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Huawei P20 Pro im ersten Test: Kamera kann Krasses

Huawei P20 Pro Hands-On

Wer ein Herz für Smartphone-Fotografie hat, hat der Vor­­­stellung der P20-Serie in Paris seit Wochen entgegengefiebert. Ein Smartphone mit einer Triple-Kamera auf der Rückseite ist eine Weltneuheit, die Großes verspricht. Gut, überraschend kam dieses Feature nicht. Dafür wurde zuvor viel zu viel geleaked. Ich habe mich dennoch für euch auf den Weg in die Stadt der Liebe gemacht und erste Eindrücke vom Huawei P20 Pro gesammelt.

Kamera-App überwältigt mit kreativen Möglichkeiten

Schon beim Öffnen der entsprechenden App werde ich quasi von Optionen erschlagen, und dann hat man sich noch nicht mal den manuellen Modus angeschaut. In dem lässt sich Profi-like alles Mögliche einer Kamera anpassen, sprich Blende, ISO, Belichtungszeit und so weiter.

Im normalen, vollautomatischen Foto-Modus lassen sich aber auch gute bis sehr gute Ergebnisse erzielen. Das liegt nicht zuletzt an der Künstlichen Intelligenz, die zum Einsatz kommt. Huawei verbaut wie schon im Mate 10 Pro auch im P20 Pro einen extra Chip, der die Hauptrecheneinheit mit Algorithmen unterstützt, die sich die Vorteile neuronaler Netzen und maschinellen Lernens zunutze machen.

Künstliche Intelligenz hilft beim Fotografieren

Die Foto-Qualitäten wertet die KI-Unterstützung insofern auf, als dass die Kamera-Software des Huawei P20 Pro über 500 Motivszenarien unterscheiden und ideal belichten und nachbearbeiten kann. Nach dem eigentlichen Aufnahme blendet die Kamera-App ein, welche Optimierung sie vornimmt. In meinem Praxistest hat sie Bühnen oder Lebensmittel als solche erkannt und auf ihre entsprechenden Anforderungen hingehend angepasst. Foodblogger können sich also zum Beispiel auf einen scharfen Fokus und knallige Farben freuen.

Viel bejubelt wurde neben dieser fortgeschrittenen Motivautomatik der KI-gestützte Nachtmodus. Auch mich begeistert er. Ist diese Funktion aktiviert, kann ich Bilder bis zu sechs Sekunden lang aus freier Hand belichten. Obwohl für solch einen Fall eigentlich ein Stativ unverzichtbar wäre, muss ich dabei nicht stillhalten. Neben dem integrierten optischen Bildstabilisator greift eine Art Software-Bildstabilisator („Huawei AIS“) ein und rechnet das Bild scharf. Vor allem indirekt beleuchtete Gebäude kommen auf diesem Wege bestens zur Geltung. Vorbeifahrende Autos werden allerdings verständlicherweise bewegungsunscharf – was das Ergebnis keinesfalls schmälert.

Gleichzeitig hellt die KI-Software dunkle Bereiche ohne sichtbares Rauschen auf. Das fällt bei bei nächtlichen Landschaftsaufnahmen und einem bewölkten Himmel auf. Denn die Wolken wirken anschließend heller und zeigen mehr Struktur als ich mit bloßem Auge erkennen kann.

Triple-Kamera mit gelungenem Hybridzoom

Huawei verbaut im P20 Pro erstmals einen optischen Dreifach-Zoom, der durch digitale Nachbearbeitung zu einem Fünffach aufgebohrt wird. Wie genau dieser sogenannte Hybridzoom funktioniert, mag für manche magisch erscheinen. Fakt ist: Einer der Sensoren hat ein dreifaches Teleobjektiv, bietet also verlustfreien Zoom. Tippt man im normalen Fotomodus jedoch ein weiteres Mal auf das Vergrößerungs-Icon, gelangt man direkt zum fünffachen Zoom. Will man beispielsweise ein Schild in großer Entfernung oder eine Hausfassade festhalten, spürt man, wie der Bildstabilisator angeworfen wird und das entsprechende Motiv scharfstellt. Die Bildqualität dieses künstlich erweiterten Zooms wirkd verblüffend gut.

Huawei P20 Pro Hands-On
Die Triple-Kamera im Huawei P20 Pro beinhaltet Know-how von Leica und ermöglicht einen bis zu fünffachen Zoom. Image by Sebastian Seitz

Ein weiterer der drei Sensoren ist für die monochrome Fotografie wichtig. Aber auch wenn ihr in Farbe Bilder knipst, trägt er einen großen Teil zum genialen Ergebnis bei, da Kontraste und Konturen wesentlich deutlicher abgelichtet werden können. Will man direkt nur in monochrom schießen, findet sich natürlich auch dafür eine entsprechende Option. Diese Funktion ist wirklich empfehlenswert. Sie liefert weit bessere Ergebnisse als wenn man das Bild erst im Nachhinein in Schwarz-Weiß färbt.

Die Kamera ist fraglos das Highlight des Huawei-Flaggschiffs und wird zurecht gelobt. Beispielsweise das angesehene Branchenportal DxO Mark Mobile, das das P20 Pro getestet hat, kennt derzeit keine besseres Foto-Smartphone.

Huawei schlägt in die gleiche Kerbe wie Apple

Äußerlich lehnt sich das Design des Huawei P20 Pro an den Mainstream bei Top-Smartphones an. Das Design erinnert mich etwas an das Asus ZenFone 4. Das liegt zum Beispiel an dem ovalen Home-Button, der auf der Vorderseite unter dem Display Platz findet und den Fingerabdrucksensor beherbergt. Vielleicht lag es meinen vor Aufregung schwitzigen Händen, aber der Sensor funktionierte beim ersten Ausprobieren nur in jedem zweiten Fall. Ein Trick ist definitiv, ihn nicht nur draufzulegen, sondern zur Fingerkuppe hin ein wenig abzurollen.

Ebenfalls zu den Konventionen beim Displaydesign von Top-Smartphones zählt inzwischen ein Sensorsteg unter dem oberen Bildschirmrand. Diese auch als Notch bezeichnete Kerbe ist als Designmerkmal umstritten, nicht nur beim iPhone X. In der Pressekonferenz prahlte Huawei damit, dass weit mehr Benachrichtigungen als bei Apple in die Leiste links und rechts von der Kerbe passen, und das kann durchaus stimmen.

Huawei P20 Pro Hands-On
Das Huawei P20 Pro hat ein fast vollflächiges Display, das nur durch eine Kerbe am oberen Rand unterbrochen wird. Image by Sebastian Seitz

Die Notch ist da, aber innerhalb kürzester Zeit hat man sie eigentlich auch schon wieder vergessen. Sticht sie allerdings trotzdem zu sehr ins Auge, findet sich in den Einstellungen Abhilfe. Dann färbt sich die Statusleiste schwarz und die Notch verschmilzt mit dem Displayrahmen.

Riesen-Display im kompakten Gehäuse

Der Rahmen um das imposant große Display ist extrem dünn gehalten, was ich für sehr gelungen halte. Dank der schmalen Displayränder, dem Seitenverhältnis von 18:9 und auch wegen der Kerbe ist das Huawei P20 Pro verhältnismäßig klein. Man sollte sich keinesfalls von dem 6,1-Zoll-Display abschrecken lassen, denn das Gehäuse misst gerade einmal so viel wie das eines klassischen 5,5-Zöllers. Im Foto seht ihr mein Xiaomi Mi A1 zum Vergleich. Sie unterscheiden sich in den Maßen nur um Millimeter. Abzüge in der B-Note gibt es für die massiv hervorstehende Triple-Kamera des Huawei P20 Pro.

Huawei P20 Pro Hands-On
Obwohl es 6,1 Zoll Displaydiagonale bietet, ist das Huawei P20 Pro genauso groß wie der 5,5-Zöller Xiaomi Mi A1. Image by Sebastian Seitz

Ebenfalls ärgerlich ist die extrem glänzende und spiegelnde Rückseite. Sie konserviert auf Anhieb viele Fingerabdrücke und wirkt sehr empfindlich. Ich habe fast schon etwas Angst, das Gerät überhaupt aus der Hosentasche zu nehmen. Rund ums Gehäuse herum verläuft ein silberner Rahmen. Aus einem seitlichen Blickwinkel kann man es schnell mit dem iPhone X verwechseln. Unterbrochen wird die glänzende, abgerundete Umrahmung nur von den symmetrisch angeordneten Antennenstreifen an Ober- und Unterseite. Die ebenfalls silbernen Knöpfe für Lautstärke und Power haben keinerlei Spiel und einen guten Druckpunkt.

Huawei P20 Pro Hands-On
Angesichts der großen Displaydiagonale ist das Huawei P20 Pro sehr kompakt und schmal. Nur die Kamera steht stark über. Image by Sebastian Seitz

Das P steht für Power

Beim kurzen Gaming-Test zeigt der aus Huaweis Chip-Schmiede HiSilicon stammende Prozessor Kirin 970, was er Großartiges draufhat. Egal, ob ich Früchte in „Fruit Ninja“ zu Obstsalat säbele oder eine obligatorische Runde in „Asphalt 8“ drehe – auch in den nächsten zwei Jahren sollte das Huawei P20 Pro noch allen grafischen Herausforderungen gewachsen sein.

Der Kirin-Chip ist bereits ein Jahr alt und kam zum Beispiel im Huawei Mate 10 Pro zum Einsatz. Inwiefern er noch mit den neusten Vertretern von Qualcomm und Samsung mithalten kann, müssen Benchmark-Tests zeigen, für die im Rahmen meines Kurztests keine Zeit blieb. Eine runde Performance liefert die Hardware-Ausstattung aber in jedem Fall. Zur Seite stehen dem Kirin im Übrigen sechs Gigabyte Arbeits- und 128 GB Datenspeicher.

Weder Micro-SD noch Klinkenanschluss

Was ihr auf jeden Fall auf dem Schirm haben müsst: Das P20 Pro bietet weder einen Klinken-Anschluss noch die Möglichkeit zur Speichererweiterung. Dementsprechend müsst ihr für Musikgenuss via Kopfhörer auf welche mit USB Typ-C oder Bluetooth setzen. Das beigelieferte Headset sieht den Apple EarPods verblüffend ähnlich und liefert durchschnittlichen Sound.

Als Pendant zu den AirPods hat Huawei im Rahmen des P20-Launches außerdem die FreeBuds vorgestellt, die als In-Ear-Knöpfe kabellos in euren Ohren hängen. Sie gehören aber nicht zum Lieferumfang und sind optional erhältlich. Wenn das alles keine Option ist, liegt ein Adapter auf 3,5-Millimeter-Klinke in der Verpackung.

Kurztest-Fazit: Huawei P20 Pro ist reif für die Smartphone-Spitze

Das Huawei P20 Pro ist bei einem Preispunkt von 899 Euro sicherlich kein Schnäppchen. Wer aber auf der Suche nach einem modernen Smartphone mit der momentan vielleicht besten Kamera auf dem Markt ist, wird auf jeden Fall glücklich. Es vereint ein modisches Design mit kraftvoller Hardware und liegt außerdem auch noch gut in der Hand. Das Huawei P20 Pro ist ab sofort im Handel erhältlich.

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Images by Sebastian Seitz, Jonathan Kemper

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Huawei P20 Pro lenkt alle Augen auf die erste Triple-Kamera

Huawei P20 Pro Triple-Kamera

Mit Dual-Kameras versuchen immer mehr Smartphone-Hersteller die Foto-Qualitäten ihrer Modelle denen von herkömmlichen Kameras mit Wechselobjektiv anzunähern. Huawei hat dieses Prinzip mit dem P9 populär gemacht. Mit dem Ur-Enkel, dem Huawei P20, geht der Hersteller einen Schritt weiter und präsentiert das erste Smartphone mit drei Kameras auf der Rückseite. Die zwei preisgünstigeren Geschwistermodelle, das P20 lite und das P20 ohne Namenszusatz verzichten auf diese Weltneuheit, sind ansonsten allerdings technisch ebenfalls stark ausgestattet.

Huawei P20 Pro: Drei Kameras für einen fünffachen Zoom

Das Leistungsvermögen von Smartphones ist etwas mehr als zehn Jahre nach dem ersten iPhone zwar fast ausgereizt. Bei den Foto-Qualitäten geht aber noch was. Denn der Abstand zu den kreativen Möglichkeiten herkömmlicher DSLR und kompakter Systemkameras ist noch groß. Daher preschte Smartphone-Marktführer Samsung kürzlich mit einem Modell vor, dessen Objektiv erstmals die Blende variieren kann. Allerdings ist der praktische Mehrwert dieser Funktion in der ansonsten sehr guten Dual-Kamera des Galaxy S9+ gering.

Huawei Mate 20 Pro
Das Huawei P20 Pro. Image by Huawei

Samsungs Verfolger Huawei kontert jetzt mit einem Modell, das trotz Smartphone-typischer Bauweise einen bis zu fünffachen Zoom anbietet. Dafür sollen drei Sensoren deren Aufnahmen zu einer Bilddatei verrechnet werden. Dabei handelt es sich um einen Farbsensor mit 40 Megapixel, einen Schwarz-Weiß-Sensor mit 20 Megapixeln und einen Farbsensor mit 8 Megapixel. Vor dem 8-Megapixel-Sensor befindet sich zudem Vario-Summilux-Objektiv von Leica optischen Dreifach-Zoom, der einer Brennweite von 80 Millimetern (Kleinbild-äquivalent) entspricht.

Durch das Plus an Bildinformationen und den optischen Zoom sollen Nutzer den Bildausschnitt im Sinne eines Hybrid-Zooms bis zu fünffach vergrößern können, ohne dass es zu nennenswerten Einbußen in der Qualität kommt. Wie bei den vorherigen Flaggschiff-Geräten von Huawei stand die Traditionsmarke Leica Pate. 

Auf der Front bleibt Huawei bei einer Aufnahmeeinheit. Diese ist jedoch ungewöhnlich hoch aufgelöst. Denn der Sensor zählt satte 24 Megapixel.

Super-Zeitlupe, Studiolicht-Effekte und KI-Bildstabilisator

Darüber hinaus ist das Huawei P20 Pro in der Lage, Videos mit 960 Bildern pro Sekunde aufzunehmen und in Super-Zeitlupe in einer HD-Auflösung (720p) abzuspielen. Diese rechenintensive Funktion bieten sonst nur noch Spitzenmodelle von Samsung und Sony.

Huawei P20 Pro
Wie Samsung und Sony ermöglicht Huawei eine Super-Zeitlupe mit 960 Bildern pro Sekunde.

Außerdem bietet das Huawei P20 Pro einen Porträtmodus, der neben dem Bokeh-Effekt auch Lichteinstellungen wie im Studio simuliert. In diesem Punkt eifert Huawei dem Vorbild des iPhone X nach. 

Wie schon das Mate 10 nutzt auch das P20 Pro Verfahren des Maschinellen Lernens (Künstliche Intelligenz, KI), um dem Fotografen bei der Belichtung zu helfen. Die schlauen Algorithmen sollen Motive viel besser identifizieren und automatisch belichten als dies die Szenenprogramme herkömmlicher Kameras können.

Huawei NPU
Die KI-gestützte Kamera-Software soll die Belichtung in über 500 Szenarien präzise automatisch einstellen.

Außerdem soll die interne KI im Zusammenspiel mit dem optischen Bildstabilisator Langzeitbelichtungen aus freier Hand bis bis zu 8 Sekunden Länge ermöglichen. Huawei AIS nennt der Hersteller diese Funktion, die ein Stativ entbehrlich machen soll. Das sind große Worte, die wir bei nächster Gelegenheit durch einen Praxistest prüfen werden.

Huawei AIS
Huawei will mit einem KI-gestützten System das Stativ bei Langzeitbelichtungen überflüssig machen.

Huawei stattet das P20 Pro mit Technik vom Feinsten aus

Auch Display und Rechenleistung und sonstige Ausstattung des Huawei P20 Pro zählen zur Créme de la Créme dessen, was der Markt für Smartphone-Komponenten derzeit hergibt. Beim Bildschirm setzt Huawei auf eine aufwendig zu produzierende Konstruktion fast ohne Rahmen an allen Seiten, aber mit einem Sensorsteg am oberen Ende. Trendgemäß verfügt das 6,1 Zoll in der Diagonale messende Display über das langgezogene 19:9-Format. Das farbstarke OLED-Panel löst in knackscharfe 2.240 x 1.080 Pixel auf und verspricht damit eine hervorragende Bildqualität.

Ein sehr schnelles Arbeitstempo gewährleistet der von Huawei selbst gefertigte Prozessor vom Typ Kirin 970. Neben acht Rechenkernen verfügt er auch über die aus dem Huawei Mate 10 bekannte Prozessoreinheit, die Aufgaben mit Künstlicher Intelligenz löst. Dem Kirin 970 an die Seite stellt Huawei imposante 6 GB Arbeitsspeicher, was für schnelle App-Starts und flüssiges Multitasking sorgen dürfte. Mit 128 GB Festspeicher bietet das P20 Pro auch viel Platz für Apps, Fotos und Musik. Allerdings ist er nicht erweiterbar, denn auf einen Slot für eine Micro-SD-Karte verzichtet Huawei.

Auch bei der übrigen Ausstattung lässt Huawei sich nicht lumpen. Das Betriebssystem ist mit Android in der Version 8.1 topaktuell, der Akku ist mit einer Kapazität von 4.000 mAh recht groß dimensioniert und gemäß IP67-Standard ist das Modell auch sicher vor Wasser und Staub.

Dieses vorzüglich zusammengestellte Paket hat natürlich auch seinen Preis. So ruft Huawei zum Marktstart im April 899 Euro für das in drei Farbvarianten erhältliche Top-Smartphone auf. Der Unterschied zum Luxus-Preis des iPhone X schmilzt somit bei Android-Geräten immer mehr.

Huawei P20 und P20 lite bieten viel Leistung für weniger Budget

Dem neuen Vorzeige-Gerät an die Seite stellt Huawei zwei preisgünstigere Geschwistermodelle: Das Huawei P20 für 649 Euro und das Huawei P20 lite für 369 Euro. Wegen des niedrigeren Preises sind einige Leistungsdaten im Vergleich zum P20 Pro abgespeckt.

Huawei P20
Das Huawei P20. Image by Huawei

Wer auf die Triple-Kamera verzichten kann, sollte das P20 in Betracht ziehen. Es verfügt über eine Dual-Kamera mit Know-how von Leica, deren Sensoren mit 20 und 12 Megapixel auflösen. Das Display basiert auf der helleren, aber nicht so farbstarken LCD-Technologie. Außerdem ist es mit 5,8 Zoll in der Diagonale etwas kleiner als beim Pro-Modell. In das Gehäuse passt daher auch nur ein Akku mit 3.400 mAh Kapazität. Der Arbeitsspeicher zählt 4 GB, was aber immer noch gehoben ist. Wie beim Pro-Modell unterstützt eine KI Smartphone-Nutzer beim Fotografieren.

Das P20 Lite (zu unserem Test) setzt wie das P20 auf ein vergleichbar großes LC-Display. Die Dual-Kamera auf der Rückseite nutzt einen 16-Megapixel- und einen 2-Megapixel-Sensor. Der Akku fasst 3.000 mAh. Statt dem neusten Android kommt die Hauptversion 8.0 zum Einsatz. Im Gegensatz zum P20 und P20 Pro ist der 64 GB große Festspeicher des „kleinen“ Modells dafür durch eine Micro-SD-Karte erweiterbar. Unter der Haube rechnet nicht der KI-Prozessor, sondern ein Mittelklasse-Rechenknecht namens Kirin 659.

Huawei P20 lite
Das Huawei P20 lite. Image by Huawei

Insbesondere das Preis-Leistungsverhältnis des Huawei P20 lite ist äußerst attraktiv. Denn obwohl es auf Spitzen-Technik verzichtet, bietet es immer noch eine gehobene Ausstattung für vergleichsweise kleines Geld. Ein Smartphone mit fast rahmenlosen und nahezu vollflächigen Display (abgesehen von der Notch) ist in dieser Preisklasse neu.

Porsche Design Huawei Mate RS mit Fingerabdruckleser im Display

Neben der P20-Serie kündigte Huawei in Paris auch eine neues Luxus-Modell namens Porsche Design Mate RS an. Es wird Mitte April für 1.699 Euro erscheinen. Neben einem besonderen Design und dem Prestige eines exklusiven Modells erhalten Käufer dann das erste Gerät, das über einen Fingerabdrucksensor im Display verfügt. Außerdem ist Spitzentechnik aus dem Huawei P2o Pro dabei. So sind die Triple-Kamera von Leica mit 40 Megapixeln, die KI-gestützte Fotografie, ein 4.000-mAh-Akku und der IP67-Wetterschutz an Bord.

Welchen ersten Eindruck das Huawei P20 Pro macht, berichtet Jonathan Kemper in diesem Kurztest. Er war als Autor von Netzpiloten Android bei der Vorstellung der P20-Serie in Paris vor Ort.

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Images by Huawei; Sebastian Seitz; Berti Kolbow-Lehradt

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