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Warum wir immer verlängerte Wochenenden haben sollten

Car driver (image by Unsplash [CC0 Public Domain] via Pexels)

Wenn wir uns ein paar freien Tagen im August oder einem verlängerten Wochenende nähern, könnten wir über die Zeit nachdenken, die wir der Arbeit widmen. Was wäre, wenn jedes Wochenende drei oder sogar vier Tage dauern würde? Was wäre, wenn der Großteil der Woche für Aktivitäten zu Verfügung stehen würde, statt für die Arbeit? Was wäre, wenn unsere Zeit für arbeitsfreie Aktivitäten unserer Wahl reserviert wäre?

Diese Fragen zu stellen, lädt geradezu zu utopischem Denken ein. Während weniger Stunden zu arbeiten prinzipiell eine gute Idee ist, ist es in der Praxis nicht durchführbar. Tatsächlich würde diese Errungenschaft mit dem Risiko des niedrigen Verbrauchs und der erhöhten wirtschaftlichen  Not einhergehen.

Für einige Befürworter der Arbeitsmoral liegt der Weg zu Gesundheit und Glück in der Verewigung in der Arbeit und nicht in dessen Reduktion. Arbeit macht uns gesünder und glücklicher. So eine arbeitsbejahende Ideologie wird für die Legitimation von Sozialreformen eingesetzt. Damit werden die Arbeitslosen, unabhängig von deren Lohnsätzen und qualitativen Merkmalen, zur Arbeit gezwungen. Es bietet auch eine ideologische Barriere für den Fall, weniger Zeit bei der Arbeit verbringen zu wollen. Weniger zu arbeiten, wird als eine Bedrohung für unsere Gesundheit und unser Glück präsentiert – und nicht als eine Möglichkeit, diese zu verbessern.

Dennoch ist die Idee, weniger zu arbeiten, nicht nur möglich, sondern auch die Grundlage für eine bessere Lebensqualität. Es ist ein Zeichen dafür, wie es dazu kam, dass wir Arbeit und dessen Einfluss in unserem Leben akzeptieren und wir diese Idee nicht sogleich begreifen.

Der Preis für mehr Arbeit

Immer mehr Studien zeigen die Kosten der Verlängerung der Arbeitszeit für die Menschen auf. Dazu kommt noch eine schwindende körperliche und geistige Gesundheit. Lange Arbeitszeiten können das Risiko für einen Schlaganfall, koronare Herzerkrankungen und die Entwicklung von Typ-2 Diabetes erhöhen.

Weil wir die meiste Zeit arbeiten, verlieren wir potentielle Zeit für unsere Freunde und Familie. Desweiteren geht uns die Möglichkeit verloren, einfach zu leben und Dinge zu tun, die das Leben wertvoll und lebenswert machen. Unser Leben ist oft zu sehr mit unserer Arbeit verbunden, als dass wir wenig Zeit und Energie für die Suche für alternative Lebensweisen finden – kurz gesagt, unsere Fähigkeit, unsere Talente und Potenziale zu finden, ist durch unsere Arbeit eingeschränkt. Arbeit lässt uns nicht selbständiger werden, sondern sie hemmt uns und macht es schwieriger, unsere Wünsche auszuleben.

All dies spricht für die Notwendigkeit, weniger zu arbeiten. Wir sollten die Arbeitsmoral herausfordern und alternative Lebensweisen vorantreiben, die weniger arbeitsorientiert sind. Und wenn weniger Lebenszeit bei der Arbeit verbracht wird, sondern wir uns mit der Beseitigung von Arbeitsausbeutung beschäftigen, können wir auch die eigenen Vorteile von Arbeit an sich besser erkennen. Weniger zu arbeiten, mag nicht nur ein Mittel sein, um besser zu arbeiten, sondern auch, um das Leben mehr zu genießen.

Hindernisse für weniger Arbeit

Der technologische Fortschritt wurde in den vergangenen Jahrhunderten kontinuierlich vorangetrieben, um die Produktivität zu steigern. Nicht immer hat der Produktivitätsgewinn jedoch zu kürzeren Arbeitszeiten geführt. Zumindest in der Neuzeit wurde dieser Überfluss dazu verwendet, um die Erträge der Kapitalseigentümer zu erhöhen. Dies geschah zumeist auf Kosten der gleichbleibenden Löhne für die Arbeiter.

Der mangelnde Fortschritt bei der Arbeitszeitverkürzung in den modernen kapitalistischen Wirtschaften spiegelt stattdessen den Einfluss von Ideologie und Macht wider. Einerseits haben die Auswirkungen des Konsums starke Kräfte zugunsten längerer Arbeitszeiten geschaffen – die Arbeitnehmer sind ständigen Überredungsversuchen ausgesetzt, mehr zu kaufen und sind damit zu mehr Arbeit gezwungen, um mit dem neuesten Trend oder Mode mitzuhalten und bei ihren Kollegen nicht hintenanzustehen.

Andererseits hat die geschwächte Kraft der Arbeit verglichen mit der des Kapitals ein Umfeld geschaffen, das sich zur Verlängerung der Arbeitszeit eignet. Die kürzlich bekannt gewordenen Arbeitspraktiken bei Amazon sprechen für die Macht des Kapitals, den Arbeitern schlechte Arbeitsbedingungen einschließlich übermäßiger Arbeitsstunden aufzuerlegen. Die Auswirkungen der steigenden Ungleichheit hat auch eine Kultur langer Arbeitszeiten genährt, welche durch die Erhöhung der wirtschaftlichen Notwendigkeit mehr zu arbeiten hervorgerufen wurde.

David Gräber tätigte die provokante Behauptung, dass sich zeitgleich mit der Weiterentwicklung der Technologie die – wie er es nennt – „bullshit“ oder sinnlosen Arbeitsplätze vervielfacht haben. Das ist der Grund, warum wir bei Keynes Vorhersage nicht umsetzen konnten, dass wir alle als Folge des technischen Fortschritts im 21. Jahrhundert nur 15 Stunden in der Woche arbeiten.

Stattdessen leben wir in einer Gesellschaft, in der Arbeit geschaffen wird, die keinen sozialen Wert hat. Der Grund dafür ist nach Gräber die Notwendigkeit der herrschenden Klasse die Arbeiter in der Arbeit zu halten. Während die Technik mit dem Potenzial, die Arbeitszeit zu verkürzen, existiert, ist die herrschende Klasse nicht bereit, dieses Potenzial zu erkennen. Dies begründet sich mit der politischen Herausforderung einer arbeitenden Bevölkerung mit verfügbarer Zeit. Weniger arbeiten wäre möglich und wünschenswert, wird jedoch durch politische Faktoren blockiert.

Arbeiten für den Wandel

Wie oben erwähnt, sind die Kosten für lange Arbeitszeiten schlechtere Gesundheit und ein geringeres Wohlbefinden der Arbeiter. Für die Arbeitgeber entstehen dadurch Kosten in Hinblick auf eine geringere Produktivität und eine geringere Rentabilität. Jedoch bleiben diese Kosten trotz Beweise für deren Existenz unbemerkt. Auch hier kann politisch erklärt werden, warum kürzere Arbeitszeiten von vielen Arbeitgeber nicht angenommen wurden.

Experimente für kürzere Arbeitszeiten existieren bereits. Uniqlo, ein japanischer Einzelhändler für Bekleidung, ermöglicht es seinen Mitarbeitern, für vier Tage in der Woche zu arbeiten. Über dieses Modell wurde auf positive Weise ausschweifend berichtet. Die Mitarbeiter profitieren von einer besseren Work-Life-Balance, während das Unternehmen die Vorteile von niedrigeren Arbeitskosten aufgrund der geringeren Umsatzkosten erntet.

Doch bei näherer Betrachtung hat das neue Schema von Uniqlo seine Schattenseiten. Als Gegenleistung für eine viertägige Arbeitswoche wird von den Arbeitern erwartet, dass sie in zehnstündigen Schichten während ihrer Einsatztage arbeiten, eine 40-Stunden-Woche wird also in vier Tage gequetscht.

Dies ist nicht nur eine Erweiterung der normalen Länge eines Arbeitstages, sondern bringt die möglichen Gewinne einer viertägigen Arbeitswoche in Gefahr. Arbeiter könnten nach dieser vier-Tage-Woche dermaßen erschöpft sein, dass sie einen ganzen Tag für die Erholung dieser Strapazen benötigen. In diesem Fall wird sich ihre Qualität der Arbeit und des Lebens überhaupt nicht verbessert haben, sondern diese wird durch die möglicherweise erlittenen negativen Auswirkungen gemindert, die erst durch Übermüdung verursacht werden.

Ironischerweise veranschaulichen die Systeme, wie sie von Uniqlo eingeführt wurden, die Hindernisse, welche bestehen bleiben, um weniger Arbeit zu erreichen. Nur eine Reduktion der Wochenarbeitszeit auf 30 Stunden oder weniger kann als ein echter Fortschritt für das Erreichen der kürzeren Arbeitszeit angesehen werden.

Damit wir ein drei- oder idealerweise viertägiges Wochenende erreichen – und genießen – können, bedarf es einer Gesellschaft, die die vorherrschende Arbeitsmoral untergräbt. Wir müssen die Idee,  weniger zu arbeiten, als ein gut gelebtes Leben wahrnehmen. Wir müssen ein leben ablehnen, in dem Arbeit als Ein und Alles und das Ende allen Erlebens gilt.

Genießen wir unsere freien Tage, solange wir können. Wir sollten es als eine Erinnerung an ein Leben ansehen, das machbar sein könnte – ein Leben, das wir zu erreichen versuchen, indem wir  Lösungen finden, um die wirtschaftlichen und politischen Barrieren für weniger Arbeit zu überwinden.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „The Conversation“ unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image „Car driver“ by Unsplash (CC0 Public Domain)


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Flexibles Arbeiten lässt uns länger schuften

Frustrated man at a desk (Image by LaurMG [CC BY SA 3.0], via Wikimedia Commons)

Freiheit ist Sklaverei. (George Orwell, 1984)

Stellen wir uns vor, wir könnten arbeiten wann und wo wir wollen. Würden wir weniger arbeiten und somit die Zeit mit Familie und Freunden genießen? Oder würden wir ununterbrochen arbeiten, sodass die Arbeit das restliche Leben bestimmt?

Viele Menschen können sich nicht vorstellen, was diese Freiheit bedeutet. Ungefähr ein Drittel aller Angestellten in Großbritannien verfügt über Flexibilität bezüglich der Arbeitsstunden und ungefähr ein Fünftel aller Menschen arbeitet gelegentlich von Zuhause aus. Etwa 17 Prozent aller Angestellten in der EU haben Gleitzeit, was bedeutet, dass der Arbeitsbeginn sowie das Arbeitsende flexibel sind. Weitere fünf Prozent können selbst bestimmen, wann und wie lange sie arbeiten.

Nun sieht es vielleicht so aus, dass Menschen mit mehr Kontrolle über ihren Arbeitsplan mehr arbeiten, als Menschen mit weniger Kontrolle. Tatsächlich neigen Menschen dazu, Mehrarbeit zu leisten, wenn ihnen flexible Arbeitszeiten erlaubt sind, verglichen mit Menschen, die fixe Arbeitszeiten haben.

Diese Ergebnisse stammen von einer Studie, die von meiner Kollegin Yvonne Lott und mir kürzlich durchgeführt und im European Sociological Review veröffentlicht wurde. Wir untersuchten Daten von Arbeitern aus Deutschland, um die Anzahl der Überstunden zu analysieren, die sich seit der Verfügung über mehr Kontrolle über die Arbeitszeiten in den letzten Jahren ergeben haben.

Diese Tendenz stellte sich als zutreffend heraus, wenn Menschen über mehr Kontrolle verfügen. Wir berücksichtigten auch eine Vielzahl von weiteren Faktoren, die einen Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit haben, länger zu arbeiten. Solche Faktoren sind beispielsweise das Autoritätslevel und die Art der Tätigkeit. Der Anstieg der Arbeitszeiten war am höchsten, wenn Arbeiter ihre Arbeitszeiten selbst bestimmen konnten.

Diese Ergebnisse stimmen mit ähnlichen Forschungen von Arbeitern aus Großbritannien, an denen meine Kollegin Mariska van der Horst und ich arbeiteten, überein. Die Ergebnisse werden bei einer Konferenz im September präsentiert. Wir haben ein ähnliches Verhalten herausgefunden: Wenn Arbeiter mehr Eigenständigkeit über ihre Arbeitsstunden haben, verlängert sich sehr oft die Dauer ihrer Arbeitszeit.

Warum härter arbeiten?

Es gibt einige Gründe für dieses Verhalten. Ein Grund dafür könnte durch die „Gabentausch„-Theorie erklärt werden. Das bedeutet, dass Menschen die Freiheit als Geschenk ihres Arbeitgebers sehen, den sie im Gegenzug mit harter Arbeit entlohnen wollen. Die Arbeiter wollen beweisen, dass man ihnen diese Eigenständigkeit zutrauen kann.

Ein weiterer Grund könnte in der Selbstständigkeit liegen, die den Menschen gegeben wird. In vielen Fällen wird dies als Teil von erhöhten Personalleistungen gesehen, bei dem die Arbeit von spezieller Zeit unterschieden wird, aufgabenbezogener ist und das Einkommen in vielen Fällen von erbrachten Ergebnissen abhängt. Dies kann ein Anreiz für viele Menschen sein, härter zu arbeiten und in stärkerer Konkurrenz zu anderen Arbeitern zu stehen. Es erlaubt Arbeitgebern aber auch, das Arbeitspensum zu erhöhen ohne durch das Arbeitsrecht eingeschränkt zu sein, welches beispielsweise die Höchstarbeitszeit der Arbeiter regelt.

Aufgelockerte Grenzen zwischen Arbeit und anderen Lebensbereichen können auch zu einer Beeinträchtigung der Arbeit bezüglich Freizeit oder Zeit mit der Familie führen, speziell für Menschen, die sich der Arbeit widmen oder die Prioritäten setzen. Das ist der Grund, warum Menschen in leistungsstarken Jobs diese Eigenständigkeit wahrscheinlicher als Paradoxon sehen und Freiheit über die eigene Arbeit mit Selbstausbeutung endet. Elon Musk arbeitet 80 bis 100 Stunden in der Woche – im Silicon Valley wird die Anzahl der geleisteten Arbeitsstunden zelebriert und die Menschen sehen dies als Grund zum Prahlen.

Flexibilität muss nicht unbedingt etwas Negatives bedeuten. Viele Studien zu diesem Thema zeigen, dass ein gewisses Maß an Eigenständigkeit und Kontrolle über die Arbeit möglicherweise das Verhältnis zwischen Berufs- und Privatleben verbessert. In unserer Arbeit fanden wir heraus, dass Arbeiter mehr verdienen, wenn sie flexibel – statt länger – arbeiten. Es gibt Anzeichen von Leistungsprämien, wenn auf diese Weise gearbeitet wird.

Die Kluft zwischen den Geschlechtern

Wir haben auch einige Unstimmigkeiten zwischen Männern und Frauen herausgefunden. Frauen, die in Teilzeit arbeiten, leisten weniger Überstunden als Männer, die flexibel arbeiten. Dies ist wahrscheinlich der Fall, weil sich Frauen neben der Teilzeitarbeit zusätzlich um die Familie kümmern und die Arbeitszeit somit eingeschränkt ist.

Frauen, die einer Vollzeitbeschäftigung nachgehen, leisten gleich viele Überstunden wie Männer mit flexibler Arbeitszeit – sogar als Mutter. Und das, obwohl sie nicht dieselbe Anerkennung hinsichtlich der Entlohnung wie Männer erhalten. Es kann sein, dass Arbeitgeber diese Flexibilität nicht anerkennen, wenn diese für persönliche Gründe genutzt wird.

Arbeitgeber denken auch, dass Frauen Flexibilität hauptsächlich für familiäre Zwecke nutzen. Dies führt dazu, dass Frauen nicht auf dieselbe Weise wie Männer belohnt werden, wenn sie Flexibilität, ohne Rücksicht auf das Ausmaß der Hingabe, nutzen. So kann eine Steigerung der Arbeitsflexibilität zu einer Verstärkung von traditionellen Geschlechterrollen und zu einem größeren Unterschied zwischen den Geschlechtern führen.

Mehr Flexibilität und Eigenständigkeit bezüglich Arbeit klingt zunächst verlockend und kann durchaus eine neue Ära einer verbesserten Work-Life-Balance ankündigen. Bis jetzt deutet jedoch vieles auf das Gegenteil hin. Wir müssen die Situation besser verstehen, um gegen einige dieser negativen Konsequenzen anzukämpfen.

Das bereits bestehende Arbeitsrecht schützt Arbeiter vor einer Ausbeutung seitens des Arbeitgebers. Wahrscheinlich brauchen wir Gesetze, die davor schützen, dass sich der Arbeitnehmer selbst ausbeutet. So wie das von Frankreich vorgeschlagene „Recht auf Abschalten“, um E-Mails außerhalb der Dienstzeiten zu regulieren. Freiheit muss nicht Sklaverei bedeuten – wir müssen nur verstehen, wie wir damit umgehen sollen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf “The Conversation” unter CC BY-ND 4.0. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Image „Frustrated Man at a desk“ by Wikimedia Commons (CC BY SA 3.0)


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Veränderung durch Digitalisierung der Entwicklung

Unser Kolumnist Nico Lumma hat zum 1. Mai einen Artikel über die Rolle der Digitalisierung der Arbeit geschrieben. Der Autor und Informatiker Joachim Schlosser hat diesen Artikel als Anlass genommen, auch über diese Entwicklung nachzudenken:

Wir befinden uns mitten in einer Zeit des Umbruchs, in der Zeit der Digitalisierung des Lebens. Nico hat in seinem Artikel zum Ersten Mai »Die Rolle des Menschen bei der Digitalisierung der Arbeit« einen Anstoß für mich geliefert, über Entwicklung im Besonderen zu schreiben. Am ersten Mai wird der Arbeiterbewegung gedacht, die 1856 in Australien und 1886 in den USA mit Massenprotesten für bessere Arbeitsbedingungen demonstrierten. Damals waren die Fronten und Forderungen relativ klar: Kürzere Arbeitszeiten und bessere Bezahlung. Dies als Mission gaben sich später ganze Parteien als Programm.

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