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Bowers & Wilkins Formation Suite – Neues Multiroom-Musiksystem veröffentlicht

Die Bowers & Wilkins Formation Suite verbindet die Vortile einer High End-Anlage und eines smarten Musiksystems.

Der britische Hersteller für Audiotechnik bringt die neue Bowers & Wilkins Formation Suite auf den Markt. Das System aus verschiedenen Elementen soll mit perfekter Synchronisation zwischen mehreren Räumen aufwarten. So wolle man die Vorzüge einer High End-Anlage mit denen eines smarten Musiksystems kombinieren.

Das beinhaltet die Bowers & Wilkins Formation Suite

Neben dem Lautsprecherpaar Formation Duo (1.999 Euro) ist eine Soundleiste Teil des Musiksystems. Die Formation Bar (1.249 Euro) soll sich dabei insbesondere für das Heimkino eignen. Für die tiefen Klänge sorgt der Formation Bass (1.099 Euro). Außerdem gehören der Lautsprecher Formation Wedge (999 Euro) sowie das Formation Hub (699 Euro) zu dem System. Letzteres stellt eine Schnittstelle zu klassischen Systemen wie Anlagen oder Plattenspielern dar. Dabei sollen alle Geräte miteinander kombinierbar sein und sich über mehrere Räume hinweg synchronisieren lassen.

Perfekte Synchronisation dank Mesh-Netzwerk

Die Geräte der Bowers & Wilkins Formation Suite verbinden sich nicht über das WLAN-Netzwerk, sondern über das vom Hersteller selbst entwickelte Mesh-Netzwerk. Das sorgt zum einen dafür, dass die Synchronisation der Geräte das WLAN-Netz nicht beeinflussen, zum anderen gibt Bowers & Wilkins an, dass die Synchronisation so deutlich stabiler von statten geht. Es werden Latenzen von unter einer Mikrosekunde versprochen.

In der Bowers & Wilkins Formation Suite sind laut eigenen Angaben das erste Mal ausschließlich eigene Wireless-Audio-Technologien verbaut, wodurch man die volle Kontrolle über die Klangqualität habe. Dadurch wird neben der geringen Latenzzeit ein Musik-Streaming mit 24-Bit Audio-Auflösung versprochen.

Ein smartes Multiroom-Musiksystem

Die Musikausgabe der Bowers & Wilkins Formation Suite lässt sich ganz einfach per Knopfdruck an den jeweiligen Geräten oder über die Bowers & Wilkins Home App auf mehrere Räume erweitern. Die entsprechende App ist sowohl im App Store als auch im Google Play Store erhältlich. Außerdem verfügt das Musiksystem über eine integrierte AirPlay2-Technologie. Mit dieser können Nutzer ihren Apple TV und ihre Apple Pods einfach in das System integrieren.

Alle Geräte der Formation Suite sind ab sofort in der Farbe schwarz erhältlich. Lediglich das Formation Wedge und die Formation Duo Lautsprecher sind in Weiß verfügbar.

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Image by Bowers & Wilkins

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Apple TV+: Video-Streaming vom iPhone-Konzern kommt

Apple TV+ Logo

Wer gerne Filme und Serien im Abo streamt, muss sich nach Disney+ künftig zwischen noch einem weiteren Dienst entscheiden. Wie erwartet startet Apple sein eigenes Angebot für Video-Streaming namens Apple TV+ ab Herbst diesen Jahres. Außerdem überarbeitet der iPhone-Konzern seine TV-App und veröffentlicht sie im Mai für weitere Geräte, auch für die anderer Hersteller.

TV-App von Apple kommt für Mac, Smart TVs und Fire TV Stick

Apple will seine TV-App als zentrale Anlaufstelle für Video-Streaming etablieren und kehrt sie dafür von innen nach außen. Bisher diente sie auf iPhone, iPad und der Set-Top-Box Apple TV als Sammelbecken für bei iTunes gekaufte Sendungen, sowie die woanders gebuchten Streaming-Abos wie etwa Amazon Prime Video. Das bleibt auch so. Doch künftig können Nutzer in der TV-App direkt kostenpflichtige Programme anderer Anbieter abonnieren, darunter die von HBO und Showtime. Apple TV Channels heißt dieses neue Angebot. Darüber hinaus soll die TV-App stärker als bisher die Rolle eines Programm-Guides übernehmen und Nutzern personalisierte Vorschläge unterbreiten.

Apple TV-App 2019
Die neue TV-App von Apple soll noch mehr zur zentralen Anlaufstelle für Fernsehinhalte werden, sodass die Grenzen zwischen den Anbieter-Apps verschwimmen. Image by Apple

Apple-Nutzer finden die TV-App ab Mai 2019 auch auf Geräten anderer Hersteller. Im Frühjahr erscheint sie erstmals auf Smart TVs von Samsung, später folgen Fernseher von LG, sowie der Streaming-Stick Amazon Fire TV. Auf Mac-Computern ist die TV-App ab Herbst verfügbar. Selbst wer die TV-App nicht verwendet, kann künftig trotzdem leichter Medien aus dem Apple-Kosmos auf Fernsehgeräten schauen. Ab diesem Jahr unterstützen Smart TVs von Samsung, LG und Sony nämlich AirPlay 2, weswegen sich Inhalten vom iPhone und iPad auch ohne den Umweg über die Streaming-Box Apple TV dort spiegeln lassen.

Video-Streaming mit Apple TV+

Eine Schlüsselrolle für den Durchbruch der TV-App soll Apples eigener erster Dienst für Video-Streaming spielen: Apple TV+. Dort will Apple ausschließlich „Originals“, also Produktionen mit eigener Beteiligung zeigen. Dafür nimmt der Konzern offenbar Milliarden in die Hand und Branchengrößen wie Steven Spielberg, J.J. Abrams und M. Night Shyamalan unter Vertrag. Apple TV+ wird in die TV-App integriert und startet frühestens im Herbst 2019. Erst dann will Apple nennen, was der Dienst für Nutzer kostet und welche Inhalte in Deutschland verfügbar sind. Zur gleichen Zeit kommt übrigens auch Apple Arcade, ein Abo-Dienst für Spiele.

TV-Geräte mit HomeKit automatisieren

Mit dem jetzt veröffentlichten Update auf iOS 12.2 für iPhone und iPad, integriert Apple auch auf andere Weise Fernsehgeräte in das eigene Ökosystem. Damit lassen sich iPhone und iPad als Fernbedienungen für Fernseher verwenden, die demnächst HomeKit unterstützen. Für die Smart-Home-Plattform von Apple wollen sich LG, Sony und teilweise Samsung öffnen. Dadurch können kompatible TV-Geräte auch Teil von automatisierten Abläufen werden, etwa im Zusammenspiel mit smarten Lampen.

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Sonos Beam: Soundbar schaltet mit Alexa den Fernseher an

Sonos Beam schwarz

Geht es nach Sonos, hat ein Fernbedienungschaos auf dem Wohnzimmertisch nichts mehr zu suchen. Nicht einmal eine Universalfernbedienung sollen TV-Zuschauer mehr brauchen. Denn der Lautsprecherhersteller hat einen neuen Soundbar angekündigt, der den Sprachdienst Amazon Alexa unterstützt. Statt einen Fernbedienungsbarren in die Hand zu nehmen, können Nutzer ihre Heimkinolandschaft also mit dem Zuruf „Alexa, schalte den Fernseher ein“ aktivieren. Neben dem 450 Euro teuren Soundbar kündigte Sonos zudem Software-Updates an, die ausgewählte erhältliche Lautsprecher um AirPlay 2 und Sprachbefehle von Apples Dienst Siri ergänzen. Ebenso wie Sonos Beam werden die neuen Funktionen Mitte Juli ausgeliefert.

Sonos Beam versteht Alexa-Befehle

Sonos ist nicht der erste, aber der populärste Hersteller eines Klangriegels, der sich mit Alexa steuern lässt. Der neue Soundbar namens Sonos Beam kommt wie andere Sonos-Lautsprecher ohne Fernbedienung aus und wird rein per App oder eben jetzt auch per Sprachbefehl gesteuert. Damit Alexa den TV ansteuern kann, muss er CEC-Funktionen unterstützen. Eine weitere Voraussetzung ist, dass ein HDMI-ARC-Slot am TV frei ist und der Sonos-Klangriegel damit verbunden wird. Dass Sonos HDMI verbaut, ist ein Novum, aber unumgänglich für diese Funktion. Mit einem optischen Kabel lässt sie sich nicht realisieren.

HDMI-ARC und CEC sind bei Flachbildfernsehern seit Jahren gängig, sodass es keine Kompatibilitätsprobleme geben sollte. Wie einfach oder komplex die Sprachbedienung jedoch ausfällt, wenn weitere Zuspieler, wie etwa ein Receiver für IPTV oder eine Spielekonsole eingebunden sind, muss die Praxis zeigen. Wer Sonos Beam weiterhin per Fernbedienung steuern will, kann das dennoch tun. Steuerfunktionen auf eine Universalfernbedienung, wie zum Beispiel von Logitech, zu legen, ist kein Problem.

Sonos Beam weiß Alexa Fernseher
Keine Fernbedienung nötig: Per Sprachbefehl mit Amazons Alexa schalten Nutzer den Fernseher und den Klangriegel Sonos Beam gleichzeitig an. Image by Sonos

Neben der Gerätesteuerung können Nutzer von Sonos Beam den Sprachdienst Alexa natürlich auch in anderen Fragen konsultieren. Wenn es nur um den Wissensschatz von Alexa an sich geht, können Nutzer alternativ jedoch auch einfach zum kleineren Lautsprecher Sonos One greifen.

Ausbaufähig zum Surround-System

Abgesehen von den smarten Funktionen soll Sonos Beam auch über einen hochwertigen Klang verfügen. Für ein besseres Hörverstehen von Dialogen hellt das Lautsprechersystem die Stimmen auf. Für eine ansprechende musikalische Klangwiedergabe sind diverse Woofer und Hochtöner verbaut. Wegen der gleichzeitig kompakten Bauweise wird Sonos Beam aber nicht so laut und breit aufspielen können wie das Sounddeck Playbase und der andere Soundbar im Sortiment, der Playbar. Im Vergleich dazu hat Sonos Beam eine geringere Anzahl an einzelnen Lautsprechern und soll für maximal mittelgroße Räume geeignet sein. Allerdings ist der neue Klangriegel auch 300 Euro günstiger als die beiden anderen TV-Systeme von Sonos.

Weil Sonos Beam aber, wie alle anderen Speaker des Herstellers, Teil eines Systems ist, können Nutzer den Klangriegel mit zwei Sonos One zu einem Surround-System erweitern und auf diese Weise für eine breitere Klangbühne sorgen. Ein separater Subwoofer lässt sich ebenfalls kabellos verbinden.

AirPlay 2 und Siri erleichtern Bedienung von Sonos One, Play 5 und Playbase

Neben neuer Hardware hat Sonos auch Software-Updates angekündigt, die Sonos-Nutzern mehr Steuermöglichkeiten eröffnen. Mit AirPlay 2 müssen Nutzer von Sonos-Lautsprechern nicht mehr frickelige Bastellösungen oder Adapter nutzen. Selbst der Umweg über die Sonos-App ist nicht mehr nötig. Wie bei einem Bluetooth-Lautsprecher können Nutzer in die Apple-Music-App auf dem iPhone oder iPad gehen und einfach einen kompatiblen Sonos-Lautsprecher aktivieren. Wie andere Sonos-Speaker auch, unterstützt Sonos Beam aber nicht nur Apple Music, sondern insgesamt rund 80 Musikdienste. AirPlay 2 wird auf Sonos Beam, Sonos One, der zweiten Generation von Sonos Play 5 und der Playbase laufen. Künftige Produkte werden AirPlay 2 ebenfalls unterstützen.

Darüber hinaus kann Sonos noch mehr Gebrauch von Siri machen. So können Nutzer während des Betriebs per Siri-Befehl einen Lautsprecher zu den bereits spielenden Lautsprechern hinzufügen. Dieses Feature soll im Juli per Update verfügbar sein.

Sonos AirPlay 2 iPhone Apple Music
Wenn im Juli ein Update mit AirPlay 2 erscheint, können Nutzer Apple Music direkt über einen Sonos-Lautsprecher abspielen, ohne zuvor in die Sonos-App gehen zu müssen. Image by Sonos

Weiter warten auf Google Assistant

Was digitale Assistenten angeht, zeigt sich Sonos außerordentlich sprachbegabt. Neben Alexa will der Anbieter auch Google Assistant integrieren. Eine entsprechende Ankündigung gab es bereits vor einem Dreiviertel Jahr, die den Start auf Anfang 2018 datierte. Bei der Vorstellung von Sonos Beam und den Software-Updates gab sich Sonos diesbezüglich allerdings einsilbig und sprach lediglich weiterhin von einer baldigen Verfügbarkeit.

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Das Warten hat ein Ende: HomePod ab 18. Juni erhältlich – mit AirPlay 2

HomePod AirPlay 2

Apple hat den Launch seines intelligenten Lautsprechers HomePod für Mitte Juni angekündigt und stellt gleichzeitig eine aktuelle iOS-Version bereit, die mit dem Feature AirPlay 2 für entsprechende Software-Unterstützung beim Musikstreaming sorgt. Daher können HomePod-Nutzer demnächst über AirPlay 2 ihre smarten Lautsprecher zu Stereopaaren verbinden und außerdem ein Multiroom-Audiosystem auf dem HomePod, Apple TV oder einem anderen iOS-Gerät steuern. Knapp ein Jahr nach der Ankündigung des Lautsprechers war er bislang nur in Australien und England verfügbar. Nun hat das Warten auch für deutsche Apple-Fans ein Ende.

HomePod-Stereopaare für noch breiteren Klangraum

Mit zwei HomePod-Lautsprechern als Stereopaar können Apple-Nutzer aus den kleinen Lautsprechern noch mehr Klang herausholen. Der knapp über 17 Zentimeter hohe smarte Lautsprecher nutzt dabei automatische Raumerkennung, um seine Position zu erfassen und den Ton unabhängig vom Aufstellungsort automatisch anzupassen. Für das vollständig synchrone Abspielen der Musik verwendet HomePod eine von Apple entwickelte drahtlose Peer-to-Peer-Direktverbindung, mit der die Geräte untereinander kommunizieren.

Homepod Stereopaar
HomePod-Stereopaare bieten ein noch breiteres Klangspektrum. Imagy by Apple

Dank des A8-Chip kann jeder HomePod den linken oder rechten Audiokanal abspielen und dabei den direkten vom indirekten Schall trennen. Stereopaare zu bilden, ist dabei applemäßig einfach. Stellen Nutzer nämlich einen zweiten HomePod im selben Raum auf, fragt AirPlay 2, ob sie ein Stereopaar bilden möchten. Obwohl gepaarte Lautsprecher dann wie ein Einzelner agieren, antwortet nur ein Lautsprecher auf Siri-Anfragen.

Musik in allen Räumen: AirPlay 2 macht Multiroom-Audio

Die Funktion AirPlay 2 hat Apple in der Beta-Phase von iOS 11.3 schon einmal gezeigt. Mit AirPlay 2 können Anwender Musik oder Podcasts überall im Haus auf verschiedene synchronisierte Geräte streamen. Zudem lässt sich über das Kontrollzentrum festlegen, in welchem Raum man die Musik abspiele will. Ebenfalls kann der Nutzer per Siri-Sprachbefehl, Musik in jedem Raum, einer Gruppe von Räumen oder im ganzen Haus abspielen.

HomePod Kontrollzentrum
Über das Kontrollzentrum im iPhone lässt sich festlegen, in welchem Raum Musik läuft. Image by Apple

Dabei sind die AirPlay 2-Bedienelemente über iOS hinweg in jeder App sowie im Kontrollzentrum verfügbar. Darüber haben Nutzer einen schnellen Zugriff auf die Wiedergabe in jedem Raum. Der HomePod ist überdies mit anderen AirPlay 2-fähigen Lautsprechern kompatibel. Beispielsweise lässt er sich mit Geräten von Bang & Olufsen, Bluesound, Bose, Bowers & Wilkins, Denon, Libratone, Marantz, Marshall, Naim, Pioneer oder Sonos kombinieren.

Preise und Verfügbarkeit

Der HomePod wird in den Farben Weiß und Space Grau ab Montag, 18. Juni in Deutschland für 349 Euro bei Apple und autorisierten Händlern verfügbar sein. Stereo und Multiroom-Audio sind auf den smarten Lautsprecher schließlich ab iOS 11.4 verfügbar.

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Sonos One im Test: Kleiner Alexa-Lautsprecher mit großartigem Sound

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Sonos ist derzeit der einzige Hersteller von Streaming-Lautsprechern mit direktem Zugriff auf Apple Music und daher insbesondere für Apple-Nutzer eine attraktive Sound-Option. Angesichts des Trends zu smarten Sprachassistenten wäre es für Apple-Fans natürlich das Höchste der Gefühle, Sonos-Lautsprecher mit Siri fernbedienen zu können. Das ist aber, wenn überhaupt, Zukunftsmusik. Stattdessen ist Alexa derzeit in aller Munde. So auch bei Sonos. Kürzlich habe ich euch berichtet, wie gut Sonos-Lautsprecher auf Sprachkommandos im Verbund mit Amazon-Echo-Lautsprechern hören. Jetzt lag mir auch die integrierte Variante zum Test vor: der neue Lautsprecher Sonos One.

Der Sonos One hat Alexa ab Werk eingebaut und kommt daher ohne weitere Hilfsmittel aus. Im Ergebnis will Sonos damit ein Sound-System präsentieren, das nicht nur mit smarten Funktionen euren Alltag erleichtert, sondern dabei auch noch sehr überzeugenden Musikklang bietet. Schließlich ist genau das die Lücke, die Apple mit dem HomePod füllen will. In meinem Praxistest zeigt sich, dass Sonos die Messlatte mit dem Sonos One für Apple aber äußerst hoch legt.

Sonos One und Alexa rocken das Smart Home

Der Sonos One leistet prinzipiell all das, was auch Amazons Echo-Lautsprecher bieten. Im Alltag erweist er sich daher auch als sehr nützlich. Ich kann nicht nur das Wetter abfragen oder Kalendereinträge mit gesprochener Sprache erstellen, sondern etwa auch meine WLAN-Glühbirnen von Philips Hue über den Sonos One steuern. Weil sich die Sprachsteuerung zum Testzeitpunkt aber in der Beta-Phase befindet, sind noch nicht sämtliche Alexa-Funktionen freigeschaltet. Beispielsweise kann ich einen Echo Dot um Erinnerungen bitten, den Sonos One nicht.

Sonos One Test
Das Mikrofon-Icon symbolisiert die wichtigste Eigenschaft des Sonos One. Er hört auf Sprachbefehle via Amazon Alexa. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Neben diesen smarten Funktionen dient die Sprachfunktion beim Sonos One zur Musiksteuerung. Allerdings sind sämtliche Befehle dieser Sprachfernbedienung nur in Zusammenarbeit mit den Streaming-Diensten Amazon Music, TuneIn und (Update 21.11.2017) Spotify Premium anwendbar. Andere Dienste wie Apple Music hören nicht auf Alexa. Ferner kann ich lokale, auf dem iPhone oder iPad gespeicherte Songs nur per Sprache steuern, wenn ich sie zuvor händisch in der Sonos-App gestartet habe. Sofern ich die semantische Systematik der Alexa-Befehle einhalte, versteht mich die im Sonos One integrierte Software gut. Die Reaktionsgeschwindigkeit ist sehr flott. Ganz selten läuft ein Befehl ins Leere. Insofern ist die Performance besser als bei der Kombination eines Sonos Play 1 und eines Echo Dot, die ich hier getestet habe.

Offenbar hat Sonos die Abstimmung des internen Mikrofons mit der Alexa-Software noch etwas besser hinbekommen. Ich finde die Leistung aber auch bei dem Setup mit Echo-Lautsprecher akzeptabel und kann die harsche Kritik vieler Bewertungen des Sonos-Skills in der Alexa-App nicht nachvollziehen. Die Einrichtung und Steuerung von Alexa funktioniert beim Sonos One genau so wie bei der Variante mit einem zusätzlichen Echo-Lautsprecher. Ebenso kann ich mit Kommandos nicht nur den Sonos One, sondern auch alle anderen Sonos-Boxen in der Wohnung fernbedienen. Der Sonos One ersetzt in diesem Sinne einen Amazon Echo.

Sonos One und die Datensparsamkeit

Wer den Sonos One mit Alexa nutzt, muss sich im Klaren sein, dass das Mikrofon grundsätzlich immer mithört. Außerdem protokolliert Amazon alle eingesprochenen Anfragen in einem Verlauf mit, sobald das Schlüsselwort „Alexa“ gefallen ist. Aus diesem Grund läuft der Sonos One zudem nur mit einem Software-Update, das mit einer neuen Datenschutzrichtlinie von Sonos einhergeht. Darin behält sich Sonos vor, zur Leistungsverbesserung bestimmte Nutzerdaten zu speichern.

Wer das nicht will, kann das Update natürlich verweigern, muss dann aber auf den Sonos One verzichten. Andere Sonos-Lautsprecher funktionieren zwar weiterhin, erhalten dann aber keine Funktions-Updates mehr. Das bringt so manchen Nutzer zurecht auf die Palme, wie ich auch in einem Dialog mit einem Twitter-Nutzer festgestellt habe. Ich gehe zwar mit meinen persönlichen Daten als Technik-Geek bisweilen sehr freizügig um. Wer hingegen sehr großen Wert auf Datensparsamkeit legt, sollte von smarten Lautsprechern Abstand nehmen. Das schließt das Sonos-System ab sofort ein.

Zucker für Design-Puristen

Abgesehen von der Alexa-Integration unterscheidet sich der Sonos One nur sehr wenig vom bestehenden Modell Sonos Play 1. Formfaktor und Maße sind identisch. Nur in der Farbgebung und der Gestaltung der Deckplatte weicht der Sonos One leicht vom Geschwistermodell ab. Die Deckplatte ist jetzt vollkommen plan und verzichtet auf den leicht gewölbten Rand sowie die physischen Tasten. Die Funktionen der neuen Sensortasten tragen zudem der Anwesenheit von Alexa Rechnung. So ist eine neue Taste hinzugekommen, mit der sich das Mikro deaktivieren lässt.

Das Lochgitter rund um den Korpus ist jetzt vollständig weiß statt grau. Durch diese leichte Modernisierung wirkt das Lautsprecherdesign noch etwas homogener und puristischer. Gleichzeitig sind die Anpassungen nicht so gravierend, dass der Sonos One aus der Reihe tanzt. Die Verwandtschaft zum Play 1 und dem gesamten Sonos-System bleibt deutlich erkennbar.

Update ist auf dem iPhone zum App-gewöhnen

Zeitgleich zur Alexa-Funktion hat Sonos auch eine neue Version der Steuer-App vorgestellt. Dabei hat der Hersteller zum einen das Layout massiv angefasst und einem noch puristischeren Look mit Schwarz und Weiß als Grundfarbe geschaffen. Zum anderen hat er die gewohnte Menüführung über den Haufen geworfen.

Statt in einer seitlichen Leiste sind die Menüpunkte jetzt am unteren Rand angeordnet. Was nach einem Detail klinkt, empfinde ich in der Praxis als gewöhnungsbedürftig. Die Umstellung gelingt mir nicht auf Anhieb intuitiv. Insbesondere der „Mein Sonos“-Tab, der die Musiksammlung bündelt, ist herausfordernd. Weil die Playlisten, Radiosender und Favoriten-Titel nun in sehr großen Icons dargestellt werden und seitlich zu durchscrollen sind, leidet die Übersicht. Im Querformat auf dem iPad sieht das zwar okay aus, aber auf dem iPhone im Hochformat schlecht. Und das nutze ich am häufigsten zur Bedienung des Sonos-Systems.

Nach etwas Eingewöhnung gelungen finde ich die neue Raumsteuerung. Damit lässt sich präzise steuern, welcher Titel wo spielen soll. Unverändert gut ist die Suchfunktion, mit der sich Titel übergreifend in allen verknüpften Audio-Diensten und dem lokalen Speicher suchen lassen. Die Auswahl an verknüpfbaren Diensten ist beachtlich. Verfügbar sind Apple Music, Spotify, SoundCloud, TuneIn, Deezer, Google Play Music, Juke, Napster, Amazon Music, Pocket Casts, Qobuz, Tidal, Aldi Life Musik und andere.

Angesichts des überdurchschnittlichen Angebots an Musikquellen und der guten Grundfunktionalität ist meine Kritik auf hohem Niveau formuliert. Insgesamt betrachte ich die App weiterhin als eine sehr ansprechende Fernbedienung für das Sonos-System, an der sich der Wettbewerb messen lassen muss. Vorerst ist die App die einzige Möglichkeit, Musik auf Sonos-Lautsprecher zuzuspielen. Für 2018 hat Sonos jedoch angekündigt, Apples überarbeitetes Audio-Protokoll Airplay 2 zu unterstützen. Inwiefern dies ohne Zusatzgeräte geht, oder ob ein umständliches Setup nötig ist, ließ Sonos bisher unbeantwortet.

Riesen-Klangspektakel auf kleinem Raum

Den Sound des Sonos One hat der Hersteller so belassen, wie ihn Nutzer vom Play 1 kennen. Das ist prima, denn an der Klangqualität der kleinsten Lautsprecherkategorie von Sonos ist rein gar nichts auszusetzen. Angesichts des begrenzten Klangkörpers spielt das Audio-System überraschend laut, wuchtig und klar auf. Einen derart raumgreifenden und gleichzeitig präzisen Bass habe ich bei noch keinem anderen Lautsprecher dieser Größe erlebt. Gleichzeitig kommen Mitten und Höhen klar verständlich rüber. Musik mit dem Sonos One zu hören, macht einfach Spaß. Weil die Hardware dem Innenleben des Play 1 entspricht, ist der Klang des Sonos One erwartungsgemäß ebenbürtig.

Bedauerlich ist, dass sich beide Modellvarianten momentan dennoch nicht zu einem Stereopaar kombinieren lassen. Für diese Funktion benötigt ihr vorerst entweder zwei Sonos One oder zwei Play 1. Möglicherweise wird Sonos diese Beschränkung mit einem künftigen Software-Update aufheben. In mein bestehendes Sonos-Setup fügt sich das Testexemplar des Sonos One ansonsten nahtlos ein. Die Übertragung ist wie gewohnt synchron und verzögerungsfrei.

Test-Fazit Sonos One

Mit dem Sonos One betreibt der Hersteller von WLAN-Lautsprechern mit Multiroom-Funktion sinnvolle Produktpflege, die den Trend zu digitalen Sprachassistenten gelungen aufgreift. Obwohl sich die Integration von Alexa offiziell noch im Beta-Status befindet, ist die Performance in meinem Praxistest schon sehr stabil. In den meisten Fällen führen die Sprachkommandos umgehend zum Ziel. Das gegenüber dem fast baugleichen Play 1 leicht aktualisierte Gehäuse ist in seinem Purismus noch einen Tick konsequenter und dürfte Fans hochwertigen Produktdesigns ansprechen.

Sonos One Test
Der Sonos One überzeugt im Test. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Die Klangqualität entspricht der des Play 1 und liegt damit auf sehr hohem Niveau. Wer auf die Alexa-Funktion und das neue Design verzichten kann, kann also auch guten Gewissens zu einem Play 1 greifen. Beide Modelle bleiben zum gleichen Preis von 229 Euro im Programm. Der Sonos One ist hier bestellbar. Sonos will in den kommenden Monaten übrigens ebenfalls den Sonos One um Google Assistant erweitern und damit beide führenden Sprachassistenten integrieren. Bei dem Rennen um Marktanteile im Bereich der Lautsprecher, die nicht nur smart sind, sondern auch noch gut klingen, hat sich Sonos eine vorteilhafte Startposition erarbeitet. Apple-Nutzer dürften jedoch weiter gespannt dem HomePod mit Siri entgegenfiebern, der ebenfalls auf Smartness und Klang setzt, aber – anders als Sonos und Alexa – auch Apple Music per Sprache ansteuern wird.

Sonos bei Amazon (Provisionslink)


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