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Imogen Heap will die Musikindustrie revolutionieren

Imogen Heap (image (adapted) by PopTech [CC BY-SA 2.0] via flickr)
Die Musikerin Imogen Heap hatte immer schon einen Hang zum Experiment und dieser könnte nun zu einer Revolution der Musikindustrie führen. Der entscheidende Schlüssel könnte dabei die Blockchain-Technologie darstellen. Diese ist vor allem durch Bitcoins bekannt geworden, soll nun aber, wenn es nach Heap geht, für die Erschaffung einer dezentralisierten, [...]
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Pia Ziefle: „Mein Standpunkt ist der des autonomen Urhebers“

Das Urheberrecht ist derzeit mal wieder Thema Nummer Eins. Es streiten sich Urheber, Verwerter und Nutzer zugleich. Dabei reden viele auch einfach aneinander vorbei und für einige ist es derzeit nur noch schwer nachvollziehbar, wer eigentlich welche Positionen vertritt. Ich habe unter all den vielen Künstlern, die Buchautorin des Romans „Suna“, Pia Ziefle, einmal für ein Interview begeistern können und wollte nunmehr Ihre Sicht der Dinge zu der aktuellen Debatte erfahren sowie einen Einblick ihrer persönlichen Erfahrungen bekommen. Heraus kam ein sehr interessantes Gespräch.


Hallo Pia, schön dass du heute Zeit für mich gefunden hast.

Hi Andreas, sehr gerne!

Die Debatte um das Urheberrecht unterliegt derzeit einer ziemlich heftigen Diskussion, die weit über das Handeln von Politikern und Rechtsexperten hinausgeht. Der Spiegel zählte jüngst mehr als 1.500 prominente Autoren, Künstler und Schauspieler, die vor der Abschaffung des Urheberrechts warnen. Müssen sich Kreative tatsächlich vor dem Ende des Urheberrechts fürchten? Oder glaubst du da werden mehr Ängste geschürt, als tatsächlich notwendig sind? Welchen Standpunkt vertrittst du selber, als Buchautorin, in dieser Debatte?

Pia ZiefleEs wird kein Ende des Urheberrechtes geben – am Ende des Tages werden alle ums Lagerfeuer sitzen und sich einig geworden sein. Es schwirren viele Kampfbegriffe herum, und noch mehr Halbwissen aus einem einfachen Grund: Das Urheberrecht in seiner bestehenden Form gibt einen Handlungsrahmen vor, innerhalb dessen Urheber, Verwerter und Nutzer agieren können. Dieser Rahmen ist sehr weit gesteckt und lässt sehr sehr viel Spielraum für individuelle vertragliche Regelungen. Das hat unter anderem zur Folge, dass wir unglaublich viele Gruppen von Urhebern haben, die unter dem Dach des Urheberrechtes vereint, die ganze Zeit aneinander vorbei reden. Die einen sind Sachbuchautoren, die zweiten Musiker, die dritten Wissenschaftler, Fotografen etc. Dazu kommt, dass alle Urheber ihre Werke in verschiedenen Arbeitssituationen schaffen: die einen sind angestellt, die anderen frei, sie schaffen im Auftrag, oder sie schaffen ein Werk und verkaufen es dann. Jede dieser Situationen benötigt andere vertragliche Regelungen, um Sicherheit zu schaffen für Auftraggeber, Nutzer und Urheber.

Mein Standpunkt ist der des autonomen Urhebers, der seinen Markt und dessen Gesetze kennt, für den die Verträge die er unterschreibt keine Bücher mit sieben Siegeln sind, und der mit den Verwertern seiner Werke auf Augenhöhe agieren kann.

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Dirk Dresselhaus: „Ich möchte die Musik weiterentwickeln“

Dirk Dresselhaus by Christian ObermaierNachdem Dirk Dresselhaus vor allem durch Indiebands wie „Hip Young Things“ und „Locust Fudge“ bekannt wurde und sich später als „Schneider TM“ einen Namen in der Elektronik-Szene gemacht hat, arbeitet der Musiker in letzter Zeit auch immer häufiger an Soundtracks. An welche Projekte Dirk derzeit arbeitet und welchen Blick er auf die Musikindustrie hat, erzählt er uns in diesem Interview.


Deine erste Filmmusik war zu „1.Mai- Helden bei der Arbeit“ (2008)?

Da habe ich einen Teil der Filmmusik gemacht. Das war ja ein Film von drei Regisseuren und ich
hab mit Carsten Ludwig und Jan-Christoph Glaser zusammengearbeitet, die eine von den drei
Episoden gemacht haben. Das ist ein Regieteam, Carsten Ludwig schreibt eher die Drehbücher
und Jan-Christoph Glaser ist eher der Regisseur, aber sie arbeiten auch an beidem zusammen.
Wir kannten uns indirekt schon länger. Die haben vorher einen Film gemacht mit Christoph Bach
in der Hauptrolle, der hieß „Detroit“ und war absolut genial. Christoph Bach kannte ich wiederum
schon einige Zeit privat und ein gemeinsamer Freund hat ihm mal unveröffentlichte Stücke von
Kptmichigan und mir zukommen lassen, die auch bis heute noch unveröffentlicht sind. Und die
haben diese Tracks die ganze Zeit gehört, als sie „Detroit“ gemacht haben, sich aber irgendwie
nicht getraut zu fragen, ob wir die Filmmusik machen könnten, was ich überhaupt nicht
nachvollziehen kann. Jahre später sind sie dann bei mir auf einer Geburtstagsparty aufgetaucht
und haben mich gefragt, ob ich die Musik zu „1.Mai“ machen würde. Und ich habe ‚Ja‘ gesagt,
weil ich immer schon mal Filmmusik machen wollte. So hat sich das ergeben. Das war die erste
Musik, die ich direkt für einen Kinofilm aufgenommen habe.

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