Alle Beiträge zu semantisches-Web

Suche 2.0 – wie Suche sozial wird

Wer bei der Twittersuche nach bestimmten Begriffen Ausschau hält, hat sich sicher auch schon mal gewünscht, dass zunächst die Tweets seiner eigenen Follower gezeigt werden oder die Inhalte auf den Pinwänden seiner Freund bei Facebook bevorzugt werden. Dass wir solche Wünsche überhaupt haben können, basiert auf der relativ neuen Idee der Realtime-Search – also dem Durchsuchen von Inhalten, die extrem oft pro Tag oder Stunde aktualisiert werden.

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Mein liebstes Beispiel ist die Suchmaschine www.icerocket.com, ohne die ich seit einiger Zeit gar nicht mehr im Web zurecht käme. Denn obwohl Bing und Google einen Schritt weiter sind, und man dort viel besser als früher Tweets bzw. Videos zu allerlei Themen findet, hat icerocket einen Vorteil: Ich kann direkt die Quellen, also Blogs, Tweets (auch identi.ca und jaiku), soziale Netzwerke etc. auswählen. Das ist natürlich ein Eldorado für alle Marketingberater und -mitarbeiter, die dort kostenfrei ihre Produkte, Firmen oder Kampagnen überwachen können. Leider geht das Thema Realtime-Search noch an den meisten Menschen vorbei, weil sie glauben, das sei einfach ein Gag, um alten Wein in neuen Schläuchen zu verkaufen.

Und in der Tat, wer sich nicht im Web 2.0-Umfeld von Social Media umtut und mit Twitter und Blogs nichts anfangen kann, der hat keinen Mehrwert. Weiterlesen »

Jörg Wittkewitz

  ist seit 1999 als Freier Autor und Freier Journalist tätig für nationale und internationale Zeitungen und Magazine, Online-Publikationen sowie Radio- und TV-Sender. (Redaktionsleiter Netzpiloten.de von 2009 bis 2012)

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Linktipps: 10 semantische Web Apps

Das Readwriteweb hat 10 Semantic-Web-Apps aufgetrieben, die man im Auge behalten sollte. Naturgemäß funktionieren die meisten vorrangig im amerikanischen Umfeld, aber sie zeigen schön, was das Web 3.0 einmal bringen könnte.

  1. BooRah kümmert sich um Reviews von Restaurants und analysiert dazu die Sprache von Food-Blogs, um Kritik und Lob herauszufiltern.
  2. Swotti macht dasselbe für Produktreviews und zeigt die Ergebnisse schön übersichtlich mit Sternchen an.
    Screenshot Swotti
  3. Dapper MashUps versucht, Werbung im Netz durch das Web 3.0 zu verbessern, indem es sie in semantisch richtige Zusammenhänge setzt.
  4. Inform setzt automatisch Links auf Beiträge im firmeneigenen Archiv.
  5. Siri versucht, den (menschlichen) persönlichen Assistenten durch Web 3.0 zu ersetzen, und soll sogar lernen können.
  6. Evri ist eine semantische Suchmaschine und zeigt die Beziehungen eines Suchbegriffs zu anderen Begriffen.
    Screenshot Evri
  7. UpTake möchte die Planung eines Urlaubs erleichtern.
  8. iMindi ist ein MindMapping-Tool, das eine globale Abbildung von kognitiven Vorgängen plant.
  9. Juice ist ein Firefox-Plugin, das semantische Suche im Browser integriert.
  10. Faviki ist ein Social-Bookmarking-Tool, das Tags auf Basis semantischer Analysen vorschlägt.
Björn Rohles

ist Medienwissenschaftler und beobachtet als Autor („Grundkurs Gutes Webdesign“) und Berater den digitalen Wandel. Seine Themenschwerpunkte sind User Experience, anwenderfreundliches Design und digitale Strategien. Er schreibt regelmäßig für Fachmedien wie das t3n Magazin, die Netzpiloten oder Screenguide. Mitglied des Netzpiloten Blogger Networks.

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SemantiFind oder der Traum vom Finden statt Suchen

SemantiFind verspricht, bessere Suchergebnisse durch eine semantische Erweiterung zu Google zu erzielen. „It eliminates ambiguity, allows you to say things the way you want and helps filter out the noise from your existing search engine.” Heißt es in der Selbstbeschreibung. Das klingt zunächst verlockend. Ob es aber tatsächlich so einfach und automatisch abläuft, wie es sich liest, soll der Blogpiloten-Test zeigen.

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Rike Albrecht

studiert Politikwissenschaft, Medienwissenschaft und Germanistik an der Universität Trier. Seit Beginn ihres Studiums beschäftigt sie sich auch mit Web2.0 und Onlinemedien.

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Linktipp: StockMood gibt Prognosen über Aktienkurse ab

Die Techcrunch50-Konferenz war nicht nur eine Präsentation aufstrebender Web-StartUps auf der Suche nach Sponsoren, sondern zeigte eindrucksvoll, wie ambitionierte Macher mit pfiffigen Ideen das Web 3.0 ins Rollen bringen wollen. Die meisten Beispiele sind noch nicht öffentlich zugänglich, doch StockMood möchte schon heute zeigen, was künstliche Intelligenz im Web bewegen kann.

Screenshot von StockMood
StockMood gibt Aktienkurs-Prognosen auf Basis von der Berichterstattung in den Medien ab

StockMood ist ein junges StartUp, das sich auf die Fahne geschrieben hat, künstliche Intelligenz, News-Storys und die Einstellungen der Investoren miteinander zu verknüpfen. Das Vorhaben klingt ganz schön futuristisch: News-Storys werden aus unterschiedlichen Quellen heruntergeladen und mittels künstlicher Intelligenz analysiert. Dabei kommt heraus, welche Aktien durch die News-Story betroffen sind und welche Grundstimmung vermittelt wird. Nutzer können dann diese Stimmungen anpassen, wenn sie denken, dass die künstliche Intelligenz einen Fehler gemacht hat. Diese Werte werden dann mit Erfahrungswerten verglichen, wie stark der Aktienkurs in der Vergangenheit auf News-Storys reagiert hat. Abschließend spuckt StockMood eine Vorhersage aus, wie der Aktienkurs in den nächsten fünf Tagen verlaufen könnte.

Björn Rohles

ist Medienwissenschaftler und beobachtet als Autor („Grundkurs Gutes Webdesign“) und Berater den digitalen Wandel. Seine Themenschwerpunkte sind User Experience, anwenderfreundliches Design und digitale Strategien. Er schreibt regelmäßig für Fachmedien wie das t3n Magazin, die Netzpiloten oder Screenguide. Mitglied des Netzpiloten Blogger Networks.

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Zemanta – Einfach besser bloggen

Zemanta-LogoNach den neusten Schätzungen gibt es weltweit 184 Millionen Blogger, die allesamt versuchen, auf ihre eigene Art eine breite Leserschaft zu gewinnen. Dabei kann die kleine Erweiterung Zemanta sehr hilfreich sein und den Erfolg der Blogger steigern.

An wen richtet sich der Service von Zemanta?

Zemanta ist für alle Blogger gedacht, die ihren Lesern spürbaren Mehrwert und zusätzliche, ergänzende Inhalte von weiteren Quellen anbieten wollen. Zemanta gibt es als Plugin bzw. Erweiterung für alle bekannten Bloggerdienste wie WordPress (auch selbstgehostet), Blogger, Drupal, LiveJournal, TypePad, MySpace, u.v.m.). Das Plugin ist für Dienste, die das Einbinden von Plugins erlauben (Drupal, WordPress, etc.) und die Erweiterung für Blogger-Dienste, die das Einbinden von Plugins nicht gestatten (Blogger, LiveJournal, etc.).

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Wie funktioniert Zemanta?

Für die Verwendung von Zemanta wird ein API-Key benötigt, der praktischerweise bei der Erstinstallation mitgeliefert wird und später bei Bedarf noch ersetzt werden kann. Das Plugin liefert über eine Sidebar, die sich rechts oder links vom Texteditor befindet, Vorschläge zu ähnlichen Artikeln, zum Text passenden Bildern und Tags, die den geschriebenen Artikel am Besten beschreiben. Alle angezeigten Inhalte unterliegen der Creative Commons-Lizenz und stehen somit frei zur Verfügung.

Per Drag and Drop kann der Blogger die einzelnen Inhalte direkt in den Text ziehen und diese dort ohne Weiteres einbauen. Umso ausführlicher der Artikel gerät, desto besser/genauer sind die Ergebnisse, die Zemanta anbietet. Viele der empfohlenen Artikel stammen von Wikipedia, da diese eine durchgehend hohe Qualität und Informationsvielfalt bieten, aber auch die Texte anderer Blogs werden angezeigt. Blogger, die das Plugin eingebaut und sich bei Zemanta registriert haben, haben die Möglichkeit, ihre eigenen Texte auch weiterempfehlen zu lassen.

Blogpiloten-Urteil:

Zemanta macht gute Vorschläge und zeigt passende Tags, Bilder und Artikel an. Die Quellen sind ebenfalls sehr gut gewählt, mit Flickr und Wikipedia hat man zwei große Zugpferde der Creative Commons-Lizenz ins Boot holen können. Das einzige Manko ist, dass Zemanta bisher nur in englischer Sprache verfügbar ist und somit nur für Blogger interessant sein dürfte, die auch Texte auf Englisch veröffentlichen. Eine Umsetzung für die deutsche Sprache wäre eine prima Angelegenheit, da das Plugin großes Potenzial birgt und eigene Artikel durch Bilder, Tags und Artikel weiter aufwertet.

Die Crew der Netzpiloten in Hamburg und Berlin setzt sich zusammen aus rund zehn festangestellten Redakteuren/innen, festen freien Blogger/innen sowie einigen Praktikanten. Alle Texte der Mitglieder unseres ausgedehnten Netzpiloten Blogger Networks erscheinen direkt unter deren Autorenhandle.

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Begriffsklärung: Was ist das Web 3.0?

Eines schon einmal vorweg: das Web 3.0 ist in großen Teilen noch Theorie. Und um Theorien zu verstehen, sind Beispiele besonders hilfreich. Nehmen wir also einmal das Beispiel einer so alltäglichen Tätigkeit wie dem Suchen. Was tut man also, wenn man gerade nach München gezogen ist und ein gutes italienisches Restaurant in unmittelbarer Nähe sucht?

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Björn Rohles

ist Medienwissenschaftler und beobachtet als Autor („Grundkurs Gutes Webdesign“) und Berater den digitalen Wandel. Seine Themenschwerpunkte sind User Experience, anwenderfreundliches Design und digitale Strategien. Er schreibt regelmäßig für Fachmedien wie das t3n Magazin, die Netzpiloten oder Screenguide. Mitglied des Netzpiloten Blogger Networks.

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