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Tools und Feeds für Content Curation

Time To Break From Work (adapted) (Image by Nana B Agyei [CC BY 2.0] via Flickr)

“Wo finden Sie nur immer diese guten Links, die Sie im Social Web empfehlen?” werde ich oft gefragt. Nun, zum einen habe ich mir über die Jahre ein gutes Netzwerk aufgebaut, das mich mit Posts, Tweets etc. auf relevante Inhalte aufmerksam macht. Aber wer kann schon alles lesen? Zum Glück gibt es Tools und Feeds, die für das Kuratieren von interessanten Inhalten nützlich sind. Wer im Social Web regelmäßig Inhalte posten möchte, macht sich mit Content Curation das Leben leichter und vernetzt sich gleichzeitig mit anderen Content-Produzenten. Was genau unter Content Curation zu verstehen ist, können Sie kurz im 2. Tipp des Blogposts 5 Tipps für den Content Plan nachlesen.

Das dynamische Duo meiner Lieblingstools

Meine Star-Tools für jeden Tag sind Buffer und HootSuite (siehe mein Blogbeitrag zu 5 Tools fürs Social Web). Sie helfen beim Entdecken passender Inhalte, die dann gleich in Posts verwandelt werden können.

Bei HootSuite können zusätzlich zu den News von verknüpften Kontakten auch die Posts von Twitter-Profilen, die in Twitter-Listen organisiert wurden, angezeigt werden. Darüber hinaus können wir beispielsweise nach bestimmten Stichwörtern in allen Twitter-Meldungen suchen und als Nachrichten-Stream anlegen.

Der Service Buffer bietet zu jedem Profil an, Feeds anzugeben, aus denen Posts für die verwalteten Social Media-Profile erstellt werden können. Ich weiss aus meinen Workshops, dass nicht jeder weiß, was Feeds denn eigentlich genau sind. Daher hier ein kleiner Exkurs:

Feeds / Newsfeeds / RSS-Feed

Es klingt vielleicht völlig retro oder ‚Web 1.0ig‘, aber Feeds oder Newsfeeds oder auch RSS-Feeds sind einfach sehr praktisch. Mit Blogs und ganz besonders mit Inhalte-sammelnden (mobilen) Apps hat diese Technologie enorm an Bedeutung gewonnen. Stellt eine Website bestimmte Inhalte aus dem Content, der dort veröffentlicht wird, als Newsfeed bereit, so kann dieser Content an anderer Stelle angezeigt werden. Zum Beispiel als Kurznachricht mit Link zur Originalseite in einer Nachrichten-App. Feedly, Flipboard oder News Republic – um nur einige beliebte Beispiele zu nennen. Diese so genannten News Aggregatoren stellen nach unseren ausgewählten Vorlieben unseren Nachrichtenstrom zusammen, der dann von passenden Newsfeeds automatisch “gefüttert” wird.

Mit diesen Apps abonnieren Nutzer sehr einfach Feeds, und merken es nicht. Und genau solche Feeds von Webseiten, Blogs oder Nachrichtenseiten können wir auch in Buffer integrieren. Aus der automatisch aktualisierten Liste können dann passende Inhalte mit individuellem Empfehlungstext in unsere Veröffentlichungen einreihen.

Noch ein cooles Tool: Nuzzel

Der Service Nuzzel sammelt die Link-Empfehlungen von Kontakten, mit denen wir per Twitter und/oder Facebook verknüpft sind. Zu jedem Link mit Titel und Kurzfassung liefert Nuzzel per Miniatur-Profilfoto die Information, welche meiner Kontakte diesen Link empfohlen haben.

Neben der Häufigkeit kann ich die Link-Liste auch nach der Zeit sortieren lassen. Sehr schön finde ich die Auswahl “News From Friends of Friends” – so werde ich daran erinnert aktiv aus der so genannten Filterblase herauszutreten und mich inspirieren zu lassen. Die Links kann ich sofort über die verknüpften Profile (Twitter und/oder Facebook) veröffentlichen oder auch an Buffer weiterreichen.

Was können Sie empfehlen?

Das sind meine persönlich favorisierten Tools. Welche Lösungen setzen Sie ein, um ihr Content Curation nachhaltig zu erleichten?

Dieser Artikel erschien zuerst auf DoSchu.com.


Image (adapted) „Time To Break From Work“ by Nana B Agyei  (CC BY 2.0)


 

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Die richtige Social Media-Frequenz: „Fail again. Fail better.“

busy schedule? (adapted) (Image by flik [CC BY 2.0] via Flickr)

Twitter, Facebook, Google+, LinkedIn – auf welchem Social Media-Kanal sollte man wann wie viel posten? Der Frage gehen unzählige Statistiken nach. Auf wie viele Tweets kommen wie viele Posts bei Facebook oder Google+ und was kann man eigentlich mit LinkedIn anfangen? Der Grat in den verschiedenen Social Media-Kanälen zwischen informativ und nervig ist ein sehr schmaler. Umso wichtiger ist es, sich über die richtige Social Media-Frequenz Gedanken zu machen. Doch – helfen dabei nur Statistiken?

Community besteht aus Individuen

Ihr kennt sie doch auch, diese Frage, die man sich als aktiver Twitterer, Facebooker und Googleplusler irgendwann zwangsläufig stellt: Wann ist genug? Gerade, wenn man Social Media-Manager-mäßig unterwegs ist und vielleicht sogar Profile von größeren Unternehmen betreut, wird die Frage elementar. Schließlich will man das Beste aus seiner Community herausholen, will hohe Interaktionsraten, viele Retweets und Shares sowie Kommentare und Resonanzen. Aber auf der anderen Seite steht immer das ungute Gefühl, man könnte es übertreiben und die Community nerven oder – jetzt wird es etwas albern, zugegeben – die Algorithmen gegen sich aufbringen.

Kevan Lee, zuständig für die Inhalte für die bekannte Social Media-App Buffer, hat in einem lesenswerten Blogbeitrag über die beste Frequenz von Postings auf Twitter, Facebook, Google+ und LinkedIn geschrieben. Auch er geht ganz konkret der Frage nach der Grenze zwischen informativ und nervig nach. Eine Grenze, die so einfach gar nicht zu ziehen ist. Schließlich besteht eine Community aus unzähligen Individuen, die alle eine andere „Schmerzgrenze“ haben. Manche wünschen sich viel Inhalt ihrer Lieblingsmarke, andere möchten mehr Inhalte ihrer Freunde und nur zwischendrin mal ein Posting ihrer Lieblingsmarke sehen und wieder andere liken, folgen oder abonnieren die Seite zwar, fühlen sich aber schon beim kleinsten Lebenszeichen genervt.


Social Media-Bearterin Kimberly Ann Jimenez erklärt, wie man Buffer nutzt:


Kein Schema F

Daher finde ich persönlich es mehr als schwierig, pauschalisierte Werte auszugeben. Ein Schema F, nachdem ab sofort alle vorgehen sollen, gibt es nicht – und wird es auch mit noch so vielen Statistiken nicht geben. Zumindest, jetzt wird es wieder etwas albern, bis uns die Computeralgorithmen als Individuum lückenlos entschlüsselt haben (ja, ja – nur eine Frage der Zeit, ich weiß). Entsprechend sollten die Zahlen, die Lee aus diversen Statistiken von SocialBakers bis Track Social extrahiert hat, mit Vorsicht genossen werden. Sie können ein guter Richtwert sein, aber im Zweifel entscheidet das Gefühl und Gespür des Social-Media-Managers gegenüber der Community und jeweiligen Plattform.

Das belegt auch, dass Buffer auch seinen eigenen Social-Media-Zeitplan veröffentlicht hat – und der weicht teilweise ebenfalls klar von den Werten ab, die Lee zusammenfasst. So veröffentlicht der Dienst auf seinen Kanälen per Twitter 14 Mal über den Tag verteilt (auch nachts, um die internationale Followerschaft auch mit Zeitverschiebung anzusprechen). Bei Facebook sind es zwei Postings pro Tag, bei LinkedIn einer und bei Google+ ebenfalls zwei.

Ein Posting bei Facebook pro Tag

Das deckt sich nur bedingt mit den Werten, die etwa SocialBakers für Facebook herausgefiltert hat. Drei Monate lang hat der Statistik-Dienst große Marken – von iTunes über Red Bull bis Coca Cola – im Auge behalten. iTunes postet überdurchschnittlich hoch mit 2,29 Posts pro Tag, Coca Cola unterdurchschnittlich wenig mit 0,44 Posts pro Tag. Am besten liegt Converse mit 0,93 Posts pro Tag im Schnitt von einem Posting.

Warum ein Posting pro Tag am besten ist, zeigt auch eine Statistik von Track Social. Die zeigen auf, dass die Interaktionen der Nutzer mit jedem Posting mehr steigen. Relativ betrachtet, bedeutet das, dass wenn die Rate bei einem Posting bei 100 Prozent liegt, sie beim vierten Posting nur noch bei 80 Prozent liegt und so weiter. Lee merkt aber auch ganz richtig an, dass die Zahlen von vor dem großen Algorithmus-Update von Facebook stammen. Grundsätzlich aber gilt nach wie vor: Zu viel Aktivität auf Facebook (etwa im Rhythmus von Twitter) schadet eher der Aufmerksamkeit, da sich die Postings irgendwann gegenseitig kanibalisieren und Facebook nicht zwei, drei oder fünf Postings von einer Marke im Newsfeed anzeigt.

Drei bis sieben Tweets pro Tag?

Bei Twitter spiegeln sich ganz klar andere Zahlen wieder als man bislang vermutet hatte. Ich persönlich würde auch durch die Halbwertszeit von 18 Minuten pro Tweet annehmen, dass es mehr oder minder egal ist, wie viel man bei Twitter postet – solange man sich 18 Minuten Zeit lässt. Dem sei, so ebenfalls Social Bakers, nicht so. Ab dem dritten Tweet sinke die Interaktionsrate pro Tweet. Eine andere Statistik von Track Social legt den Wert auf fünf bis sieben Tweets fest – auch weniger, als von mir angenommen. Aber auch hier gilt, wie ja auch Buffer mit seinen 14 Tweets zeigt: Gespür für die Community entwickeln und nicht von anderen irgendwelche Werte vorgeben lassen. Track Social ist übrigens auf die (Ironie an) überaus überraschende (Ironie aus) Erkenntnis gestoßen, dass man mehr Antworten bekommt, je mehr man twittert.

Bei Google+ und LinkedIn ist es wesentlich schwieriger, zuverlässige Statistiken zu generieren. LinkedIn selbst empfiehlt eine Posting-Dichte von 20 Postings pro Monat, also jeden Wochentag eins. Bei Google+ empfiehlt Buffer, sich an Facebook zu orientieren und auf maximal zwei Postings pro Tag zu setzen. Google+ sei von Format und Followerschaft Facebook am ähnlichsten – daher die Empfehlung. Auch hier kann sich aber natürlich auf Google+ eine wesentlich andere Community als auf Facebook eingefunden haben. Ist dem so, sollte man sich auch hier nicht an diese Empfehlung halten.


Podcaster Blane Warrene stellt seine persönliche Scheduling-Startegie vor:


Fail again. Fail better.

Ein weiterer, spannender Ansatz von Lee ist, dass man Twittert, wenn kein anderer Twittert. Er vergleicht das mit der Werbung: „When there’s nothing else on, you’re more likely to watch an infomercial.“ Entsprechend könnte gelten: „When there’s little else being tweeted, your tweets are more likely to stand out.“ Etwas, das er übrigens aus dem Bereich des E-Mail-Marketings zieht. Anstatt eine Werbe-E-Mail in den täglichen Fluss von E-Mails zu schicken, empfiehlt es sich, die einzige neue Mail im Postfach zu sein: 20 Uhr bis Mitternacht sei entsprechend eine gute Zeit.

Dem Fazit von Kevan Lee möchte auch ich mich anschließen: Testen, experimentieren, wiederholen, verbessern. Das ist der richtige Weg zur optimalen Social-Media-Frequenz. Man könnte es auch mit den Worten des irischen Schriftstellers Samuel Beckett sagen: „Ever tried. Ever failed. No matter. Try Again. Fail again. Fail better.“


Image (adapted) „busy schedule?“ by flik (CC BY 2.0)


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Growth Hacking: Marketing-Tricks für kleine Budgets von Startups

apple tree growth (adapted) (Image by foam [CC BY-SA 2.0] via Flickr)

Die App, das Gadget oder die Webseite ist fertig – jetzt fehlen nur mehr die Millionen Nutzer, die das eigene Start-up in den Hightech-Himmel tragen. Doch wie kommt man an die ersten wertvollen User, die dann ihre Freunde für das Produkt begeistern? Die hip getaufte Marketing-Disziplin “Growth Hacking” zeigt Wege auf, wie sich das mit kleinen Budgets bewerkstelligen lässt.

Wenn sich Internet- und Hightechfirmen innerhalb weniger Jahre zu Milliardenunternehmen entwickeln, ist das faszinierend. Doch wie bekommt man ein kleines Start-up, dessen Marketing-Budget gegen Null tendiert und sich keine TV-Spots und großen Print-Kampagnen leisten kann, überhaupt erst in die Gänge? Die Antwort lautet „Growth Hacking“. „Wenn Marketing heute erfunden werden würde, dann wäre es Growth Hacking„, sagte der American-Apparel-Marketingchef Ryan Holiday, der das Buch „Growth Hacker Marketing“ verfasst hat, kürzlich im Interview zu mir. „Es ist alles, was dazu beiträgt, dass ein Business wächst, alles, was neue User bringt. Neue Nutzer die Messzahl. Es geht weniger darum, ob Maßnahmen eine Marke aufbauen oder ob eine Kampagne Aufmerksamkeit bekommt, sondern wirklich darum, ob bestimmte Maßnahmen in neue User konvertieren. Das kann man unterschiedlich erreichen, etwa über E-Mail, Pay-per-Click-Advertising, Viral-Marketing oder PR-Stunts.

Growth Hacking – ein hipper Begriff für günstiges Performance-Marketing also. Wann immer davon gesprochen wird, fallen sofort Firmennamen wie Facebook, Twitter, Uber, AirBnB oder Dropbox. Im Folgenden werde ich deren Growth Hacks kurz beschreiben und einige Grundprinzipien der Disziplin erläutern.

1. Fokus auf Wachstum und nicht auf die Marke

Wie der Name schon sagt, geht es beim Growth Hacking um schnelles Wachstum und nicht um Image-Pflege. Bei Facebook hat man das jahrelang beobachten können: Mit immer neuen Methoden hat man seine Nutzerbasis auf Milliardengröße aufgeblasen, während Image-Werbung wie TV-Spots oder große Printanzeigen links liegen gelassen wurde. Das Online-Netzwerk landete 2011 laut American Customer Satisfaction Index (ACSI) etwa auf dem zehnten Platz der meist gehassten Firmen der USA. Mit Image-Werbung hätte man das teilweise beheben können – Zuckerberg hat trotzdem keinen Dollar dafür investiert.

2. Auf bestehenden Netzwerken aufbauen

„Standing on the shoulders of giants“ – diesen Leitsatz sollten Startup-Gründer verinnerlichen – denn von nichts kommt nichts. Deswegen haben heute große Internet-Dienste nicht einfach bei Null angefangen, sondern auf bestehenden Plattformen oder Netzwerken aufgebaut. Einige Beispiele:

Facebook: Mark Zuckerberg hat sehr schnell verstanden, dass er auf bestehenden E-Mail-Kontaktlisten aufbauen muss, die Nutzer jahrelang angelegt und so ihr Beziehungsnetzwerk digital nachgezeichnet haben. 2010 hat Facebook deswegen die malaysische Firma Octazen Solutions aufgekauft, die auf den Import von E-Mail-Kontakten spezialisiert war.

WhatsApp: Ohne einen Marketing-Dollar zu 500 Millionen Nutzern. Das war für WhatsApp unter anderem nur deswegen möglich, weil man alles daran setzt, die auf Telefonen gespeicherten, jahrelang gewachsenen Adressbücher zu importieren. So finden die Nutzer, die über ihre Telefonnummer identifiziert werden, zueinander und können außerdem sehr einfach andere einladen, die noch nicht bei WhatsApp sind.

AirBnB: Die Zimmervermittlungs-Plattform AirBnB hat vor einigen Jahren noch nicht wie die Zukunft des Tourismus, sondern wie eine kleine Nische für Individualreisende ausgesehen. Doch die Gründer haben es schnell verstanden, dass sie an der in den USA riesigen Kleinanzeigen-Plattform Craigslist andocken müssen, um erstens Reichweite und zweitens neue Nutzer zu bekommen. AirBnB hat in Folge per E-Mail-Marketing gezielt die Anbieter von Wohnungen angeschrieben und versucht abzuwerben.

3. Attraktive Empfehlungssysteme

Wer wenig bis kein Geld für klassische Werbung hat, muss die eigenen Nutzer zu Botschaftern des Produkts machen und sie per „Word of mouth“ für sich werben lassen. Viele Start-ups glauben leider, dass sich das einfach via Social Media erledigen würde, vergessen dabei aber, dass man die alten und die neuen Nutzer belohnen muss. Einige Beispiele:

Dropbox: Der Dienst für Online-Speicherplatz belohnt seine Nutzer auf verschiedene Art und Weise, wenn sie Aktionen setzen, die die Reichweite von Dropbox erhöhen. Wer Freunde einlädt, Dropbox mit Facebook und Twitter verknüpft, Feedback gibt oder die Dropbox-Apps Carousel oder Mailbox nutzt, wird mit zusätzlichem Speicherplatz belohnt.

Uber: Die Premium-Taxi-App hat es verstanden, ein so genanntes beidseitiges Bonusprogramm einzusetzen. Wenn ein bestehender Nutzer einen neuen Nutzer anwirbt, dann bekommen beide einen bestimmten Betrag (zehn oder zwanzig Euro) gutgeschrieben. Das ist wichtig, weil beide Personen etwas von der Empfehlung haben und nicht entweder nur der Werber oder der Angeworbene, wie es oft bei anderen Empfehlungssystemen ist.

4. Reichweite gratis erhöhen

Hotmail: Der E-Mail-Dienst hat – das ist eine der großen Legenden des Growth Hacking – seine enorme Wachstumskurve erst dann beginnen können, als man automatisiert ans Ende jeder E-Mail der User „P.S.: I love you. Get your free E-Mail at Hotmail“ geschrieben hat.

Instagram: Die Foto/Video-App, die sich Facebook gekauft hat, ist vor allem deswegen so beliebt, weil man sie als Social-Media-Hub verwenden kann und automatisch auch bei verknüpften Profilen bei Facebook, Twitter, Flickr, Foursquare oder Tumblr posten kann. Das hat die Reichweite von Instagram enorm erhöht und unzählige Backlinks von anderen Seiten zu dem Dienst geschaffen. Twitter hat das als Gefahr eingestuft und zeigt seit einiger Zeit keine Instagram-Fotos, sondern nur mehr die Links in seinem Stream an.

5. Das eigene Produkt perfektionieren

Leichter gesagt als getan – doch es gibt durchaus so gute Produkte, dass diese von den Nutzern freiwillig weiter empfohlen werden.

GoPro: Für den Action-Cam-Hersteller GoPro gibt es keine besseren Werbespots als jene, die seine Nutzer beim Fallschirmspringen, Klettern, BMX-Fahren oder Wildwasser-Raften drehen und bei YouTube veröffentlichen. GoPro honoriert seine Nutzer damit, ihre Videos in seinem reichweitenstarken YouTube-Kanal zu featuren und kommt so sebst an kostenlose Werbespots für die eigene Marke.

Tesla: Tesla macht zwar (auch wie GoPro) klassisches Marketing und mietet sich etwa an gut frequentierten Orten ein, um seine Autos zu präsentieren. Doch die Taktik, eine neue Technologie (Elektromotor) in eine attraktive Premium-Karrosserie und nicht etwa in ein niedliches Stadtauto zu packen, dürfte aufgehen. Ohne eine Minute TV-Werbung in Deutschland und Österreich reden die Leute auch so über Teslas Autos.

6. Analytics, Analytics, Analytics

Im Kern von Growth Hacking sollte immer die Analyse der eigenen Nutzer stehen, weil man nur so erkennt, was gut und was schlecht funktioniert. Wichtige Infos zum Thema „Start-up Metrics“ findet man etwa beim österreichischen Startup-Gründer Andreas Klinger. Ein gutes Beispiel für den richtigen Einsatz von Analytics ist folgendes:

Twitter: Der Kurznachrichten-Dienst ist im Vergleich zu Facebook für den Laien schwerer zu verstehen und verwirrt mit seinen anfangs kryptischen Zeichen (@, RT, MT, #, etc.) so manchen. Twitter hat aber herausgefunden, dass Nutzer, die 30 anderen Nutzern folgen, den Dienst in seinen Grundzügen kapieren und wiederkommen. Deswegen setzt Twitter mit Empfehlungen neuer Accounts alles daran, dass neue User über diese magische Zahl kommen.

7. Nützlichen Content bloggen

Unbekannte Startups, vor allem aus dem B2B-Bereich, haben es oft schwer, überhaupt wahrgenommen zu werden, weil sie ein nützliches, aber kein sexy Produkt haben. Doch das kann man zu seinem Vorteil ausnutzen. Blog-Beiträge, die für den Leser nützlich sind und nicht nur zur Beweihräucherung des eigenen Produkts geschrieben werden, funktionieren in manchem Fälle sehr gut. Profis sagen „Content Marketing“ dazu.

Buffer App: Das Startup, das ein Tool zum Sharen und Analysieren von Social-Media-Aktivitäten von Firmen bietet, hat einen sehr erfolgreichen und wirklich spannenden Blog, dessen Beiträge hunderte Male geteilt werden. Der Schmäh: Die Blogbeiträge können gleich mit dem Buffer-Button geteilt werden – dem Leser wird gleich auf der Seite gezeigt, wie der Dienst funktioniert.


Image (adapted) „apple tree growth“ by foam (CC BY-SA 2.0)


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Buffer App: Leichteres Teilen auf Social-Media-Plattformen

Der Online-Dienst Buffer hat sich zur zentrale Schaltstelle für Facebook, Twitter und Google+ entwickelt.

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Blogger, Online-Journalisten, Social-Media-Manager, Agenturleute und alle anderen, die gerne und häufig ihre Social-Media-Profile mit Content befüllen, wissen: Es ist mühsame Arbeit, Bilder, Links und Texte auf Facebook, Twitter und Co. zu verteilen. Abhilfe versprechen dafür verschiedenste Online-Tools, mit denen von zentraler Stelle aus die Social-Media-Kommunikation gemacht werden kann. Ein besonders interessanter Dienst dafür ist Buffer App, mit dem man neuerdings sogar Google+-Seiten bespielen kann.

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