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Google Assistant für Android Auto – der Assistent für unterwegs

Google Assistant für Android Auto

Mit Google Maps, bzw. dem Google Assistant sind schon viele Menschen gut durch den Verkehr und an ihr gewünschtes Ziel gekommen. Eine einfache App, die einem die Route anzeigt, die Fahrzeit und möglichen Stau und die dadurch resultierende Wartezeit. Ein Nachteil ist natürlich, dass man das Navi von Hand bedienen muss. Ein Mix aus einem digitalen Assistenten und Maps, würde das Ganze noch einmal abrunden. Zu Beginn des Jahres konnten sich dann Nutzer von Google Assistant in den USA über eine Neuerung freuen. Denn der Google Assistant ist jetzt für Android Auto verfügbar. So bleiben seitdem die Hände am Lenkrad und die Augen auf die Straße gerichtet. Nun ist Google Assistant für Android Auto auch in Deutschland erhältlich und steht Nutzern nach und nach zur Verfügung.

Was erwartet uns bei Google Assistant für Android Auto?

Anstatt der Hände, können Nutzer ihre Stimme im Auto einsetzen und somit das Unfallrisiko um einiges verringern. Wer Spotify oder Google Music Play während der Fahrt bedienen möchte, der braucht das nicht mehr direkt auf dem Gerät mit den Fingern einzustellen. Auch Nachrichten via WhatsApp können während der Fahrt bequem abgehört und verschickt werden.

Wichtig ist für die Nutzung, dass euer Fahrzeug mit Android Auto kompatibel ist. So ist gewährleistet, dass ihr den Google Assistant für Android Auto bei verbundenem Smartphone auf dem Display in eurem Auto nutzen könnt.

Für wen eine Verbindung über ein Autodisplay nicht möglich ist, der kann den Google Assistant für Android Auto natürlich auch direkt auf dem Smartphone benutzen. Hierfür könnt ihr euch im Google Play Store die App runterladen.

Wie funktioniert Google Assistant für Android Auto?

Der Google Assistant hat mich neugierig gemacht (zugegeben ich hatte ihn noch nie benutzt) und da ich viel im Auto sitze und Autobahn fahre, weiß ich, wie praktisch es ist, wenn Nachrichten einfach so per Sprachbefehl verschickt oder abgehört werden können. Auch das Steuern der Musik ist ziemlich sinnvoll. Also habe ich mir den Google Assistant für Android Auto heruntergeladen und direkt ausprobiert.

Google Assistant Android für Auto Screenshot by Jennifer Eilitz
Startbildschirm des Google Assistant für Android Auto mit vereinfachtem Bedienfeld – Navi, Telefon und Musik. Screenshot by Jennifer Eilitz

Das Grundprinzip der Bedienung ist ziemlich einfach. Die App zeigt einen vereinfachten Bildschirm an, damit man mit nur einem Fingertipp einen Befehl ausführen kann. Mit dem einfachen Satz „Ok Google“ macht man das Gerät auf sich aufmerksam. Wenn die einzelnen „Sprech-Punkte“ auf dem Bildschirm erscheinen, dann kann man Google sein Anliegen mitteilen.

Leider hat das Ansprechen von Google während der Fahrt bei mir überhaupt nicht funktionieren wollen. Nach mehreren Malen „Ok Google“ habe ich es dann mit einer erhöhten Lautstärke probiert, doch hat mein Gerät noch immer nicht reagiert, sodass ich im Auto saß und quasi mein Smartphone angeschrien habe. Das konnte ganz schön nervig sein und zudem muss es wirklich komisch für andere ausgesehen haben. Um aber Google Assistant für Android Auto zum Leben zu erwecken, reicht allerdings auch ein Tipper auf das Mikrofon am oberen Bildschirm und schon kann man sich mit dem Google Assistant unterhalten.

Sobald ich es zu Hause im Stillen erneut probiert habe, den Assistant anzusprechen, hat es wiederum sehr gut funktioniert.

Das Empfangen von WhatsApp-Nachrichten finde ich gut gelungen, denn hier weist mich der Assistant auf eine neue Nachricht hin und ich kann ihm sagen, dass er sie mir vorlesen soll. Google Assistant liest mir dann meine Nachricht vor und sagt mir, von wem diese stammt. Anschließend werde ich gefragt, ob ich antworten möchte oder, ob das alles ist. Möchte ich antworten, dann sage ich meinen Text auf und Google wiederholt ihn noch einmal zur Sicherheit. Abschließend kann ich sagen „Senden“ oder „Ändern“, dann sage ich die Nachricht gegebenenfalls noch einmal auf.

Einfach ist auch das Tätigen von Telefonanrufen. „Ok Google, ruf … an“ und schon wird der Anruf hergestellt. Während meines Tests, hat das ebenfalls wunderbar geklappt.

Auch das Öffnen meiner Spotify-App hat bestens funktioniert, doch hier kam bei mir schnell die Enttäuschung. Zwar wird die App geöffnet, aber alle Sprachbefehle, die ich hier gebe wie beispielsweise „Öffne meine Playlist …“ kann der Google Assistant nicht ausführen oder ignoriert meinen Befehl einfach. Sofern ich sage „Ok Google, spiele meine Musik ab“, dann spielt Google auch Musik ab, nur leider nicht meine gewünschte Playlist. Die muss ich im besten Fall vor der Fahrt schon auswählen. Wenn Google allerdings meine Musik beenden soll, dann tut sich gar nichts.

Ein persönlicher Assistant mit Stärken und Schwächen

Ich persönlich bin von dieser Technologie und die Möglichkeiten, die man anhand eines Sprachbefehls hat, sehr begeistert. Was allerdings einen bitteren Beigeschmack mit sich bringt, sind die gefühlt tausend Einwilligungen in das Mitlesen von Nachrichten, die Einblicke in mein Telefonbuch, und was man nicht alles der App erlaubt. So spannend ich das Ganze auch finde, so „überwacht“ fühle ich mich leider auch. Hier muss man wirklich abwägen, ob es einem egal ist, dass Google beinahe „alles“ mitbekommt, mithören und mitlesen darf, oder ob man doch mehr Wert auf seine Privatsphäre legt.

Google erleichtert einen die Bedienung während des Autofahrens um einiges. Eben mal schnell einen Telefonanruf tätigen, wenn man kein super technisch ausgestattetes Auto besitzt, kann einem da wirklich weiterhelfen. Auch das Versenden von Nachrichten ist eine bequeme und praktische Angelegenheit. Für alle diejenigen, die auch unterwegs einige Nachrichten, Telefonanrufe, oder Termineintragungen im Kalender tätigen müssen, lohnt sich ein Blick in die neue App jedoch allemal.

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Mehr Persönlichkeit für BMW mit dem Intelligent Personal Assistant

Mit BMW hat man Freude am Fahren! Das sagt zumindest der Werbeslogan des bayerischen Autoherstellers. Ab dem nächsten Jahr soll das Fahren mit dem BMW dann noch mehr Spaß bringen – und mehr Persönlichkeit.

Demnach können wir ab dem kommenden März 2019 dann mit unserem Auto sprechen, denn BMW bekommt einen intelligenten Charakter – den BMW Intelligent Personal Assistant. Mit der Anrede „Hey BMW“ kann der Fahrer künftig die Bedienung und Funktionen ganz einfach per Sprachbefehl steuern. Damit wagt BMW einen Schritt in eine neue Ära.

Doch nicht nur im Auto kann der Sprachassistent dem Fahrer behilflich sein. Zudem findet die Kommunikation auch außerhalb des Fahrzeugs statt wie beispielsweise über einen Smart Speaker oder über das Smartphone.

Auf was können sich Fahrer einstellen?

Das Fahrerlebnis wird laut Dieter May, Senior Vice President Digital Products BMW Group, neu definiert. Aber was genau kann man sich unter dem Sprachassistenten im Auto vorstellen?

Das Auto lernt. Dabei werden hier die Vorlieben, Gewohnheiten und Abläufe des Fahrers genau beobachtet und gespeichert. Der Sinn dahinter ist es, den Fahrzeughalter in seinem Alltag zu unterstützen. So werden beispielsweise die Einstellungen personalisiert wie unter anderem die Sitzheizung oder die Fahrziele im Navigationssystem. Unter dem einfachen Befehl „Bring mich nach Hause“ wird dann die übliche Route für Zuhause angezeigt, beim Befehl „Hey BMW, mir ist kalt“ wird die Temperatur automatisch angepasst.

Allerdings ist der persönliche Sprachassistent nicht nur für wichtige Zieleingaben und Einstellungen geeignet, sondern auch als netter Zuhörer und Gesprächspartner. „Hey BMW, was ist der Sinn des Lebens?“ Wenn man selber gerade keine Antwort hat, dann hat der Sprachassistent eine. Wer allerdings noch persönlicher mit seinem Fahrzeug werden möchte, der kann dem smarten Assistenten natürlich auch einen Namen geben.

Das Auto wird zum Büro

Durch die Anbindung von Microsoft Office 365 und Skype for Business verwandelt BMW das Auto in ein persönliches Büro. So kann der Fahrer etwa vereinfacht Termine festlegen, Telefonate führen oder bekommt die eingegangenen Mails und Nachrichten vom Sprachassistenten vorgelesen. Auch die Erinnerung für wichtige Meetings gibt der Assistent fristgerecht wieder, damit keine Termine untergehen.

BMW Intelligent Personal Assistant; Image by BMW

Gefahrenquellen sicher entgehen

Spannend ist das Wissen, was hinter dem BMW Intelligent Personal Assistant steckt, denn mit ihm hat man seinen eigenen Ratgeber mit an Bord. Fragen über bestimmte Funktionen, über den aktuellen Ölstand, den Reifendruck oder Warnhinweise werden dem Fahrer umgehend beantwortet. Dabei setzt BMW nicht nur auf das technische Befinden, sondern auch auf das menschliche. Wer müde ist, braucht das nur zu sagen und der eingebaute Assistent bestimmt die Lichtstimmung, die Temperatur und die Musik im Auto, damit der Fahrer sich besser fühlt.

Der BMW Intelligent Personal Assistant hat eine ganze Reihe an spannenden Funktionen mit im Gepäck und er könnte das Fahren durchaus revolutionieren. Wer den Assistenten in seinem Fahrzeug nutzen möchte, benötigt einen BMW mit dem neuen BMW Operating System 7.0.

Ab März 2019 ist der Einzug des Assistenten in den BMW geplant und wird in 23 Sprachen verfügbar sein.


Images by BMW

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Android Auto im Test: So funktioniert Googles Infotainment auf vier Rädern

Android Auto Test

Von Autos, die so smart sind, dass sie selbsttätig agieren können, sind wir noch weit entfernt. Als Zwischenschritt lassen sich viele Neuwagen aufschlauen, indem ihr sie mit eurem Android-Smartphone verbindet. Voraussetzung ist, dass das Auto oder ein nachträglich eingebautes Autoradio Googles Technologie namens Android Auto unterstützt. Immer mehr Automodelle sind kompatibel. Um euch zu erklären, welche Vorteile diese Vernetzung bietet, habe für zwei Wochen Android Auto mit meinem Lenovo Moto Z ausprobiert.

Die Idee hinter Android Auto

Im Kern ermöglicht euch die Technologie, einige Funktionen eures Android-Smartphones auch im Auto zu benutzen. Eurer Smartphone bleibt dabei die zentrale Steuereinheit. Dadurch lässt sich Android Auto im Gegensatz zu Apple CarPlay auch sogar dann verwenden, wenn euer Auto kein Touchdisplay besitzt. Google trägt damit unterschiedlichen Innovationszyklen bei Autos und Smartphones Rechnung. Smartphones und ihre Betriebssysteme werden derzeit viel schneller erneuert als ihr euch ein anderes Auto kauft. Deshalb steht das Smartphone im Mittelpunkt. Die einzige Voraussetzung ist, das auf eurem Smartphone Android 5 oder neuer installiert ist.

Android Auto einrichten

Im Unterschied zu Apples CarPlay ist Android Auto nicht fester Bestandteil des Betriebssystems. Stattdessen ladet ihr es als separate App aus dem Play Store herunter. Nach der Installation verbindet ihr das Handy per USB-Kabel mit dem Auto und seht den Startbildschirm von Android Auto. Auf dem Startbildschirm erhaltet ihr alle wichtigen Informationen wie die momentane Routenplanung, die laufende Musik oder das aktuelle Wetter. Nach einiger Nutzungszeit werden euch aber auch Vorschläge zur Navigation angezeigt, wie zum Beispiel die Navigation zur Arbeit am Morgen oder nach Hause am Abend. Über empfangene Nachrichten oder verpasste Anrufe informiert euch Android Auto ebenfalls. Sie lassen sich per Sprache oder per automatischer Antwort beantworten. Dies könnt ihr in den Einstellungen der App festlegen.

Standard-Apps nach euren Vorlieben auswählen

Android Auto ist in drei Bereiche unterteilt: Navigation, Kommunikation und Musik. Diese lassen sich durch Antippen der Symbole am unteren Bildschirmrand auswählen. Tippt ihr beispielsweise auf Navigation, so öffnet sich Google Maps. Wenn ihr aber eine andere App zur Navigation verwenden möchtet, tippt ihr erneut auf das Navigationssymbol und seht eine Liste mit allen unterstützen Navi-Apps auf dem Smartphone. Bei den Bereichen Kommunikation und Musik verhält es sich genauso. Eine komplette Übersicht über alle unterstützen Apps findet ihr hier.

Mit Android Auto navigieren

Zur Navigation lassen sich wahlweise die Apps Google Maps sowie Waze nutzen. Die Anwendungen sind für den Bildschirm im Fahrzeug optimiert und bieten große, leicht sichtbare Schaltflächen. Wenn das Auto sich in Parkposition befindet oder der Motor ausgeschaltet ist, lässt sich das Ziel per Bildschirmtastatur eingeben. Ansonsten stehen euch die Sprachbedienung sowie die letzten Ziele aus dem Verlauf zur Verfügung. Während der Navigation lassen sich auch Zwischenziele wie Cafés oder Tankstellen suchen, die sich auf der Route befinden. Diese werden euch dann anschaulich auf einer Karte angezeigt und lassen sich durch Antippen der Route hinzufügen.

Android Auto Test
Die Navigation über Android Auto funktioniert gut. Image by Timo Brauer

Die Navigation funktioniert in meinem Test sehr zuverlässig und die angegebene Ankunftszeit war immer ziemlich genau. Einzig die Routenoptionen zum Vermeiden von Autobahnen und Mautstraßen wurden, sobald die Route neu berechnet wurde, einige Male zurückgesetzt. Das war relativ störend. Dieses Problem lässt sich aber sicher durch ein Softwareupdate seitens Google lösen.

Android Auto als Kommunikationszentrale

Im Bereich Navigation könnt ihr Telefonanrufe starten, die über die Freisprechanlage des Autos geführt werden können. Hier stehen euch eine Liste der letzten sowie der verpassten Anrufe zur Verfügung. Leider fehlt eine vollständige Liste der eigenen Kontakte, sodass ihr meistens auf die Sprachsteuerung zurückgreifen müsst. Diese funktioniert aber einwandfrei und hatte in meinem Praxistest keine Probleme, die genannten Namen zu verstehen. Eingehende Nachrichten werden auf Wunsch vorgelesen und lassen sich per Sprache beantworten. Ihr könnt aber auch in den Einstellungen der App von Android Auto festlegen, dass alle Nachrichten mit einer automatischen Antwort beantwortet werden.

Android Auto Test
Telefonieren lässt sich über Android Auto natürlich auch. Image by Timo Brauer

Musik hören mit Android Auto

Im Bereich Musik stehen euch nicht nur sämtliche Streaming-Dienste wie Google Music, Spotify, Deezer und Amazon Music zur Verfügung, sondern auch Podcast-Apps wie Pocket Casts oder die Radio App TuneIn. Wärend bei Letzterem quasi der komplette Funktionsumfang der App in einem angepassten Layout zur Verfügung steht, sind die Musikstreaming-Apps deutlich eingeschränkter.

Android Auto Test
Android Auto unterstützt viele Musik-Apps, darunter Spotify. Image by Timo Brauer

So könnt ihr bei Spotify beispielsweise die Playlists nur von Anfang abspielen und sie nicht durchscrollen und einen bestimmten Song abspielen. Auch die Playlisten selber könnt ihr nicht durchblättern. Solange sich das Auto nicht im Parkmodus befindet, bekommt ihr nur die ersten paar Playlisten angezeigt und werdet dann durch den Hinweis „Aus Sicherheitsgründen wird das Surfen gesperrt“ daran gehindert auf die weiteren Playlisten zuzugreifen.

Android Auto Test
Aus Sicherheitsgründen schränkt Android Auto die Bedienung von Spotify ein. Image by Timo Brauer

Test-Fazit Android Auto

Die bereits aufgezählten Einschränkungen bei der Nutzung bestimmter Apps wie der Zieleingabe bei der Navigation sowie beim Musik hören sind zwar nachvollziehbar, da die übermäßige Benutzung von Systemen wie Android Auto oder CarPlay während der Fahrt doch stark ablenken können und das Unfallrisiko erhöhen. Leider lassen sie sich aber auch nicht abschalten, wenn das System beispielsweise vom Beifahrer bedient wird. So kann ein Zwischenziel oder eine bestimmte Playlist während der Fahrt auch nicht vom Beifahrer eingegeben oder ausgewählt werden.

Diese Funktionen können so nur durch den Fahrer per Spracheingabe erledigt werden, da sich das Mikrofon zumindest in meinem Fahrzeug scheinbar im Lenkrad befindet und so den Beifahrer nur schlecht verstehen kann. Bis auf diesen Nachteil ist Android Auto aber eine tolle Möglichkeit, Navigation und Entertainment im Auto zu verwenden. Besonders die Möglichkeit, während der Navigation Zwischenziele einzufügen sowie die besseren Verkehrsdaten sind Vorteile gegenüber Apple CarPlay.

Bei der Musikwiedergabe ist aber Apples Lösung im Vorteil, da sie nicht über die genannten Beschränkungen verfügt. Welches System ihr einsetzt, hängt schlussendlich von eurem bevorzugten Smartphone-System ab. In vielen Fahrzeugen sind aber sogar beide Systeme verfügbar.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Androidpiloten.


Images by Timo Brauer


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