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Der TikTok Hype – Wie eine Video-App die Social Media Welt erobert

TikTok ist weder das Geräusch einer Uhr, noch ist es ein versehentlicher Rechtschreibfehler oder der abgewandelte Markenname einer bekannten Lutschdragée-Firma. TikTok ist vor allem die App der Stunde. Durchaus an die erste Hypothese angelehnt, handelt es sich bei TikTok jedoch um eine Video-App, die mit dem Motto „Make Every Second Count“ wirbt. Die App erlebt zurzeit einen Mega-Hype und überholt in den Download-Charts große Namen wie Instagram, Snapchat oder YouTube. Mit 45.8 Millionen Downloads innerhalb von drei Monaten, war sie 2018 die unangefochtene Nummer 1 unter den Download-Apps und setzt diesen Trend auch im Jahr 2019 fort.

Der rasante Aufstieg ist größtenteils dem riesigen asiatischen Markt zu verdanken, aus dem sie auch die meisten Downloads zu verzeichnen hat. Das liegt aber auch daran, dass die App aus China kommt und durch die enorm hohe Einwohnerzahl auch automatisch höheren Absatzmarkt generiert. In China gehört sie zu den populärsten Apps und ist auf ca. 14 Prozent der chinesischen Smartphones installiert. Bei einer geschätzten Einwohnerzahl von ca. 1,4 Milliarden sind das unglaubliche 200 Millionen.

Der Trend ist nun nach Europa und den USA übergeschwappt. Die monatliche Nutzungsrate in Deutschland liegt momentan immerhin bei stolzen 4,1 Millionen Menschen mit einer Download-Rate von 8,8 Millionen. Im Vergleich dazu liegt der monatliche Konsum im Reich der Mitte bei unfassbaren 500 Millionen Anwendern. In den USA zog die App im vergangenen September erstmals an Facebook, Instagram und Snapchat vorbei und behauptete wochenlang den ersten Platz in Apples App Store.

Was ist TikTok überhaupt?

Doch genug von Zahlen und Prognosen, kommen wir zu der wichtigsten Frage. Was ist TikTok überhaupt? TikTok ist eine Smartphone Video-App für kurze Videoclips. Die sogenannten Muser adaptieren darin bekannte Musikvideos oder popkulturelle Vorbilder mit Hilfe von Lippensynchronisation, bekannt auch als Lipsyncvideos. Wer jetzt Ähnlichkeiten oder Parallelen zu Musical.ly sieht, liegt in seiner Vermutung richtig. TikTok ist nämlich der Nachfolger von Musical.ly und wurde erst vor kurzem von dem chinesischen App-Entwickler ByteDance Technology übernommen. Es ist aber nicht nur ein Anwender-Tool, mit dem die Nutzer kurze Videoclips drehen können, sondern ähnlich wie YouTube, auch eine Video-Plattform mit Millionen von selbstgedrehten Videos und thematischen Hashtags, die auf die Interessen der Nutzer zugeschnitten sind.

Die App ist besonders bei Kindern und Jugendlichen beliebt, da die Handhabung einfach und unkompliziert ist. Mehr als 40 Prozent der Nutzer sind demnach unter 18 Jahre alt. Daran erkennt man auch den Einfluss jener Altersgruppen, die sehr oft unterschätzt wird und über ungeahnte Reichweiten verfügt. TikTok hat mit den zwei 16-jährigen deutschen Zwillingen Lisa und Lena, auch bereits seine ersten Stars heraus gebracht. Die Zwillinge haben bemerkenswerte 32 Millionen Follower auf TikTok und über 14 Millionen auf Instagram. Sie gehören damit zu den erfolgreichsten Social Media Stars, die die Social Media Welt jemals hervorgebracht hat.

Marketingmöglichkeiten

Die App ist natürlich auch wirtschaftlich äußerst attraktiv und zieht bereits diverse Großinvestoren an. Marketingbetreibende beobachten ganz genau die Szene und sehen einen riesigen Absatzmarkt darin. Ebenso wurden schon etliche Kampagnen auf der App gestartet und Produkte platziert. Der Filmverleiher Universal Pictures und andere große Markenunternehmen haben bereits erfolgreiche Projekte auf TikTok beworben. Bei der letzten Super Bowl Veranstaltung, startete zudem der NFL-Partner SportsManias, einen ersten Versuch und verlautete gleichzeitig, die herausragende und zukünftige Rolle von Social Media Kanälen wie TikTok, um Marken zu promoten.

TikTok wird auf jedenfall immer beliebter und scheint die nächste große Entdeckung in der Social Media Welt zu sein. Ihre Popularität erkennt man auch an der Tatsache, dass Analysten den chinesischen TikTok Hersteller ByteDance vor einem Jahr in die Liste der 50 innovativsten Unternehmen der Welt aufgenommen hat. Facebook, Snapchat, Instagram, Whatsapp und Co. können sich warm anziehen. Eine neue Generation wächst heran.


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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • TWITTER recode: Twitter is talking to the NBA, MLS and Turner to buy rights to more sports streams: Twitter konzentriert sich immer mehr auf Sportstreaming. Vor zwei Monaten sicherte sich das Unternehmen die weltweiten Rechte für das Streaming von Spielen der National Football League. Doch Twitter hat noch nicht genug. Das Angebot soll mit zwei anderen US-Profiligen erweitert werden. Mit Basektball (NBA) und Fußball (MLS) könnte Twitter in Zukunft einige Nutzer dazu gewinnen. Sicher ist allerdings noch nichts, die Verhandlungen haben erst begonnen.
  • FACEBOOK sueddeutsche: Facebook ist das neue Fernsehen – und macht uns zu Analphabeten: „Noch alarmierender ist eine andere Entwicklung: Nachdem Print-Journalismus an Bedeutung verloren hat, ist das Internet der letzte öffentliche Raum, in dem das Wort im Vordergrund steht – und ausgerechnet das Netz kapituliert gerade vor dem Format des Fernsehens. Das Verständnis des „Streams“, wie es Facebook, Twitter & Co. pflegen, tötet das Netz und damit den Journalismus in Textform. Facebook ähnelt mittlerweile eher der Zukunft des Fernsehens als dem, wonach das Internet mehr als zwei Jahrzehnte aussah.“
  • TESLA reuters: Musk hints at top secret Tesla masterplan: tweet: Die letzte Woche war für Tesla und seinen Gründer Elon Musk nicht leicht. Eine Testfahrt mit Autopilot endet für einen Mitarbeiter tödlich. Angeblich soll der Unfall allerdings passiert sein, als der Autopiloten gar nicht eingeschaltet war. Das teilte das Unternehmen diese Woche mit. Elon Musk möchte den Medienauftritt von Tesla nun wieder auf die Technik konzentrieren. Dieser kündigte am Sonntag einen Masterplan auf Twitter an, den er noch Ende der Woche öffentlich machen wolle.
  • Apps thenextweb: Be careful out there: Armed robbers used Pokémon Go to lure victims: Innerhalb von Tagen ist es eine der erfolgreichsten Apps der Welt. Es ist eine App, die von einer GameBoy-Spiele-Serie inspiriert ist, die Ende der Neunziger ihren Weg aus Japan in den Westen gefunden hat – Pokémon. Schnell nahmen die Spiele einen enormen Stellenwert für die Jahrgänge der späten 80er und frühen 90er ein. Mit der neuen Smartphone-App lässt sich die Suche nach den Pokémon mit der realen Welt verbinden. Doch schon jetzt gibt es negative Erlebnisse. Kriminelle nutzen Orte aus, an denen Nutzer von Pokémon-GO sich in der realen Welt treffen, um Items zu besorgen. An diesen Orten wurde von von Diebstählen und Raubüberfällen berichtet.
  • VERSCHLÜSSELUNG wired: ‘Secret Conversations:’ End-to-End Encryption Comes to Facebook Messenger: Nachdem vor kurzer Zeit bei Whatsapp die End-to-End Verschlüsselung in Chats eingefügt wurde, um die Kommunikation in der Messenger-App sicherer zu machen, soll die gleiche Technik nun auch beim Facebook Messenger eingesetzt werden. Im späten Sommer oder frühen Herbst ist das Update für den Messenger geplant.
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