Wikipedia-LogoWikipedia soll einfacher werden. Die beliebte Web-2.0-Enzyklopädie möchte eine Großspende der Stanton Foundation über 890.000 $ ausschließlich in die Vereinfachung des Benutzerinterfaces investieren. Hintergrund ist, dass die Enzyklopädie zwar häufig genutzt werde, aber nur ein geringer Teil der Nutzer auch aktiv an Beiträgen mitschreibe. Ein Grund könnten die vielen Regeln und technischen Voraussetzungen sein, die zum Verfassen eigener Beiträge notwendig seien. Dadurch könnten technisch weniger affine Menschen von einer Mitarbeit abgeschreckt werden. Bearbeiten-Ansicht in Wikipedia Wikipedias Bearbeiten-Ansicht: auf dem Weg zu größerer Nutzerfreundlichkeit? Das Projekt startet Januar 2009 und soll drei Programmierer, einen Userinterface-Spezialisten und einen Projektmanager finanzieren, die sich ausschließlich mit Verbesserungen der Usability auseinandersetzen werden. Bestandteil des Projekts sind neben technischen Verbesserungen auch ausgedehnte Tests mit Nutzern, um Zugangsbarrieren ausfindig zu machen.[via heise] [MEHR]
Wieder ein lesenswerter Beitrag bei Wortgefecht: der Blog setzt sich in einem aktuellen Beitrag mit der digitalen Spaltung zwischen verschiedenen Generationen auseinander. Die These, die auf verschiedenen Quellen beruht: die Nutzerkompetenz im Internet unterscheide sich so sehr zwischen den vor 1970 und den nach 1980 Geborenen, dass von einer digitalen Spaltung in "Digital Immigrants" und "Digital Natives" gesprochen werden könne. Die jüngere Generation sei dabei schon von Kindestagen an mit Computerspielen und dem Netz vertraut, was zu großer Akzeptanz und Risikobereitschaft in Bezug auf die neuen Medien führe. Im Gegensatz dazu tue sich die ältere Generation schwerer und verstehe oft gar nicht, was das Internet eigentlich bedeutet. Have You Seen CNN Lately? Neben der Altersbarriere seien jedoch auch regionale Unterschiede, gerade in Bezug auf die Verfügbarkeit von Breitbandanschlüssen in ländlichen Regionen sowie Zugangsbarrieren wie etwa unterschiedliche Behinderungen wichtig. Der lesenswerte und vorbildlich belegte Beitrag zeigt noch einmal, wie wünschenswert ein möglichst uneingeschränkter Zugang ins Netz wäre. Doch hier sind nicht nur die Telekommunikationsanbieter gefordert, sondern auch die Betreiber von Webseiten selbst: denn sie müssen auf eine möglichst große Zugänglichkeit achten, was sowohl technische Bedinungen, Benutzerführung als auch inhaltliche Voraussetzungen einschließt. [MEHR]
Aza Raskin von Mozilla Labs hat eine neue Firefox-Extension veröffentlicht, die eine neue Dimension der Benutzerführung einläuten soll: Ubiquity (Installation von Ubiquity). Ubiquity, das gegenwärtig noch in einer ersten Alpha-Version verfügbar ist, soll vor allen Dingen in zwei Bereichen Fortschritte liefern:
  • Bedienung des Browsers über natürliche Sprache: Ubiquity erlaubt es, einfache Befehle wie "Übersetzen" oder "Karte" in ein Eingabefenster einzugeben und auszuführen. Danach greift Ubiquity auf geeignete Web-Dienste zurück, um die gestellte Aufgabe zu lösen.
  • einfache Erstellung von MashUps: Ubiquity vereinfacht die Erstellung von MashUps. So soll es nicht nur Webentwicklern vorenthalten bleiben, Dienste miteinander zu kombinieren.
Screenshot: Übersetzen mittels Ubiquity Ubiquity lässt sich sowohl durch eigene als auch durch von anderen Nutzern bereitgestellte Befehle erweitern [via Mozilla Labs].
Ubiquity for Firefox from Aza Raskin on Vimeo. [MEHR]