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Verwaltung, öffne dich!

Bureaucracy_Bürokratie I (adapted) (Image by Christian Schnettelker [CC BY 2.0] via Flickr)
In Deutschland ist ein modernes E-Government immer noch eine nicht erfüllte Forderung, doch die Debatte um eine digitale Verwaltung hat bereits begonnen. In der Süddeutschen Zeitung haben Christoph Bornschein und Tom J. Gensicke ein leidenschaftliches Plädoyer für eine neue Verwaltung geschrieben. Die Frage, warum die Digitalisierung im öffentlichen Sektor schon [...]
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5 Lesetipps für den 18. September

In den Lesetipps geht es heute um die Digitale Verwaltung 2020, Androids schwere Sicherheitslücke, die Treasuremap der NSA, den digitalen Bildstreit und Handy-Recycling. Ergänzungen erwünscht.

  • DIGITALE VERWALTUNG Golem: E-Mail soll Briefe und Amtsbesuche ersetzen: Auch wenn oder gerade weil Deutschland der Digitalisierung stark hinterherhinkt, hat die Bundesregierung am Mittwoch das Programm „Digitale Verwaltung 2020“ und einen Aktionsplan für Open Data beschlossen. Mit diesem Programm möchte die deutsche Bundesregierung die Digitalisierung der Behörden vorantreiben. Konkret heißt das unter anderem den flächendeckenden Ausbau von De-Mail und der elektronischen Identifizierung sowie die Ablösung von Papier-Ordner durch E-Akten – idealerweise bis 2020.

  • ANDROID cnet: Android: Schwere Sicherheitslücke in Standard-Browser entdeckt: In den alten Versionen des Android-Systems wurde eine Sicherheitslücke entdeckt. Diese Schwachstelle steckt im Standard-Browser und kann dazu genutzt werden, sensible Daten des Nutzers von vertrauenswürdigen Webseiten auszulesen, zum Beispiel Passwörter, Tastatur-Eingaben oder Cookies. Betroffen sind hierbei zwar ältere Versionen vor 4.4 Kitkat, aber immerhin etwa 75 Prozent der Android-Nutzer haben diese auf ihrem Handy installiert. Einen Patch zur Behebung gibt es jedoch nicht und wird vermutlich auch nicht mehr erscheinen.

  • ÜBERWACHUNG Spiegel Online: NSA-System Treasuremap: „Jedes Gerät, überall, jederzeit“: Vermutlich weiß keine andere Organisation auf der Welt so viel über das Internet wie die NSA. Der US-Geheimdienst verfügt sogar über eine Datenbank, die Informationen aus hunderten NSA-Programmen miteinander verbindet, um daraus eine Art Schatzkarte zu erstellen. Diese Datenbank trägt den ehrenwerten Namen „Treasuremap“. Angeblich diene das Programm nicht zur Überwachung, sondern um „Computernetzwerke zu verstehen“. Aber wahrscheinlich ist sie eher „so etwas wie die Generalstabskarte für den Cyberwar“.

  • PROPAGANDA FAZ: Der Krieg in der Handfläche: Nicht nur die reale Kriegsfront ist immer wieder verwirrend für den Betrachter, auch die digitale Kriegsfront mischt nun kräftig mit. Diese wird nämlich nicht mehr nur von den Medien beeinflusst, sondern auch vom einzelnen Nutzer. Ob Fotos geteilt werden und welche Bilder, aus welchen Gründen und ob und wie sie kommentiert werden, der Nutzer lässt Krieg und Gewalt in seine Komfortzone und entscheidet mit seinem Daumen über die Verbreitung von Propagandamaterial. Interessantes Thema in einer Zeit, in der soziale Netzwerke fester Bestandteil des Lebens sind.

  • RECYCLING Süddeutsche: Handy als Leergut: Der Amerikaner Mark Bowles erfand eine Maschine, die ähnlich funktioniert wie die Automaten für Pfandflaschen. Schon 1200 Stück seiner EcoATM stehen in den USA verteilt. ATM, das steht für Automatic Teller Maschine und ist besser bekannt als Geldautomat. Nur eben für ausgediente Handys. Nun überlegt Bowles, nach Europa zu expandieren, weil „besonders der deutsche Markt interessant ist“. Handy-Diebe haben beim der EcoATM grundsätzlich auch keine Chance, da man den Sicherheitscode des Handys kennen muss, um es abgeben zu können.

 

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