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5 Lesetipps für den 12. November

In unseren Lesetipps geht es heute um die Zukunft von Open Access, Glück ohne Facebook, Tor beschuldigt das FBI, Provokation durch Shitstorm und rassistisches Clickbaiting. Ergänzungen erwünscht.

  • OPEN ACCESS iRights.info: Lambert Heller: „Wie frei soll das Betriebssystem der Wissenschaft sein?“: Verlage wie Elsevier geraten verstärkt in die Kritik aus der Wissenschaft. Doch sie verfolgen nicht nur Auslaufmodelle wie das klassische Journal, sondern arbeiten bereits am zukünftigen „Betriebssystem der Wissenschaft“. Für Lambert Heller vom Hannoveraner Open Science Lab ist die entscheidende Frage, ob die Wissenschaft freie Alternativen dazu entwickeln kann. iRights.info hat ihn dazu interviewt.

  • FACEBOOK ScienceAlert: Yep, science confirms that quitting Facebook makes people happier: Mitte Oktober habe ich auf Medium darüber gebloggt, wie ich Facebook verlassen habe, da mir die Timeline überhaupt keinen Mehrwert lieferte und wieso ich mich wieder anmelden musste, Facebook aber nicht mehr wie früher nutze (jetzt als Messenger-Kontaktbuch statt soziales Netzwerk mit Freunden). Eine dänische Untersuchung hat nun ergeben, dass 88 Prozent der TeilnehmerInnen, die sich bei Facebook abgemeldet haben, danach glücklicher waren. Der Grund ist einfach: man hat wieder mehr sich selbst im Fokus als das vom Facebook-Algorithmus gehighlightete Leben der anderen.

  • ANONYMITÄT Ars Technica: Tor director: FBI paid Carnegie Mellon $1M to break Tor, hand over IPs: Tor-Programmdirektor Roger Dingledine hat eine noch nicht belegte Beschuldigung gegenüber dem FBI und der zu Computersicherheit forschenden Firma Carnegie Mellon geäußert, die es in sich hat – egal ob sie wahr ist oder nicht. Dingledine behauptet, dass Carnegie Mellon vom FBI über eine Million US-Dollar bekommen hat, um Tor zu knacken und an die IP-Informationen der Nutzer zu kommen. Dies wäre ein skandalöse Kooperation einer US-Regierungsbehörde mit einem Privatunternehmen. Genauso groß wäre aber der Schaden für Tor, wenn diese Behauptung nicht demnächst auch belegt werden.

  • SHITSTORM Der Lampiongarten: Der Shitstorm als Mittel der politischen Kommunikation: Auf seinem Blog schreibt Sebastian Baumer über die Idee hinter Empörung auslösenden Shitstorms und wie gerade mit ihren rechten Thesen stets auffallende Provokateure – wie CDU-Politikerin Erika Steinbach, der Schriftsteller Akif Pirinçci oder US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump – so auch mit den krudesten Aussagen, durch die zu erwartende Empörung, Reichweite bekommen und den rechten Rand unserer Gesellschaft noch besser erreichen.

  • CLICKBAITING Stefan Niggemeiers Blog: Die erfolgreiche Social-Media-Strategie von „Focus Online“: Ähnlich perfide wie die Shitstorm-Profiteure nutzt Focus Online die Mechanismen von Provokationen aus und setzt vor allem auf den rechten Rand unserer Gesellschaft ansprechende Formulierungen. Auf seinem Blog zeigt Stefan Niggemeier das System auf, welches Focus-Online-Chefredakteur Daniel Steil abstreitet und nicht sehen will. Die Art und Weise, wie Focus Online seine Reichweite steigern will, ist schon länger kritikwürdig und eher abschreckend – die neue Strategie „rassistischen Clickbaitings“ ist extrem widerlich.

CHIEF-EDITOR’S NOTE: Wenn Ihnen unsere Arbeit etwas wert ist, zeigen Sie es uns bitte auf Flattr oder indem Sie unsere Reichweite auf Twitter, Facebook, Google+, Soundcloud, Slideshare, YouTube und/oder Instagram erhöhen. Vielen Dank. – Tobias Schwarz

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Clickbaiting auf Kosten der GEMA

GEMA-Gebäude (Bild: Lars Sobiraj)
Die Online-Magazine Telepolis und Bild.de werfen der GEMA vor, sie habe Mitglieder der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) finanziell durch die Auszahlung von Tantiemen unterstützt. Was steckt wirklich dahinter? // von Lars Sobiraj Vergangenen Freitag veröffentlichte das vom Heise Zeitschriften Verlag betriebene Online-Magazin Telepolis einen heiß diskutierten Artikel. Darin wirft Redakteur [...]
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Kommentar: Ein Jahr Huffington Post in Deutschland

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Die Huffington Post Deutschland feiert am Freitag Geburtstag – Zeit für eine bis jetzt versäumte Kritik zum Jubiläum. // von Tobias Schwarz Diesen Herbst erlebt die deutsche Medienlandschaft eine Neuerung nach der anderen. BuzzFeed ist hierzulande gestartet, Krautreporter folgt bald und die deutsche Wired erlebt gerade einen Erneuerungsprozess. Mit einem [...]
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