All posts under AfD

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  • MOBILITÄT golem: Michelin will schwammartiges Rad für fahrerlose Autos bauen: Sie sind luftlos, halten lange und sollen in Zukunft für autonom fahrende Autos verwendet werden: Michelin hat eine Rad-Reifen-Kombination entwickelt, die optisch an einen Schwamm erinnert. Die Reifen sollen laut Michelin aus biologisch abbaubaren Materialien wie Naturkautschuk, Bambus, Papier, Blechdosen, Holz, Elektronik- und Plastikabfällen, Heu, Reifenchips, gebrauchten Metallen, Stoff, Pappe, Melasse und Orangenschale gedruckt werden. Die Profile sollen sich mit Hilfe von 3D-Druckstationen an unterschiedliche Bedürfnisse anpassen. So könnte eine Fahrt in schneebedeckte Berge künftig über eine Werkstatt führen, in der nicht der gesamte Reifen, sondern nur dessen Profil ausgetauscht wird.

  • BUNDESTAGSWAHL horizont: AfD wird drittstärkste Kraft – und die Twitter-User reagieren geschockt: Es ist eine Zäsur in der Geschichte der Republik. Mit der AfD schafft erstmals seit den 1950er Jahren eine rechtsnationale Partei den Sprung ins Parlament – wird dort drittstärkste Kraft. Auf Twitter reagieren Journalisten wie Kai Diekmann und Juliane Leopold konsterniert und geschockt. Viele andere wiederum antworten mit Galgenhumor. Die wichtigsten Twitter-Reaktionen im Überblick.

  • GOOGLE googlewatchblog: Gemeinsam gegen Amazon: Google und Wal*Mart beginnen ihre Shopping-Kooperation:Über die Jahre hat sich der Onlinehändler Amazon ein wahres Imperium aufgebaut und ist für viele Nutzer längst zum Synonym für Online-Shopping geworden. Doch jetzt wagt sich das Unternehmen immer mehr in den stationären Handel vor und sorgt dort schon jetzt für ein Zittern unter den etablierten Händlern. Vor genau einem Monat hatten sich Wal*Mart und Google aus diesem Grund zusammengetan und eine Kooperation verkündet. Jetzt ist diese angelaufen.

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  • EMOBILITÄT golem: Wie kommt der Strom in die Tiefgarage?: Wären benzinbetriebene Automobile so weit verbreitet, wenn jeder Halter sich eine eigene Zapfsäule dafür aufstellen müsste? Was für Eigenheimbesitzer noch vorstellbar wäre, stieße in Städten schnell an seine Grenzen. Doch genau vor diesem Problem stehen derzeit Käufer von Elektroautos. Selbst wer für seinen Wagen einen festen Stellplatz in einer Tiefgarage hat, steht bei der Installation einer Ladesäule vor großen Hürden und hohen Kosten. Falls er überhaupt die Erlaubnis bekommt, die erforderlichen Anschlüsse zu verlegen. Kein Wunder, dass der Verkauf von Elektroautos trotz Prämie von bis zu 4.000 Euro nicht vorankommt.

  • CLOUD heise: c’t empfiehlt: Raus aus den US-Clouds: In puncto Datenschutz sind Deutsche seit dem 25. Januar in den USA Internetnutzer zweiter Klasse. Denn US-Präsident Donald Trump hat per Dekret im Januar erklärt, Nicht-US-Bürger vom US-amerikanischen Datenschutzrecht auszuschließen oder zumindest ihre Rechte diesbezüglich einzuschränken, „soweit dies mit geltendem Recht vereinbar ist“. Die rechtlichen Folgen sind noch ungeklärt, doch Heise-Justiziar Joerg Heidrich schätzt die Chancen hoch ein, dass das Datenschutz-Abkommen Privacy Shield zwischen USA und EU nicht lange überleben wird. In der aktuellen Ausgabe 9/17 widmet sich das Computermagazin c’t diesem Problem und rät Anwendern, ihre Daten auf deutsche oder zumindest EU-Server umzuziehen.

  • FACEBOOK horizont: Facebook will Umgang mit Gewaltbeiträgen überprüfen: Es müsse für Nutzer einfacher werden, gefährliche Beiträge zu melden und die anschließende Prüfung müsse schneller ablaufen. Hintergrund ist ein Video von einem Mord in Cleveland, das am Sonntag zwei Stunden lang online und über die Facebook-App zu sehen war. Der US-Polizei zufolge stellte der mutmaßliche Täter das Video selbst ins Netz, auf dem zu sehen ist, wie er einen älteren Mann erschießt. Die Fahndung nach ihm läuft auf Hochdruck.

  • POLITIK netzpolitik: Treue Gefolgschaft – so twittert die AfD: Die AfD schafft sich auf Twitter eine eigene Öffentlichkeit. Eine umfangreiche Datenanalyse von netzpolitik.org und Tagesspiegel ergibt: Die Partei spielt dabei nicht immer mit offenen Karten. Die Analyse verschiedener Parteien zeigt die Nutzung der Social-Media-Plattform auf und wie diese speziell von der AFD genutzt wird

  • KI heise: Gigabitnetz, KI & Robotik: Zypries will Innovationen ankurbeln: Rund eine Woche vor Beginn der Hannover Messe hat Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) am Dienstag Eckpunkte für eine neue Innovationsagenda vorgestellt. „Wir wollen, dass Deutschland seine Forschungsanstrengungen deutlich steigert“, heißt es in dem Papier des Ministeriums. Ziel sei es, die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) bis 2025 von 3 auf 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zu steigern.

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#BorninBonn – Über die Wiederbelebung des Bonner Geistes in Zeiten der 140-Zeichen-Agitation

cell-phone (adapted) (Image by Unsplash [CC0 Public Domain] via Pixabay)

Hinter den Brandreden und nationalistisch durchtränkten Reden von Björn Höcke steckt eine perfide Methode. Es geht nicht nur darum, rechte Gedankenbilder in den politischen Diskurs einzuführen, ohne sich juristisch angreifbar zu machen, schreibt die Zeit in einer lesenswerten Analyse: „Das Ziel ist Überwältigung. Systematisch deuten rechtsgerichtete Politiker und Agitatoren zentrale Symbole des freiheitlichen, demokratischen Gemeinwesens Deutschlands um, und der Bürger weiß sich nicht zu wehren. Die Strategie ist es, Begriffe und Bilder des demokratischen Diskurses zu diskreditieren und Demokraten im Wortsinn sprachlos zu machen. Jemand will uns die kollektive Identität rauben, sagt Höcke? Stimmt, Höcke selbst will das.“

Höcke demontiert die bundesdeutsche Erinnerungskultur

Seine Umdeutungsabsichten zielen vor allem auf die bundesdeutsche Erinnerungskultur: „Wir Deutschen sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz der Hauptstadt gepflanzt hat“, sagte er. In diesem Satz zeige sich die ganze Perfidie der Methode. „Denn wer rechts denkt, weiß ihn zu deuten. Gleichzeitig schob Höcke für alle Empörten am Tag nach der Rede eine persönliche Erklärung nach. Er habe den Holocaust als Schande für ‚unser Volk‘ bezeichnet, dem ‚wir Deutschen‘ ein Denkmal gesetzt hätten“, schreibt Karsten Polke-Majewski.

Die Protagonisten im rechten Spektrum tanzen um einen Kessel mit brauner Suppe und sind bemu?ht, selbst keine braunen Flecken auf ihre Westen und Blusen abzubekommen. „Das gelingt ihnen meistens?—?nur ab und zu steht man?—?wie ju?ngst?—?selbst mitten in der braunen Soße“führt der bildende Künstler Edgar Piel aus.

Die nationalistischen Akteure agieren mit Untergangsformeln und inszenieren sich dabei als die Erlöser. Wer sich dem widersetzt, wird als undeutsches Element und Volksverräter denunziert.

Kampf um Wörter

Diese politische Auseinandersetzung ist ein Kampf mit Wörtern und immer stärker ein Kampf um Wörter?—?in 140 Zeichen. Donald Trump ist dafür der Wegbereiter. Sein Sieg wirkt wie ein Katalysator und beflügelt jene politischen Kräfte, die jetzt ihre Morgenbräune kommen sehen, „ihre vermeintliche Mehrheit abseits der Umfragen und ihre trumphaft unmittelbar bevorstehende Herrschaft zu spüren glauben. Politische Kräfte, die genau deshalb wie Trump in radikaler, nie gekannter Offenheit kommunizieren“so Sascha Lobo in seiner Spiegel Online-Kolumne. Er zitiert die Höcke-Rede in Dresden, die klar macht, auf was wir uns im Bundestagswahlkampf einstellen müssen: Ich weise euch einen langen und entbehrungsreichen Weg, ich weise dieser Partei einen langen und entbehrungsreichen Weg, aber es ist der einzige Weg, der zu einem vollständigen Sieg führt, und dieses Land braucht einen vollständigen Sieg der AfD.“

Wenn ein Geschichtslehrer vom „vollständigen Sieg“ spricht, dann lässt sich ahnen, woher er seine Inspiration bezieht. Das sei kein Zufall mehr, erklärt Lobo.

Angriff auf Symbole

Es ist ein Angriff auf die Symbole und Institutionen der Bundesrepublik Deutschland?—?das ist ein Angriff auf den Geist der Bonner Republik, denn in Bonn sind die Wurzeln des Grundgesetzes, hier tagte der Parlamentarische Rat im Museum König, hier sind in der Nachkriegszeit wichtige Weichen gestellt worden für politische Stabilität in einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Bonn stand für das pragmatische Gebot politischer Nüchternheit, geschichtlicher Verantwortung und Weltoffenheit. Hier entwickelten die Mütter und Väter des Grundgesetzes die institutionellen Sicherungen, um Weimarer Verhältnisse zu verhindern. Repräsentative Demokratie, Verhältniswahlrecht, Fünf-Prozent-Klausel, Verhinderung negativer Mehrheiten, föderale Struktur und Interessenausgleich mit den Bundesländern im Bundesrat und das Bundesverfassungsgericht als Korrektiv der Gesetzgebung. Es sei „das beste, demokratischste Deutschland, das wir jemals hatten“, bilanzierte Bundespräsident Joachim Gauck in seiner Abschiedsrede.

Faktoren für Stabilität

Das Fundament für diese Erfolgsgeschichte wurde in Bonn gelegt. Dieser Geist ist allerdings nicht in Stein gemeißelt. Er muss immer wieder vermittelt werden?—?besonders in der politischen Bildung. In Anlehnung an Thukydides, Aristoteles und Tocqueville benennt der Politikwissenschaftler Wilhelm Hennis drei Faktoren für politische Stabilität:

  • die Weisheit der Gesetze bzw. die Kraft der Institutionen,
  • die Qualität des politischen Personals
  • und die Tugend der Bürgerinnen und Bürger.

All das muss eine Zivilgesellschaft im Auge haben, um nicht den völkisch gesinnten Agitatoren, die unsere Republik zerstören und umwälzen wollen, die Deutungsmacht zu überlassen. Um das zu erreichen, müssen eben auch Kompetenzen für die Kommunikation in 140 Zeichen angeeignet werden.

#smcbn meets Bundeszentrale für politische Bildung

Das ist muss sich auch in der politischen Bildungsarbeit widerspiegeln, wie die Wissenschaftlerin Sabria David bei der Abendveranstaltung des Social Media Chat Bonn in der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) ausführte: „Politisch Bildung wird immer mehr auch digitale Bildung bedeuten, weil digitale Mechanismen Deutungshoheit setzen.“

BpB-Kommunikationschef Daniel Kraft machte auf die Aktion #BorninBonn aufmerksam, die in diesem Jahr zum 65-jährigen Jubiläum seines Hauses stattfindet. Er erwähnte Professor Carl Christoph Schweitzer, der die Bildungsinstitution gegen massive Widerstände kämpfen aufbaute: „Vor allem sollte die neue Bundeszentrale dabei helfen, den Deutschen die Demokratie nahezubringen. Viele hätten immer noch nicht glauben wollen, dass das Terrorregime und der Holocaust Millionen Menschen das Leben gekostet hatten. ‚In vielen Köpfen galten die Widerständler des 20. Juli weithin als Verräter. Dieser Lüge mussten wir entschieden entgegentreten‘, betont der 92-Jährige im Rückblick.“

Demokratieauftrag aktueller denn je

Sein programmatisches Credo ist aktueller denn je. Letztlich muss mit politischer Bildung klargemacht werden, wie wichtig es ist, den Geist der Bonner Republik mit Leben zu füllen Höcke und Co. wollen ihn beschädigen: Es gehe diesen Akteuren, Gruppierungen und Bewegungen nicht um die Liberalisierung der Öffentlichkeit und folglich auch nicht der Politik, die eigentlich mit den genannten Werten einhergeht. Im Gegenteil: Es geht schlicht um die Propaganda der eigenen Ziele, also um den Versuch, die vermeintlich liberale Hegemonie durch die eigene autoritäre Ideologie zu ersetzen, führt Professor Armin Scholl in einem Beitrag für die Netzdebatte der BpB aus. 

„Ist diese erst einmal durchgesetzt – wie Entwicklungen in UngarnPolen oder der Türkei befürchten lassen – ist Schluss mit Toleranz und Meinungsvielfalt, mit der Repräsentanz von Minderheiten und gleichen Beteiligungschancen für alle politischen Richtungen. Denn diese Werte gelten nicht mehr für den politischen Gegner, sondern nur für die eigene Klientel – solange man sich in der Opposition zu einer illegitimen Regierung und als unterdrückte Mehrheit wähnt.“

Das Notiz-Amt sieht die Bundeszentrale für politische Bildung als wichtige Quelle, den Konsens über die demokratischen Werte der Bundesrepublik bei aller Unterschiedlichkeit der politischen Positionen zu fördern. Der Social Media Chat Bonn könnte in diesem Jahr dafür einige Stationen ansteuern: Museum König, Kanzler Bungalow, Beethovenhalle, Langer Eugen, Bundestag, Wasserwerk, Kanzleramt und einiges mehr.


Image „cell-phone“ Unsplash (CC0 Public Domain)


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  • FIREFOX focus: Mozilla verbannt Erweiterung „Web of Trust“ aus Firefox: Mozilla hat kein Vertrauen in seine Browsererweiterung „Web of Trust“. Demnach wurde das Add-On jetzt aus dem Firefox-Browser entfernt. Grund dafür waren Vorwürfe der Verletzung des Datenschutzes. Die Browsererweiterung soll mit den durch das NDR aufgedeckten Leaks von Nutzerdaten zusammenhängen. Das Add-On bleibt bis auf weiteres entfernt, bis der Hersteller die Defizite korrigiere.

  • FACEBOOK süddeutsche: Leak zeigt mutmaßliche Betreiber der größten deutschen Hetzseite: Alles andere als anonym. Ein Leak auf Facebook offenbarte die Verantwortlichen hinter der Hetzseite „Anonymous.Kollektiv“. Über zwei Millionen Menschen gefiel die Seite, die gegen den Islam hetzte und Verschwörungstheorien verbreitete, mittlerweile jedoch gelöscht wurde. Die Seitenbetreiber haben laut dem Leak direkte Verbindung zur Compact Magazin GmbH und der AfD.

  • AMAZON digitaltrends: Amazon wants police officers to have a tiny „assistant drone“ on their shoulder: Nachdem der Online-Versandhändler Amazon Drohnen bereits für Versandzwecke nutzen möchte, plant das Unternehmen jetzt auch ganz ungewöhnliche Wege mit unbemannten Luftfahrzeugen einzuschlagen. Ingenieure des Unternehmens arbeiteten an einem Patent für ein Sprachgesteuertes und mit einer Kamera versehenes UAV (unmanned aerial vehicle), welches jetzt vom United States Patent and Trademark Office genehmigt wurde. Die Drohnen sollen zur Unterstützung von Polizeibeamten unter anderem im Straßenverkehr eingesetzt werden.

  • IMZY zeit: Hereinspaziert, liebe Menschen: Netiquette, also die inoffiziellen Verhaltensregeln im Netz, ist vielen Internet-Nutzern wohl noch ein Fremdwort. Mobbing und Hatespeech sind in vielen Kommentar-Bereichen leider an der Tagesordnung. Ein freundliches Miteinander im Netz, das ist das Ziel des Netzwerks Imzy. Das Projekt ist derzeit in der Beta-Phase und soll der Plattform „reddit“ ähneln, allerdings mit weitaus positiveren Unterhaltungen. Das Entwickler-Team hat gerade acht Millionen US-Dollar Risikokapital eingenommen und das Projekt ist damit auf einem guten Weg.

  • IPHONE spiegel: Profi-Fotos mit dem iPhone knipsen: Profi-verdächtige Fotos in Rohform sind jetzt auch mit iPhone möglich. Nach dem Update auf iOS 10 ist es den Nutzern möglich hochdetaillierte Aufnahmen im RAW-Format aufzunehmen. Das dem JPEG weitaus überlegendere Format erzeugt Rohdaten-Bilder, die dann wie bei der klassischen Fotografie weiter bearbeitet werden können. Notwendig sind dafür aber ein relativ neues Smartphone-Modell sowie eine Drittanbieter-App. Auch an Speicherplatz sollte es auf dem Gerät nicht fehlen, RAW-Dateien sind weitaus größer als vergleichsweise JPEGs.

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5 Lesetipps für den 5. Januar

In unseren Lesetipps geht es heute um das Streaming von Musik, die Sprache der Zukunft, Journalismus im Jahr 2015, die digitale Arbeitswelt und Geschichte. Ergänzungen erwünscht.

  • STREAMING Süddeutsche Zeitung: Spotify & Co. wird zum Massengeschäft: Über die Feiertage lockte der Streaming-Dienst Spotify hierzulande neue Kunden mit drei Monaten Mitgliedschaft für nur 99 Cent. Wie erfolgreich das Angebot war, weiß ich nicht, aber es ist eine bekannte Entwicklung des letzten Jahres, dass die Zahl der Musik-Downloads rückläufig ist, während die Zahl der Streaming-Abrufe wächst. Den meisten Nutzern geht es heute immer weniger um den Besitz einer Privatkopie, sondern viel mehr um den Zugang zu Musik – möglichst preiswert und von all ihren Geräten. Doch weil man damit weniger Geld verdient, wehren sich die ersten Musiker dagegen, wie z.B. Taylor Swift. Mal sehen, was das Jahr 2015 noch bringt.

  • SPRACHE The Wall Street Journal: What the World Will Speak in 2115: Das „The Saturday Essay“ des Sprachwissenschaftlers John H. Dr. McWhorter im Wall Street Journal hat mich an diesem Wochenende am meisten begeistert. Es ist ein spannender Text über die Entwicklung von Sprachen im Zeitalter der Globalisierung und die Thesen von McWhorter widersprechen wohl so jeder Aussage der hierzulande sehr konservativ geprägten Debatten zu diesem Thema. Zwar werden Sprachen verloren gehen und die restlichen Sprachen sich simplifizieren, aber das ist eine ganz normale Entwicklung und muss nichts schlechtes sein. Bisher wurde das biblische Sprachgewirr Bables als Fluch gesehen, der es zum einen nicht wirklich ist und dessen Zeit aber wohl langsam vorbei ist.

  • JOURNALISMUS Neue Digitale Medienwelt: Die sechs guten Vorsätze für Medien 2015: Ich habe gestern auf meinem Blog über vier Lektion des Medienwandel im Jahr 2014 geschrieben, den ich bei den Netzpiloten beobachtet habe. Diese Lektionen sind auch Arbeitsaufträge für uns, die ich gerne um diese sechs guten Vorsätze für Medien ergänzen möchte, die Stefan Westphal in seinem Blog über die neue digitale Medienwelt veröffentlicht hat. Denn das neue Jahr bietet viele Chancen, die Medienbranche und den Journalismus positiv weiterzuentwickeln, woran wir Netzpiloten uns gerne beteiligen.

  • ARBEITSWELT Golem: „Ganze Berufsfelder sind von der Digitalisierung bedroht“: Die Gewerkschaft Verdi will dasThema der Arbeitswelt im digitalen Zeitalter zu einem Schwerpunkt dieses Jahres machen, wie der Vorsitzende Frank Bsirske im Interview mit der dpa ankündigte. Mit einer Automatisierungsdividende, die in nicht bedrohte Branchen investiert werden müssen, um durch Automatisierung verloren gegangene Arbeitsplätze zu ersetzen, hat Bsirske schon eine diskussionswürdige Idee präsentiert. Ich bin gespannt, ob es nur um Reaktionen auf negativ gesehene Folgen gehen wird, wie z.B. ein Recht auf binäre Nichterreichbarkeit, oder ob die globale Vernetzung, Crowdsourcing, Coworking, etc. auch als zu gestaltende Chance gesehen werden. Dafür bräuchte es auch einen starken Wortführer, den die ihren zukünftigen Platz suchenden Gewerkschaften bisher nicht abgaben.

  • GESCHICHTE Blog von Achim Landwehr: Lepanto oder der fortgesetzte Missbrauch der Vergangenheit: In der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung durfte gestern der AfD-Politiker Konrad Adam einen sehr geschichtsvergessenen Text über die Schlacht von Lepanto auf Seite 2 der Zeitung veröffentlichen. Zuerst ärgerte ich mich über die politisch eindimendionale Nacherzählung der Geschehnisse, denn Adam reduzierte die Schlacht auf einen Glaubenskampf zwischen Christentum und Islam. Doch nicht nur mir, der ein Semester lang venezianische Geschichte in Venedig studierte, missfiel das, sondern auch dem Düsseldorfer Historiker Achim Landwehr, der auf seinem Blog eine lesenswerte Antwort gab und mir dabei auch wieder einmal zeigte, was das Schöne am Blogging ist.

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