ADVERTISING PandoDaily: Can old media afford to turn their noses up at native advertising?: Mit Werbung lässt sich im Internet Geld verdienen, ein Fakt, den sich ausgerechnet Medienunternehmen bisher verschließen. Sogar die New York Times kann nur den „Erfolg“ melden, dass die Einnahmen durch Werbung nicht schneller sinken als im vergangenen Jahr. Native Advertising lehnen die Journalismus betreibenden Firmen ab. Doch wie lange noch, fragt sich James Robinson auf PandoDialy, können sie sich das leisten?
  • WIFI CNET News: Google, Microsoft, others form group to expand Wi-Fi: Die Frage des Zugangs zum Internet hat eine enorme gesellschaftliche Relevanz, aber auch eine wirtschaftliche Komponente, weshalb sich laut dem Wall Street Journal die Unternehmen Comcast, Time Warner Cable, Charter Communications, Google und Microsoft zusammen getan haben, um WiFi den mobilen Technologien der Zukunft anzupassen, die auf immer mehr (zu monetarisierenden) Datenverkehr setzen.
  • FORGOTIFY Hyperland: Forgotify hat ein Herz für “Loser”: Die Erfinder des Musikstreamingportals Forgotify haben es sich zum Ziel gesetzt, uns die unerhörten Songs von Spotify aufs Ohr zu drücken. Das sind immerhin vier Millionen. Laura Stresing stellt im ZDF-Blog Hyperland die sympathische Idee mit ihrem paradoxem Ergebnis vor.
  • PRIVATSPHÄRE Technology Review: Die Privatsphäre als Produkt: Privatsphäre ist ein hohes Gut in unserer Gesellschaft. Doch kann es auch ein wirtschaftlicher Anreiz sein? Tom Simonite stellt auf Heise.de u.a. mit dem Blackphone, dem Browser Aviator und der Suchmaschine DuckDuckGo Produkte vor, die Nutzern helfen wollen, sich vor Dritten im Internet (die NSA ausgenommen) zu schützen.

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