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Welcher Alexa-Lautsprecher ist der richtige? Der große Vergleich

Amazon Echo Vergleich

Seit Amazon 2016 den ersten Alexa-Lautsprecher vorgestellt hat, hat sich einiges getan. Amazon bietet für verschiedenste Bedürfnisse mittlerweile fünf Modelle in der Echo-Serie an. Außerdem haben auch andere Hersteller wie Sonos die Sprachassistentin Alexa in ihre Lautsprecher integriert. In diesem Vergleich gebe ich euch einen Überblick, welcher Alexa-Lautsprecher für welches Einsatzszenario am besten geeignet ist.

Für Einsteiger: Echo Dot

Mit einem regulären Preis von rund 60 Euro ist der Echo Dot Amazons günstigster Alexa-Lautsprecher. Im Angebot bekommt man ihn oftmals noch deutlich günstiger. Wer erst einmal in das Thema digitale Assistenten hineinschnuppern möchte, ohne gleich viel Geld zu investieren, ist hier richtig. Da Alexa vollständig in der Cloud arbeitet, antwortet der kleine Lautsprecher im Vergleich genauso schnell und zuverlässig wie seine teureren Alternativen. Denn auf die eigenbaute Elektronik und Rechenleistung kommt es dabei nicht an.

Lediglich bei der Soundqualität müsst ihr Abstriche machen. Zwar genügt der verbaute 41-Millimeter-Lautsprecher, um sich mit Alexa verständlich zu unterhalten oder Musik am Schreibtisch zu hören. Aber er eignet sich nur bedingt, um damit raumfüllend Musik wiederzugeben. Wegen des niedrigen Preises kommt der Echo Dot allerdings als Inventar für das ganze Haus infrage. Per Multiroom-Funktion lässt sich so auch ein Podcast oder Musik weiterhören, wenn ihr euch in einen anderen Raum begebt. Meinen vollständigen Testbericht vom Echo Dot findet ihr hier.

Amazon Echo Dot Alexa-Lautsprecher-Vergleich
Der kleinste und unauffälligste Alexa-Lautsprecher: Der Amazon Echo Dot. Image by Amazon

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Der Klassiker: Echo

Der „normale“ Echo eignet sich für viele Einsatzzwecke. Er hat zwar dieselben Funktionen wie der kleinere Echo Dot, verfügt im Vergleich aber über einen deutlich besseren Lautsprecher (63-Millimeter-Woofer und 16-Millimeter-Hochtonlautsprecher). Damit kann er ungefähr so laut aufspielen wie eine gehobene Bluetooth-Box. Einen Raum zu beschallen, ist daher damit ein Leichtes. Dennoch ersetzt der „normale“ Amazon Echo keine hochwertige Stereo-Musikanlage. Vielmehr eignet sich der Alexa-Lautsprecher perfekt als Küchenradio oder im Schlafzimmer für Podcasts sowie Hörbücher zum Einschlafen. Den „normalen“ Echo bekommt ihr für einen Preis von 100 Euro. Zum ausführlichen Netzpiloten-Test des Amazon Echo geht es hier entlang.

Im Vergleich die goldene Mitte: Das Standard-Modell Amazon Echo. Image by Timo Brauer

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Für Musikfans: Echo Plus

Mit einem 76-Millimeter-Woofer und einem 20-Millimeter-Hochtonlautsprecher ist der Echo Plus im Vergleich Amazons Alexa-Lautsprecher mit dem besten Klang und dem höchsten Lautstärkepegel. Klanglich ist er zwischen einem Sonos One (zum Netzpiloten-Test) und einem Sonos Play 3 einzuordnen. Damit ist durchaus in der Lage, als Musikanlage zu dienen. Dieser Alexa-Lautsprecher eignet sich für alle, die viel Musik hören möchten, oder ihn mit ihrem Fernseher verbinden wollen. Über einen Klinkenstecker-Eingang lassen sich auch Geräte wie ein Schallplattenspieler mit dem Echo Plus verbinden.

Amazon Echo Plus
Der Amazon Echo Plus hat mehr Wumms als das normale Modell und bietet Vorteile für die Smart-Home-Steuerung. Image by Amazon

Außerdem verfügt der Echo Plus über eine ZigBee-Basis. Somit lassen sich Geräte wie Lampen von Phillips Hue oder Ikea Tradfri oder andere Smart-Home-Geräte ohne zusätzliche Hardware (Bridge oder Hub) einbinden und steuern. Gerade wenn ihr Geräte verschiedener Hersteller kombinieren möchtet, ist diese Möglichkeit praktisch, da sich dann alle Geräte in einer App steuern lassen. Einen vollständigen Testbericht zum Echo Plus findet ihr hier. Preislich liegt der Echo Plus bei 150 Euro.

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Alexa zum Nachrüsten: Echo Input

Mit dem Echo Input könnt ihr jedes Gerät mit einem Klinkenstecker Alexa-fähig machen. Das Gerät eignet sich für alle, die bereits Lautsprecher (zum Beispiel eine Stereoanlage) besitzen und über diese Alexa benutzen möchten. Der Echo Input verfügt über keine eigenen Boxen, sondern wird per Klinkenstecker mit einer vorhandenen Musikanlage verbunden und bringt so alle Alexa-Features wie Multiroom oder Spotify Connect auf eure Lautsprecher. Mit einem Preis von 40 Euro ist das Gadget relativ günstig.

Amazon Echo Input
Der Amazon Echo Input verbindet Alexa mit beliebigen nicht-smarten Lautsprechern. Dabei lässt er sich sehr unauffällig platzieren. Image by Amazon

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Der Entertainer: Echo Show

Der Echo Show ist mit einem Preis von 230 Euro der teuerste Echo in diesem Vergleich. Dafür erhaltet ihr aber auch einen 10 Zoll großen Touchscreen, auf dem ihr Videos schauen, Rezepte lesen oder eure Smart-Home-Geräte steuern könnt. Dieser Alexa-Lautsprecher eignet sich besonders in der Küche, wo ihr beim Kochen Rezepte anzeigen oder euch die Wartezeit mit Video-Streaming überbrücken könnt. Wird das Gerät nicht benutzt, zeigt Alexa euch ein Hintergrundbild eurer Wahl, neue Schlagzeilen und die aktuelle Temperatur. Mit der eingebauten Kamera erkennt das Gerät, wenn ihr den Raum betretet und schaltet das Display automatisch an.

Amazon Echo Show
Der Amazon Echo Show ist ein smarter Alexa-Lautsprecher mit 10 Zoll großem Display. Image by Timo Brauer

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Der Video-Wecker: Echo Spot

Der Echo Spot ist ein Nachttisch-Wecker mit einem kleinen, runden Display, das standardmäßig eine Uhr anzeigt. Ähnlich wie auf dem Echo Show, könnt ihr auf dem Touchscreen auch Videos schauen oder eure Smart-Home-Geräte steuern. Die verbauten Lautsprecher haben im Vergleich jedoch von allen Echo-Geräten die geringste Klangqualität und eignen sich daher nur zum gelegentlichen Hören von Musik. Um euch morgens mit Podcasts oder Radio zu wecken, und auch im Dunklen die Uhrzeit ablesen zu können, ist das Gerät aber gut geeignet. Zu kaufen gibt es den Echo Spot für 130 Euro.

Amazon Echo Spot
Ideal für den Nachttisch: der Echo Spot. Image by Amazon

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Fürs Heimkino: Sonos Beam

Mit der Soundbar Sonos Beam kommen Heimkino-Freunde auf ihre Kosten. Alexa ist direkt an Bord, muss nicht über einen Echo-Lautsprecher gekoppelt werden. Praktisch: Mittels eines Sprachbefehls könnt ihr ohne Fernbedienung TV und Soundbar gleichzeitig anschalten. Das ist eine Besonderheit, die sich Sonos aber auch kräftig bezahlen lässt. Mit 449 Euro ist die Soundbar definitiv kein Schnäppchen, bietet aber einen tollen Klang bei gesprochenen Inhalten sowie Musik. Allerdings stehen auf Nicht-Amazon-Produkten nicht alle Alexa-Features wie Sprachanrufe und Multiroom-Klang zur Verfügung.

Sonos Beam weiß Alexa Fernseher
Keine Fernbedienung nötig: Per Sprachbefehl mit Amazons Alexa schalten Nutzer den Fernseher und den Klangriegel Sonos Beam gleichzeitig an. Image by Sonos

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Alexa für unterwegs: Ultimate Ears Blast und Megablast

Neben Amazons Echo-Modellen gibt es auch Alexa-Lautsprecher von anderen Herstellern. Besonders interessant sind die Bluetooth-Boxen Blast und Megablast von Ultimate Ears. Mit diesen habt ihr die Möglichkeit Alexa auch unterwegs (WLAN-Verbindung vorausgesetzt) zu nutzen. Wie bei allen Nicht-Amazon-Produkten müsst ihr hier allerdings auf Features wie Sprachanrufe und Multiroom verzichten. Der kleinere Blast kostet etwa 100 Euro, für den größeren Megablast werden rund 200 Euro fällig.

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Die tragbaren Lautsprecher Blast und MegaBlast von Ultimate Ears unterstützen ebenfalls Alexa. Image by Jonas Haller

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Fazit: Alexa-Lautsprecher im Vergleich

Als Alexa Anfang 2017 in Deutschland auf den Markt kam, gab es nur zwei Lautsprecher zur Auswahl. In den vergangenen zwei Jahren hat Amazon sein Echo-Sortiment stark vergrößert und bietet für beinahe jeden Einsatzzweck Alexa-Lautsprecher an. Durch das Alexa-Voice-Kit ist es auch anderen Herstellern wie Ultimate Ears oder Sonos möglich, Alexa in ihren Geräten zu verbauen. Leider müssen diese jedoch auf einige Features verzichten. 2019 wird Amazon noch weitere neue Echo-Geräte vorstellen und mit Produkten wie dem Echo Auto zusätzliche Einsatzszenarien erschließen.

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Images by Amazon, Jonas Haller, Timo Brauer, Sonos

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FollowUs – Die Netzpiloten-Tipps aus Blogs & Mags

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  • SMART HOME androidpiloten: Google Home Mini vs. Echo Dot: der große Vergleich: Kampf der Mini-Giganten: die Androidpiloten haben sich die Mini-Versionen der beiden größten Smart-Home-Hersteller mal genauer angesehen. Google Home Mini versus Amazon Echo Dot – wer hat die Nase vorn? Was viele vor ein bis zwei Jahren noch skeptisch machte, hält heute schon Einzug in viele Haushalte. Sprachassistenten in smarten Lautsprechern lagen 2017 vielerorts unter den Weihnachtsbäumen. Technik-Experte Timo Brauer hat sich die beiden Helferlein genauer angesehen und weiß, welcher sich für welchen Nutzer eignet.

  • FACEBOOK spiegelonline: Neuer Newsfeed: Facebook stuft Inhalte von Medien und Firmen zurück: Facebook führt einen neuen Feed ein. Inhalte durch Medienhäuser, Unternehmen und politische Gruppen sollen zurückgestuft werden. Dafür sollen dann Beiträge von Freunden und Familien wieder sichtbarer werden. Zuckerberg möchte, auf den Wunsch vieler Nutzer, Facebook damit wieder zum Urpsrungsgedanken zurückbringen und die Plattform zum Austausch persönlicher Verbindungen zurückführen. Inhalte von Facebook-Seiten werden zwar trotzdem noch im Feed auftauchen, der Algorithmus wird aber so geändert, dass Beiträge von Facebook-Freunden priorisiert werden. Unternehmens-Seiten müssen also künftig noch tiefer in die Tasche greifen, um sichtbar zu bleiben.

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  • INSTAGRAM handelsblatt: Kein Kuscheln mit Quokkas auf Instagram: Sie zählen sicherlich zu den niedlichsten Tieren der Welt. Quokkas waren eine ganze Zeit lang ein viraler Hit, zahlreiche User posierten mit den knuffigen Tieren für Selfies, um das dann mit dem Hashtag #quokkaselfie auf Instagram hochzuladen. Tierschützer haben sich jetzt aber gegen den Trend ausgesprochen, die Selfies würden die Wildtiere zu sehr stressen. Instagram pflichtet dem zu und schaltet sich ein. Wenn dieser oder ähnliche Hashtags also gesucht werden, zeigt Instagram dem Nutzer künftig einen Hinweis zu Umweltschutz.

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Amazon Echo im Test: Der vernetzte Lautsprecher für Einsteiger erklärt

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Amazon Echo ist ein smarter Lautsprecher und das Zuhause von Alexa, der virtuellen Amazon-Assistentin. Ähnlich wie die angekündigten Geräte Google Home und Apple HomePod ist es ihre Berufung, euch einfache Aufgaben abzunehmen, indem ihr sie einfach per Sprachbefehl diktiert. Angefangen bei Internet-Recherchen über die Steuerung eures Smart Home, bis hin zur Buchung von Reisen und Bestellungen bei Amazon. Alexa soll all das und noch mehr für euch erledigen können. Ich habe Alexa und ihre Behausung in den letzten Wochen auf Herz und Nieren geprüft, und bin dabei zu einem durchwachsenen Ergebnis gekommen.

Wie Alexa euch im Alltag helfen kann

Alexa hat bei uns vor einigen Wochen Einzug erhalten. Nachdem die ganze Familie sie ausgiebig getestet, gefordert und beleidigt hat, und dabei kläglich an der harten Schale des „Entschuldigung, das weiß ich leider nicht“ gescheitert ist, steht sie nun im Flur im ersten Stock. Mittlerweile hat sich Alexa fest in unseren Alltag integriert und einige Aufgaben an sich gerissen, die sie einfach am besten kann.

Dabei könnt ihr Alexa einfach über Sprachbefehle steuern. Wichtig ist, dass ihr jedes Kommando mit „Alexa, …“ beginnt. Die einzige Ausnahme ist, wenn sie eine Rückfrage stellt und die Mikrofone im Zuhörmodus selbstständig wieder aktiviert. Man kann das Keyword auch ändern, wenn einem der Name „Alexa“ nicht gefällt. Wenn ihr wissen wollt, was Alexa kann, sagt ihr „Alexa, stell dich vor“.

Die Wettervorhersage? Kein Problem, Alexa weiß, wie das Wetter an ihrem Standort oder an einem beliebigen Ort weltweit ist. Wenn man möchte, kann man Alexa Artikel in den Amazon-Warenkorb legen lassen. Brav liest sie dann die komplette Artikelbezeichnung vor, was schon einmal eine halbe Minute dauern kann. Gut, dass man sie jederzeit mit dem Kommando „Alexa, stopp!“ unterbrechen kann.

Bei meiner Familie besonders beliebt ist auch die Radio-Funktion. Über die Verknüpfung mit TuneIn kann man die meisten Radiosender in der Umgebung hören, sowie unzählige thematisch sortierte Playlists abspielen lassen.

Praktisch finde ich auch, dass man per Sprachbefehl die Musikwiedergabe steuern kann. Besonders gelungen finde ich dabei, dass das intuitiv funktioniert, genau so, wie man es erwartet. „Alexa weiter“ für den nächsten Track, „Alexa lauter/ leiser“, um die Lautstärke anzupassen und „Alexa zurück“, um von vorn zu beginnen.

Ohne Amazon Prime sind viele Funktionen von Alexa allerdings nicht nutzbar, was im im Alltag hinderlich ist. Daher habe ich mir für meinen Praxistest einen kostenlosen 30-tägigen Test-Account zugelegt.

Alexa hat die Skills: Neue Funktionen einfach dazulernen

Einige Dinge kann Alexa schon von Haus aus. Viele andere Dinge muss sie erst noch lernen. Amazon bietet dem Nutzer damit die Möglichkeit, seinen Sprachassistenten zu personalisieren. Dies erledigt ihr mit einem sogenannten Skill. Einer dieser Skills ist beispielsweise die App der Deutschen Bahn. Alexa kann mehr oder weniger gut Bahnverbindungen heraussuchen. Das funktioniert – wenn überhaupt – aber nur mit dem Keyword „Deutsche Bahn“ und nicht mit DB, Bundesbahn, Bahn oder DB Navigator. Praktisch ist allerdings, dass man nicht einmal die entsprechende App auf dem Gerät installiert haben muss. Es genügt, wenn der Skill aktiviert ist.

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Image by Amazon

Eine weitere nützliche Funktion von Alexa ist die tägliche Zusammenfassung. Dabei kann man sich ganz individuell die Nachrichten des Tages vorlesen lassen. Quellen dafür sind standardmäßig die „Tagesschau in 100 Sekunden“ und die Nachrichten der BILD-Zeitung. Erweitern lässt sich der Überblick beispielsweise mit Deutschlandfunk-Nachrichten und dem Wetterbericht.

Einen Skill könnt ihr mit der Alexa-App für Android und iOS einrichten. Diese Seite bietet eine Übersicht der unzähligen Skills aus verschiedensten Kategorien, von Nachrichten über Sport bis hin zu Lifestyle.

Wichtig ist, dass ihr immer die jeweiligen Schlüsselbegriffe nennt, die für die Sprachsteuerung eines Skills vorgesehen sind. Dahingehend ist Alexa weniger flexibel als Siri, die auch natürliche Sprache versteht. Da es so wichtig ist, die richtigen Keywords zu benutzen, um den vollen Funktionsumfang nutzen zu können, sind sie in der Alexa App im Bereich Skills nachzulesen.

Die App: bitte nachbessern!

Die Alexa-App ist auch in anderer Hinsicht für die Nutzung von Amazon Echo wichtig. Etwa, wenn ihr im Musik-Katalog stöbern wollt. Die Applikation ist zwar soweit logisch aufgebaut und überrascht mich immer noch mit ihrem Funktionsumfang. Allerdings wünsche ich mir für die Zukunft einige Verbesserungen in der Performance.

Wählt man im Bereich „Musik und Bücher“ beispielsweise „Prime Music“ und dann „Alle Künstler (A-Z)“ aus, dauert es erst einige Sekunden, bis die Auflistung geladen ist. Eine Suche nach einem speziellen Künstler gibt es ebenso wenig wie die Möglichkeit, zu einem bestimmten Buchstaben zu springen. Wählt man dann einen Künstler aus, wird die zufällige Wiedergabe von Songs dieses Künstlers gestartet. Meist sind es nur wenige Lieder, die für Amazon-Prime-Mitglieder verfügbar sind. Wer sich dann allerdings überlegt, dass er statt X Ambassadors doch lieber Musik von ZAYN hören möchte, fängt wieder ganz von vorne im Hauptmenü an und ist minutenlang mit Scrollen beschäftigt.

Es gibt zwei Varianten des Amazon Echo

Der vernetzte Lautsprecher Amazon Echo kommt in schwarz und oder weiß. Das Gerät hat eine zylindrische Form. Lautsprecher und Mikrofone befinden sich in der unteren Hälfte, wo die Oberfläche durchlöchert ist. Der oberste Teil lässt sich drehen, hier kann manuell die Lautstärke eingestellt werden. Auf der Oberseite befindet sich eine Taste zum manuellen Aktivieren des Zuhörens, sowie eine Taste zum Stummschalten, so dass das Mikrofon deaktiviert wird. Ein LED-Band bildet den oberen Rand. Sagt man das Aktivierungswort, leuchtet dieser blau und an der Stelle, aus der die Stimme kommt, grün. Wenn der Sprachbefehl verarbeitet wird, wandert der Lichtimpuls im Kreis. Ist das Mikrofon aus, leuchtet das Band rot. Amazon Echo kostet zurzeit beim Hersteller 179,99 Euro.

Eine deutlich kleinere Version trägt den Namen Amazon Echo Dot. Sie besteht sozusagen nur aus dem obersten Teil, hat ebenfalls das LED-Band und verfügt über die Taste zur manuellen Aktivierung der Spracherkennung und die Stummschaltetaste. Darüber hinaus gibt es noch zwei Tasten zur Lautstärkenregulierung. Auch der Amazon Echo Dot ist in schwarz oder weiß verfügbar. Im Moment liegt der Preis für den Amazon Echo Dot beim Hersteller bei deutlich günstigeren 59,99 Euro.

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Amazon Echo Dot. Image by Amazon

Amazon Echo und der Datenschutz

Es ist nicht so ganz einfach, sich vorzustellen, dass Alexa im einem Moment noch ein Gehör haben soll, wie ein Sieb – alles, bis auf das Aktivierungswort würde sie vergessen – und im nächsten Moment genau zuhören soll. In den häufig gestellten Fragen zu Alexa heißt es dazu:

„Amazon Echo und Echo Dot verwenden eine geräteinterne Stichworterkennung, um das Aktivierungswort zu erkennen. Wenn diese Geräte das Aktivierungswort erkennen, leiten sie Audiodaten in die Cloud, einschließlich eines Sekundenbruchteils vor Äußerung des Aktivierungswortes.“

„In die Cloud“ – das bedeutet, die Daten werden an einen Server irgendwo auf der Welt weitergeleitet. Im Zweifelsfall kann dieser Server auch in einem Land stehen, dass einen niedrigeren Datenschutzstandard hat als Deutschland. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen sieht durch Amazons Lautsprecher den Datenschutz gefährdet. Sie weist darauf hin, dass Hacker Amazon Echo als Wanze missbrauchen könnten. Auch die Bundesbeauftragte für den Datenschutz, Andrea Voßhoff, warnt vor den Gefahren durch Alexa, wie sie im Interview mit der WirtschaftsWoche erklärte.

Leider gehen die Probleme in puncto Datenschutz bei Alexa noch einen Schritt weiter. Wie Amazon in seiner Datenschutzerklärung darlegt, werden darüber hinaus noch sogenannte „automatische Informationen“ weitergeleitet. Diese umfassen so ziemlich alles, was ein Internetriese wie Amazon an Daten über seine Kunden erfassen kann, von der IP-Adresse über Cookies bis hin zu Scroll-Verhalten, hier detailliert nachzulesen.

Test-Fazit Amazon Echo

Wer Alexa im Gewand von Amazon Echo zuhause hat, kann sich einige lästige Handgriffe ersparen. Besonders in stressigen Situationen oder wenn man gerade keine Hand frei hat, ist es praktisch, per Sprachbefehl kleine Aufgaben zu erledigen. Mich hat allerdings gestört, dass Alexa noch sehr unflexibel ist und nur dann vernünftig funktioniert, wenn man Keywords oder Skills druckreif ausspricht. Außerdem fehlen mir die Smart-Home-Geräte, die ich mit Alexa hätte verbinden können. Ich stelle mir vor, dass man sich dadurch noch viele weitere Handgriffe ersparen kann. Wer die entsprechenden Geräte sowie Alexa im Haus hat, ist aber definitiv auf den Haushalt der Zukunft vorbereitet.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Androidpiloten


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