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5 Lesetipps für den 5. Mai

In unseren Lesetipps geht es um das soziale Netzwerk 8, Hart aber Fair, Probleme der Hebammen, Startups und um die Entrepreneur’s Organisation. Ergänzungen erwünscht.

  • TV Frankfurter Allgemeine: TV-Kritik „Hart aber fair“: Der könik krif zum telefon: In der gestrigen Ausgabe von Hart aber Fair ging es um ein Thema, welches viele Deutsche beschäftigt und welches viel Diskussionsbedarf bietet: das deutsche Bildungssystem. Gäste waren unter anderem Mirko Drotschmann, Florian Langenscheidt oder Josef Kraus. In einer Kritik zur Sendung beschreibt Sandra Kegel die Diskussion und kritisiert dabei, dass sie nach einem guten Start eher ins Belanglose abgedriftet sei.

  • SOCIAL NETWORK t3n: Social Network „8“: Videos und Fotos für eine Handvoll Dollar posten: Das soziale Netzwerk 8 möchte Nutzer für Inhalte bezahlen. Es ist nicht das erste Netzwerk, dass so versucht, Benutzer zu generieren, doch zurzeit wahrscheinlich das lukrativste für die Nutzer. 80 Prozent der Umsätze von 8 sollen an die Nutzer gehen, bisher mehr als bei jedem anderen Netzwerk. Mit dem Netzwerk soll eine Alternative zu Youtube geschaffen werden, der Fokus liegt auf Videos und Fotos.

  • HEBAMMEN Kleinerdrei: Elend ohne Ende – Warum wir keine Lösung für die Geburtshilfe finden: In einem Gastbeitrag auf Kleinerdrei.org berichtet Hester Hansen über die momentanen Probleme der Hebammen und der Geburtenhilfe. Zurzeit schließen immer mehr Kreissäle, auf Sylt zum Beispiel sind Geburten garnicht mehr möglich. Schwangere Frauen sollen entweder auf dem Festland gebären. Auch heute, am internationalen Tag der Hebammen, sollen viele Aktionen das große Problem in den Fokus der Öffentlichkeit rücken.

  • STARTUP t3n: „Shut up and take my Wohnung“ – Dieses Startup zahlt dir deine Miete: Das Startup Flatbook möchte Verreisenden ihre Miete bezahlen. Klingt zu schön um wahr zu sein? Ist es eigentlich auch, doch das Unternehmen möchte es trotzdem möglich machen. Flatbook zahlt Mietern 100 US-Dollar und bittet dafür um die Erlaubnis, die gesamte Wohnung auszuräumen, neu zu möblieren und dann zu vermieten. So sollen sowohl die Mieten für die Zeit der Abwesenheit bezahlt als auch für besonders günstige Wohnungen gesorgt werden.

  • EO Gründerszene: Wenn Gründer ihr Sushi von nackten Frauenkörpern naschen…Nach einer großen Feier in LA, welche von der Entrepreneur’s Organisation ausgerichtet wurde, gibt es Online viel Kritik an dem Gründernetzwerk. Der Grund hierfür ist ein Foto von der Feier, auf welchem eine nackte Frau zu sehen ist, auf deren Körper Sushi serviert wird. Viele Gründerinnen sind empört über dieses Foto, da es ein überaus frauenfeindliches Bild auf das Gründernetzwerk EO wirft.

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Die 8. Woche im Web

Es war keine Freude in den letzten Tagen zu lesen, wie Webexperten und Internet-Berater ihre Besserwisserei auf Twitter-Nutzer und andere User Sozialer Netzwerke in rhetorisch gestählten Artikeln auf deutlich mehr als 140 Zeichen niederprasselten. Gauck hatte sich in diversen Reden und Interviews zu dem einen oder anderen Sachverhalt geäußert, der wenig Gegenliebe im Netz produzierte. Da ging dann eine Deutungsschlacht los, die die alten Gewehre der Qualitätsjournalisten auf einzelne Tweets anlegte. Aus den Richtungen Jakubetz, Lobo und Breitenbach wurde angelegt und das Kind der freien Meinungsäußerung mit den hehren Ansprüchen der äußerst fragwürdigen Qualitätsjournalismusdebatte oder gar der Filter Bubble mit dem Bade ausgeschüttet. Befremdlich und völlig am eigentlichen Thema des kollektiven und offenen Diskurses im Web vorbei. Natürlich müssen wir einen Streitkultur im Web zumal in Deutschland erst erlernen, aber mit solchen erhobenen Zeigefingern selbst ernannter Lehrkörper wird offener Dialog nicht klappen. Lyotards Verdikt über Habermas‘ Primat des Konsens läßt grüßen. Sprich: Wer anderen vorschreibt, was Konsens ist, begeht einen Akt der Aggression.

Und auch die Piratenpartei hat ein Problem. ACTA. Es fehlt ihnen laut Köhntopp an Fachwissen. Es kann auch sein, dass Isotopp recht hat und ein Chefideologe her muss. Obwohl mein Eindruck ist, dass solche steilen Hierarchien bei der Piratenpartei ein Unding wären, weil es nicht der Graswurzelideologie entspräche. Klar ist, dass der Piratenvertreter gegen den GEMA-Vertreter im Fernsehen unbedarft aussah. Das darf bei einem der Kernthemen der Piraten eigentlich nicht geschehen, zumindest nicht vor der ganzen Nation beim TV-Magazin Report. Hier liegt eine Herausforderung: Grassroots meets Expertise

Und dann war da noch das inoffizelle Ende des F-Commerce. Das ist die eCommerce-Variante bei Facebook. Nicht wenige Firmen laufen dem zukünftigen Lieblingskind der New Yorker Börse davon, weil es sich einfach nicht rechnet. Nicht ganz unverständlich, dass sich die Leute zwischen dem Verabreden zur Party, zum Shoppen oder dem Posten der neuesten Schnappschüsse nicht einfach Dinge bei Facebook bestellen. Zuckerberg muss sich beeilen. Ab 2014 wird es wahrscheinlich nicht mehr so rosig aussehen für die Firma des „sozialen Wunderkindes“.

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