Ob auf dem Weg zur Arbeit, beim Sport, Kochen oder abends auf dem Sofa – für viele Menschen gehören Podcasts fest zum Alltag. Die Auswahl an Formaten ist riesig: von spannenden True-Crime-Serien über Wissens- und Nachrichtenpodcasts bis hin zu Comedy, Reisen und persönlichen Geschichten. Doch so vielfältig wie die Inhalte sind auch die Plattformen, über die man sie hören kann. Doch was sind die besten Podcast-Plattformen in 2026?
Die Antwort darauf ist weniger eindeutig, als es auf den ersten Blick scheint. Denn nicht jede App passt zu jedem Hörtyp. Während manche Podcasthörer*innen vor allem neue Formate entdecken möchten, legen andere Wert auf Exklusivinhalte, eine besonders einfache Bedienung oder darauf, Musik und Podcasts in einer App zu vereinen. Die Wahl der richtigen Plattform beeinflusst daher maßgeblich, wie komfortabel, abwechslungsreich und persönlich das Hörerlebnis ist.
In diesem Artikel stellen wir dir die fünf besten Podcast-Plattformen vor, vergleichen ihre Stärken und Schwächen und geben eine kurze Empfehlung, für wen sie besonders gut geeignet ist. So findet ihr schnell die App, die am besten zu euren Hörgewohnheiten passt.
Was macht eine gute Podcast-Plattform aus?
Das für viele wohl ausschlaggebende Kriterium einer Podcast-Plattform ist die Größe und Vielfalt des Podcast-Katalogs. Gute Plattformen bieten Zugang zu einer breiten Auswahl an internationalen und deutschsprachigen Podcasts und aktualisieren ihr Angebot regelmäßig. Mitunter gibt es sogar Exklusivinhalte, die bestimmte Plattformen besonders attraktiv machen. Kleinere Plattformen können trotzdem attraktiv sein, wenn die Inhalte dafür eine besonders gute Qualität haben.
Was Nutzer*innen direkt ins Auge fällt ist außerdem die Benutzerfreundlichkeit. Eine gute Podcast-Plattform sollte intuitiv bedienbar sein, eine übersichtliche Navigation bieten und wichtige Funktionen wie Abonnements, Downloads oder die Wiedergabesteuerung schnell zugänglich machen. Gerade für Vielhörer*innen entscheidet der Komfort der App darüber, ob Podcasts gerne und regelmäßig genutzt werden.
Ebenso wichtig ist der Funktionsumfang. Dazu gehören unter anderem personalisierte Empfehlungen, sinnvolle Such- und Filtermöglichkeiten, das Erstellen von Playlists oder Warteschlangen, variable Abspielgeschwindigkeiten sowie ein zuverlässiger Offline-Modus. Solche Funktionen tragen maßgeblich dazu bei, neue Podcasts zu entdecken und Inhalte flexibel in den Alltag zu integrieren.
Nicht zuletzt fließen auch das Kostenmodell und das Verhältnis von kostenlosen zu kostenpflichtigen Funktionen in die Bewertung ein. Viele Podcasthörer*innen möchten Podcasts kostenlos hören, während andere bereit sind, für Werbefreiheit, Komfortfunktionen oder exklusive Inhalte zu zahlen.
Die 5 besten Podcast-Plattformen
Spotify
Spotify hat sich längst vom reinen Musik-Streaming-Dienst zur zentralen Anlaufstelle für Podcasts entwickelt. Nutzer*innen finden hier nicht nur Millionen Songs, sondern auch eine riesige Auswahl an Podcasts aus allen erdenklichen Genres. Die App bietet personalisierte Empfehlungen und kuratierte Playlists und – für Premium-Abonnent*innen.
Besonders für Hörer*innen, die Musik und Podcasts in einer App vereinen möchten und Wert auf einfache Bedienung legen, ist Spotify attraktiv. Allerdings berichten einige Nutzer*innen, dass die Podcast-Funktionen gegenüber spezialisierten Apps noch etwas grundlegender sind und weniger Tiefgang beim Entdecken neuer Formate bieten.
Kosten
Spotify ist grundlegend kostenlos. Das kostenpflichtige Premium-Abo für 12,99€ im Monat (mit Angeboten für Studenten, Familien oder Doppel-Abos) ermöglicht aber Musik ohne Werbung zu hören, Verlustfreie Qualität, Runterladen von Titeln, beliebige Hör-Reihenfolge und Warteschlangen sowie synchrones Streamen mit Freund*innen.
Besonders geeignet für
Menschen, die bereits Spotify für Musik nutzen und Podcasts unkompliziert integrieren möchten. Hörer*innen, die auch kostenlos Podcasts streamen möchten.
Apple Podcasts
Apple Podcasts ist seit vielen Jahren eine der klassischsten Podcast-Plattformen und auf allen Apple-Geräten standardmäßig verfügbar. Die App punktet mit einer breiten Auswahl an Shows, intuitiver Suche und enger Integration in das iOS-Ökosystem, inklusive Siri-Unterstützung und geräteübergreifender Synchronisation. Nutzer*innen können Podcasts abonnieren, Empfehlungen folgen und Episoden direkt auf iPhone, iPad oder Mac speichern.
Besonders für iPhone- und iPad-User ist Apple Podcasts oft die erste Wahl, da die App bereits vorinstalliert ist und sich nahtlos in die Apple-Welt einfügt. Allerdings kann die Oberfläche auf anderen Plattformen als minimalistisch empfunden werden und etwas weniger individualisierte Steuerungsmöglichkeiten bieten als spezialisierte Podcast-Apps. Per Webapp, könnt ihr Apple Podcasts aber auch in jedem Browser öffnen.
Kosten
Apple Podcasts selbst ist umsonst. Die Podcasts selbst haben jedoch die Möglichkeit, Premium-Abos mit exklusiven Inhalten anzubieten.
Besonders geeignet für
Personen im Apple-Ökosystem, die Podcasts bequem über mehrere Apple-Geräte hinweg nutzen möchten. Wer eine kostenlose App möchte, die nichts an ihrem Umfang beschneidet, ist hier ebenfalls richtig.
YouTube / YouTube Music
YouTube hat sich in den letzten Jahren zu einer der besten Podcast-Plattformen entwickelt, da Video-Podcasts in den letzten Jahren stark gewachsen sind. Während klassische Podcast-Apps vor allem Audiodateien verwalten, punktet YouTube mit seiner massiven Reichweite und der Möglichkeit, Podcasts inklusive visueller Inhalte zu erleben.
Auch YouTube Music integriert zunehmend Podcasts in das eigene Angebot, nachdem Google Podcasts eingestellt wurde und viele Hörer*innen auf diesen Dienst migriert sind. Von den Funktionen ist YouTube Music aber leider ein Downgrade. Für Hörer*innen, die Podcasts vor allem visuell konsumieren oder Inhalte entdecken möchten, kann YouTube Music aber die richtige Wahl sein.
Kosten
YouTube und YouTube Music sind generell kostenfrei. YouTube Music Premium kostet 10,99€, YouTube Premium 12,99€ und enthält dabei auch YouTube Music Premium. Beide Abos erlauben euch die werbefreie Wiedergabe und den Download der Titel.
Besonders geeignet für
Nutzer*innen, die Video-Podcasts bevorzugen oder einfach aus der vertrauten YouTube-Oberfläche in die Podcasts einsteigen möchten.
Deezer
Deezer kennt man vor allem als klassischen Musik-Streaming-Dienst aus Frankreich – seit 2007 bringt die Plattform Millionen von Songs, Hörbüchern und Radiosendern auf Smartphones, Tablets und Computer. Neben diesen Angeboten bietet Deezer aber auch eine große Auswahl an Podcasts, die Nutzer*innen direkt in der App entdecken und anhören können.
Die Podcasts sind thematisch sortiert und werden ähnlich wie die Musik in Kategorien und redaktionellen Empfehlungen präsentiert, was die Navigation erleichtert und neugierige Hörerinnen beim Entdecken neuer Formate unterstützt. Eine separate Podcast-Übersicht erleichtert zudem das Finden von Shows, die zu den eigenen Interessen passen. Die Podcasts lassen sich in der App markieren und abonnieren. Allerdings ist Deezer kein rein auf Podcasts spezialisierter Player, sondern integriert das Format in ein breiteres Audio-Streaming-Erlebnis, bei dem Musik und der stimmungsgetriebene „Flow“ weiterhin im Vordergrund steht.
Kosten
Wie die meisten Konkurrenten könnt ihr Deezer mit Werbung kostenlos nutzen. Das Premium-Abo kostet 11,99. Neben Werbefreiheit wirbt Premium mit Downloads, HiFi-Sound, geräteübergreifenden Hören und Funktionen, wie parallel laufende Songtexte.
Besonders geeignet für
Menschen, die Musik und Podcasts in einer einzigen App nutzen möchten und Wert auf ein vielfältiges Audio-Erlebnis legen, ohne separate Podcast-Player zu installieren.
Podimo
Podimo ist eine etwas andere Podcast-Plattform: Sie versteht sich als Premium-Audio-Entertainment-Dienst, der Podcasts, Originalproduktionen und Hörbücher in einem abonnementbasierten Angebot bündelt. Im Gegensatz zu vielen klassischen Podcast-Apps setzt Podimo stark auf exklusive Inhalte, die du nur auf dieser Plattform findest, und hat darüber hinaus eine kuratierte Auswahl an Shows, die von der Redaktion empfohlen werden.
Podimo operiert in mehreren europäischen und lateinamerikanischen Märkten und arbeitet eng mit Creator-Communities zusammen, um hochwertige Produktionen lokaler und internationaler Stimmen zu fördern. Durch den Fokus auf exklusive und teils speziell produzierte Inhalte unterscheidet sich Podimo deutlich von universellen Podcast-Playern – hier geht es weniger um ein breites Verzeichnis aller verfügbarer Podcasts und mehr um ein Premium-Hörerlebnis mit kuratierten Formaten.
Kosten
Podimo ist generell kostenlos. Die rein auf Podcasts und Hörbücher spezialisierte Plattform bietet aber auch ein vergleichsweise günstiges Premium Abo für 4,99€. Neben exklusiven Podimo-Podcast und unbegrenzten Open-RSS-Inhalten, beinhaltet das Abo auch monatlich 20 Stunden Hörbuchzeit. Das teurere Premium Plus-Abo (13,99€) richtet sich stärker an Hörbuch-Nutzer*innen mit 100 Hörbuch-Stunden-
Besonders geeignet für
Hörer*innen, die exklusive Shows und hochwertige Original-Inhalte schätzen und bereit sind, für ein kuratiertes Podcast-Erlebnis zu zahlen.
Die besten Podcast-Plattformen sind sich sehr ähnlich
Eine wirklich falsche Wahl könnt ihr bei den Plattformen zum Glück kaum treffen, da sie sich sehr ähneln. Gerade die hybriden Musik- und Podcast-Plattformen haben ein sehr ähnliches Angebot mit ähnlich hohen Abo-Preisen.
Auch leben die Plattformen weitgehend von Empfehlungs-Algorithmen. Das sieht ähnlich aus, wie auch bei den Serien- und Film-Streamingdiensten. Für die gezielte Suche nach neuen Podcasts sind Podcast-Suchmaschinen oder Chat-KIs gegebenenfalls die bessere Wahl.
Da die Plattformen an sich alle kostenlos nutzbar sind, könnt ihr sie euch zum Glück alle erst anschauen, bevor ihr euch eventuell für ein Premium-Abo entscheidet. Nutzt ihr bereits einen der Dienste ohnehin für Musik, verpasst ihr nicht übermäßig viel, wenn ihr ihn auch zu eure Nummer-1-Podcast-Plattform macht.
Image by Karolina Grabowska (kaboompics) via Pexels
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