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Dual-SIM im iPhone: So klappt es mit der eSIM

Dual-SIM und eSIM im iPhone Xs betreiben

Die Telekom machte mit der eSIM für die Apple Watch 3 den Anfang. Inzwischen bieten mit Vodafone und O2 auch die beiden anderen großen Mobilfunknetzbetreiber Tarife für die integrierte SIM-Karte an. Für den entsprechenden Motivationsschub hat Apples neue iPhone-Generation gesorgt. Denn mit dem iPhone XS, iPhone Xs Max und dem iPhone XR ermöglicht Apple erstmals die Dual-SIM-Funktion. Dadurch könnt ihr zwei Verträge in einem Telefon benutzen. Dabei lässt sich eine der beiden SIM-Karten allerdings nicht physisch auswechseln. Stattdessen liegt sie als „embedded SIM“, also eSIM, vor. Welche Vorteile euch das bietet und was ihr bei der Dual-SIM im iPhone beachten solltet, habe ich hier für euch zusammengetragen.

Dual-SIM: Vorteile in der Praxis

Gründe um zwei SIM-Karten zu verwenden, gibt es viele. So könnt ihr beispielsweise eine private und eine geschäftliche Telefonnummer in einem Gerät kombinieren. Oder ihr profitiert auf Reisen außerhalb der EU von den günstigeren Gebühren einer lokale SIM-Karte und seid trotzdem noch auf eurer bekannten Handynummer erreichbar. Das iPhone kann dennoch über beide Telefonnummern telefonieren und SMS schreiben. Mobile Daten lassen sich jedoch nur mit einer Karte versenden und empfangen.

Was steckt hinter der eSIM?

Zwei SIM-Karten rein und fertig? So einfach macht es Apple lediglich den Nutzern in China. Im Rest der Welt ist nur eine physische SIM-Karte im Nano-Format einsetzbar, während die zweite Chipkarte als eSIM fest im Handy verbaut ist. Die „embedded SIM“ müsst ihr nicht wechseln, wenn ihr einen neuen Anbieter oder eine neue Telefonnummer verwenden möchtet. Stattdessen bleibt die Karte erhalten und wird jedes Mal lediglich aus der Ferne auf elektronischem Weg mit einem sogenannten eSim-Profil beim jeweiligen Anbieter verknüpft. Dadurch erspart ihr euch das Warten auf die SIM-Karte bei einem neuen Vertrag und das „Herumfriemeln“ mit der kleinen Plastikkarte. Dabei ist das Einrichten einer eSim selbst nicht schwerer oder leichter als auf dem herkömmlichen Weg.

Bei welchem Anbieter ihr den passenden eSIM-Tarif findet

Inzwischen bieten hierzulande mit Telekom, Vodafone und O2 alle drei Netzbetreiber eSIM-Tarife an. Auch Reseller, die die Netze des Trios nutzen, aber eigene Konditionen festlegen, ermöglichen euch, eSIM-Profile zu nutzen. Aber deren Zahl ist noch klein. Derzeit (Dezember 2018) bieten lediglich Blau und Ay Yildiz diese Option an. Zudem vergeben alle Anbieter eSIM-Profile nur im Rahmen von Laufzeitverträgen. Als Prepaid-Kunden könnt ihr hingegen vorerst keine eSIM nutzen. Für O2, Blau und Ay Yildiz ist es wichtig, euer iPhone vor der Aktivierung der eSIM auf iOS 12.1.1 zu updaten, da es sonst zu Problemen kommen kann.

So richtet ihr die eSIM auf dem iPhone ein

Die einfachste Möglichkeit eine eSIM einzurichten, ist die Service-App eures Tarifanbieters. Darin lässt sich das eSIM-Profil aktivieren. Anschließend werden die Einstellungen automatisch in eurem iPhone hinterlegt. Wenn euch euer Anbieter alternativ einen QR-Code zugeschickt hat, erledigt ihr die Aktivierung in den iOS-Systemeinstellungen. Geht dazu in den Einstellungen auf den Punkt „Mobiles Netz“ und dann auf „Mobilfunktarif hinzufügen“. Schon öffnet sich die Kamera eures iPhones und ihr könnt den QR-Code scannen. Folgt den Anweisungen bis zum Ende. Fertig!

Eine eSIM im Ausland verwenden

Im Ausland lässt sich die eSIM genauso wie eine normale SIM-Karte verwenden. Generell gibt es bei der Benutzung keine Unterschiede zu einer klassischen SIM-Karte. Der Vorteil bei der Nutzung von einer eSIM ist jedoch, dass ihr den Schacht für die physische SIM-Karte frei habt und im Dual-SIM-Betrieb eine Chipkarte von einem lokalen Anbieter verwenden könnt. So spart ihr teilweise viel Geld für Roaming-Gebühren und seid trotzdem noch unter eurer bekannten Handynummer zu erreichen.

Dual-SIM im iPhone einrichten und nutzen

Bisher sind drei iPhone-Modelle Dual-SIM-tauglich: Das iPhone Xs, iPhone Xs Max und iPhone XR. Dabei akzeptiert das Trio neben der eSIM eine wechselbare NanoSIM-Karte. Wichtig: Es lassen sich zwar bis zu sechs eSIM-Profile auf einem iPhone speichern. Aber nur eines davon ist verwendbar.

Wenn ihr euch dafür entscheidet, zwei SIM-Karten im iPhone zu verwenden, bietet euch iOS Hilfestellungen, um Verwechslungen zu vermeiden. So erhaltet ihr nach dem Einrichten der zweiten SIM-Karte die Möglichkeit, Etiketten zu vergeben. Anhand dieser erkennt ihr stets, welche Karte das Telefon gerade verwendet.

Im nächsten Schritt wählt ihr aus, welche der beiden Karten standardmäßig für mobile Daten sowie ausgehende Anrufe und SMS zum Einsatz kommt. Die andere Karte bleibt dann trotzdem für eingehende Anrufe und SMS verfügbar. Solltet ihr euch gerade im Telefonat auf eurer Hauptkarte befinden, wenn jemand die andere Nummer anruft, antwortet dort die Mailbox. Dabei lassen sich alle anfangs festgelegten Einstellungen später unter dem Punkt „mobiles Netz“ beliebig ändern.

Welche Nummer gerade verwendet wird, ist relativ einfach ersichtlich. Denn beim Schreiben einer SMS oder Wählen einer Nummer entscheidet ihr euch mit einer Schaltfläche für die bevorzugte SIM-Karte. Außerdem könnt ihr in der Kontakte-App für jeden Gesprächspartner festlegen, mit welcher Nummer ihr ihn oder sie regulär anrufen wollt. Ferner blendet das iPhone-Display bei eingehenden Anrufen oben mittig ein, welche eurer beiden Nummern gerade kontaktiert wird.

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Apple stellt iPhone Xs und iPhone Xs Max vor

iPhone Xs und iPhone Xs Max by Apple

Gestern (12. September 2018) hat Apple die neuesten iPhone Modelle vorgestellt – iPhone Xs und iPhone Xs Max. Bisher waren die iPhones mit Touch ID die beliebtesten auf dem Markt, sprich alles vom iPhone 5S bis iPhone 8 und iPhone 8 Plus. Mit dem iPhone X hat Apple zum ersten Mal Face ID vorgestellt. Für manche eine Revolution, für andere – beunruhigende News.

Gestern haben wir erfahren, dass Face ID die Zukunft des beliebten Smartphones darstellt. Sowohl iPhone Xs als auch iPhone Xs Max sind mit Face ID ausgestattet und verfügen über ein All-Screen OLED Multi-Touch Display. Im Vergleich: das iPhone 8 Plus dient dem User mit einem Widescreen LCD Multi-Touch Display. All-screen bedeutet, dass unten kein Platz mehr für einen Knopf ist – entsperren kann man das Handy schließlich mit Face ID.

Die größten Displays beim iPhone Xs und iPhone Xs Max

Apple geht in die Größe und stattet die neuen Modelle, Xs und Xs Max, mit den größten Super Retina HD Displays aus, genauso wie das iPhone X. Während das Display des iPhone 8 Plus 5,5 Zoll beträgt, geht es bei Xs bis 5,8 Zoll und bei Xs Max bis zu beeindruckenden 6,5 Zoll. Nur 3,2 Zoll weniger als das iPad.

Die fotografische Ausstattung

Genauso wie bei dem älteren Modell, haben wir bei den neuen iPhones eine duale 12-Megapixel Kamera mit Weitwinkel- und Teleobjektiv und den entsprechenden f/1.8 und f/2.4 Blenden. Xs und Xs Max verfügen über einen neuen Sensor, der schnelleren Autofokus ermöglicht. Weitere Verbesserungen am ISP, an der Neural Engine und verbesserte Algorithmen der Software bieten einen schönen Bokeh-Effekt bei Porträt-Fotos.

Die größeren Pixel, die bei Xs und Xs Max zu finden sind, verbessern die Qualität der Videoaufnahmen, auch bei schlechten Lichtverhältnissen. Mit vier integrierten Mikrofonen ist es möglich, den Ton in Stereo aufzunehmen.

Apple iPhone Xs Max lifestyle by Apple

A12 Bionic und Neural Engine

Im Gegensatz zu iPhone X und iPhone 8 Plus, finden wir bei Xs und Xs Max einen neuen Chip – den intelligentesten und leistungsfähigsten Chip aller Zeiten, laut Apple. Durch die sechskern Fusions-Architektur mit zwei bis zu 15 Prozent schnelleren Performancekernen, bis zu 50 Prozent effizienteren Effizienzkernen, bis zu 50 Prozent schnellerem Vierkern-Grafikprozessor und mehr, bringt Apple die Leistung des Smartphones auf ein neues Level.

Was viele User erfreut, ist der verbesserte, schnellere Speichercontroller, der bis zu 512 Gigabyte iPhone-Speicher bereitstellt. Doch das bedeutet nicht, dass wir ab jetzt nur noch mit einem Ladekabel in der Tasche durch den Tag kommen. Zu all den verbesserten Fähigkeiten schafft es Apple, das iPhone Xs in eine 30 Minuten längere Akkulaufzeit auszustatten als das iPhone X, das iPhone Xs Max sogar in 90 Minuten längere Akkulaufzeit.

Die Neural Engine der nächsten Generation ermöglicht dem iPhone maschinelles Lernen in allen Bereichen der Nutzung. Dank des neuen 8-Kern-Designs kommt das iPhone auf bis zu fünf Billionen Berechnungen pro Sekunde, während der A11 Bionic im iPhone X gerade mal 600 Milliarden schafft. Das Machine-Learning System, Core ML der A12 Bionic Neural Engine, ist bis zu neunmal schneller als auf dem A11 Bionic und verbraucht dabei zehnmal weniger Energie.

Dual SIM und iOS 12

Apple führt zum ersten Mal die Möglichkeit ein, zwei SIM-Karten gleichzeitig zu verwenden. Dabei handelt es sich um eine nanoSIM (wie bisher auch) und einen digitalen eSIM. Durch eine Einstellung der primären und der sekundären Nummer, ist es auch erkennbar, welche Nummer kontaktiert wird. Das neue Modell in China wurde sogar mit zwei SIM-Slots ausgestattet, die Rücken an Rücken eingeführt werden können.

iPhone Xs und iPhone Xs Max kommen mit dem neuen Betriebssystem auf den Markt, iOS 12. Laut Pressemitteilung wird es für den User einfacher, Bilder wieder zu entdecken. Die Kommunikation mit Memoji und Animoji wird noch ausdrucksstärker und unterhaltsamer. Zum ersten Mal wird es einsehbar sein, wie viel Zeit man am Handy verbringt, denn iOS 12 zählt mit. Das wiederum kann mehr Kontrolle ins Leben eines Smartphone-Nutzers einführen. Neue Datenschutzfunktionen verhindern eine Nachverfolgung im Netz.

Preise und Verfügbarkeit

Apple durchbricht mit den neuen Modellen die 1.000 Euro Grenze. Das iPhone Xs fängt bei 1.149 Euro an und endet bei 1.549 Euro, das iPhone Xs Max bei 1.249 Euro bis 1.649 Euro. Die Modelle kommen in den drei gewohnten Farben: Silber, Space Grau und Gold.

Erhältlich sind die Modelle iPhone Xs und iPhone Xs Max ab Freitag (14. September 2018) in allen Apple Stores und bei autorisierten Händlern.


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Für Hand, Arm, Ohr: Samsung zeigt Galaxy Note 9, Galaxy Watch und Galaxy Home

Samsung Galaxy Note 9 S Pen

Mehr Speicherplatz, Akku und Rechenleistung – das bietet das neue Phablet-Flaggschiff von Samsung. Hingegen mit überragenden Neuerungen hält sich der Hersteller beim Galaxy Note 9 zurück. Im Wesentlichen handelt es sich damit um eine verbesserte Note-8-Neuauflage mit Anleihen beim Galaxy S9 und S9+. Damit präsentiert Samsung zwar zweifellos ein Spitzengerät, gönnt sich aber eine Verschnaufpause und lässt die Chance ungenutzt, den Wettbewerbern in der aktuellen Modellsaison mit Smartphone-Innovationen zuvorzukommen. Huawei und Apple stellen die Nachfolger von Mate 10 Pro und iPhone X voraussichtlich Ende August und Anfang September vor.

Die Highlights des Samsung Galaxy Note 9

Mit 4.000 mAh Akkukapazität liefert das Galaxy Note 9 exakt 700 mAh mehr als das Vorgängermodell. Das ist ein überdurchschnittlicher Wert, den allerdings auch bereits einige günstige Mittelklasse-Modelle bieten. Den Speicherplatz für Fotos, Videos und Apps hat Samsung beim Standard-Modell von 64 auf 128 GB verdoppelt und lässt bei Bedarf eine Erweiterung durch eine Micro-SD-Karte mit 512 GB zu. Praktisch – aber nichts, was andere Oberklasse-Geräte im Android-Lager in den Schatten stellt. Außer der Reihe fällt allerdings eine zweite Version, die mit 512 GB internem Speicher kommt. Wenn Nutzer dann eine Micro-SD-Karte ergänzen, können sie bis zu 1 Terabyte Speicherplatz nutzen. Das gab es bisher noch nicht.

Fans grafisch aufwendiger Spiele freuen sich über 8 GB statt 6 GB Arbeitsspeicher. Wenn das Note 9 am 24. August erscheint, halten Käufer als eine der ersten Gamer Zugriff auf die Beta-Version von Fortnite für Android, wie Epic Games und Samsung ankündigten. Wer gerne mit den Smartphone-Lautsprechern Filme schaut, wird virtuellen Surround-Sound nach dem Dolby-Atmos-Standard zu schätzen wissen.

Intelligente Kamera ohne KI

In der Kameraabteilung übernimmt das Note 9 die Dual-Kamera mit variabler Blende vom S9+. Dadurch können Nutzer zwischen den Einstellungen F/1.5 und F/2.4 wählen. Die höhere Lichtstärke durch die weiter geöffnete Blende von F/1.5 ist ein Gewinn. Jedoch an der Idee mehrerer Blendenwerte bei kleinen Smartphone-Sensoren konnten wir schon beim S9+ keinen Vorteil erkennen.

Außerdem integriert Samsung eine intelligente Motivautomatik, die Belichtung und Farbeinstellungen von Szenen automatisch optimiert. Im Gegensatz zu Huawei und LG verzichtet Samsung aber darauf, dies durch Software zu realisieren, die Verfahren der Künstlichen Intelligenz nutzt. Zur den neuen intelligenten Funktionen soll auch eine Fehlererkennung gehören. Dann benachrichtigt die Kamera-App den Nutzer, wenn das Bild verschwommen ist, wenn Personen geblinzelt haben, ein Fleck auf dem Objektiv ist oder die Hintergrundbeleuchtung die Bildqualität beeinträchtigt.

Ferner haben auch die 3D-Emoticons namens AR-Emojis sowie Videos in Superzeitlupe mit 960 Bildern pro Sekunde ihren Weg vom S9 und S9+ in das Note 9 gefunden.

S Pen als Bluetooth-Fernbedienung

Zu guter Letzt hat Samsung auch am Funktionsumfang des Digitalstifts S Pen gefeilt. Dieser ist schließlich das Aushängeschild der Note-Serie. Anders als bisher verfügt er jetzt über Bluetooth Low Energy, sodass er aus bis zu zehn Metern das Note 9 kontaktieren kann. Anhand dieser Fernbedienung können Nutzer die Kamera auslösen, Zuschauer durch Präsentationen führen oder Musiktitel auswählen. Aufgeladen wird der Digitalstift in dem Fach des Note-9-Gehäuses. Eine Minute Ladezeit soll für 30 Minuten Betriebszeit reichen.

S Pen Samsung Galaxy Note 9
Der S Pen unterstützt jetzt Bluetooth und dient als Smartphone-Fernbedienung. Image by Samsung

Unabhängig davon bleibt der S Pen angesichts von 4.096 Druckstufen ein sehr feinfühliger Digitalstift fürs Zeichnen und Notizen aufschreiben.

Bewährte Display- und Leistungsdaten

Die weitere technische Ausstattung lässt Samsung praktisch unberührt, verbaut damit aber immer noch mit das Feinste, was der Smartphone-Markt zu bieten hat. Dazu zählen ein sehr großes Super-AMOLED-Display mit 6,4 Zoll (16,2 cm) Diagonale und einem schlanken Seitenverhältnis von 18,5:9. Mit einer Auflösung von 2.950 x 1.440 Pixeln und einer Pixeldichte von 516 ppi zählt der Bildschirm zu den schärfsten Vertretern seiner Art.

Das Display ist fast rahmenlos und bedeckt daher nahezu komplett die Vorderseite des Gehäuses aus Glas und Aluminium. Die Maße des Gehäuses und das Gewicht von rund 200 Gramm entsprechen dem Niveau des Note 8. Ein standesgemäßer Fingerabdruckscanner befindet sich auf der Gehäuserückseite. Raumklang-fähige Stereo-Lautsprecher der Tochtermarke AKG sorgen für den passenden Sound zu Videos und Spielen.

Unter der Haube rechnet weiterhin ein Prozessor aus eigener Entwicklung vom Typ Exynos 9810. Dessen acht Kerne takten mit bis zu 2,7 Ghz.  Software-seitig setzt Samsung nach wie vor auf die Kombination aus Android in der Version 8.1 und der hauseigenen Oberfläche namens Samsung Experience in der Version 9.5. Standesgemäß wäre in dieser Preisklasse aber das aktuellste Android 9 Pie.

Neben den Basisfunktionen bietet die Samsung-Software im Galaxy Note 9 auch diverse Komfortmerkmale. Dazu gehört der Assistent Bixby Vision, der nicht mehr nur beim Shoppen hilft, sondern auch Dokumente mithilfe von Adobe Scan leichter digitalisieren kann.

Im Gegensatz zu immer mehr Wettbewerbern bietet die Note-Reihe auch bei diesem Modell einen Klinkenanschluss für Kopfhörer. Zudem können Nutzer das Galaxy Note 9 an einen DeX-Adapter und einen Monitor anschließen und es als Computerersatz verwenden. Anstelle der herkömmlichen beiden DeX-Stationen genügt nun ein HDMI-Kabel, das Samsung vorgestellt hat.

DeX Galaxy Note 9 Kabel
Um das Samsung Galaxy Note 9 als Computerersatz zu nutzen, genügt jetzt ein DeX-Kabel statt einer DeX-Station. Screenshot by Berti Kolbow-Lehradt

Das Samsung Galaxy Note 9 erscheint am 24. August in Deutschland. Zwei Farbvarianten stehen dann zur Auswahl: Ocean Blue und Midnight Black. Die Version mit 128 GB kostet 999 Euro, die mit 512 GB internem Speicher kostet 1.249 Euro. Bereits jetzt ist das neue Gerät vorbestellbar. Vorbesteller, die ihr Altgerät in Zahlung geben, erhalten neben dem Verkaufspreis zusätzlich 100 Euro Rabatt oben drauf.

Samsung Galaxy Watch: Computeruhr mit 7-Tage-Akku

Neben dem Galaxy Note 9 hat Samsung auch eine Nachfolgemodell der Gear Sport angekündigt. Allerdings läuft die Computeruhr nicht mehr unter der Produktmarke Gear, sondern übernimmt die Bezeichnung der Smartphone-Serie. Daher heißt sie schlicht Samsung Galaxy Watch.

Wie bei einer Variante der Apple Watch 3 oder der Huawei Watch 2 bietet eine von beiden neuen Galaxy-Watch-Versionen einer eSIM-Karte Platz. Dank LTE-Modul ist sie daher auch ohne Smartphone mobil erreichbar und kann Musik streamen. Dazu können Nutzer Bluetooth-Kopfhörer wie die Gear IconX direkt mit der Uhr verbinden.

Anders als viele hochgerüstete Computeruhren will Samsung die Galaxy Watch mit einem langem Atem ausgestattet haben. Bis zu sieben Tage soll der Akku der Variante mit 46 Millimeter Durchmesser durchhalten. Darin befindet sich ein Akku mit 470 mAh Kapazität. Die kleinere 42-Millimeter-Variante mit 270 mAh großem Akku kommt aber auf eine geringere Laufzeit. In beiden Fällen versorgt eine induktive Ladestation die Akkuzelle mit neuer Energie.

Samsung Galaxy Watch
Die Samsung Galaxy Watch erscheint in zwei Größen und drei Farben. Image by Samsung

Wie die Samsung Smartwatches Gear 2, 3 und Sport verfügt die Galaxy Watch über ein rundes Ziffernblatt mit drehbaren Bedienring – Lünette genannt. Das Gehäuse besteht aus Stahl und ist gegen Wasser, Staub und Sand abgedichtet (5 ATM / IP68). Standardmäßig liegt ein Armband aus Silikon in der Verpackung. Alternativ können Nutzer auch andere Armbandmaterialien wählen.

Fitnesstracker und SmartThings-Fernbedienung

Obwohl die Galaxy Watch wie eine Uhr aussieht, steckt in ihr ein ausgewachsener Fitnesstracker, der Trainings und Schlafphasen aufzeichnet sowie Strecken per GPS protokolliert. Beim Stressmanagement und der Ernährungsberatung soll die Uhr ebenfalls behilflich sein.

Die Smartwatch läuft mit Tizen OS 4.0 ist Teil des SmartThings-Ökosystem von Samsung und kann daher kompatible Fernseher, Staubsaugerroboter und Bluetooth-Lautsprecher steuern. Sie versteht sich nicht nur mit Samsung-Smartphones, sondern auch mit dem iPhone und Android-Geräten anderer Hersteller.

In den Farbvarianten Silver (46-Millimeter-Variante) sowie Rosé Gold und Midnight Black (42-Millimeter-Variante) soll die Samsung Galaxy Watch am 7. September 2018 im deutschen Handel erscheinen. Dei LTE-Variante kostet 399 Euro (46 mm) und 379 Euro (42 mm). Für die Version ohne LTE, die stattdessen nur via Bluetooth funkt, werden jeweils 70 Euro weniger fällig. Wer die Uhr vom 9. bis zum 30. August 2018 im Samsung-Shop vorbestellt, erhält eine induktive Ladestation namens Wireless Charger Duo gratis dazu.

Samsungs smarter Lautsprecher heißt Galaxy Home

Smarte Lautsprecher wie Amazon Echo, Google Home und Apple HomePod liegen im Trend. Alle leben davon, dass sie sich per Sprache steuern lassen. Samsung hat mit Bixby ebenfalls einen digitalen Assistenten im Programm, hat sich im Geschäft mit Smart-Speakern aber bisher zurückgehalten. Bei der Vorstellung des Note 9 gab Samsung nun einen Ausblick auf entsprechende Pläne. Demnach arbeitet das Unternehmen an einem Lautsprecher namens Galaxy Home. Acht Fernfeldmikrofone werden Sprachbefehle entgegen nehmen, sodass Nutzer ihr Smart Home damit steuern können. „Hey Bixby“ lautet die Aktivierungsphrase. Samsungs Smart-Home-Ökosystem SmartThings wird im Vordergrund stehen. Dazu gehören zum Beispiel der smarte Kühlschrank Family Hub.

Natürlich wird der Lautsprecher auch Audio-Streaming unterstützen, wobei Spotify als Hauptpartner feststeht. Ähnlich wie Apple beim HomePod will Samsung sowohl auf guten Sound als auch smarte Eigenschaften achten. Für eine hohe Klangqualität soll die Expertise der Tochtermarke AKG sorgen, die an den acht internen Lautsprechern im Gehäuse feilt. Dabei strahlt das Audio-System den Klang auf Wunsch in eine Richtung oder im 360-Grad-Modus ab. Einen Rundumklang hat Samsung bereits bei WLAN-Lautsprechern aus dem eigenen Sortiment eingebaut.

Samsung Galaxy Home
Samsung Galaxy Home heißt der smarte Lautsprecher mit Bixby, auf den das Unternehmen einen kleinen Ausblick gab, inklusive einen Blick auf einen Prototyp. Screenshot by Berti Kolbow-Lehradt

Leistungsdaten, einen Preis oder einen Erscheinungstermin zum Galaxy Home nannte Samsung nicht. Weitere Details will das Unternehmen bald bekannt geben, namentlich auf der Samsung Developer Conference im November 2018. Hoffentlich aber auch schon früher, zum Beispiel auf der IFA 2018. Laut handy.de könnte das Audio-System um die 300 Euro kosten.

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Images by Samsung; Berti Kolbow-Lehradt

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Apple Watch 3 mit LTE: Das Telefon fürs Handgelenk im Test

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Händler waren skeptisch, ob genügend Menschen eine Apple Watch 3 mit LTE möchten. Doch der Erfolg gibt Apple recht. Vor allem wegen der Nachfrage nach der Cellular-Variante ist die dritte Generation der Computeruhr laut Marktforscher Canalys derzeit ein Kassenschlager. Im dritten Quartal 2017 verkaufte Apple demnach 3,9 Millionen Apple Watches, davon 800.000 mit LTE-Chip. Damit ist der Tech-Gigant aus Cupertino abermals der erfolgreichste Wearable-Hersteller und die Apple Watch die populärste Computeruhr-Serie. Ohne Smartphone-Zwang telefonieren und Apple Music streamen zu können, trifft offenbar einen Nerv bei den Nutzern. Wie praktisch die Entfesselung vom iPhone im Alltag ist, habe ich anhand der Sport-Variante mit Aluminiumgehäuse und 38-Millimeter-Display getestet.

Telefonie an der Apple Watch 3 mit LTE einrichten

Geht es nur um die Optik, sind die Neuerungen der dritten Watch-Generation vernachlässigbar. Dass das schicke und hochwertige Gehäuse um einen Bruchteil dicker ist und die Krone eine rote Deckplatte hat, entdecken nur Kenner. Die wichtigste Neuerung ist für das Auge hingegen unsichtbar.

Im Gehäuse der Apple Watch 3 mit LTE ist eine sogenannte eSIM-Karte fest verbaut. Dadurch kann sie sich selbst dann ins Mobilfunknetz einwählen, wenn sie vom iPhone entkoppelt ist. Aber einen Handyvertrag brauchen Nutzer der Apple Watch 3 mit LTE hierzulande trotzdem. Und zwar zwingend einen von der Deutschen Telekom. Gemäß einer Exklusivvereinbarung mit Apple darf nur dieser Provider in Deutschland die eSIM für die Smartwatch freischalten.

Wer wie ich die Apple Watch 3 mit LTE online bei der Telekom bestellt hat, erhält die nötigen Zugangsdaten gleich mitgeliefert. Daher war die Einrichtung in wenigen Minuten erledigt. Watch mit dem iPhone koppeln, Aktivierungsprozedur der eSIM folgen, fertig.

Apple Watch 3 mit LTE
Der rote Punkt auf der Krone ist die markanteste optische Neuerung. Image by Berti Kolbow-Lehradt

So ganz ohne iPhone kommt die Apple Watch 3 mit LTE letztlich noch nicht aus. Denn mit einem anderen Mobilgerät außer einem iPhone 6 oder jünger gelingt die Aktivierung der eSIM nicht. Außerdem teilt sich die Watch mit dem iPhone die gleiche Mobilfunknummer. Bei der eSIM-Lösung der Telekom handelt es sich nämlich um eine MultiSIM-Karte. Sie wird zum Hauptvertrag als Option dazu gebucht und zerrt vom gleichen Datenvolumen wie das iPhone. Das ist insofern praktisch, als dass ihr nur eine Rechnung erhaltet, egal ob ihr mit einem iPhone, einem iPad oder eben der Apple Watch Daten verbraucht.

Für die eSIM-MultiSIM-Karte berechnet die Telekom derzeit aktionsweise die ersten sechs Monate nichts. Danach werden 4,95 Euro monatlich fällig. Es sei denn, eine oder zwei MultiSIM-Karten zählen ohnehin zu den Inklusivleistungen eures Telekom-Vertrags. Bei sehr teuren Tarifen ist das der Fall.

Tolle Sprachqualität

Anrufe zu führen und entgegenzunehmen erlaubt zwar schon die Apple Watch Series 2. Allerdings dient sie dann nur als Nebenstation des iPhone. Die eigentliche Verbindung baut Apples Mobiltelefon auf. Nicht nur deswegen konnte mich die zweite Modellgeneration als vollwertige Telefonie-Option nie überzeugen. Auch die bisweilen schlechte Sprachverständlichkeit vermieste mir so manches Gespräch. Das ist bei der Apple Watch 3 mit LTE nun anders.

Bei der Cellular-Variante der dritten Watch-Generation hat Apple die Sprachverständlichkeit drastisch verbessert. Zum Test versetze ich das iPhone in den Flugmodus und schalte bei der Apple Watch 3 das WLAN aus. Lediglich der Mobilfunk bleibt auf der Uhr aktiv. Über alle Durchläufe hinweg verstehen mein Gegenüber und ich mich einwandfrei. Keine abgehakten Sätze mehr wie noch bei der Apple Watch 2. Das Gesagte kommt deutlich rüber. Der Lautsprecher überzeugt mit klarem Klang und guter Lautstärke. Welchen Beitrag Apples ausgefeiltes Antennendesign zur Übertragungsqualität leistet, kann ich nicht überprüfen. Die Empfangs- und Sendeeinheit steckt direkt im Display, was eine Besonderheit darstellt.

Die Apple Watch 3 mit LTE ist praktisch für alle, die gern erreichbar sein möchten, ohne das iPhone dabei haben zu müssen. Jedoch als vollwertiges Kommunikationsgerät kann die Computeruhr ein ausgewachsenes Smartphone nicht ersetzen. Denn leider hat Apple nichts am Bedienkomfort geändert. Das Menü der Telefon-App ist in der aktuellen Betriebssystemversion von watchOS genauso fummelig wie beim vorherigen Modell. Auf dem 38-Millimeter-Display eine Nummer mit dem Ziffernblock zu wählen ist umständlich und anfällig für Vertipper. Idealerweise rufen Nutzer also nur eingespeicherte Nummern aus dem Kontaktbuch oder per Siri-Kommando auf.

Keine Messaging-Alternative zum iPhone

Als E-Mail- und Messaging-Gerät taugt die Apple Watch 3 mit LTE nur in eine Richtung. Natürlich können Nutzer über die LTE-Verbindung selbst dann Nachrichten empfangen, wenn das iPhone nicht gekoppelt ist. Das klappt auch ziemlich gut. Doch das Antworten ist umständlich. Die vorgefertigten Satzbausteine, Emojis oder die Spracheingabe genügen nur zum Erstellen kurzer Nachrichten. Längere Antworten lassen sich viel schneller und fehlerfreier mit dem iPhone texten. Selbst wenn Apple auch in der Watch eine Software-Tastatur integrieren würde, wäre diese angesichts der geringen Displayfläche kaum praxistauglich.

Apple Music ohne iPhone streamen

Weil ihr über die Mobilfunk-Verbindung nicht nur telefonieren, sondern ebenfalls aufs Internet zugreifen könnt, eignet sich die Apple Watch 3 mit LTE auch prima fürs Musik-Streaming. Zum Marktstart war nur das Abspielen von vorher per iPhone überspielter Musik möglich. Seit dem Update auf watchOS 4.1 haben Abonnenten von Apple Music eine viel größere Auswahl. Nun können sie den ganzen Katalog von Apples eigenem Musikdienst streamen, inklusive dem Radioangebot von Beats 1.

Was großartig klingt, erweist sich in meinem Test als noch nicht zu Ende gedacht. In der Musik-App kann ich als Apple-Music-Abonnent über Schaltflächen aus meiner gesamten persönlichen Mediathek wählen. Das umfasst alle Songs, Alben, Künstler und Playlists, die ich bislang zu meiner Sammlung hinzugefügt habt.

Apple Watch 3 LTE
Die Apple Watch 3 mit LTE ist ideal fürs Joggen, wenn man das iPhone nicht dabei haben möchte.

Möchte ich neue Musik hören, die nicht Teil meiner Mediathek ist, kann ich sie per Siri-Sprachbefehl abspielen lassen. Doch anders als bei iPhone, iPad, Apple TV oder Mac, kann ich nicht in einer grafischen Oberfläche durch den Katalog stöbern. Das ist unpraktisch, zumal es Siri im Test immer wieder schwerfällt, meine englische Aussprache zu verstehen. Weil sie unter „Looking for Frieden“ oder ähnlichem Kauderwelsch keine Treffer findet, bleiben meine Musikwünsche oft unerfüllt.

Um neue Musik zu euer Sammlung hinzufügen, nutzt ihr daher am besten weiterhin ein anderes Apple-Gerät. Wer ein kuratiertes Radioprogramm bevorzugt, hat es leichter. In den Senderlisten der Radio-App zu blättern, ist ein Leichtes. Sofern ich mich auf meine bestehende Mediathek beschränke oder Apples vorkonfektionierte Radio-Playlists höre, funktioniert das Streaming von Apple Music auf der Apple Watch 3 mit LTE ausgezeichnet.

Abo, Daten, Bluetooth-Kopfhörer: Was ihr fürs Streaming braucht

Neben einem Abo für Apple Music ab 9,99 Euro solltet ihr auch über einen Handyvertrag verfügen, der ein üppiges Datenkontingent beinhaltet. Alternativ könnt ihr auch die Telekom-Option StreamOn für 9,95 Euro hinzu buchen. Damit könnt ihr Apple Music und andere Streaming-Angebot nutzen, ohne dass der Traffic auf das Datenvolumen angerechnet wird.

Außerdem spielt die Apple Watch keine Musik über Lautsprecher ab, sondern verlangt nach Bluetooth-Kopfhörern. Sind noch keine verknüpft, fragt die Musik-App nach den Apple AirPods. Ihr müsst aber nicht Apples hauseigenes Kopfhörer-Modell verwenden, sondern könnt auch jedes beliebige andere Lauscherpaar koppeln. Dazu geht ihr mit der Krone in die App-Übersicht, öffnet die Einstellungen und wechselt dort in den Bluetooth-Eintrag. Das Pairing mit dem Kopfhörer-Modell Jaybird Run gelingt mir dort im Test auf Anhieb.

Apps gehen schneller auf, Akku schneller leer

Äußerlich unterscheidet sich die Apple Watch 3 kaum von der Vorgängerin. Unter der Haube hat Apple hingegen die Rechenhardware kräftig getuned. Die aktuelle Generation von Apples hauseigenem Prozessor namens S3 sorgt mit einem schnelleren Dual-Core-Prozessor für deutlich kürzere Ladezeiten bei App-Starts. Anwendungen wie Feedly, Instagram, DB Navigator oder Runtastic benötigen zum Öffnen einige Sekunden weniger als mein Exemplar der Apple Watch 2. Zwar soll die Rechenkonfiguration auch für eine flüssigere Grafikdarstellung sorgen, doch in diesem Punkt erkenne ich keine spürbaren Vorteile. Die Apple Watch 3 harmoniert sehr gut mit dem watchOS-Betriebsystem in Version 4.1. Das tut das Vorgängermodell aber auch.

Schnellere Hardware und das großzügige Angebot an Funkverbindungen fordern ihren Tribut beim Energieverbrauch. LTE, WLAN und GPS sind so stromhungrig, dass ich die Cellular-Variante der Apple Watch 3 zwingend jeden Abend an der Ladestation auftanken muss. Lasse ich das iPhone liegen und nutze ausschließlich die Computeruhr, erhöht sich der Verbrauch noch. Hingegen mit der Vorgängergeneration sind 1,5 Tage ohne Steckdosenkontakt bei mir die Regellaufzeit.

Neues Armband Sport Loop

Zusätzlich zum herkömmlichen Sportarmband hat Apple mit der dritten Watch-Generation nun ein Modell namens „Sport Loop“ eingeführt. Bei meinem Exemplar der Apple Watch 3 habe ich mich für den Armband-Neuzugang entschieden. Wie unterscheidet er sich von der Standard-Variante?

Apple Watch 3 Sport Loop
Das Sport Loop Armband ist weicher und atmungsaktiver als das herkömmliche Sportarmband. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Statt aus weichem Kunststoff besteht das Sport-Loop-Modell aus einem weichen Stoffgewebe. Am Handgelenk befestigt ihr es mit einem Klettverschluss statt mit einem Druckknopf. Wie schmutzanfällig der Klettmechanismus ist, wird sich erst über die Zeit zeigen. Als One-Size-Modell konzipiert, lässt sich das Band in seiner Länge über eine Schlaufe verstellen. Dadurch ist es leichter an den Umfang des Handgelenks anzupassen. Schließlich müsst ihr euch nicht für eine kleinere oder größere Armbandöffnung entscheiden.

Das Sport-Loop-Modell ist atmungsaktiver als die Standard-Variante und klebt daher nicht so schnell schweißnass auf der Haut. Leider geht die Funktion zulasten des Designs. Zumindest meine „muschelgraue“ Farbvariante sieht kein bisschen schick aus, sondern bricht mit dem edlen Look des Uhrengehäuses aus Metall.

Fazit: Apples beste Computeruhr bietet ein bisschen mehr Freiheit

Die Apple Watch 3 mit LTE ist sinnvolle Modellpflege und erweitert die ohnehin schon vorzügliche Smartwatch um einen unabhängigen Telefon- und Internetzugang. Das ist attraktiv für alle Nutzer von Apple-Computeruhren, die ein iPhone beim Sport zu sperrig finden, aber trotzdem erreichbar sein und unterhalten werden möchten. Die Sprachqualität beim Telefonieren und das Musik-Streaming mit Apple Music sind auf hohem Niveau. Als Kommunikations- und Entertainment-Gerät hat die Apple Watch daher an Wert gewonnen.

Vollständig emanzipieren kann sie sich nicht. Denn allein die Einrichtung und die Verfügbarkeit einer Mobilfunknummer setzen weiterhin ein iPhone mit Vertrag voraus. Und weil sich zwar Kontaktdaten nutzen, Nachrichten lesen und Songs hören aber nicht editieren lassen, bleibt die Watch auch weiterhin letztlich nur eine Verlängerung eines Mobiltelefons.

Apple Watch 2 und Apple Watch 3
Die Apple Watch 3 (rechts) ist minimal dicker als die Vorgängerin. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Wer außerdem schon aus Gewohnheit nie mehr ohne iPhone das Haus verlässt, kann getrost zur Variante ohne LTE greifen. Auf diese Weise sparen sich Nutzer Akkufresser und etwas Geld. Denn neben dem Aufpreis von 80 Euro für die Cellular-Version fallen je nach Handytarif auch 4,95 Euro monatlich für die eSIM-Karte an.

Die Apple Watch 3 mit LTE ist als Variante mit Sport-Loop-Armband und Aluminiumgehäuse im Apple Store ab 449 Euro (38-Millimeter-Display) bzw. ab 479 Euro (42-Millimeter-Display) erhältlich.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Applepiloten.


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