Die Amerikaner können schon lange im Web Fernsehen. Vor allem Serien und bestimmte Sitcoms oder tägliche Talkshows sind dort beliebt und hulu.com liefert die Plattform dafür - kanalübergreifend. Als in Deutschland die öffentlich-rechtlichen Sender ihr Angebot im Netz ausweiteten, sahen die privaten Sender die Freiheit des Marktes beschränkt durch die gebührenfinanzierten Angebote. Denn anders als die öffentlich-rechtlichen Mediatheken mussten und müssen sich ihre Sendungsarchive im Netz via Werbung finanzieren. Jetzt schließen sich die RTL-Gruppe und ProSieben.Sat1 zusammen und wollen eine hulu-ähnliche gemeinsame Plattform ins netz bringen, wo man all die verpassten Sendungen und Serien im nachhinien (nochmal) sehen kann.

Vordergründig macht das Sinn, denn man muss nicht dieselbe Technologie des Archivierens, des Streamings und der Werbevermarktung mehrmals erfinden und umsetzen. Und sogar die öffentlich-rechtlichen Sender betrachten dieses Entwicklung mit Wohlwollen und schließen nicht grundsätzlich aus, dabei zu sein. Ob allerdings die Kartellwächter der EU dabei mitspielen bleibt fraglich. In England wurde so ein joint venture namens Kangaroo mit der BBC gerade gekippt und auch in den USA steht hulu vor einer kritischen Prüfung der kartellsensiblen Obama-Administration... [MEHR]
Das Problem von Twitteruser Marcel Raimann kennen die meisten, die schon einmal den Versuch gestartet haben, die Großeltern an den Computer heranzuführen. Um die ältere Generation doch noch zum Silver Surfer zu machen, benötigt man Geduld und vor allem Zeit – ausgerechnet diejenigen Faktoren, an denen es der heutigen High Speed Gesellschaft oft mangelt.

Die größten Hemmschwellen bestehen aufgrund der englischen Fachsprache, die im Internet omnipräsent ist. Die Sprachbarriere bewirkt, dass das Internet im Extremfall sogar als gefährlich wahrgenommen wird. Aus Angst, aus Versehen etwas zu kaufen, zu abonnieren oder vor einer mangelnden Gewährleistung des Datenschutzes findet eine Nutzung gar nicht erst statt. Dabei bietet das Web gerade für Senioren jede Menge Möglichkeiten, um sich mit Gleichgesinnten in Foren auszutauschen, schnell und bequem nach Informationen zu suchen oder einfach den Kontakt zu alten Freunden wieder aufleben zu lassen, die man über die Jahre aus den Augen verloren hat...

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Link: http://woorkup.com/ (in den Kommentaren dort sind noch fehlende Länder angesprochen wie bspw. Weissrussland.) via @geffkenmiyamoto

Quelle der Daten: ONI http://opennet.net/ [MEHR]
In der WoZ, der „Wochenzeitung„, habe ich einen ausgezeichneten Artikel gelesen über die langfristige Speicherung von Informationen im Internet, insbesondere bei Google, und was das für die Nutzer und unsere Gesellschaft als Ganzes für Folgen haben kann.

Eine mit Einzelheiten vollgestopfte Welt

Unter dem Titel „Googles gnadenloses Gedächtnis“ wird der Leserin, dem Leser geradezu ein Lehrstück über Erinnerung und Vergessen geboten. Am Beispiel von Ireneo Funes, dem Protagonisten einer Kurzgeschichte von Jorge Luis Borges, wird aufgezeigt, dass ein perfektes Erinnerungsvermögen, das Funes als Folge eines Reitunfalls erlangt, mehr Fluch denn Segen sein muss. Ohne Vergessen ist Denken nur schwer möglich, denn „Denken heisst, Unterschiede vergessen, heisst verallgemeinern, abstrahieren. In der vollgepfropften Welt von Funes gab es nichts als Einzelheiten.“ Google stellt im Grossen eine mit Einzelheiten vollgestopfte Welt dar, die nicht vergessen kann. Dies musste Andrew Feldmar, ein Psychoptherapeut aus Vancouver bei seiner Einreise in die USA erfahren. Er hatte in einem wissenschaftlichen Artikel 2001 geschrieben, in früheren Jahren LSD probiert zu haben. Bei seiner Einreise in die USA fünf Jahre später googelte ein Grenzbeamter seinen Namen, worauf er auf den erwähnten Artikel stiess. Da Feldmar gegenüber dem Beamten seine Aussage im Artikel bestätigte, wurde ihm beschieden, er gelte hiermit als Drogenkonsument und dürfe deshalb nicht in die USA einreisen. Auch später war ihm die Einreise in die USA nur mit einer Sondergenehmigung möglich... [MEHR]
Anläßlich der Diskussion um das Web und dessen Auswirkungen nicht zuletzt im öffentlichen Fernsehen, ist es offenbar an der Zeit, einige Vorurteile und Legenden zu beleuchten. Denn um eine profunde Diskussion darüber zu führen, was es kann das weltweite Datennetz, wäre es hilfreich, seine Anfänge und Vorhaben in den Blick zu nehmen, da die primäre Gestaltung dieses Netzes Folgen hatte, die wir heute zumindest teilweise in den Menschen oder die Gesellschaft verlegen.
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Die Initiative D21 und tns infratest geben ja bekanntlich den (N)Onliner-Atlas heraus, in dem minutiös das Web-Nutzungsverhalten der deutschen Bevölkerung abgebildet sein soll. Die Wahrheit erblickt das Licht der Welt über den Umweg von telefonisch abgefragten Daten bei rund 1000 Menschen.
Aktuell handelt es sich in diesem Rahmen um eine Studie über eine Typologisierung der Webnutzer anhand einiger Kriterien des Umgang mit dem Web. Man unterscheidet dabei das sogenannte "digitale Potenzial", das auf Infrastruktur, Kompetenz und Wissen lädt sowie der "Einstellung und Nutzung", welches auf Nutzungsinstensität und -vielfalt sowie auf Einstellung lädt. Wie seinerzeit die Sinusmilieus ist hier wieder ein Schubladendenken am Werk, das dem exceltrunkenen Budgetverantwortlichen Argumente für oder gegen eine (Werbe)Aktion an die Hand geben soll. Oder präziser: Wer im Internet Millionen machen will, möge doch bitte erstmal die reine, empirische Wahrheit der Segmentierung der Webnutzer goutieren. Es treten auf:
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Plaque bedeutet Schild. Es ist bekannt als Belag aus Speiseresten und unseren ganz persönlichen Bakterien. Genau dasselbe Zeug finden wir auf jeder Website im Netz. Reste aus erlerntem Wissen und unser persönlicher Senf oben drauf. Wer in der letzten Zeit die Diskussionen rund um Chancen und Gefahren der digitalen Speisen im Netz verfolgte, wunderte sich nicht selten. Allen Ernstes diskutierten Wissenschaftler und Experten den inhaltlichen Kontext von menschlicher Sinnbildung und Mustererkennungsprozessen beim Durchforsten von Tabellenzellen in Datenbanken. [MEHR]
Drüben bei Netzpolitik habe ich folgendes Video mit dem Titel Trillions gefunden. Eine kurze Vorabversion einer längeren Webvideo-Doku zu Computern und dem Netz. [MEHR]
newspaperImmer dann, wenn ich eine Zeitung in die Hand bekomme, überfliege ich die mühsam neu gestalteten, aber immer selben Agenturnews, die ich ein oder zwei Tage zuvor im Netz schon gelesen habe. Dann suche ich den Teil, der eigentlich eine Zeitung ausmachen sollte und finde in deutschen Zeitungen zumeist wenig Erbauliches. Früher habe ich jede Zugfahrt genossen, weil ich die Zeit hatte, anspruchsvolle und tiefschürfende Texte in den Zeitschriften zu lesen. Leider waren sie damals immer zu kurz, weil jeder Verleger unbedingt general interest adressieren wollte. Seither lese ich nur noch die “DU” aus der Schweiz und untersuche die andere Blätter, wenn sie irgendwo rumliegen oder ich mich auf dem Flughafen frei bedienen kann. Es hat sich eine Menge verändert. [MEHR]
hürdenläufer in akton Relaunch ist ein beliebtes Wort im Web. Kündigt ein Onlineshop, ein Nachrichtenportal oder ein soziales Netzwerk einen Relaunch an, hält sich meine Begeisterung meist in Grenzen. Stattdessen frage ich mich, ob ich die Seite zukünftig noch werde nutzen können. Für blinde und sehbehinderte Menschen ist das Bewegen im Netz nicht Surfen, sondern ein Hürdenlauf. Denn schließlich muss der Screenreader die Website so umsetzen, dass sie mit Vergrößerungssoftware, Braillezeile oder Sprachausgabe gelesen werden kann. [MEHR]
 
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