Was können die Smart Glasses von Meta und Ray-Ban?

Habt auch ihr schonmal vergessen wo euer Auto parkt? Euch gefragt aus welchem Jahr das Gebäude vor euch wohl stammt? Oder welche Rasse die kleine Katze hat, die euch gerade über den Weg läuft? Dann könnten die Smart Glasses von Meta genau das Richtige für euch sein. 

Smart Glasses setzen euch einen Mix aus Kamera, Telefon und Computer direkt auf die Nase. Sie sehen auf den ersten Blick aus wie normale Brillen, können aber telefonieren, fotografieren und sogar livestreamen. Anders als die smarten Brillen von Apple oder Google sind sie speziell für den Alltag entwickelt. Durch einen integrierten künstlich-intelligenten Assistenten können die Smart Glasses in Echtzeit eure Fragen beantworten und interessante Hintergrundinformationen liefern.  

Anders als die bekannten VR-Brillen, seht ihr eure Realität durch ihre Gläser, und taucht in keine fremde Welt ein. Vielmehr entwickeln sich die Brillen in Richtung AR-Brillen, die Digitales und die Realität verschmelzen. Mehr über den Unterschied zwischen VR- und AR-Brillen könnt ihr hier erfahren.

Seit 2020 arbeiten der US-Tech Gigant, der auch hinter Social Media Plattformen wie Facebook und Instagram steckt, und die Brillenmarke Ray-Ban an alltagstauglichen smarten Brillen. Mit ihrem schlichten Design gehörten sie zu den ersten smarten Brillen, die optisch kaum von normalen Brillen zu unterscheiden waren.  
Die Vorläufer der KI-Brillen, Ray-Ban Stories, erschienen 2021 und funktionierten primär als Aufnahme-Brillen. Sie konnten Bilder, Videos und Sound mit integrierten Mikrofone aufnehmen und über Bluetooth-Kopfhörer abspielen. Die Modelle der folgenden Generationen bringen eine bessere Kamera- und Mikrofonqualität, Spritzwasserschutz und die Einführung des KI-Assistenten Meta AI 

Was diese Modelle ausmacht und welches am besten zu euch passt, erfahrt ihr in diesem Artikel. 

Was können die Smart Glasses?

Die Smart Glasses nutzen mittlerweile den hauseigenen KI-Assistenten Meta AI. Dieser wird auch größtenteils zur Bedienung der smarten Brille genutzt und primär mit der Stimme bedient. Er kann über in der Brille integrierte Lautsprecher Fragen beantworten, sowie per Sprachbefehl Fotos und Videos aufnehmen oder Anrufe entgegennehmen. Mit der Einführung des KI-Assistenten machte Meta einen entscheidenden Schritt von der aufnahmefähigen Brille zum einem tragbaren, smarten Gadget. 

Dabei machen die Smart Glasses Gebrauch von Snapdragon AR-Prozessoren, die im rechten Brillenbügel verbaut sind. Die kleinen Chips gelten als Branchenmaßstab und wurden extra für smarte Brillen entwickelt, denn sie bieten eine hohe Leistungsfähigkeit bei geringem Energieverbrauch. Durch den Chip können Sprachbefehle und Medien lokal verarbeitet und in Echtzeit an die Meta-Cloud weitergegeben werden. Hier erreichen sie den KI-Assistenten.  
Wenn euch also eine Katze über den Weg läuft und ihr euch fragt welche Rasse sie wohl haben könnte, erlaubt diese Zusammenarbeit es euren Smart Glasses die Katze zu erkennen, zu analysieren und schließlich zu identifizieren. 

Im rechten Bügel der Brillen sind neben dem Prozessor auch der lokale Speicher und Teile des Akkus verbaut, der sich für gleichmäßige Gewichtsverteilung über beide Bügel verteilt. Außerdem befindet sich hier ein Touchpad, mit dem Träger*innen Fotos schießen, Audio wiedergeben und Lautstärken einstellen können.
Essenziell für das Funktionieren der Smart Glasses ist die Meta App. In ihr können die Fotos dauerhaft gespeichert und die Einstellungen der Smart Glasses verwaltet werden.

Und die Brillen kommen gut an. Laut der Pressemeldung der Mutterfirma von Ray-Ban, EssilorLuxottica, wurden im Jahr 2025 über sieben Millionen Brillen verkauft – das dreifache vom Jahr davor. Mittlerweile gibt es mehrere Generationen der Smart Glasses. Jede Generation umfasst mehrere Modelle mit einer Vielzahl an Fähigkeiten, die im Laufe der Zeit optimiert wurden. 

Meta Glasses auch als Sehhilfen geeignet?

Die Brillen sind mit Sehstärken von –6,00 bis +6,00 Dioptrien kompatibel und können so auch als Sehhilfe genutzt werden. Auch eigene Gläser können eingesetzt werden, da auch nur das Gestell mit der Technik erworben werden kann.  
Viele Varianten der Brillen kommen außerdem mit den sogenannten Transitions-Gläsern. Sie reagieren auf UV-Licht und passen sich ganz ohne Technik automatisch den Lichtverhältnissen an. So können sich klare Gläser innerhalb von Sekunden in getönte Sonnenbrillengläser mit UV-Schutz verwandeln. Bei dem chemisch-physikalischen Vorgang verändern photocrome Moleküle in den Gläsern der Brille ihre Struktur. Bei Sonneneinstrahlung absorbieren sie mehr Licht und erscheinen dunkler, sobald das UV-Licht verschwindet wird das Glas wieder klar.  

Die erste Generation 

Die erste Generation der Meta-Ray-Ban Brillen erschien im September 2023, zunächst noch ohne einen KI-Assistenten. Dieser kam erst ein paar Monate später, im Dezember 2023, per Update dazu. 
Gen 1 besteht aus drei Modellen: Wayfarer gedenkt mit seinem eckigen Rahmen dem klassische Ray-Ban Brillendesign, Skyler bietet eine elegante Cat-Eye Optik und der abgerundete Rahmen von Headliner erinnert an Harry Potters Brillenmodell. Während das Wayfarer-Modell nur in gänzend oder matt schwarz erhältlich ist, kann Skyler auch in kreidegrau und Headliner in karamell gekauft werden.  
Die Gläser der Modelle kommen entweder klar, mit Blaulichtfilter und bei Bedarf mit Sehstärke, oder getönt, für smarte Sonnenbrillen. Eine Kombination aus beidem bieten die Transitions-Gläser. 

Normalerweise gibt es das günstigste Modell, Headliner, ab 287 Euro. Die beiden anderen Smart Glasses bewegen sich preislich im Bereich von 329 Euro bis 409 Euro. Der Preis ändert sich je nach Farbe, wobei die schwarz glänzenden Modelle am kostengünstigsten sind.  
Da jedoch vor kurzem zwei neue Modelle der zweiten Generation auf den Markt kamen, sind alle Modelle der Gen 1 momentan um 25% reduziert. Somit gibt es Headliner gerade schon ab 215 Euro, die anderen starten bei 246,75 Euro. So viel in etwa kostet auch eine normale Ray-Ban Brille, oder Sonnenbrille. Mit einem Gewicht von rund 50 Gramm sind die Smart Glasses auch kaum schwerer als reguläre Brillen. 

Die Technik

Alle drei Smart Glasses verfügen über eine 12-MP-Ultraweitwinkelkamera, die in einer 1080 Pixel Auflösung filmt. Außerdem ist sie mit diversen Vorkehrungen ausgestattet, die Bild- und Tonaufnahmen stabilisieren sollen. Dazu gehören unter anderem ein Beschleunigungssensor, ein Hallsensor und ein Gyroskop.

Um heimliches Filmen zu verhindern, leuchtet am Rand des Brillenrahmens bei Videoaufzeichnungen eine kleine LED-Lampe auf. Die Aufnahmen werden in HD-Qualität auf dem 32 GB Flash-Speicher der Brille gesichert. Insgesamt bietet dieser Platz für über 500 Fotos und mehr als 100 Videos, sofern sie nicht länger als 30 Sekunden sind. 
Zusätzlich in der Brille verbaut sind fünf Mikrofone, die zusammen die Stimme der Träger*innen durch Unterdrückung von Umgebungsgeräuschen, wie Wind oder Verkehrslärm, isolieren. In den Brillenbügeln befinden sich zwei Open-Ear-Lautsprecher, die den Sound direkt ans Ohr tragen. So können Träger*innen ohne Kopfhörer – und ihre Hände – Musik hören, Sprachnachrichten verschicken, telefonieren und sogar Videoanrufe tätigen. 

Wie diskret die Lautsprecher wirklich sind, fand Reporter Meini von der PULS Reportage in einem Test der Smart Glasses heraus. 

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Tatsächlich konnten seine Mitarbeiter*innen in einem ruhigen Raum jedes Wort von Meinis Telefonat mitverfolgen. Auch die Akkulaufzeit teste er, und fand heraus, dass eine vollgeladene Brille beim Filmen im eisigen bayrischen Winter gerade Mal zehn Minuten durchhält. Eigentlich gibt Meta auf seiner Seite jedoch an, dass die Smart Glasses nach einer Ladung vier Stunden halten sollen. Das inkludierte Lade-Etui soll im vollgeladen Zustand bis zu 36 zusätzliche Stunden sichern. 

Die zweite Generation  

Die doppelte Akkulaufzeit ist eine von mehreren Upgrades, die die Gen 2 der Smart Glasses des Tech-Giganten mit sich bringt. Auch das Lade-Etui bekam mehr Power, und sorgt für zusätzliche 48 Stunden Akkulaufzeit. Außerdem kann die neuen Brille längere, und dank der neuen 3K Ultra HD-Kamera, auch schärfere Videos aufnehmen.  

Der Fokus der neuen Generation, die im September 2025 erschien, liegt jedoch auf den Möglichkeiten der integrierten künstlichen Intelligenz. Besonders zeichnet sich diese durch die Objekterkennung, -analyse und –identifizierung in Echtzeit aus. 

Designtechnisch blieben Meta und Ray-Ban zunächst bei ihren altbekannten Modellen. So wurden Wayfarer, Skyler und Headliner lediglich optimiert, nicht ersetzt.  
Preislich starten die Smart Glasses der Gen 2 bei 419 Euro für die schwarz-glänzenden Varianten, und enden bei 499 Euro. Die neue Generationen brachte auch neue Gestellfarben mit sich. So gibt es Wayfarer zusätzlich in einem gläzend-transparentem grau und kosmischen blau. Skyler bietet Alternativen in kreidegrau und mystisch-violett an, Headliner kommt neben schwarz auch in pfirsich und asteroidgrau. 

Etwa ein halbes Jahr später, im April 2026, veröffentlichte der Tech-Gigant zwei neue Designs der Gen 2. Blayzer mit rechteckigem Rahmen, Scriber als rundere Alternative. Der Schwerpunkt der neuen Modelle liegt besonders auf der Optimierung des Tragekomforts und verbesserter Sehstärken-Kompatibilität. Mit austauschbaren Nasenpads, anpassbaren Bügelenden und flexibleren Scharnieren, um die Schläfen zu entlasten, wollen sich die neuen Modelle noch mehr in eine alltagstaugliche Richtung entwickeln. Auch an der Verbesserung der Tonqualität wurde gearbeitet. Mit einem zusätzlichen Mikrofon, nun sind es sechs statt fünf, können die Brillen Stimmen noch klarer aufnehmen. So wird auch der KI-Assistent optimiert, da er primär über Sprachbefehle gesteuert wird. 

Die brandneuen Smart Glasses liegen mit 469 Euro preislich zwischen den anderen Modellen ihrer Generation. Neben den typischen schwarzen Varianten gibt es Blayzer zudem in eisgrau und dunkeloliv und Scriber in stone-beige und umbra. 

Die Meta Ray-Ban Display-Brille

Die Meta Ray-Ban Display-Brille bringt, wie der Name schon vermuten lässt, eine neue Innovation: das Display. Das Vollfarbendisplay sitzt in der rechten Linse der Brille. Es kann Textnachrichten, Navigationshinweise oder sogar Live-Untertitel zu Unterhaltungen, in vielen Sprachen, in einer 600 x 600 Pixel-Auflösung anzeigen. Die Kamera ist, ähnlich wie bei der ersten Generation, eine 12-MP-Kamera. 

Durch das Display macht die Brille einen großen Schritt in Richtung AR-Brillen. Augmented Reality-Brillen, oder erweiterte Realitätsbrillen, sind im Grunde Brillen, die per Display digitale Informationen in die reale Welt einbetten. 

Geliefert wird die Brille zusammen mit dem Meta Neutral Band, einem Armband, welches auf Handbewegungen reagieren soll. Dabei erfassen EMG-Sensoren im Armband Muskelbewegungen im Handgelenk, sodass Träger*innen selbst beim Abwasch vernetzt bleiben können. Zusätzlich kann das Display über das Touchpad im rechten Brillenbügel oder Sprachbefehle gesteuert werden. 

Mit ihren 799 US-Dollar, also etwa 684 Euro, ist sie deutlich kostspieliger als ihre Vorgänger. Sie bietet außerdem ein geringeres Angebot kompatibler Sehstärken, anstelle von –6,00 bis +6,00 Dioptrien, eignet sie sich nur für -4,00 bis +4,00. Aktuell gibt es nur eine Variante der Display-Brille, deren Gewicht das der anderen Modelle übertrifft. Dank des integrierten Displays wiegt sie rund 70 Gramm, anstelle von 50 Gramm. Sechs Stunden hält die Brille am Stück durch, zusätzliche 24 Stunden liefert das praktische Lade-Etui. Das Neutral Band hat eine Akkulaufzeit von 18 Stunden. 

Der Demo-Fail

Offiziell vorgestellt wurde die Display-Brille im September 2025 von Meta-CEO Mark Zuckerberg bei der Meta Connect 2025. Dabei passierte ihm live auf der Bühne ein Fauxpas: Es gelang ihm, trotz mehrerer Versuche, nicht, mit dem Neutral Band einen Videoanruf über die Brille entgegenzunehmen.

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Trotz des Demo-Fails ist die Nachfrage nach der innovativen Display-Brille hoch. So hoch, dass sie seit ihrem Verkaufsstart Ende September 2025 nur in den USA zu kaufen ist. Der für Anfang 2026 geplante Marktstart in Europa wurde aufgrund dieser Nachfrage, und begrenzter Produktionskapazitäten, auf unbestimmte Zeit nach hinten verschoben. Deshalb ist die Brille hierorts schwierig, und nur als Import, zu ergattern.  

Meta x Oakley 

Wer nach einer athletischen Alternative sucht, wird bei der Kooperation von Meta und Oakley fündig. Zusammen arbeiten sie an Modellen, die bessere Einblicke in körperliche Fähigkeiten liefern sollen, und dabei die Möglichkeit bieten persönliche Bestleistungen festzuhalten und zu teilen. 

Das erste Modell, Oakley Meta HSTN, das aus dieser Kooperation hervorgingen, erschien noch vor der Display-Brille im Juni 2025. Die Brille hat runde Gläser und einen markant-runden Rahmen, der in schwarz, weiß, braun und light-curry erhältlich ist. Das auffällige an den Oakley Brillen sind aber die Gläser. Sie sind stark getönten und kommen in den verschiedensten Farben. Mit amethyst, braun, schwarz, rot, orange oder hellblau ist für wohl alle etwas dabei. Eine schlichte Alternative bietet die schwarze Brille mit klaren Gläsern.
Bis zu acht Stunden hält der Akku der Brille, 48 weitere kommen mit dem Lade-Etui dazu.
Preislich bewegt sich die HSTN-Brille im Bereich von 439 bis 519 Euro, je nach Rahmen- und Glasfarbe. 

Vier Monate später, im Oktober desselben Jahres, erschien das finale Modelle der Zusammenarbeit, die Oakley Meta Vanguard-Brille. Optisch erinnert sie mit ihrem schmalen Rahmen und großflächigen Gläsern an eine Rennradbrille. Passend dazu sind die Open-Ear-Lautsprecher für Wind optimiert. Wer die Brille beim Fahrradfahren nutzen möchte, sollte nicht länger als neun Stunden unterwegs sein, oder das Lade-Etui für 36 zusätzliche Stunden dabei haben. 
Der Brillenrahmen kommt in schwarz oder weiß, das Highlight sind die bunt gefärbten Gläser, die allerdings nicht in Sehstärken verfügbar sind. Sie kommen in schwarz, rot, pink, gelb, hellblau und rosé-gold. Vanguard ist etwas teurer als HSTN, bis auf eine Variante kosten alle 549 Euro. Lediglich die schwarz-rote Version hat einen Preis von 629 Euro.  

Von den technischen Eigenschaften erinnern die beiden Sport-Modelle an den Gen 1 von Meta und Ray-Ban. Beide besitzen eine 12-MP-Ultraweitwinkelkamera, zwei Lautsprecher, fünf Mikrofone und einen 32-GB-Speicher im Rahmen. 

Welche Brille passt am besten zu mir? 

Es gibt also die verschiedensten Ausführungen der smarten Meta-Brillen. Für Laien eignet sich besonders die erste Generation, die der zweiten lediglich in Kameraqualität und Akkuleistung nachsteht. Obendrein ist sie derzeit um 25% reduziert und bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.  

Wer mehr Wert auf eine unauffälligere und alltagstaugliche Optik legt, dem empfehlen wir die neuen Modelle der Gen 2, Scriber und Blayzer. Sie ähneln am ehesten dem Design regulärer Brillen und wirken auf den ersten, und auch auf den zweiten, Blick nicht wie die typischen Smart Glasses. 

Für Sportler*innen bieten sich natürlich die Brillen aus der Meta und Oakley Kooperation an. Welches Modell hier bevorzugt wird, liegt sehr an der persönlichen optischen Präferenz.  

Das innovative Display-Modell ist am teuersten und, vor allem in Deutschland, auch am schwersten zu ergattern. Für waschechte Brillen-Nerds könnte es jedoch ein spannendes Investment sein. 

Alternativen zu den Meta Glasses

Auch andere Unternehmen sind schon auf den Zug der Smart Glasses aufgesprungen. Eine gute und billige Alternative bietet die KI-Brille von Rokid mit 299 Euro. Die Rokid AI Glasses Style erschien im Januar 2026 und kommt mit einem schwarzen Rahmen und getönten, D-förmigen Gläsern. Die Gläser können allerdings auch durch klare Linsen mit Sehstärken mit bis zu +15,00 Dioptrien ausgetauscht werden.
Besonders an dieser Brille ist ihre Alltagstauglichkeit. Mit nur 38,5 Gramm ist sie leichter als die Meta Glasses und erinnert auch optisch an eine ganz normale Brille.

Auch in den technischen Aspekten steht sie den ersten Generationen der Meta Glasses in nichts nach. Die Rokid AI Glasses haben ebenfalls eine 12-MP Kamera, 32 GB Speicherplatz und verwenden den Snapdragon Prozessor. Zusätzlich hat sie eine Akkulaufzeit von 12 Stunden und kommt ebenfalls mit einem Lade-Etui. Auch einen KI-Assistenten bietet die Rokid Brille, ChatGPT und Gemini können Träger*innen alle möglichen Fragen beantworten.

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Für alle deren Interesse die Display-Brille geweckt hat, haben wir eine in Deutschland verfügbare Alternative: die XREAL One Pro AR Brille für 649 Euro. Sie geht, wie der Name vermuten lässt, stark in Richtung der Augmented Reality-Brillen, bleibt optisch aber nahe an Standard-Brillen. Ihre Standardgläser bieten hundertprozentigen UV-Schutz und können auch durch Korrekturgläser ersetzt werden.
Mit 87 Gramm ist die XREAL-Brille zwar schwerer als die Meta-Brille, bietet dafür aber ein Display, welches beide Linsen bespielen kann. Träger*innen können selbst individuell anpassen, wie viel Raum der Gläser ausgefüllt werden soll. Außerdem können sie beim Schauen von Filmen oder Spielen von Videospielen auf die brandneue 3D-Funktion zuzugreifen. Der Sound den die Brille dabei abspielt, wurde speziell von Bose entworfen. Einem Unternehmen, welches auf Artikel mit Audiofunktionen spezialisiert ist.

In der Brille ist allerdings keine Kamera integriert. Die Kombination aus Display und Kamera ist sehr selten, da bei den meisten Brillen der Fokus entweder auf der Darstellung des Displays oder der Qualität der Aufnahmen liegt. Die XREAL Eye-Kamera kann für 119 Euro zusätzlich erworben werden und an die Brille angesteckt Fotos und Videos aufnehmen.

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Die Problematiken dabei 

Doch was passiert eigentlich mit unseren Daten, die die Meta Smart Glasses aufnehmen? Wo landen sie, und wer sieht sie?  
Eine berechtigte Frage, wie sich im Laufe diesen Jahres herausstellte. Die schwedischen Zeitungen Svenska Dagbladet und Göteborgs-Posten begaben sich auf die Spuren unserer Bilder, Videos und Tonaufnahmen und fanden Erschreckendes heraus. In riesigen Unternehmen müssen menschliche Mitarbeiter*innen stundenlang bei geringem Lohn die Aufnahmen der Brillen auswerten. Und das in Ländern ohne Mindestlohn, in denen Jobs wie dieser große Zukunftsperspektiven bieten. Was sie dabei sehen? Alles was die Brillen aufnehmen – selbst wenn keine Videoaufnahme gestartet wurde. 


Image by Meta via Meta Newsroom

Studiert Medien und Kommunikation in Hamburg. Interessiert sich besonders für digitale Trends und Entwicklungen und dafür, wie sie unsere Welt verändern.


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