VPN Verbindung einrichten – Anbieter im Vergleich

Wir Netzpiloten bewegen uns seit vielen Jahren intensiv in den digitalen Netzen. Wir verstehen unsere Aufgabe auch als praktische Hilfesteller. Aktuell gibt es für viele eine wichtige Frage: Wie kann ich im Homeoffice sicher auf die Daten in meiner Firma zugreifen? – Die Antwort darauf sind sogenannte Virtual Private Networks (VPN), die uns mit einem kleinen Programm einen sicheren „Tunnel“ schaffen. Dabei gilt es eben zu unterscheiden zwischen VPN Anbietern, die für die private Nutzung gebraucht werden können und solchen, die in Firmen-Netzwerken Anwendung finden. Hier findet ihr eine Übersicht zum Thema Office VPN, sowie die bekanntesten VPN Anbieter im Vergleich. Außerdem erklären wir, wie ihr einen Office VPN verwendet.

Doch VPN Anbieter können neben der Verbindung zu einem Firmennetzwerk noch einen anderen Zweck erfüllen. Seit vielen Jahren ist nämlich die Frage nach dem Schutz der Privatsphäre im Internet für alle von uns ein ständiger Begleiter geworden. Während viele Menschen offenbar sorglos mit ihren Daten im Digitalen umgehen, bewegen viele andere Anwender doch einige grundsätzliche Fragen:  Was stellen E-Commerce Anbieter eigentlich mit meinen Daten an? Was passiert wenn meine Daten zum Beispiel für politische Wahlen genutzt werden, um systematisch Einfluss auf Entscheidungen zu nehmen? Wann wird die Verwendung unserer Daten auf Seiten der Regierung problematisch?

Im Grunde kann jeder Schritt, den wir im Internet tun, von den Websites und Services, die wir nutzen, nachvollzogen und gespeichert werden. Insbesondere die Online-Werbung nutzt diese Möglichkeiten, um personalisierte Werbung ausliefern zu können. Zwar haben schärfere Datenschutzverordnungen (DSGVO) bereits mehr Transparenz geschaffen aber  rundum sorglos macht das daten-sensible Anwender noch lange nicht.

 

Wofür eignet sich ein Office VPN?

Gerade wenn ihr jetzt im Homeoffice arbeitet werdet ihr schnell feststellen, dass der Zugriff auf die firmeninternen Daten wichtig ist, um überhaupt richtig arbeiten zu können. Neben der Verwendung von zahlreichen Diensten für die Organisation und Kommunikation aus dem Homeoffice, kann es eben auch sein, dass ihr Zugriff auf Dokumente, Verträge oder Pläne braucht, die auf den Servern eures Arbeitgebers gespeichert sind. Häufig sind zudem Anwendungen, die ihr benötigt, nur vom Firmennetzwerk aus zugänglich. Um eine möglichst hohe Sicherheit für eure Firma zu garantieren, greifen viele Unternehmen deshalb auf Office VPN-Dienste zurück. Mithilfe dieser Dienste kann ein firmeninternes Netzwerk geschaffen werden, auf das nur Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Zugriff haben. Somit könnt ihr auch vom Homeoffice aus wichtige Daten für eure Arbeit einsehen, ohne die Datensicherheit der Firma zu gefährden.

Office VPN Anbieter im Vergleich: Welche gibt es?

Viele Cyber-Security Angebote für Firmen Server bieten in ihrer Firewall die Möglichkeit, auch einen VPN Server einzurichten. Andere Unternehmen setzen auf externe VPN Appliances, die nach individuellen Vorstellungen eingerichtet werden können. Einer der bekanntesten Dienste ist dabei OpenVPN. Das Open-Source Programm glänzt mit einer vergleichsweise einfachen Implementierung und einer hohen Flexibilität bei der Benutzung. Im Vergleich mit anderen VPN Anbietern macht OpenVPN auch aufgrund der hohen Sicherheit eine gute Figur. Wenn ihr mehr über das Erstellen eines OpenVPN Netzwerkes für eure Firma erfahren wollt, schaut einmal hier vorbei. Neben OpenVPN gibt es natürlich noch einige andere Dienste, die sich für ein Unternehmens-VPN-Netzwerk eignen. Unter anderem auch einige der Anbieter, welche wir euch weiter unten vorstellen. Eine Übersicht mit einigen VPN-Diensten speziell für Firmen findet ihr hier.

Wie verwende ich einen Office VPN?

Die Verbindung mit einem Office VPN Server ist eigentlich nicht kompliziert. Bedenkt aber bitte, dass ihr dann beim Surfen über euer Firmen-Netzwerk umgeleitet werdet. Jede Anfrage, die ihr sendet durchläuft dieses Netzwerk. Es empfiehlt sich also, die VPN-Verbindung für private Zwecke wieder zu deaktivieren. Auch in Video-Calls solltet ihr sie deaktivieren. Da ihr sonst den Traffic über das Firmennetzwerk unnötig in die Höhe treibt.

VPN Verbindung mit OpenVPN herstellen

Zwar könnt ihr die Verbindung zum VPN Server eurer Firma auch direkt in eurem Betriebssystem einstellen, in der Praxis ist das mit OpenVPN Gui aber deutlich einfacher. Hier kommt ihr zur Installation der Software. Installiert zuerst auf eurem PC. Nun braucht ihr von eurem Arbeitgeber ein paar Dateien. In der Regel übernimmt das die IT eurer Firma. Hierin enthalten sind euer persönlicher Schlüssel für die OpenVPN-Verbindung sowie einige Konfigurationen. Diese solltet ihr euch auf einem USB-Stick oder dergleichen geben lassen und keinesfalls per Mail oder Slack versenden. Habt ihr die Dateien legt diese in den config-Ordner von OpenVPN ab. Den findet ihr in der Regel unter C:/Program Files/OpenVPN/config. 

Nun müsst ihr OpenVPN Gui nur noch ausführen. Anschließend erscheint ein kleines Symbol unten Rechts in eurer Taskleiste. Führt darauf einen Rechtsklick aus und klickt anschließend auf „Verbinden“. Nun solltet ihr das Passwort eingeben, dass euer Arbeitgeber für euch erstellt hat und könnt euch Verbinden.

VPN Verbindung in Windows herstellen

Wenn ihr Zuhause an eurem Laptop oder Computer sitzt, braucht euer PC eine gesicherte Verbindung zum Firmen-Netzwerk, um auf interne Daten zugreifen zu können. Bei Windows müsst ihr dafür in den meisten Fällen eine neue VPN Verbindung erstellen. Dazu geht ihr zunächst in die Einstellungen, klickt dann auf Netzwerk und Internet und navigiert zu VPN. Dort klickt ihr auf das Plus, welches es euch erlaubt eine neue VPN Verbindung einzurichten. In dem Feld Verbindungsname könnt ihr euch frei eine Bezeichnung ausdenken, damit ihr die VPN Verbindung wiedererkennt. Im Feld Servername oder IP-Adresse tragt ihr entsprechend die Daten ein, die zu eurem Firmen-Netzwerk gehören. Außerdem solltet ihr in Erfahrung bringen, welche Art von Verschlüsselung von eurem Firmen-VPN genutzt wird. Denn das muss Windows ebenfalls wissen. Die meisten Netzwerke sind nur für Mitglieder einsehbar, welche einen Benutzernamen und ein Kennwort besitzen. Je nach Dienst kann es aber auch sein, dass ein Benutzername ausreicht, um sich einzuloggen, oder ihr euch mittels Einmalkennwort einloggen könnt. Sobald ihr diese Schritte befolgt habt, speichert ihr die neue VPN-Verbindung ab und Windows merkt sich die angegebenen Daten für die Zukunft.

Wenn ihr die VPN-Verbindung nun aktivieren wollt, geht ihr dafür unten rechts bei eurem Bildschirm auf das WLAN bzw. LAN Symbol. Dort seht ihr jetzt nicht nur alle verfügbaren Internetverbindungen, sondern eben auch die VPN-Verbindungen, die ihr gerade eingerichtet habt. Mit einem Klick auf das gewünschte VPN-Netzwerk bekommt ihr die Option auf Verbinden auszuwählen. Es kann sein, dass ihr erneut eure Zugangsdaten eingeben müsst, oder auch ein externer Dienst geöffnet wird, in den ich euch dann einloggt. Sobald die Anmeldung erfolgt und die Verbindung hergestellt ist, könnt ihr in dem internen Netzwerk auf Daten aus eurer Firma zugreifen.

So klappt die VPN Verdingung mit MacOS

Bei MacOS verhält sich das Einrichten einer neuen VPN-Verbindung ähnlich. Hier findet ihr unter Systemeinstellungen den Reiter Netzwerk und könnt ähnlich wie bei Windows unter VPN eine neue Verbindung einrichten. Dazu müsst ihr zunächst die Art der Verschlüsselung und den Namen des Netzwerks angeben. Anschließend tragt ihr die Serveradresse und gegebenenfalls die Accountdaten ein. Mit einem Klick auf Authentifizierungseinstellungen könnt ihr eure persönlichen Zugangsdaten eingeben. Danach müsst ihr nur noch auf Anwenden und dann auf OK klicken. Damit ihr auch direkt vom Home-Bildschirm auf das VPN-Netzwerk zugreifen könnt, müsst ihr die Option VPN-Status in der Menüleiste einblenden auswählen. In Zukunft klickt ihr dann nur auf das entsprechende Icon in der Menüleiste und könnt darüber eine Verbindung mit dem gewünschten VPN Netzwerk herstellen.

Solltet ihr auch auf mobilen Geräten wie Tablets oder Smartphones auf die internen Firmendaten zugreifen wollen, braucht ihr meistens eine entsprechende App. Denn bei vielen Geräten kann man nicht einfach so eine VPN-Verbindung einrichten, sondern muss dafür eine externe Anwendung benutzen. Allgemein solltet ihr euch mit spezifischen Fragen zur Einrichtung eurer VPN-Verbindung im Homeoffice an den Netzwerkadministrator wenden. Dieser vergibt die Zugangsdaten und ist im Zweifelsfall bei Problemen euer Ansprechpartner Nummer eins.

VPN Anbieter für den privaten Gebrauch:

Wofür eignen sich VPN Dienste im privaten Bereich?

Im Gegensatz zu den Office VPN Anwendungen verwendet ihr einen VPN Server privat, um eure euch beim Surfen im Internet zu schützen. Statt mit euren Kolleginnen und Kollegen, seid ihr bei VPN Anbietern für den Privatgebrauch in einem anonymen Netzwerk mit fremden Menschen. Die Anbieter von VPN Diensten stellen euch lediglich die Server zur Verfügung, über die ihr dann anonym surfen könnt. Denn von außen ist nur schwer nachzuvollziehen, was innerhalb eines VPN Netzwerkes vor sich geht. Ein VPN Server sorgt dafür, dass überhaupt keine personalisierten Daten mehr gespeichert werden können: er verschleiert sozusagen die Absenderkennung (IP-Adresse) eures Rechners. Somit können Werbetreibende und andere Online Dienste eure Klicks nicht mehr auf euren Rechnern zurückverfolgen und also kein Profil eurer Online-Aktivitäten erstellen.

Außerdem erlaubt euch diese Anonymität auch Dienste in Anspruch zu nehmen, die sich außerhalb eures Herkunftslandes befinden. Viele User nutzen VPN Dienste daher, um zum Beispiel auf das ausländische Netflix Angebot Zugriff zu haben, oder um Videos auf YouTube zu gucken, die es hierzulande nicht gibt. Auch in öffentlichen Netzwerken, wie an Flughäfen oder Internet-Cafés können VPN Dienste eure Sicherheit erhöhen. Viele öffentlich zugänglichen Internetverbindungen sind nämlich angreifbar für Hacker oder Viren. Mit einem VPN Service seid ihr hier auf der sicheren Seite. In unserem VPN Anbieter Vergleich fokussieren wir uns vor allem auf Dienste, die bereits eine gewisse Bekanntheit haben und mit vielen verschiedenen Funktionen überzeugen können.

Wie geschieht die Verschlüsselung?

Wenn ihr euch in ein VPN Netz einloggt, stellt eure Computer zunächst eine Verbindung mit den VPN Netzwerk eures Anbieters her. Dabei führt euer Computer ein gesichertes Protokoll aus, das den VPN Server dazu veranlasst, eure Zugangsdaten zu seinem Netzwerk zu bestätigen. Anschließend legt der VPN Server mit eurem Computer ein sicheres Passwort fest, welches zur Kommunikation benutzt wird. Somit sind alle Daten, die zwischen dem VPN Server und euch ausgetauscht werden, verschlüsselt. Ihr erhaltet beim Einloggen außerdem eine neue IP-Adresse, die sich an jedem beliebigen Ort der Welt befinden kann.

Bei der Auswahl an VPN Services gibt es jedoch einiges zu beachten. Nicht jeder Service lässt euch zum Beispiel selbst auswählen, für welches Land ihr eine IP-Adresse benötigt. Auch ist nicht immer ganz durchsichtig, was die Anbieter mit euren Daten machen. Denn das ist sicherlich ein Nachteil von VPN: Die Daten, die ihr während des anonymen Surfens fabriziert, landen zwar nicht mehr bei den Betreibern der Website, sind aber jetzt bei eurem VPN Anbieter. Im Folgenden wollen wir euch einige VPN Services vorstellen und zeigen euch, worauf es bei der Auswahl des richtigen Anbieters ankommt.

Surfshark: Ein Internet-Hai zum Verlieben

Surfshark ist einer der bekanntesten und gleichzeitig auch sichersten VPN Anbieter, den man sich aussuchen kann. Zu den Funktionen gehört zum einen der Zugriff auf ausländische Dateien im Internet und natürlich der Schutz der eigenen Privatsphäre. Den erreicht Surfshark durch eigens auferlegte „No-Logs“-Richtlinien. Das Unternehmen verpflichtet sich also selbst dazu, dass sie keine Aktivitätsprotokolle oder Metadaten für ihre Kunden anlegen. Außerdem verspricht Surfshark, dass nicht einmal der Browser, den man zum Surfen nutzt, einsehen kann, das man einen VPN Server nutzt. Darüber hinaus könnt ihr mit Surfshark selbst auswählen, für welches Land ihr eine Verbindung benötigt. Besonders praktisch ist zudem, dass ihr mit einem Zugang für den VPN Anbieter unbegrenzt viele Geräte anmelden könnt. Verschlüsselung auf dem Smartphone, Tablet und sogar Smart TV inklusive.

Verglichen mit anderen Anbietern ist Surfshark weder ungewöhnlich teuer, noch besonders günstig. Für ein monatliches Abo zahlt ihr 9,89 Euro, für 12 Monate 59,88 Euro und im Moment gibt es ein Angebot, bei dem ihr den Dienst für 24 Monate buchen könnt, und insgesamt nur 45,12 Euro zahlt. Das sind runtergebrochen 1,88 Euro im Monat für den Dienst. Einen Probe-Monat oder ähnliches gibt es zwar nicht, aber Surfshark verspricht eine 30-tägige Geld-Zurück-Garantie. In unserem VPN Anbieter Vergleich ist Surfshark ganz vorne mit dabei.

Vorteile

  • Hohe Sicherheit (siehe unabhängiger Bericht von Cure53)
  • Vielseitige Funktionen
  • Nutzung auf mehreren Geräten
  • Regelmäßige Updates
  • Freie Auswahl des Ziel-Landes

Nachteile

  • Hoher Preis bei einigen Abonnements
  • Teilweise Geschwindigkeitseinbußen beim Surfen

NordVPN: Der Mercedes unter den VPN Anbietern

Wohl kaum ein VPN Server ist so präsent in den Köpfen der User wie NordVPN. Das liegt unter anderem daran, dass die Firma mit einer Vielzahl an Influencern auf YouTube kooperiert hat. Doch auch in vielen Tests macht der Dienst durchaus eine gute Figur. Die Basic-Funktionen eines VPN-Services werden natürlich auch hier abgedeckt. Eure IP-Adresse ist für Außenstehende verschleiert und NordVPN ist mit vielen Browsern kompatibel. Außerdem könnt ihr nachvollziehen, durch welche Server eure Daten verarbeitet werden, dank einer interaktiven Karte in der Anwendung. Wer sich ein Abo für den Dienst holt, kann bis zu sechs Geräte anmelden und schützen. Die Firma hat ihren Sitz in Panama. Was dazu führt, dass sie sich außerhalb der gesetzlichen Restriktionen ihrer User befinden. Somit kann keine europäische oder US-amerikanische Regierung die Daten der Kunden verlangen.

Ähnliches gilt übrigens auch bei Surfshark, die ihren Hauptsitz auf den Britischen Jungferninseln haben. Wer sich für einen VPN Service entscheidet, sollte auf dieses Detail achten. Abgesehen davon ist NordVPN aber ein wenig teurer als andere Dienste. Für ein Monats-Abo zahlt ihr 10,63 Euro, für ein zwei Jahrespaket im Moment dank Rabatt-Aktion 4,44 Euro im Monat (also 106,85 Euro insgesamt) und für drei Jahre sogar nur 3,10 Euro pro Monat, also 111,83 Euro insgesamt. Verständlicherweise sind die längeren Verträge insgesamt günstiger, aber ihr solltet vorher wissen, ob ihr mit dem Dienst wirklich klarkommt, bevor ihr euch zwei oder drei Jahre daran bindet.

Vorteile

  • Sichere Verschlüsselung
  • Vielseitige Funktionen
  • Einsicht in den Weg der eigenen Daten
  • Hohe Benutzerfreundlichkeit

Nachteile

  • Streaming-Anbieter wie DAZN und Amazon Prime Video sperren NordVPN Nutzer
  • Teilweise Einbrüche bei der Streaming-Qualität
  • Teilweise teurer als die meisten Konkurrenten

Gut versteckt mit Cyberghost

Bereits seit 2011 bietet die Firma Cyberghost ihren Usern an, ihre Daten im Internet zu verschleiern. Inzwischen hat Cyberghost eine große Reichweite mit vielen ausländischen Servern, über die sie die Daten ihre Kunden verwalten. Eure IP-Adresse wird verschlüsselt und Cyberghost verspricht, keine Daten von euch zu speichern oder weiterzugeben. Firmensitz ist in Rumänien. Ihr könnt mit dem Dienst nicht nur auf Streaming-Angebote aus anderen Ländern zugreifen, sondern auch auf Online Shops und ähnliches. Jegliches Geo-Blocking wird unterbunden. Allerdings könnt ihr kein Multi-Hopping betreiben, also nicht durch mehrere Server eure Aktivitäten verschleiern. Aber dafür bietet Cyberghost extra Server, auf denen ihr streamen könnt. Somit ist die Qualität der Videos besser, als bei vergleichbaren VPN Services. Darüber hinaus gibt es einige Zusatzfunktionen, mit denen Cyberghost um die Ecke kommt.

So gibt es einen Werbeblocker, ein Anti-Viren Programm und eine Datenkompressions-Funktion. In Tests soll gerade das Anti-Viren-Programm jedoch nicht so gut abgeschnitten haben. Im Preis ist Cyberghost ebenfalls im Mittelfeld unterwegs. Ihr könnt das Programm zwar einen Tag lang kostenlos testen, das gibt aber nur einen sehr kurzen Einblick in die Funktionen. Mit einem Abo lassen sich bis zu sieben Geräte gleichzeitig bedienen. Im Moment zahlt ihr pro Monat 12,99 Euro. Mit dem besten derzeitigen Angebot bekommt ihr die Cyberghost Funktionen für drei Jahre zu einem Preis von 95 Euro, also 2,64 Euro im Monat.

Vorteile

  • Vielzahl an ausländischen Servern
  • Zusätzliche Programme für die Sicherheit eurer Geräte
  • Gute Streaming Qualität
  • Transparente Datenverarbeitung

Nachteile

Opera bietet VPN im Internet-Browser an

Rein technisch gesehen handelt es sich bei Opera nicht um einen herkömmlichen VPN Service, sondern vielmehr um einen Browser, der die VPN Funktionen integriert hat. Trotzdem wollten wir diesen speziellen Dienst in unserem VPN Anbieter Vergleich nicht außen vor lassen. Eine weitere Besonderheit des Unternehmers ist, dass es seinen Browser komplett kostenlos anbietet. Auch ein Datenlimit zum Surfen gibt es nicht. Wer zum Beispiel viel in öffentlichen Netzwerken unterwegs ist, der kann diesen Dienst als schnelle Lösung nutzen. Allerdings gibt es nicht die Möglichkeit, sich ein Land auszusuchen aus dem man Daten beziehen möchte. Ihr könnt höchstens den Kontinent angeben, auf dem ihr surfen wollt. Allgemein sind die Funktionen bei Opera im Vergleich zu kostenpflichtigen Services eingeschränkt. Die Geschwindigkeit des Browsers wirkt schnell gedrosselt und es gibt im Allgemeinen weniger Optionen, um euren Dienst individuell einzustellen.

Außerdem sollen teilweise Dienste im Internet noch herausfinden können, was eure IP-Adresse ist, trotz Verschleierung. Dafür bekommt ihr mit der Verwendung von Opera eine zuverlässige VPN-Verbindung, mit der ihr uneingeschränkt viel surfen könnt. Der Browser blockt nervige Werbung ab und sorgt dafür, dass euch keine personalisierten Anzeigen mehr ausgegeben werden. Gerade wenn ihr unterwegs nur die Grundfunktionen des Internets nutzt, kann dieser kostenlose Dienst eine gute Alternative zu kostenpflichtigen Abos sein.

Vorteile

  • kostenlos
  • Unbegrenztes Datenvolumen
  • Add-Blocker integriert
  • Transparente Datenverarbeitung

Nachteile

  • Streaming nicht möglich
  • Keine Auswahl spezieller ausländischer Server
  • Teilweise wissen Dienste immer noch eure IP

Schnell unterwegs mit Express VPN

Der letzte Dienst, den wir in unserem VPN Anbieter Vergleich vorstellen wollen, ist ebenfalls sehr bekannt. Mit über 1000 Servern in 94 Ländern kann man sich eigentlich sicher sein, dass seine Daten bei Express VPN auch wirklich sicher sind. Wie auch NordVPN, Cyberghost und Surfshark nutzt Express VPN die sogenannte AES-256 Verschlüsselung. Diese Advanced Encription Standard mit 256-Bit-Schlüsseln versehene Technik soll eine der sichersten Verschlüsselungen für das Surfen im Internet sein. Auch Regierungen und das Militär sollen diese Verschlüsselung nutzen.

Darüber hinaus bietet Express ein sogenanntes VPN Split-Tunneling an. Mit dieser Funktion könnt ihr entscheiden, nur einen gewissen Teil eurer Daten verschlüsseln zu lassen. Das hat den Vorteil, dass ihr zum Beispiel wie gewohnt inländische Dienste verwenden könnt, wenn ihr eigentlich mit einer ausländischen IP-Adresse unterwegs seid. Ansonsten bietet Express VPN viele Standard-VPN Funktionen. User loben vor allem die hohen Surfgeschwindigkeiten, sowie eine gute Benutzerfreundlichkeit. Dafür ist Express VPN aber auch ein wenig teurer als die Konkurrenz. Für ein Monats-Abo zahlt ihr 12,48 Euro und für ein Jahresabo 96,36 Euro, also 8,02 Euro im Monat. Angebote für zwei oder drei Jahre gibt es nicht.

Vorteile

Nachteile

FAZIT

Letztlich ähneln sich viele der hier vorgestellten Dienste im Bezug auf Kosten und Sicherheitsstandards. Eine absolute Garantie, dass eure Daten sicher sind, kann aber keiner der VPN Anbieter gewährleisten. Denn selbst ausländische Server können natürlich noch gehackt werden, und viele VPN Anbieter speichern eure Daten zumindest temporär. Trotzdem können euch die VPN Anbieter in unserem Vergleich vor einigen Gefahren im Internet schützen und vor allem dafür sorgen, dass eure Internetaktivität deutlich schwerer nachzuvollziehen ist. Außerdem könnt ihr auf Websites aus aller Welt zugreifen, die ansonsten geblockt wären.

Auch das internationale Streaming Angebot von Netflix und Co ist für einige ein Grund, sich einen VPN Zugang zu holen. Vor dem Abschluss eines zwei oder gleich drei-Jahres-Vertrags solltet ihr die Dienste vielleicht erst einmal für einen Monat ausprobieren. Auch empfehlen wir, euch ausgiebig über Tests und Meinungen zu den VPN Anbietern im Internet zu informieren. Ein Dienst ist dann vertrauenswürdig, wenn er auch unabhängige Quellen zur Prüfung seiner Sicherheitsstandards nutzt und auch in seinen AGBs transparent mit der Verarbeitung eurer Daten umgeht.


Image by Funtap via adobestock

Leonie Werner

interessiert sich für alles, was mit Medien zu tun hat. Insbesondere für Themen im digitalen Bereich ist sie offen und in Sachen Gaming immer auf dem neuesten Stand.


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