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Experten-Meinung zum Oops!-Award: Tanja Gabler

Gabler

Eine weitere Stimme zum Oops! Award 2011. Heute mit Tanja Gabler, Bloggerin und Leiterin der Online-Redaktion von Internet World Business.

Was ist Ihrer Meinung nach der größte Fauxpas im Social Web 2011 unter den Top acht und warum? Auf dieser Liste: Die heimliche Kampagne gegen Google, die Facebook bei Burson-Marsteller in Auftrag gegeben hat. Da hat ein Unternehmen, dessen Kern das öffentliche Teilen privater Informationen ist, nicht damit gerechnet, dass andere auch Informationen über Facebook verbreiten könnten – in dem Fall die Anstiftung von Journalisten zu tendenziösen Artikeln. Außerhalb dieser Liste: Daimler ließ die Facebook-Gruppe „Daimler-Kollegen gegen Stuttgart 21“ abschalten, nachdem sich Mitarbeiter dort negativ über den Vorstand geäußert hatten. Außer Konkurrenz: Der Bundestrojaner. Wer gegen Gesetze verstößt, hat weit mehr als ein „Oops“ verdient.

Dieses Jahr sind auffallend viele große Unternehmen unter den Nominierten. Wie ist Ihre Erfahrung: Haben die Großkonzerne im vergangenen Jahr keine nennenswerten Fortschritte im Umgang mit dem Web 2.0 gemacht? Von den Großkonzernen, die schon im Vorjahr in Social Media aktiv waren, haben 2011 die meisten Fortschritte gemacht. Diejenigen, die diesen Schritt erst in diesem Jahr gewagt haben, haben eben erst in den vergangenen Monaten viel gelernt – manche auf die harte Tour. Das betrifft kleine und große Unternehmen gleichermaßen. Die Großkonzerne bekommen aufgrund ihrer Bekanntheit nur mehr Aufmerksamkeit für ihr Scheitern.

HINWEIS

Das Voting zum Oops! Award 2011 findet noch bis zum 30. November 2011 statt. Wer seine Stimme ebenfalls mit einbringen möchte, der kann hier mitvoten!

Myrjam Ansorge

ist PR Managerin bei cocodibu, wo sie hauptsächlich Kunden aus dem Online-Bereich, u.a. die Netzpiloten, berät. Privat ist die Wahl-Münchnerin ein großer Fan von stundenlangem Internetsurfen und Skifahren. Außerdem schreibt sie für das Pop-Feuilleton philibuster.de.

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